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VERGLEICHSTEST VOIP-ROUTER: Viel WLAN fürs Geld


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.12.2019

Nicht nur bei den von uns gemessenen Datenraten, sondern auch bei den Verkaufszahlen belegen die Top-Modelle von AVM den ersten Rang. Jetzt setzen Mitbewerber wie die Telekom zum Überholen an. Gelingt ihnen das?


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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 1/2020

D en Router, der für Internet- und Telefon- Anbindung sorgt, kann man entweder vom Netzbetreiber beziehen oder dank der gesetzlich verankerten Routerfreiheit selbst kaufen und installieren. Für maximalen Nutzen und höchste Performance kommt es dabei auf Funktionsumfang, Bedienkomfort und nicht zuletzt die WLAN-Leistungen der Geräte an. Diese Aspekte haben wir uns für fünf aktuelle Modelle mit ...

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D en Router, der für Internet- und Telefon- Anbindung sorgt, kann man entweder vom Netzbetreiber beziehen oder dank der gesetzlich verankerten Routerfreiheit selbst kaufen und installieren. Für maximalen Nutzen und höchste Performance kommt es dabei auf Funktionsumfang, Bedienkomfort und nicht zuletzt die WLAN-Leistungen der Geräte an. Diese Aspekte haben wir uns für fünf aktuelle Modelle mit hoher Marktbedeutung angesehen. Dabei reicht die Preisspanne von einsteigerfreundlichen 140 Euro bis zum UVP von 400 Euro beziehungsweise Straßenpreis von rund 300 Euro.

1&1 Homeserver Speed+

Mit dem Vertrieb von DSL- Leitungen von Telekom, Telefónica (O2) und Vodafone erzielt 1&1 in Deutschland rund 13 Prozent Marktanteil. Zu diesen Anschlüssen bietet das Unternehmen AVM-Fritzbox-Modelle an, die bei 1&1 Homeserver heißen und an ihrem schwarzen Gehäuse zu erkennen sind. Den Homeserver Speed+ gibt es von 1&1 zum monatlichen Mietpreis von 4,99 Euro. Kaufangebote für rund 200 Euro finden sich auf Amazon oder Ebay. In der schwarzen Box steckt das aktuelle AVM-Top-Modell 7590 – entsprechend überzeugend schneidet auch die 1&1-Variante ab. Beide Firmen betonen, dass sich die Boxen weder in ihrem Innenleben noch ihrer Software unterscheiden. Das geht so weit, dass sich die Konfigurationsoberfläche als Fritzbox 7590 meldet. Lediglich ein zusätzliches 1&1-Logo weist auf die spezielle Firmware für die Montabaurer hin. Die passt aber nur den Einrichtungsassistenten an 1&1-Leitungen an – wobei sich bei manueller Konfiguration auch andere Betreiber einstellen lassen. Umgekehrt können 1&1-Kunden auch das Original aus Berlin kaufen. AVM-Apps sowie Zubehör wie Fritz-Repeater oder AVMSmart- Home-Komponenten funktionieren ohnehin mit beiden Varianten.
Bei Netzwerk-Funktionen, Telefonie und Smart Home lässt der Homeserver Speed+ ebenso wenig Wünsche offen wie bei den Messergebnissen: Dank 4x4 Multi User MIMO und maximalen Datenraten von 800 (11n, 2,4 GHz) bzw. 1733 MBit/s (11ac, 5 GHz) zeigt er Top-Leistungen. Die geringen Unterschiede zur Fritzbox 7590 dürften im Bereich von Mess- und Fertigungstoleranzen liegen.

AVM Fritzbox 6490 Cable

Im originalen rot-weißen Outfit aus Berlin tritt der Kabelrouter Fritzbox 6490 Cable an. Er ist unter dem Top-Modell 6591 (siehe PC Magazin 6/2019) positioniert, dafür jedoch mit einem Straßenpreis von 170 Euro vergleichsweise günstig zu haben. Das nicht mehr ganz junge Gerät beschränkt sich auf DOCSIS 3.0 und USB-2.0-Buchsen sowie eine Antennenkonfiguration für 3x3 MIMO. Bei den meisten weiteren Ausstattungsund Funktions-Merkmalen kann die 6490 aber mit dem Flaggschiff 7590 beziehungsweise ihrem Pendant Homeserver Speed+ mithalten. Dazu zählen etwa vier Gigabit- LAN-Ports, DECT-Basis und eine S0-Buchse für den Anschluss von ISDN-Telefonen. Ein nettes Extra ist, dass der DVB-C-Tuner unverschlüsselte TV-Kanäle im Heimnetz per Streaming verteilt. Und auch auf Mesh-Unterstützung, Gäste-WLAN, Kinderschutz, Fernzugang, HD-Telefonie und Smart-Home-Funktionen brauchen Nutzer dieses Kabelrouters nicht zu verzichten. Überraschend starke Leistungen zeigen die in unserem Testlabor ermittelten Messergebnisse im 5-GHz-Band. Die auf 2,4 GHz erzielten Datenraten gehen zwar auch in Ordnung – doch da schneiden andere Geräte im vorliegenden Testfeld deutlich besser ab.

