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VERGLEICHSTEST – 7 Oberarm-Blutdruckmessgeräte: So misst man den Blutdruck daheim


ETM Testmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 23.12.2020

– 7 Blutdruckmessgeräte im Test –


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Bildquelle: ETM Testmagazin, Ausgabe 1/2021

Das Wesentliche

Für wen ist ein Oberarm-Blutdruckmessgerät geeignet?
Für all diejenigen, die aus Gründen der Prävention regelmäßig ihren Blutdruck und/oder Puls messen wollen oder, weil sie bereits an einer arteriellen Hypertonie leiden, müssen.

Was ist an den Modellen hervorzuheben?
Alle Modelle kommen von Werk aus mit einem internen Speicher, in dem die Blutdruck- und Pulswerte von 30 bis 250 Messvorgängen archiviert werden können. So lässt sich nachgängig kontrollieren, wie sich der Blutdruck innerhalb der letzten Wochen verändert hat, bspw. durch angepasste ...

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Was ist an den Modellen interessant?
Drei der im Test vertretenen Modelle bieten außerdem eine mit Android- und iOSSmartphones/ Tablets kompatible App, anhand derer sich die einzelnen Messwerte auswerten und in anschaulicher Art und Weise, bspw. durch Graphen, illustrieren lassen.

Die Höhe des Blutdrucks ist nicht nur vom Tagesrhythmus des Menschen abhängig: Er schießt in vielen Situationen, vor allem durch körperliches und geistig-seelisches Stresserleben, erheblich nach oben. Das ist ein vollkommen normaler und auch sinnvoller Mechanismus. Risikoreich wird es aber dann, wenn sich die Werte nicht wieder normalisieren. Aktuell leiden circa 30% aller Deutschen an einem zu hohen Blutdruck.1 Ein solcher lässt sich normalerweise leicht behandeln: So kann es, abhängig vom Ursprung des Bluthochdrucks, schon ausreichen, sich anders zu ernähren oder sich regelmäßig dem Sport zu widmen,² um die Werte wieder zu senken. Wenn die Menschen aber nichts von ihrem Bluthochdruck wissen, was bei mehr als 20% der an ihm leidenden anzunehmen ist, sehen sie sich nicht zu entsprechenden Gesundheitsmaßnahmen veranlasst. Das rührt vor allem daher, dass sich eine arterielle Hypertonie viele Jahre ohne wahrnehmbare Symptome abspielen kann. Trotzdem richtet sie immer weiter Schäden an verschiedensten Stellen des Körpers an: Das kann in schwere kardiovaskuläre Krankheiten und mit ihnen schließlich in den Tod münden. Auch die Gesundheit des Gehirns ist von der Höhe des Blutdrucks abhängig: Wer an arterieller Hypertonie leidet, kann sehr viel eher eine vaskuläre Demenz ausbilden.³ Durch das regelmäßige Messen des Blutdrucks kann man natürlich nicht vermeiden, an einer arteriellen Hypertonie zu erkranken: Man kann aber erkennen, ob und wie sich der Blutdruck verändert. Wir hatten nun 7 verschiedene Oberarm-Blutdruckmessgeräte im Test: Lesen Sie, welches der Modelle nicht nur präzise misst, sondern auch wirklich leicht zu handhaben ist.

Wie es sich mit dem individuellen Bluthochdruckrisiko eines Menschen verhält, ist immer auch von dessen Genetik abhängig: Trotz eines in vielen Teilen identischen Lebensstils kann es sein, dass sich bei den einen eine arterielle Hypertonie ausbildet, bei den anderen indes nicht. Man weiß mittlerweile aber, dass hier auch noch eine Handvoll weiterer Faktoren einspielen, die vor allem in den Wohlstandsnationen der westlichen Welt allgegenwärtig sind: Das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, ist umso höher, je ausgeprägter der Mangel an Bewegung, an ausgewogener Ernährung und an geistig-seelischer Erholung ist. Gerade weil man die Symptome des Bluthochdrucks nicht immer wahrnehmen muss, sollte man seinen Blutdruck in regelmäßigen Abständen kontrollieren: Dazu muss man auch nicht immer in die Arztpraxis springen. Schließlich lassen sich die Werte mit einem modernen Blutdruckmesser auch wunderbar in den häuslichen vier Wänden des Haushalts ermitteln. Dank des reichen Funktionsspektrums vieler Modelle, bspw. in Gestalt einer Manschettensitzkontrolle, lassen sich Fehler während des Messvorgangs größtenteils ausschließen. Die Mehrheit aller Modelle ist außerdem mit einer Farbskala versehen, anhand derer man den ermittelten Blutdruck, meistens nach dem international anerkannten Maßstab der WHO („World Health Organization“), schnell und simpel einordnen kann. Die internen Speicher der Modelle erlauben es obendrein, all die vorher erhobenen Messwerte auch noch nach vielen Wochen einzusehen, um nachzuvollziehen, ob und wie sich der Blutdruck und/oder Puls verändert hat. Dies wird auch noch dadurch leichter, dass die Modelle Mittelwerte aus allen oder immerhin aus einer Handvoll der vorangegangenen Messwerte darstellen können: So lässt sich das Blutdruckniveau sehr viel sinnvoller abbilden. Für drei der im Test vertretenen Modelle ist eine spezielle mit Android- und iOS-Smartphones resp. -Tablets kompatible App zu haben: So kann man die Werte auch graphisch veranschaulichen.

