Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 2 Min.

Verbraucher: Tiere vor Gericht: Wer bekommt Scheidungs-Hündin „Dina“?


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 13/2019 vom 22.03.2019

In diesem Fall gewann das Herrchen den Sorgerechtsprozess. Wie Richter entscheiden, wenn es „tierisch“ zur Sache geht


Artikelbild für den Artikel "Verbraucher: Tiere vor Gericht: Wer bekommt Scheidungs-Hündin „Dina“?" aus der Ausgabe 13/2019 von Bild der Frau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Fotos: Fotolia

Auch Hunde haben Gefühle

Julia und Adrian Willmers* aus Niedersachsen kaufen sich 2013 einen Hund, „Dina“. Anfang 2016 trennt sich das Ehepaar und Julia zieht nach Schleswig-Holstein. Die braune Labrador-Hündin bleibt bei Julias Ex Adrian. Nach zweieinhalb Jahren möchte sie „Dina“ dann aber doch zurück.

„Ich habe jetzt eine Wohnung gefunden, in der ein Hund erlaubt ist“, erklärt sie. Doch auch ihr Mann möchte die Hündin behalten. Dagegen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,09€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Bild der Frau. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 13/2019 von KOMMENTAR: Sandra Immoor, Chefredakteurin: Werdet digitale Helden!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KOMMENTAR: Sandra Immoor, Chefredakteurin: Werdet digitale Helden!
Titelbild der Ausgabe 13/2019 von Themen der Woche. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Themen der Woche
Titelbild der Ausgabe 13/2019 von Kraftquelle der Woche: Warum Mädelsabende so guttun. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Kraftquelle der Woche: Warum Mädelsabende so guttun
Titelbild der Ausgabe 13/2019 von Die neuen Schnitte schick gestylt: Wir haben gern die Hosen an!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die neuen Schnitte schick gestylt: Wir haben gern die Hosen an!
Titelbild der Ausgabe 13/2019 von Ich fühl mich wohl von Kopf bis Fuß. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ich fühl mich wohl von Kopf bis Fuß
Titelbild der Ausgabe 13/2019 von Es duftet nach Frühling. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Es duftet nach Frühling
Vorheriger Artikel
Themen der Woche
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Kraftquelle der Woche: Warum Mädelsabende so guttun
aus dieser Ausgabe

... klagt Julia. Das OLG Oldenburg entscheidet: Es ist davon auszugehen, dass Adrian inzwischen die Hauptbezugsperson des Vierbeiners ist. Deshalb ist es mit dem Wohl des Tieres nicht vereinbar, dass Adrian und „Dina“ getrennt werden. „Ich bin sehr froh über dieses Urteil“, sagt Adrian. „Weil das Gericht anerkannt hat, dass ‚Dina‘ ein Lebewesen ist, dass leiden könnte, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre.“

Julia sieht das anders: „Ich bin für, Dina‘ ja keine Fremde. Auch Assistenzhunde kommen zum Beispiel für die Dauer ihrer Ausbildung in eine Pflegefamilie. Erst dann zu ihrem richtigen Halter. Darunter leiden die Tiere auch nicht“(Az. 11 WF 141/18).

Papageien dürfen draußen nur begrenzt „lärmen“

Ein Mann hält zwei Papageien in einer Außenvoliere. Seinen Nachbarn stört deren „ohrenbetäubender Lärm“. Er zieht vor Gericht. Das Landgericht Hannover ist auf seiner Seite: Die Geräusche von Papageien sind anders als die heimischer Vögel und müssen nicht unbegrenzt geduldet werden. Die Exoten dürfen nur noch zwei Stunden täglich raus(Az. 16 S 44/08).

Nachbars Katze kann ruhig herumstromern

Ein Hausbesitzer bekommt auf seinem Grundstück jeden Tag unerwünschten Besuch – von den drei Katzen seines Nachbarn. Das will er gerichtlich unterbinden lassen. Die Richter vom Landgericht Hildesheim entscheiden: Wer einen Garten hat, muss mit Katzenbesuch rechnen. Allerdings nur von einer Katze pro Nachbarn(Az. 1 S 48/03). Ob die anderen beiden dann zu Hause bleiben müssen?

Bei Sturz vom braven Pony kein Schmerzensgeld

in fünf Jahre altes Mädchen nimmt an einer Reitstunde für Kinder teil. Sie rutscht vom Pony, das eine Aushilfe an der Longe führt. Dabei bricht sie sich den Oberarm, der operiert werden muss. Das Mädchen verklagt die Inhaberin der Reitschule auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, weil die ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt habe. Die Richter am OLG Hamm sehen das anders: Die Aushilfe hat keinen Fehler mit dem Mädchen gemacht, das schon Trab und Galopp reiten konnte. Auch das Pony hatte sich brav verhalten. Klage abgelehnt(Az. 12 U 130/12).

Kühe können zum Fotomotiv werden

Rinderkalb „Anita“ genießt einen sonnigen Tag auf der Wiese und wird dabei unfreiwillig zum Model: Zwei Mitarbeiterinnen einer Event-Agentur machen Fotos von „Anita“ für eine „Kuh-Charity-Party“ in Köln. Allerdings ohne vorher die Halterin zu fragen. Und die ist über „Anitas“ kurzfristigen Ruhm empört, schließlich habe sie nicht zugestimmt. Sie klagt auf Schadensersatz. Das Amtsgericht Köln weist ihre Forderung ab: Da die Bäuerin nicht mit auf dem Foto zu sehen ist, wurde das Persönlichkeitsrecht nicht verletzt(Az. 111 C 33/10).

Schutzzaun muss „wolfsicher“ sein

Ein Landwirt ist der Meinung, dass ein Wolf sein Kalb gerissen hat. Nach dem Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt will er dafür einen Schadensausgleich von 950 Euro. Die Richter vom Verwaltungsgericht Magdeburg weisen seine Klage ab: Es ist nicht erwiesen, dass ein Wolf der Täter war. Außerdem reicht der Weidezaun des Bauern nicht, um seine Tiere vor Wölfen zu schützen(Az. 1 A 866/14 MD).
Mehr zum Streitthema Wolf lesen Sie auf Seite 24.


*Namen von der Redaktion geändert