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Verbraucher: Wie Betrüger Senioren abzocken: „Ich fiel auf Erbschleicher rein“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 44/2018 vom 26.10.2018

Die Verbrecher nutzen Ängste oder Hilfsbereitschaft aus, erschleichen sich Vertrauen – kennen keine Skrupel. So schützen Sie sich und Ihre Liebsten!


Gerti (84) änderte ihr Testament

■ Gerti Stegmann (84) wohnt in der Nähe von Aurich, ihr Mann ist krank, andere Angehörige hat sie nicht. Darum ist sie dankbar, als ein nettes Ehepaar Freundschaft mit ihnen schließt, sich kümmert, scheinbar rührend und über Monate.
Als es ihrem Lebenspartner immer schlechter geht, schlagen die beiden vor, sich „um den ganzen Papierkram zu kümmern“.
Im März 2018 stellt die gutgläubige Gerti Stegmann „den Freunden“ eine ...
„Für den Notfall“, sagten sie. Gut 100000 Euro waren da noch auf ihren Konten. Beim Notar hinterlässt sie sogar ein Testament, vermacht den beiden ihr Vermögen. Doch kaum ist Gertis Mann tot, lassen die Betrüger sie in die Psychiatrie einweisen. ...

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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 44/2018

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■ Gerti Stegmann (84) wohnt in der Nähe von Aurich, ihr Mann ist krank, andere Angehörige hat sie nicht. Darum ist sie dankbar, als ein nettes Ehepaar Freundschaft mit ihnen schließt, sich kümmert, scheinbar rührend und über Monate.
Als es ihrem Lebenspartner immer schlechter geht, schlagen die beiden vor, sich „um den ganzen Papierkram zu kümmern“.
Im März 2018 stellt die gutgläubige Gerti Stegmann „den Freunden“ eine Vorsorgevollmacht mit Betreuungs- und Patientenverfügung aus – freier Zugriff auf Finanzen und medizinische Versorgung inklusive.
„Für den Notfall“, sagten sie. Gut 100000 Euro waren da noch auf ihren Konten. Beim Notar hinterlässt sie sogar ein Testament, vermacht den beiden ihr Vermögen. Doch kaum ist Gertis Mann tot, lassen die Betrüger sie in die Psychiatrie einweisen.
„Ich wusste gar nicht, wie mir geschah“, erzählt Gerti. Bis sich alles aufklärt, ist ihr Konto geräumt und das Paar verschwunden. „Meine gesamten Ersparnisse sind weg“, sagt Gerti. Inzwischen lebt sie im Heim, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
So schützen Sie sich:Bevor Sie Vollmachten erteilen, informieren Sie sich über mögliche Folgen. Oft sind sie der erste Schritt zur Erbschleicherei. Lassen Sie sich vorher unabhängig beraten, etwa beim Sozialverband VdK, Tel. 030/92105800, www.vdk.de

Gerti Stegmann und ihr verstorbener Partner Karl-Heinz Bornemann vertrauten falschen Freunden


Doris (76) half beim Geldwechseln

■ Schnell zum EC-Automaten, dann in die Stadt. Doch kaum hat Doris Wolf (76) aus dem hessischen Idstein ihr Geld abgehoben, spricht ein gut gekleideter Herr sie an: „Bitte, können Sie zwei Euro wechseln?“ Doris sieht sofort im Portemonnaie nach.
„Dabei kam er näher, verwickelte mich in ein Gespräch“, erzählt die Rentnerin. Als Doris Wolf das nächste Mal in ihre Geldbörse guckt, sind alle Scheine weg: „120 Euro!“ Der Trickbetrüger muss sie schon zuvor am EC-Automaten beobachtet haben.
So schützen Sie sich:Holen Sie auf der Straße nie Ihr Portemonnaie raus. Darauf warten Betrüger mit Taschenspielertricks nur.

Lassen Sie Fremde nie zu dicht an Ihre Geldbörse – Doris wurden so 120 € geklaut


Miese Betrüger wollen nur eines – an Ihr Geld! Wer ihre Maschen kennt, kann sich schützen


Carl (89) wollte eine Katze retten

■ Als Carl P. (89) aus Troisdorf (NRW) ausparken will, klopft jemand an seine Scheibe: „Da sitzt ein Kätzchen hinterm Auto“, behauptet er. Der Rentner steigt aus, will das Tier verscheuchen – aber da ist kein Tier. Dafür der Fremde mit Carl P.s Tasche über alle Berge: 50 Euro, Ausweise und Geldkarten weg.
So schützen Sie sich:Nicht das Auto verlassen. Tiere laufen automatisch weg, sobald der Motor angelassen wird. Im Zweifelsfall unbeteiligte Passanten zu Hilfe rufen.

Luise (71) glaubte falschem Polizisten

■ Als der Uniformierte seinen Ausweis zeigt, schöpft Luise K. (71) aus Hamburg keinen Verdacht. Der Mann sagt: „In der Nachbarschaft wurde eingebrochen. Ich muss Ihr Bargeld mit zur Wache nehmen, um es zu registrieren.“ Luise L. gibt ihm 500 Euro, die sie erst am Vortag abgehoben hat, bekommt sogar eine „Quittung“. Doch die ist genauso falsch wie der Polizist.
So schützen Sie sich:Kein echter Polizist würde je Geld von Ihnen verlangen. Lassen Sie auch unangemeldete „Handwerker“ nicht in die Wohnung. Und scheuen Sie sich nicht, die 110 anzurufen.

Mariechen (75) sorgte sich um ihren Enkel

■ Als Mariechen S. (75) aus Bremen ans Telefon geht, ist ein aufgeregter junger Mann dran: „Oma, ich hatte einen Unfall und muss ins Gefängnis, wenn ich nicht sofort 20000 Euro zahle. Kann ich einen Freund schicken, der das Geld holt?“ In ihrer Aufregung merkt die Großmutter nicht, dass die Stimme nicht ihrem Enkel gehört. Sie geht zur Bank, gibt dem „Freund“ das Geld. Der echte Enkel ahnt von all dem nichts.
So schützen Sie sich:Lassen Sie sich nicht durch Schock-Anrufe unter Druck setzen. Wählen Sie den Notruf 110. Händigen Sie nie einem Unbekannten Geld aus.