1 Vgl. Neuhauser, H. et al.: „12-Monats-Prävalenz von Bluthochdruck in Deutschland“. In: Journal of Health Monitoring, 2017, 2:1, S. 57–63.
2 Vgl. Predel, H.-G.: „Bluthochdruck beim Sport“. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 2007, 58:9, S. 328–333.
3 Vgl. Lüders, S. et al.: „Vaskuläre Demenz und Hypertonie“. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift, 2015, 140, S. 1599–1603.

Oberarm-Blutdruckmessgeräte

– Technik im Detail –

Alle in diesem Test vertretenen Oberarm-Blutdruckmesser bestimmen den Blutdruck oszillometrisch: Diese Methode, bei der man die Schwingungen des Blutes in den Arterien misst und anhand derer den Blutdruck ermittelt, wurde schon im Jahre 1905 von dem russischen Mediziner Nikolai S. Korotkow entwickelt. An allererster Stelle muss man die Manschette A des Blutdruckmessers um den idealerweise voll entblößten Oberarm wickeln. Wo und wie die Manschette vor Beginn des Messvorgangs zu positionieren ist, kann normalerweise einer simplen Graphik B an dem Manschettenkörper entnommen werden. Die Manschette sollte mit ihrer nach unten hin weisenden Seite circa drei Zentimeter oberhalb des Übergangs zwischen Unter- und Oberarm, also an der inneren Seite des Ellenbeugengelenks, positioniert werden. Man sollte sie in etwa so stramm ziehen, dass noch zwei bis vier Zentimeter Spielraum zwischen dem Manschettenmaterial und dem Arm bestehen. Messen sollte man regelmäßig nur im Sitzen. Der Arm kann dabei so über dem Möbelstück abgelegt werden, dass die Handinnenseite nach oben weist. Der Schlauch sollte die Arterie nachzeichnen und hin zur Handinnenseite weisen. 60 Minuten vor Beginn des Messvorgangs sollte man keine Genussmittel, wie bspw. Alkohol, Tabak usw., zu sich nehmen. Außerdem sollte man sich circa 5 Minuten vorher voll ausruhen und körperliche Mühen vermeiden. Während des Messvorgangs muss man schließlich vollkommen still sitzen.

Den Messvorgang leitet man schließlich durch einen Druck der Start-Taste C ein: Während des sich anschließenden Pumpvorgangs wird der Manschettenkörper immer praller und unterbricht dadurch den Fluss des Blutes in den Arterien. Anschließend nimmt der Manschettendruck wieder ab: Das Blut kann weiter normal durchs Aderwerk rinnen. Dabei werden die Schwingungen der Arterie ermittelt. Die Werte des diastolischen und des systolischen Blutdrucks werden anschließend anhand mathematischer Formeln errechnet.

Da die Messwerte durch Fehler während des Messvorgangs verzerrt werden können, bietet ein Großteil der Modelle nützliche Funktionen, um solche Fehler von vornherein zu vermeiden. Manche von ihnen (wie z.B. dasjenige von aponorm ®, vgl. S. 67) haben einen Sensor, der Bewegungen während des Messvorgangs erkennt: Das Modell stellt dann einen verständlichen Hinweis dar. Eine anderer sinnvoller Mechanismus ist die Manschettensitzkontrolle (bspw. bei dem Modell von OMRON, vgl. S. 70): Diese kontrolliert während des Pumpens, ob die Manschette vorher stramm genug um den Oberarm gelegt wurde. Weiterhin erkennen alle Modelle im Test auch Arrhythmien während des Messvorgangs. Wird hier ein nicht vollkommen regelmäßiger Puls ermittelt, erscheint ein entsprechender Hinweis. Der Messvorgang sollte anschließend wiederholt werden.

Nach Beendigung des Messvorgangs kann man die von dem Modell erhobenen Werte der Systole, der Diastole und des Pulses vom Bildschirm D ablesen. Die Größe der hier erscheinenden Zahlen ist in erheblichem Maße vom Modell abhängig und reichte während des Tests von 6,0 bis 27,0 Millimetern (je Hmax): Bei manchen Modellen sind diese Zahlzeichen daher sehr viel leichter abzulesen (bspw. bei demjenigen von Newgen Medicals, vgl. S. 71) als bei anderen (z.B. bei demjenigen von OMRON, vgl. S. 70). Falls mehrere in ein und demselben Haushalt wohnende Personen in regelmäßigen Abständen ihren Blutdruck und/oder Puls kontrollieren wollen, sollte man von vornherein ein Modell mit mehreren Speicherblöcken wählen (wie bspw. dasjenige von Visomat, vgl. S. 69): Dann kann man schon vor Beginn des Messvorgangs einstellen, in welchem der beiden Speicherblöcke (A oder B resp. 1 oder 2) die anschließend ermittelten Messwerte eingespeichert werden sollen. Die eingespeicherten Werte lassen sich später, regelmäßig in chronologischer Ordnung, einsehen: Diejenigen Modelle, die sich per App mit einem Smartphone und/oder Tablet koppeln lassen, können die Werte in der App auch als Graphen veranschaulichen (z. B. von Braun, vgl. S. 76–77).