Testverfahren Router

Das verlagseigene Messlabor Testlab hat mit großem Aufwand ein eigenes Messverfahren für die WLAN-Leistung von Routern entwickelt. Dazu wird der Router in einer abgeschirmten Absorberkabine auf einem Drehtisch platziert. Von dort muss er Verbindungen zu fest installierten Messantennen aufbauen. Der Drehtisch wird dabei in 24 Schritten zwischen 0 und 345 Grad gedreht.

1152 Einzelmessungen pro Router

Zwischen den Messantennen und dem als Gegenstelle dienenden WLAN-Access-Point sind steuerbare Dämpfungsglieder eingefügt. Sie erhöhen die virtuelle Entfernung zwischen Testobjekt und Antennen schrittweise bis zum Verbindungsabbruch. Die Durchsatz-Ermittlungen erfolgen getrennt für Down- und Upload im 2,4- und 5-GHz-Band bei 24 Winkeln und 12 virtuellen Entfernungen – und somit in 1152 einzelnen Messungen.

Drehtisch und Mess-System werden automatisiert gesteuert. Die Messung pro Router dauert rund 20 Stunden.


Expertenmeinung


Mit dem AVM-typisch großen Funktionsumfang schlägt das Fritzbox-7590-Pendant 1&1 Homeserver Speed+ den ebenfalls sehr starken Telekom Speedport Pro um Haaresbreite. Das annähernd volle Programm in puncto Heimnetz, Telefonie und Smart Home bieten auch das schon etwas betagte und daher bisweilen als Schnäppchen erhältliche Kabelmodell 6490 sowie der neue AVMMittelklasse- Router 7530. Der Unitymedia Connect Box fehlt doch einiges an Ausstattung, und auch seine WLAN-Leistungen sind nur Durchschnitt. Das Gerät ist nicht schlecht – aber wer die Wahl hat, bekommt für gerade mal 10 Euro mehr die klar überlegene Fritzbox 6490.

Der1&1 Homeserver Speed+ ist baugleich zurFritzbox 7590 . Entsprechend zahlreich sind seine Anschlüsse.


Auch die etwas betagtereFritzbox 6490 Cable stellt jede Menge Anschlüsse bereit – USB-Buchsen allerdings nur nach dem älteren Standard 2.0.


Die sehr kompakteAVM Fritzbox 7530 spart gegenüber den größeren Modellen auch an einigen Anschlüssen. Der wahre Grund dafür dürfte aber sein, dass AVM das Gerät gezielt in der Mittelklasse positioniert.


AVM Fritzbox 7530

Bei AVMs neuem Mittelklasse-Modell fällt vor allem auf, wie viel kleiner diese Fritzbox neben ihren größeren Verwandten ist. Gerade mal zwei Drittel des Formats von 7590/Homeserver Speed+ oder 6490 Cable macht ihr Gehäuse aus. Dass sie nur auf 2x2 MIMO setzt (maximale Datenraten: 450 MBit/s mit 11n auf 2,4 GHz und 866 MBit/s mit 11ac auf 5 GHz) sowie nur eine USB- 3.0- und keine ISDN-Buchse besitzt, liegt allerdings eher an ihrer Positionierung im AVM-Sortiment als am Gehäuseformat. Für den Straßenpreis von 130 Euro bietet die Fritzbox 7530 jedoch mit integrierter DECTBasis, internem Anrufbeantworter und kompletter Telefonie-Unterstützung sowie auch noch dem vollen Mesh-, Heimnetzund Smart-Home-Programm der Berliner überraschend viel. Dazu zählen etwa auch vier Gigabit-LAN-Buchsen, wobei bei Anschluss eines externen Modems eine davon zu diesem Zweck benötigt wird.
Auch im Messlabor liefert die Fritzbox 7530 eine ordentliche Vorstellung ab – natürlich darf es nicht überraschen, dass die reduzierte Ausstattung mit WLAN-Antennen ihren Tribut bei den Datenraten fordert. Die Signale strahlen weitgehend richtungsunabhängig ab. Vor allem im 5-GHz-Band sinkt die Datenrate mit zunehmender Entfernung der Clients von der WLAN-Basis jedoch schnell und deutlich.

