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Verletzt? 6 SOS-Tipps von Unfallchirurgen


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 04.03.2022

Gesundheit

Artikelbild für den Artikel "Verletzt? 6 SOS-Tipps von Unfallchirurgen" aus der Ausgabe 10/2022 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 10/2022

AUGEN AUF Konzentrieren Sie sich und tragen Sie eine Schutzbrille, wenn Splitter oder Späne ins Auge gelangen könnten

Die Wände farbig streichen, an einem Regal zimmern, Bodenbeläge austauschen: Seit wir coronabedingt mehr Zeit daheim verbringen, sind etliche von uns zu Hobby-Handwerkern geworden. Zur Planung der Renovierungs-und Bauvorhaben nutzen viele Infos aus Internetvideos. Was dort kinderleicht aussieht, ist in der Praxis aber oft komplizierter als gedacht. „Wer keine Erfahrung mitbringt, sollte besonders vorsichtig sein. Sonst können offene Wunden, Quetschungen, Brüche oder sogar abgetrennte Finger die Folge sein“, warnen unsere Experten Prof. Dietmar Pennig und Dr. Thomas Brockamp. Zum Glück haben die beiden Tipps für den Ernstfall parat.

1 Für den Ernstfall vorsorgen

„Bevor Sie mit Pinsel, Flex, Hobel und Co. loslegen, sollten Sie sicherstellen, ...

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... dass ein Verbandskasten in der Nähe ist“, rät Dr. Brockamp, Präventionsexperte der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU, www.dgou.de).

2 PECH-Regel beherzigen bei Prellungen

Wer einen Moment nicht aufpasst, hat sich zum Beispiel schnell Hand, Arm oder Bein eingeklemmt. Aufgrund der Quetschung schwillt das Gewebe an und schmerzt. Häufig bilden sich Blutergüsse. Dann wenden Sie am besten die PECH-Regel an: sofort Pause machen. Das verletzte Körperteil kühlen (Eis in ein Tuch einschlagen oder Cool-Pack auf legen). Einen möglichst sterilen Druck-bzw. Kompressionsverband anlegen (engl. compression bandage) und das Körperteil hochlegen. Sind die Beschwerden am Folgetag nicht besser, bitte zum Arzt gehen, um mögliche strukturelle Verletzungen frühzeitig zu finden.

3 schnell Blutungen stoppen

Haben Sie sich mit einem Cutter oder einem Messer tief in die Haut geschnitten? Stoppen Sie die Blutung mit einem sauberen Tuch und einem Druckverband. Die Hand längere Zeit nach

oben halten. Vorsicht: Kribbelt der lädierte Finger oder bleibt er längere Zeit taub, könnte ein Nerv verletzt sein. Im Zweifel besser zum Arzt gehen!

UNSERE EXPERTEN

Dr. med. Thomas Brockamp, Münster, Handchirurg, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Notfallmediziner

Prof. Dietmar Pennig, Köln, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie; Generalsekretär der DGOU und DGU

4 Knochenbrüche sicher ausschließen

Wenn der Hammer sein Ziel verfehlt und einen Finger getroffen hat, können Sie diesen mit einem feuchten Tuch kühlen – wenn es keine offenen Hautstellen gibt. Lassen der Schmerz oder die Schwellung dennoch nicht nach, sollte dann aber besser eine ärztliche Abklärung erfolgen, um Brüche der Fingerendglieder auszuschließen. Bildet sich nach dem Hammerschlag ein starker Bluterguss unter dem Nagel, ist dies ebenfalls ratsam. Das Hämatom kann nämlich auch auf einen Bruch des Fingerendgliedes hindeuten.

5 Warnsignale für eine Entzündung erkennen

Besonders tückisch sind mitunter kleine, offene Verletzungen, etwa am Handteller oder Fuß: Über solche Stiche oder Schnitte können Krankheitskeime tief in die Wunde eindringen. „Da sich die oberste Hautschicht rasch wieder schließt, ist dann äußerlich zwar kaum noch etwas zu sehen.

Aber in den Schichten darunter kann sich eine Infektion entwickeln und Knochen oder andere Gewebe schädigen“, erklärt Prof. Pennig, der Generalsekretär der DGOU und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU, www.dgu-online.de). „In manchen Fällen wird das schnell problematisch und endet schließlich in einem Klinikaufenthalt. Bei pochenden, pulssynchronen Schmerzen, länger anhaltender Rötung oder anderen Entzündungszeichen (wie etwa Schwellung oder Überwärmung) bei einer solchen Verletzung sollten Sie einen Facharzt aufsuchen.“

6 Ein paar sterile Tücher im Haus haben

Wurde zum Beispiel ein Finger oder ein Zeh abgetrennt, sofort den Notarzt alarmieren. Zudem muss die Blutung am Stumpf mit einem Druckverband gestoppt werden. Das Amputat sollte natürlich in die Klinik mitgenommen werden, da es dort eventuell wieder angesetzt werden kann. Nicht abwaschen. Geben Sie es so, wie es ist – falls möglich in einem trockenen, sterilen Tuch (wie ein gekochtes, gebügeltes Geschirrtuch) gesichert – in eine durchsichtige Plastiktüte. Diese wird in eine weitere Plastiktüte gesteckt, die mit etwas kühlem Wasser gefüllt ist.

Im Ernstfall gut gerüstet sein

■ Klar, Pflaster schwirren bei jedem rum. Wenn man sich verletzt, reichen die „stillen Reserven“ nicht immer. Wer sicher sein möchte, hat daher auch zu Hause einen Erste-Hilfe-Kasten mit Verbandssachen und eine Salbe zur Desinfektion von kleinen, oberflächlichen Wunden wie etwa Abschürfungen parat (z. B. Betaisodona Salbe, Apotheke).