Der Test im Überblick

1. Platz: ExactFit™ 5 Connect BUA6350 von Braun ( „sehr gut“ , 95,4%)

Dieses Modell konnte im Test mit sehr exakten Werten punkten: Auch in der messtechnischen Kontrolle wichen die Messwerte nur minimal von den wirklichen Werten ab (±0,07mmHg). Das Modell kann von zwei Personen verwendet werden und bietet beiden je einen Speicherblock mit 60 Speicherplätzen. Der Messvorgang ist leichtgängig abzuwickeln. Wer dies wünscht, kann die erhobenen Messwerte nicht nur am Modell selbst, sondern auch über die Braun Healthy Heart-App auswerten.

2. Platz: Professional Control von aponorm® ( „sehr gut“ , 93,7%)

Auch dieses Modell misst äußerst präzise (±0,45mmHg). Damit es während des Messvorgangs nicht zu vermeidbaren Fehlern kommt, bietet das Modell verschiedene Mechanismen, wie bspw. eine Manschettensitzkontrolle. Auch werden Körperbewegungen während des Messvorgangs erkannt. Außerdem bietet das Modell die Option, mehrere Messvorgänge unmittelbar aneinander zu schließen, um das Vorhandensein einer Herzrhythmusstörung (VFH/AFib) zu kontrollieren. Da aber nur ein Speicherblock vorhanden ist, sollte es idealerweise auch nur von einer Person verwendet werden.

3. Platz: BU 570 connect von medisana ( „sehr gut“ , 93,5%)

Dank der hier vorhandenen zwei Speicherblöcke mit je 120 Speicherplätzen kann dieses Modell auch von zwei Personen verwendet werden. Die vor dem Messvorgang stehende Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks ist indes nicht wirklich intuitiv vorzunehmen: Sie ist im Menü versteckt. Die Manschette lässt sich sehr leicht um den Oberarm wickeln. Auch hier werden Körperbewegungen während des Messvorgangs erkannt. Die messtechnische Kontrolle hat erwiesen, dass die von diesem Modell erhobenen Werte nur minimal von den wirklichen abweichen (±0,52mmHg). Zusätzlich lassen sich die Messwerte auch über die VitaDock+-App per Smartphone und/oder Tablet jederzeit einsehen.

4. Platz: comfort 20/40 von Visomat ( „sehr gut“ , 93,3%)

Dieses Modell ist ausgesprochen leicht zu handhaben: Auch die Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks ist aus sich heraus verständlich: Da zwei Speicherblöcke mit je 120 Speicherplätzen vorhanden sind, kann das Modell auch wunderbar von zwei Personen verwendet werden. Den korrekten Sitz der Manschette stellt die Manschettensitzkontrolle sicher, um verzerrte Messwerte zu verhindern. Neben den Blutdruckwerten und dem Puls wird hier auch der Pulsdruck ermittelt. Die während der messtechnischen Kontrolle erhobenen Werte wichen in einem noch ohne weiteres vertretbaren Maße von den wirklichen Werten ab (±0,77mmHg).

5. Platz: EVOLV von OMRON ( „sehr gut“ , 92,5%)

Dieses Modell ist seiner Größe nach sehr kompakt, da derjenige Teil, der die Messwerte erhebt und anschließend nach außen hin darstellt, direkt mit der Manschette verbunden worden ist. Ein Schlauch ist hier nicht vorhanden. Dadurch, dass die Manschette von Werk aus eine spezielle Form hat, kann man sie sehr leicht am Oberarm positionieren. Der Messvorgang ist intuitiv einzuleiten; verdrießlich ist nur, dass das Modell die Höhe der von ihm erhobenen Messwerte nicht anhand einer Farbskala o. ä. einordnet. Auch ist die Größe der Messwerte nicht ideal: Wer von einer Sehschwäche geplagt ist, wird sie, abhängig vom Abstand zum Modell, nicht ohne weiteres ablesen können. Die 100 Speicherplätze lassen sich leider nur über die App OMRON connect einsehen.

6. Platz: Medizinisches Oberarm-Blutdruckmessgerät NX1401 von Newgen Medicals ( „gut“ , 90,3%)

Dieses Modell ist immerhin die ersten Male nur schwergängig zu handhaben, da die Texte der Tasten zwischen zwei Feldern positioniert worden sind und somit nicht mit einem Mal erkennbar ist, welcher Text nun zu welcher der Tasten zählt. Der Messvorgang selbst lässt sich aber ohne weiteres anstoßen. Die Größe der Manschette wird dem ein oder anderen vielleicht nicht ausreichen, da sie nur mit einem Oberarmmaß von 22 bis 32cm (Umin–Umax) verwendet werden kann. Den Messvorgang absichernde Mechanismen in Gestalt einer Manschettensitzkontrolle o. ä. sind hier leider nicht gegeben.

7. Platz: medicus X vom boso ( „gut“ , 89,2%)

Da nur eine einzelne Taste vorhanden ist, lässt sich dieses Modell außerordentlich leicht verwenden. Die 30 Speicherplätze indes sind alles andere als eindrucksvoll: Das Modell kann sinnvollerweise nur von einer Person verwendet werden. Ein Manko ist außerdem die Tatsache, dass man weder das Datum noch die Uhrzeit einprogrammieren kann: So lässt sich im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen, wann welcher Wert ermittelt wurde. Dies aber ist, da die Höhe des Blutdrucks regelmäßig auch von der Uhrzeit abhängig ist, bedeutsam. Auch hier sind den Messvorgang absichernde Mechanismen in Form einer Manschettensitzkontrolle o. ä. leider nicht implementiert worden.

Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–32 resp. 32–42cm
Speicherplätze: 2×60
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Blutdruckklassifikationsindikator (WHO-Maßstab)

+ Arrhythmie-Hinweis, Auswahl des Speicherblocks ist intuitiv vorzunehmen, Messwerte per Braun Healthy Heart-App auswertbar, ordnet die Messwerte anhand einer Farbskala ein, zwei Manschetten mit verschiedenen Größen

- /

Mit zwei Manschetten

Das Braun ExactFitTM 5 Connect BUA6350 kommt von Werk aus mit zwei Manschetten mit anderen Größenspielräumen, sodass Personen mit einem Oberarmmaß von 22–32 cm bzw. 32–42 cm (je Umin–Umax) das Modell ideal verwenden können. Die Manschetten sind deutlich mit allen wesentlichen Hinweisen versehen, sodass sie innerhalb von ein paar Momenten angelegt werden können. Der Schlauch ist mit 60 cm (Lmax) nicht allzu üppig, sollte normalerweise aber vom Oberarm bis an die Möbelkante reichen. Das Modell kann von zwei Personen verwendet werden: Es sind nämlich zwei Speicherblöcke mit je 60 Speicherplätzen gegeben. Die den Messvorgang einleitende Taste setzt sich in hellem Blau deutlich von allen anderen ab. Beim ersten Tastendruck stellt der Bildschirm das Datum, die Zeit und den aktuellen Speicherblock (i. e. A oder B) dar. Erst bei wiederholtem Tastendruck startet der Messvorgang. Dieser nimmt 28 s (TØ im Test) in Anspruch. Anschließend erscheinen die Messwerte in 1,5 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 1,0cm (Puls) hohen Zahlen: Sie lassen sich dank ihrer weißen Farbe vor der schwarzen Fläche des 7,4 × 5,6 cm (Hmax × Bmax) messenden Bildschirms sicher ablesen. Sollte während des Messvorgangs eine Arrhythmie, also ein nicht vollkommen regelmäßiger Puls erkannt werden, so wird ein entsprechendes Symbol angezeigt. Die Messwerte sind hochpräzise, wie sich auch in der messtechnischen Kontrolle erwiesen hat: Die Werte wichen nur um durchschnittlich ±0,07mmHg voneinander ab. Im Speicher kann man die Messwerte einzeln oder den Mittelwert der letzten drei Messwerte einsehen. Außerdem lassen sich die Messwerte über die Braun Healthy Heart-App (iOS ab Version 10.0, Android ab Version 4.3) verwalten.

Die Start-Taste setzt sich in blau deutlich ab, sodass man sich bei der Tastenwahl nur schwerlich vertun kann.


Von Werk aus sind zwei verschiedene Manschetten enthalten, sodass Personen mit einem Oberarmmaß von 22-42 cm (Umin–Umax) das Modell verwenden können.


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–42cm
Speicherplätze: 99
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Bewegungserkennung, erkennt Vorhofflimmern, Manschettensitzkontrolle, Mehrfachmessung (MAMModus), Blutdruckklassifikationsindikator

+ Arrythmie-Hinweis, Bewegungserkennung, MAM-Modus (VHF/AFib), Manschettensitzkontrolle

- Anzahl der Speicherblöcke (1)

Erkennt AFib/VHF

Dem aponorm® Professional Control ist von Werk aus eine Manschette mit normalem Größenspielraum gegeben worden: Sie kann von Personen mit einem Oberarmmaß von 22–42 cm (Umin–Umax) verwendet werden. Wie man die Manschette um den Oberarm wickeln muss, kann man anhand der hier zu sehenden Graphiken leicht nachvollziehen. Dasjenige Areal, das über der Arterie positioniert werden sollte, ist deutlich markiert. Der Schlauch misst 70 cm (Lmax) und reicht damit in den meisten Situationen vollkommen aus. Das Modell bietet nur einen einzelnen Speicherblock mit 99 Speicherplätzen: Für mehrere in ein und demselben Haushalt lebende Menschen ist das nicht ideal. Das Modell kann den Mittelwert aller im Speicher enthaltener Messwerte darstellen. Um den Messvorgang anzustoßen, ist die in der Mitte gelegene Taste zu drücken. Diese setzt sich zwar nicht ihrer Form oder Farbe nach ab, ist aber doch problemlos zu erkennen. Der Messvorgang nimmt 42 s (TØ im Test) in Anspruch. Anschließend werden die Messwerte in 1,7 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 1,6 cm (Puls) hohen Zahlen leserlich angezeigt. Die Manschettensitzkontrolle lässt erkennen, ob die Manschette richtig angelegt wurde. Sollte eine Arrhythmie während des Messvorgangs ermittelt werden, stellt der Bildschirm ein pulsieren- des Herzsymbol dar. Danach ist ein weiterer Messvorgang im speziellen MAM-Modus zu wiederholen: Dabei nimmt das Modell drei Messvorgänge in einem Abstand von nur 15 s nacheinander vor. Hier kann außerdem erkannt werden, ob eine Atrial Fibrillation/AFib, die am weitesten verbreitete Form der Herzrhythmusstörung, gegeben ist. Die messtechnische Kontrolle hat erwiesen, dass das Modell sehr präzis misst: Hier wichen die Werte nur um ±0,45mmHg voneinander ab.

