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Vergessen – Die Roma bei der EU-Erweiterung


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WeltTrends - epaper ⋅ Ausgabe 157/2019 vom 01.11.2019

Im Sommer 2019 fand der Gipfel des Berliner Prozesses1 in Posen statt. In den deutschen Medien fand das geringe Resonanz. Zu den diskutierten Themen gehörte auch die Situation der Roma in den potenziellen Beitrittsstaaten. Fortschritte bei der Integration dieser Minderheit sind ein wichtiges Kriterium des 23. Kapitels (Justiz und Grundrechte). Jedoch bleiben wirkliche Erfolge bisher aus. Das Thema, so scheint es, ist eher schmückendes Beiwerk der Verhandlungen

Seit dem Zerfall Jugoslawiens sind die Roma der Region von Migration und Vertreibung betroffen. Dies war der katastrophalen wirtschaftlichen Lage ...

Artikelbild für den Artikel "Vergessen – Die Roma bei der EU-Erweiterung" aus der Ausgabe 157/2019 von WeltTrends. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: WeltTrends, Ausgabe 157/2019

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Seit dem Zerfall Jugoslawiens sind die Roma der Region von Migration und Vertreibung betroffen. Dies war der katastrophalen wirtschaftlichen Lage geschuldet sowie dem Umstand, dass die Roma oft zwischen die Fronten der dort ausgetragenen Konflikte gerieten. Gemeinsam mit der Tendenz von Roma, bei Volkszählungen ihre eigene Identität zu verleugnen, führt dies dazu, dass es an soliden Statistiken zum Thema der Roma mangelt.2 Nach Schätzungen des Europarates von 2012 leben in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien zirka eine Million Roma. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung soll zwischen 10 und 1,5 Prozent betragen.3 Wichtige Erkenntnisse brachte dazu die von der Europäischen Kommission finanzierten StudieRegional Roma Survey des United Nations Development Programme (UNDP), die 2011 und 2017 durchgeführt wurde. Die Zahlen verdeutlichen die vielfältigen Probleme der Roma in der Region: hohe Arbeitslosigkeit (Beschäftigungsrate von nur 17 Prozent), fehlende Schulabschlüsse (nur 52 Prozent haben eine Primärschule abgeschlossen), Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt (12 Prozent der Arbeitgeber würden keinen Roma beschäftigen – unabhängig von deren Qualifikationen) bis zu kritischen Wohnungssituationen (23 Prozent ohne fließendes Wasser, 30 Prozent ohne Sanitäranlagen).4

Martin Wycisk


Politikwissenschaftler und Analytiker im Westinstitut Posen, Forschungsschwerpunkte: Parteiensysteme Deutschlands, Polens, Tschechiens und der Slowakei
wycisk@iz.poznan.pl