Telekom Speedport Pro

Das neue Top-Modell im Router-Angebot der Telekom sieht schon auf den ersten Blick deutlich anders aus als die anderen Mitglieder der Speedport-Familie. Ein Grund dafür ist die mit 8x8 MIMO und maximalen Datenraten von 1000 MBits (11n, 2,4 GHz) und 8600 MBits/s (11ac, 5 GHz) opulente WLANAusstattung. Außerdem unterstützt der von Sagem gebaute Router bis zu fünf Mesh-Repeater vom Typ Telekom Speed Home Wifi. Und: Es handelt sich um einen Hybrid-Router, der seine Verbindung über VDSL2 Super Vectoring 35b (bis zu 250 MBit/s) noch mit einer Cat-6-LTE-Verbindung (zusätzlich bis zu 300 MBit/s) kombinieren kann. Das setzt den Tarif Magenta Zuhause Hybrid voraus, den die Telekom nur in dafür geeigneten Regionen vermarktet – also dort, wo neben VDSL auch LTE gut ausgebaut ist. Mit einer normalen Telekom-SIM-Karte lässt sich die Kombination nicht nutzen.

Messdiagramme: Datendurchsätze im Download

1&1 Homeserver Speed+ (2,4 GHz down)
Weit außen liegende Kreise und ausgeprägte Ecken nur bei hohen Dämpfungen dokumentieren hohe Datenraten und geringe Richtungsabhängigkeit.


1&1 Homeserver Speed+ (5 GHz down)

Auch bei Downloads im 5-GHz-Band liefert der Homeserver Speed+ überzeugende WLAN-Leistungen in allen Abstrahlrichtungen.


AVM Fritzbox 6490 Cable (2,4 GHz down)

Das Rundstrahlverhalten ist auch bei der Fritzbox 6490 Cable im 2,4-GHz-Band sehr gut. Die Begrenzung auf 3x3 MIMO bremst aber die Datenraten.


AVM Fritzbox 6490 Cable (5 GHz down)

Ihre Stärken zeigt die Fritzbox 6490 Cable vor allem im 5-GHz-Band. Hier schlägt sie sogar knapp den mit mehr Antennen ausgestatteten Homeserver Speed+.


AVM Fritzbox 7530 (2,4 GHz down)

Dafür, dass die 7530 mit 2x2 MIMO auskommen muss, fallen die Leistungen auf 2,4 GHz gut aus. Das WLAN bleibt zudem recht richtungsunabhängig.


AVM Fritzbox 7530 (5 GHz down)

Bei zunehmender Entfernung zwischen Fritzbox 7530 und WLAN-Client sinken die Datenraten im 5-GHz-Band vergleichsweise schnell.


Die meisten Anschlüsse desSpeedport Pro finden sich auf der Geräteunterseite – der Rest hinter einer Klappe.


Die Bedienoberfläche desSpeedport Pro ist typisch Telekom – wobei der Router mehr Funktionen bietet als manch anderes Speedport-Modell.


Auch bei der sonstigen Hardware-Ausstattung lässt sich die Telekom nicht lumpen: Eine DECT-Basisstation für bis zu fünf (wegen des Telekom-optimierten Bedienkonzepts idealerweise Speedphone-) Handgeräte, zwei analoge Telefonbuchsen und auch eine S0-Buchse für noch vorhandene ISDN-Telefone sind ebenfalls mit an Bord. Zu seinen vielen durchdachten Detailfunktionen zählt, dass der Router an den angemeldeten Telefonen Statusmeldungen per Sprachsynthese ausgibt, wenn etwa die Internet- oder Telefon-Verbindung gestört ist. Ebenfalls eingebaut sind vier Gigabit-LANBuchsen. Weil die erste davon jedoch für den Anschluss eines externen Modems (etwa für einen Glasfaser-Anschluss) voreingestellt ist, muss sie für normale Heimnetz-Nutzung erst über die Konfigurations- Oberfläche freigegeben werden. Zwei USB-3.0-Buchsen unterstützen Druckerund externe Speichermedien – dank DynDNS ist sogar ein externer Zugriff beispielsweise auf NAS-Inhalte möglich. Seinem High-End-Anspruch wird der Speedport Pro auch im Messlabor gerecht: Sowohl im 2,4- als auch im 5G-Band liefert der Router die höchsten von uns bislang gemessenen Datenraten. Dass es dennoch nicht ganz für den Testsieg reicht, liegt daran, dass AVM bzw. 1&1 bei Ausstattung und Bedienung doch noch hauchdünn die Nase vorn haben. Außerdem liegt der Standby- Stromverbrauch mit 18,7 Watt recht hoch. Und nicht zuletzt hat soviel Technik ihren Preis: Wer das Gerät nicht für 9,95 Euro/Monat von der Telekom mieten möchte, zahlt bei den Bonnern den stolzen Kaufpreis von 400 Euro. Bei Online-Händlern haben wir das Gerät zum Testzeitpunkt aber schon rund 100 Euro günstiger entdeckt.