Mit der MAM-Funktion misst das Modell in einem Abstand von 15s drei Mal hintereinander: So lassen sich Abnormalitäten im Herzrhythmus (AFib/VHF) erkennen.


Die von Werk aus enthaltene Manschette deckt ein normales Oberarmmaß von 22–24 cm (Umin–Umax) ab.


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–42cm
Speicherplätze: 2×120
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Blutdruckklassifikationsindikator (WHO-Maßstab), Manschettensitzkontrolle, Pulsdruckmessung

+ Arrhythmie-Hinweis, Bewegungserkennung, Messwerte lassen sich per VitaDock+-App auswerten

- Wahl des jeweiligen Speicherblocks nicht intuitiv

Mit beleuchtetem Display

Das BU 570 connect von medisana enthält von Werk aus eine Manschette mit normalem Größenspielraum: Mit einem Oberarmmaß von 22 bis 42 cm (Umin – Umax) kann das Modell ideal verwendet werden. Der Schlauch ist mit seinen 60 cm (Lmax) nicht wirklich üppig bemessen: Dennoch reicht er regelmäßig aus, um vom Oberarm bis hin zum Mobiliar (Theke, Tisch usw.) zu reichen. Da zwei Speicherblöcke mit je 120 Speicherplätzen vorhanden sind, kann das Modell auch von zwei in ein und demselben Haushalt wohnenden Personen verwendet werden. Die Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks (i. e. 1 oder 2) ist leider nicht intuitiv vorzunehmen. Wie man den Messvorgang anstößt, ist wiederum aus sich heraus verständlich. Nachdem zur Selbstkontrolle des Systems einen Moment alle Symbole im Bildschirm erscheinen, leitet das Modell auch schon den Messvorgang ein. Dieser nimmt 40 s (TØ im Test) in Anspruch. Anschließend werden die Messwerte mit 2,4 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 1,3 cm (Puls) hohen Zahlen präsentiert. Der 7,3 × 6,0 cm (Hmax×Bmax) messende Bildschirm wird außerdem beleuchtet, sodass sich die Werte auch bei schlechten Lichtverhältnissen leicht ablesen lassen, bspw. zur Abend- und/oder Nachtzeit. Wenn das Modell während des Messvorgangs eine Bewegung erkennt, stellt es einen entsprechenden Hinweis dar: Der Messvorgang sollte idealerweise wiederholt werden, um die Messwerte nicht zu verzerren. Auch eine Arrhythmie wird verlässlich erkannt und durch ein pulsierendes Herz veranschaulicht. Mit der messtechnischen Kontrolle ließ sich auch hier eine hohe Messpräzision nachweisen: Die Werte wichen um durchschnittlich ±0,52mmHg voneinander ab. Die Messwerte kann man nicht nur am Modell selbst, sondern via Bluetooth® auch in der VitaDock+-App (iOS ab Version 9.0, Android ab Version 4.4) verarbeitet werden. Sie lassen sich hier in einem Mal einsehen und gegenüberstellen.

Wenn dieses Symbol am Bildschirm erscheint, wurde eine Bewegung während des Messvorgangs erkannt. Man sollte anschließend noch einmal messen.


Die Start-Taste setzt sich nach Farbe und Form deutlich ab. Die Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks wiederum ist nicht vollkommen intuitiv


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 23–43cm
Speicherplätze: 2×120
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Bewegungserkennung, Blutdruckklassifikationsindikato

+ Arrhythmie-Anzeige, leichtgängige Bedienung, Bewegungserkennung, Manschettensitzkontrolle, ordnet die Messwerte anhand einer Farbskala ein, misst auch den Pulsdruck

- weder Datum noch Uhrzeit des jeweiligen Messvorgangs im Speicher einsehbar

Mit üppigem Speicher

Das Visomat comfort 20/40 kommt mit einer der Größe nach vollkommen ausreichenden Manschette daher: Mit einem Oberarmmaß von 23 bis 43 cm (Umin–Umax) kann man die allermeisten Ansprüche abdecken. Wie die Manschette um den Oberarm zu wickeln ist, wird durch eine leicht verständliche Graphik an der Manschette selbst illustriert. Auch dasjenige Areal, das über der Arterie positioniert werden muss, ist mit schwarz-weißen Graphiken versehen worden. Der Schlauch ist mit 70 cm (Lmax) ausreichend, um vom Oberarm bis zum Möbelstück (Theke, Tisch usw.) zu reichen. Der Messvorgang ist äußerst leicht anzustoßen, da in summa nur drei Tasten zur Wahl stehen und zwei von ihnen der Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks dienen. Jeder Speicherblock ist mit 120 Speicherplätzen versehen: So können 240 Messwerte eingespeichert werden, also 120 Messwerte pro Person. Will man den jeweiligen Speicher einsehen, stellt das Modell immer auch den Mittelwert der letzten drei Messungen dar. Ob die Manschette richtig angelegt wurde, wird über die Manschettensitzkontrolle angezeigt. Auch Bewegungen während des Messvorgangs werden vonseiten des Modells erkannt und mit einem entsprechenden, vom Bildschirm ablesbaren Hinweis bedacht. Sollte eine Arrhythmie gegeben sein, stellt der 8,2 × 8,0 cm (Hmax×Bmax) messende Bildschirm ein pulsierendes Herz dar. Der Messvorgang nimmt 32s (TØ im Test) in Anspruch. Die erhobenen Messwerte lassen sich in Gestalt von 2,2 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 1,1 cm (Puls) hohen Zahlen deutlich erkennbar ablesen. Wie die Messwerte einzuordnen sind, wird anhand eines Dreiecks, dessen Spitze in ein Farbareal des Bildschirmrands weist, veranschaulicht. Außerdem wird hier auch der Pulsdruck ermittelt. Die messtechnische Kontrolle hat erwiesen, dass das Modell sehr akribisch misst: Die Werte wichen bloß um ±0,77mmHg voneinander ab.

Die Wahl des einen oder des anderen Speicherblocks ist dadurch sehr leicht vorzunehmen, dass jeder Speicherblock mit einer anderen Taste verbunden ist.


Wurde die Manschette korrekt am Oberarm positioniert, stellt der Bildschirm des Modells dies durch einen OK-Hinweis dar.


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–42cm
Speicherplätze: 100
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Bewegungserkennung, Manschettensitzkontrolle

+ Arrhythmie-Hinweis, Bewegungserkennung, Formgestaltung der Manschette, leichtgängige Bedienung, Manschettensitzkontrolle

- vorangegangene Messwerte nur über App einsehbar, Anzahl der Speicherblöcke (1)

Messwerte nur über App einsehbar

Das OMRON EVOLV ist schon äußerlich anders als die weiteren im Test vertretenen Modelle: Hier nämlich ist der Modellkörper ohne einen Schlauch mit der Manschette verbunden worden. Das vermittelt ein erhebliches Maß an Flexibilität, da man bei der Wahl des Messortes nicht von den Maßen eines Schlauches abhängig ist. Die Manschette ist von normaler Größe und kann von Personen mit einem Oberarmmaß von 22 bis 42 cm (Umin–Umax) verwendet werden. Die Manschette hat von Werk aus eine an den Oberarm angepasste Form und kann daher ausgesprochen leicht angelegt werden. Auch die Bedienung ist größtenteils leichtgängig: Mit einem Druck der Start-/Stop-Taste stößt das Modell den Messvorgang an. Während des Pumpens kontrolliert das Modell, ob die Manschette auch richtig angelegt worden ist. Schließlich stellt es ein OK über den Bildschirm dar. Bewegungen während des Messvorgangs werden vonseiten des Modells verlässlich erkannt und mit einem Hinweis bedacht. Sollte eine Arrhythmie erkannt werden, stellt das Modell ein pulsierendes Herz dar. Der Messvorgang sollte in der einen wie in der anderen Situation wiederholt werden. Er nimmt durchschnittlich 28 s (TØ im Test) in Anspruch. Nach dessen Abschluss lassen sich die einzelnen Werte in Gestalt von 6 mm hohen Zahlen (systolischer und diastolischer Blutdruck sowie Puls) vom 1,5 × 3,5 cm (Hmax×Bmax) messenden Bildschirm ablesen, indes nur im Wechsel. Das EVOLV misst den Blutdruck akribisch, wie auch die messtechnische Kontrolle erwiesen hat: Die Werte wichen um durchschnittlich ±0,68mmHg voneinander ab. Es ist nur ein Speicherblock mit 100 Speicherplätzen vorhanden: Die Mess- und Mittelwerte können ausschließlich über die OMRON Connect-App (iOS ab Version 9.1, Android ab Version 4.3) kontrolliert werden. Hier lassen sich alle Werte in Form von ordentlichen Tabellen einsehen und auch per Graphen visualisieren.

Dadurch, dass die Manschette schon von Werk aus eine immerhin partiell starre Form hat, lässt sie sich sehr leicht um den Oberarm wickeln.


Die Messwerte des Blutdrucks und des Pulses stellt der Bildschirm wechselweise dar. Die Größe der Zeichen ist mit 6mm (Hmax) nicht optimal.


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–32cm
Speicherplätze: 2×250
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Blutdruckklassifikationsindikator

+ Arrhythmie-Hinweis, Anzahl der Speicherblöcke und -plätze (2×250)