Telekom Speedport Pro (2,4 GHz down)

Auf 2,4 GHz liefert der Speedport Pro die höchsten bislang in unserem Testlabor gemessenen Datenraten – und zwar weitgehend richtungsunabhängig.

Telekom Speedport Pro (5 GHz down)

Auch im 5-GHz-Band verhilft 8x8 MIMO dem Speedport Pro zu Datenraten-Rekorden. Richtungsabhängigkeit stellt sich erst bei größeren Entfernungen ein.

Unitymedia Connect Box (2,4 GHz down)

Die Datenraten im 2,4-GHz-Band könnten etwas höher sein, Richtungsunabhängigkeit und Reichweite der Connect Box gehen aber in Ordnung.

Unitymedia Connect Box (5 GHz down)

Auf 5 GHz funkt die Connect Box weitgehend richtungsunabhängig, die Datenraten brechen bei zunehmender Entfernung aber schnell ein.

Unitymedia Connect Box

Mitte Juli wurde es aktuell: Die EU-Kommission erlaubte Vodafone, den in NRW, Hessen und Baden-Württemberg aktiven Kabelprovider Unitymedia zu schlucken. Derzeit laufen die Angebote noch separat – doch mittelfristig dürften sie, wie schon das ehemalige Angebot von Kabel Deutschland, unter der Marke Vodafone aufgehen.
Ob die von Unitymedia angebotene Connect Box dann das hausinterne Rennen gegen andere Vodafone-Kabelrouter machen wird, ist noch offen. Ein Ausstattungs-Bolide ist sie jedenfalls nicht. Zwar bietet sie zwei analoge Telefonbuchsen, aber DECT ist ebenso wenig an Bord wie eine S0-Buchse oder Unterstützung für einen vom Router verwalteten oder netzinternen Anrufbeantworter. Auch USB-Buchsen und die damit verbundenen Funktionen wie Drucker- oder NAS-Unterstützung fehlen. Für den reinen Netzwerk- Betrieb ist die Connect Box hingegen recht gut aufgestellt: Für verkabelte LANs gibt es vier Gigabit-Ethernet-Buchsen, WLAN ist mit 3x3 MIMO für maximal 450 (11n/2,4 GHz) bzw. 866 MBit/s (11ac/5 GHz) ausgelegt. Entsprechend fallen auch die Ergebnisse unserer Messungen im Testlabor aus: Die Datenraten sind auf beiden Frequenzbändern okay und bleiben recht lange richtungsunabhängig. Doch auf 5 GHz brechen sie bei zunehmender Entfernung schnell ein. Vielleicht war auch dies ein Grund, warum Unitymedia mit dem Connect Booster ein Powerline-Adapter-Set anbietet, dessen Zweit-Adapter dort, wo er eingesteckt wird, ein zusätzliches WLAN mit 2x2 MIMO bereitstellt. Auf Wunsch lassen sich sogar mehrere davon kombinieren.

In erster Linie ist die Unitymedia Connect Box für WLAN- und Ethernet-Kommunikation konzipiert. Hinzu kommen zwei analoge Telefonbuchsen.


Mit demConnect Booster (Miete 2,99 Euro/Monat) kann die Box per Powerline zusätzliche WLANs bereitstellen.


DieFritzbox 7530 bietet den von AVMs Fritz OS gewohnten, großen Funktionsumfang – samt Telefonie, Heimnetz und Smart Home.


Die Ausstattung derUnitymedia Connect Box ist begrenzt – doch ihre Bedienung ist einfach und übersichtlich.