- Größe der Manschette (Umin–Umax: 22–32cm), Texte der Tasten nah beieinander

Bietet am meisten Speicherplätze

Das medizinische Oberarm-Blutdruckmessgerät NX1401 von Newgen Medicals kommt von Werk aus mit einer Manschette, deren Größenspielraum kleiner ist als derjenige vieler anderer Manschetten im Test: Man kann sie nur mit einem Oberarmmaß von 22 bis 32cm (Umin–Umax) verwenden, was immerhin bei manchen Sportlern nicht ausreichen wird. Eine Graphik an der Manschette veranschaulicht, wie man sie am Oberarm positionieren muss. Allein derjenige Teil der Manschette, den man über die Arterie schieben sollte, kann nicht immer leicht erkannt werden, da er unmittelbar unter dem Schlauch zu verorten ist. Der Schlauch misst 60 cm (Lmax) und ist damit ausreichend, um vom Oberarm bis hin zum Mobiliar (Theke, Tisch o. ä.) zu reichen. Das Modell kann von zwei in demselben Haushalt lebenden Personen verwendet werden: Es sind schließlich zwei Speicherblöcke mit je 250 Speicherplätzen vorhanden. Mit in summa 500 Speicherplätzen bietet das Modell den üppigsten Speicher von allen Modellen im Test. Die Taste zum Starten des Messvorgangs ist ihrer Größe nach ausladend und hebt sich damit von den anderen Tasten ab. Die Texte, mit denen die einzelnen Tasten versehen sind, kann man an sich ohne weiteres den jeweiligen Funktionen zuordnen. Aber: Bei manchen Tasten stehen diese Texte so nah beieinander, dass man nicht mit einem Mal erkennen kann, welche Taste denn nun der Wahl welcher Funktion dient. Die Messwerte lassen sich vom 9,2× 6,0cm (Hmax×Bmax) messenden, gleichmäßig beleuchteten Bildschirm ablesen: Die Zahlen stechen mit einer Höhe von 2,7 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 2,6cm (Puls) hervor. Sollte eine Arrhythmie gegeben sein, veranschaulicht das Modell dies durch ein pulsierendes Herz. Der Messvorgang nimmt im Schnitt 30 s (TØ im Test) in Anspruch. Während der messtechnischen Kontrolle wichen die Messwerte um ±1,47mmHg von den wirklichen Werten ab.

Die Messwerte des Blutdrucks und des Pulses stellt der Bildschirm wechselweise dar. Die Größe der Zeichen ist mit 6mm (Hmax) nicht optimal.


Wie man die Manschette um den Oberarm wickelt, lässt sich der weißen Graphik entnehmen: Hier kann man auch das kompatible Oberarmmaß ablesen.


Die wesentlichen Merkmale

Messart: oszillometrisch
Größe der Manschette (UminUmax): 22–32cm
Speicherplätze: 30
(Warn-)Hinweise: Arrhythmie-Anzeige, Blutdruckklassifikationsindikator (WHO-Maßstab)

+ Arrhythmie-Hinweis, leichtgängige Bedienung

- Anzahl der Speicherblöcke und -plätze (1×30), Größe der Manschette (Umin–Umax: 22–32 cm), weder Datum noch Uhrzeit einprogrammierbar

Ohne Einstelloptionen

Auch das medicus X von boso kommt von Werk aus mit einer eher kleinen Manschette daher, die nur mit einem Oberarmmaß von 22 bis 32 cm (Umin–Umax) verwendet werden kann. Wie die Manschette richtig angelegt werden muss, wird anhand einer an ihr selbst zu sehenden Graphik veranschaulicht. Dasjenige Areal, das über der Arterie positioniert werden muss, ist deutlich markiert. Leider aber sind keine Marker vorhanden, die das minimale oder maximale Oberarmmaß erkennen ließen. Da dieses Modell nur eine Taste vorweisen kann, ist es sehr simpel zu handhaben. Mit ihr stößt man den Messvorgang an oder sieht die eingespeicherten Messwerte ein. Es ist nur ein einzelner Speicherblock mit 30 Speicherplätzen vorhanden, sodass es idealerweise nur von einer Person verwendet werden sollte. Weder das Datum noch die Zeit können hier einprogrammiert werden, sodass einzelne Messwerte schwer einzuordnen sind. Wenn man die eingespeicherten Messwerte einsehen will, so stellt das Modell zunächst den Mittelwert aus allen vorhandenen Messwerten dar. Anschließend kann man die einzelnen Messwerte nacheinander kontrollieren. Alle Werte sind nur circa 5 Sekunden einsehbar, ehe sie wieder verschwinden. Der Messvorgang nimmt 30 s (TØ im Test) in Anspruch. Nach Beendigung des Messvorgangs werden den die einzel- nen Werte mit 1,5 (systolischer und diastolischer Blutdruck) bzw. 1,0 cm (Puls) hohen Zahlen angezeigt. Vom 5,5×3,5 cm (Hmax×Bmax) messenden Bildschirm lassen sich die Werte problemlos ablesen. Wurde während des Messvorgangs eine Arrhythmie erkannt, wird dies durch ein pulsierendes Herzsymbol veranschaulicht. Anhand der Farbskala seitlich des Bildschirms ist es leicht, die ermittelten Blutdruckwerte einzuordnen. Die messtechnische Kontrolle hat erwiesen, dass das Modell recht verlässliche Werte erhebt: Sie wichen nur um durchschnittlich ±1,51mmHg voneinander ab.

Die Graphik ist zwar nicht von eminenter Größe, lässt aber doch alles Wesentliche zur Manschettenposition erkennen.


Da hier nur eine einzelne Taste vorhanden ist, lässt sich dieses Modell äußerst simpel handhaben.


Testverfahren

Funktion (60%)

Hier wurde vor allem ermittelt, wie präzise die einzelnen Modelle den diastolischen und den systolischen Blutdruck wirklich messen können. Hierzu wurde anhand einer vollautomatischen „messtechnischen Kontrolle“ i. S. d. § 14 Abs. 1 MPBetreibV in verschiedenen Blutdruckspannen erhoben, um wie viel die Messwerte des Modells von den wirklichen Werten abwichen. Obendrein haben die Tester mehrmals erhoben, wie verlässlich das Modell den Blutdruck der Tester in Zeitintervallen von 10 Minuten wiederholt messen kann. Die Tester maßen ihren Blutdruck in denselben Testräumen bei identischer Temperatur (tØ: 24,0 °C) und Humidität (RHØ: 65,0 %), jeweils zur gleichen Tages- und Abendzeit. Schließlich wurde auch beurteilt, ob und wie viele verschiedene Speicherplätze das Modell von Werk aus bietet.

Handhabung (15%)

Die Tester haben vor allem beurteilt, wie sich die einzelnen Modelle in Betrieb nehmen und während des Betriebs bedienen lassen. Hierbei wurden nicht nur die Art (i. e. mechanisch, kapazitiv und/oder resistiv), die Größe, die Position und den Druckpunkt der einzelnen Tasten, sondern auch die einzelnen Menüs einschließlich ihrer Menüstrukturen bewertet. Weiterhin spielte auch der Transport des Modells außer- und innerhalb des Haushalts mit ein, insbesondere ob und wie sich das Modell währenddessen sicher verstauen lässt.

Display (10%)

Hier wurde ermittelt, wie sich all die verschiedenen Buchstaben, Zahlen und Symbole vom Bildschirm der Modelle ablesen lassen: Dies wurde aus verschiedenen Abständen und Winkeln sowie bei verschieden hellem und dunklem Licht außer- und innerhalb des Haushalts benotet. Des Weiteren maßen die Tester die Größe aller wesentlichen Buchstaben, Zahlen und Symbole aus: Sie sollten sich schließlich auch mit einer nicht-mehr-makellosen Sehstärke noch aus einem normalen Abstand (dmax: 30,0 Zentimeter) ablesen lassen.

Manschette (10%)

Die Tester haben außerdem beurteilt, wie sich die Manschette während der Inbetriebnahme eines jeden Modells handhaben lässt. Hierzu haben die Tester mit Oberarmen vollkommen verschiedener Größe (Umin–Umax)im Test: 34,0–42,0 Zentimeter) versucht, das Modell mit nur einer Hand um den Oberarm zu spannen. Die Manschette sollte sicher schließen und sich während des Messvorgangs nicht versehentlich ablösen können. Schließlich haben die Tester während des Messvorgangs bewertet, ob und eventuell in welchem Maße sich das Material der Manschette ins Gewebe des Oberarms einschneidet.

Bedienungsanleitung (5%)

Hier haben die Tester die deutschsprachige Fassung der Bedienungsanleitung der Modelle beurteilt: Es wurde ermittelt, ob sie alle wesentlichen Themenkreise rund ums Modell in leicht verständlicher Art und Weise abhandelt und ob nicht nur Texte, sondern auch den Text veranschaulichende und das Textverständnis verbessernde Graphiken verwendet worden sind. Man sollten nach der Lektüre imstande sein, das Modell einschließlich des vollen Funktionsspektrums bestimmungsgemäß zu verwenden.

Technische Daten

Funktionserweiterung per App

Die Modelle von Braun,medisana und OMRON können per App mit einem Smartphone und/oder Tablet gekoppelt werden. Mit den Apps lassen sich alle erhobenen Messwerte leicht verwalten, bspw. um mit einem Mal die sich über Wochen und Monate abzeichnenden Trends in puncto Blutdruck und Puls erkennen zu können. Die Messwerte werden mit Abschluss des Messvorgangs vollautomatisch ans gekoppelte Smartphone resp. Tablet übermittelt. Manche Apps bieten auch noch eine Handvoll weiterer wirklich wertvoller Funktionen. So kann bspw. die medisana-App die in ihr enthaltenen Messwerte exportieren, um sie anschließend per E-Mail weiter an die Hausarztpraxis zu schicken.

Braun Healthy Heart


Braun

Mit der Braun Healthy Heart-App lassen sich die einzelnen Messwerte wahlweise als Graph visualisieren oder in einer Tabelle darstellen. Obendrein können auch noch ein paar weitere, bzgl. des Blutdrucks und/oder Pulses wesentliche Daten eingepflegt werden (s. links, Ernährung,Bewegung/ Sport, Stimmung usw.).

Android ab Version 4.3, iOS ab Version 10.0

VitaDock+


medisana

Medisanas VitaDock+- App kann die Messwerte aus verschiedenen Zeitspannen graphisch illustrieren und gegenüberstellen (s. links, Tag, Woche, Monat usw.): Auch so lassen sich Trends im Blutdruck und/oder Puls leicht erkennen. Die einzelnen Messwerte lassen sich mit individuellen Daten, wie bspw. dem Aktivitätslevel, anreichern.

Android ab Version 4.4, iOS ab Version 9.0

OMRON connect


OMRON

Nur mit der OMRON connect-App lassen sich alle mit dem Modell erhobenen Messwerte einsehen: Mit der App kann man die Messwerte aus verschiedenen Zeitspannen gegenüberstellen (s. links, Tage, Wochen, Monate usw.).

Android ab Version 4.3, iOS ab Version 9.0, watchOS ab Version 3.0