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VERLOCKENDE INSELWELTEN


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REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 05.10.2021

Artikelbild für den Artikel "VERLOCKENDE INSELWELTEN" aus der Ausgabe 4/2021 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2021

Pain de Sucre: Der »Zuckerhut« der französischen Antillen auf den Îles des Saintes Guadeloupe ist ein perfekter Platz zum Schnorcheln

Im großen Bogen ziehen sich die Großen und Kleinen Antillen von Florida durch das Karibische Meer bis nach Venezuela. Zu ihnen zählen auch die sogenannten ABC-Inseln Aruba, Curaçao und Bonaire. Sie gehören zu den »Inseln unter dem Winde« (Leeward Antilles), die so heißen, weil sie nicht unter dem Einfluss des Nordwestpassats stehen und insgesamt trockener sind.

Alle Karibikinseln haben vieles gemeinsam: Fast alle haben lupenreine Strände, grandiose Tropenlandschaften und ein reges Nachtleben. Musik spielt eine große Rolle:

Kaum eine Insel, auf der in Bars und öffentlichen Bussen nicht Reggae, Dancehall oder Calypso zu hören ist, gern auch mal etwas lauter. Auf Kuba ist es der Son, der die Menschen auf die Tanzfläche treibt, in der Dominikanischen Republik der Merengue.

Aber wie findet man die richtige Insel? Die englischsprachigen Inseln wie Jamaika, Antigua, St. Lucia und Grenada stehen für die ...

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... berühmte »Easy-Going«-Mentalität und kommen so dem Karibik-Klischee am nächsten.

Auf Martinique, Guadeloupe (hier wird sogar in Euro bezahlt!) und auf den niederländischen Antillen sind europäische Einflüsse unverkennbar; sie sind ideale Einsteigerziele, die sich gut mit dem Mietwagen erkunden lassen. Die Wahl des Karibikziels ist auch eine Frage des Budgets. Auf den meisten Inseln gibt es günstige Unterkünfte und einfache Restaurants. Wer dort einkehrt, hält die Ausgaben in Grenzen.

Für einen Urlaub in der Karibik spricht in der heutigen Zeit vieles, schließlich hat ein Großteil der Inselstaaten die Grenzen für Touristen wieder geöffnet. Wer einen PCR-Test und/oder eine abgeschlossene Impfung vorweisen kann, darf einreisen.

Schwieriger als die Inselwahl gestaltet sich die Suche nach einer adäquaten Unterkunft – mit karibischem Flair und toller Lage. REISE & PREISE stellt 20 außergewöhnliche Unterkünfte an besonderen Orten für jeden Geldbeutel vor.

DIE TRAUMINSELN DER KLEINEN ANTILLEN

ST. VINCENT & THE GRENADINES

Perlenkette im türkisfarbenen Meer

Eine Kette aus 32 Eilanden, die sich von der Hauptinsel St. Vincent nach Süden bis nach Grenada zieht. Mit türkisgrünen Buchten, weißen Stränden, Korallenriffen mit exzellenten Tauchrevieren – das sind die Grenadinen. Vor allem im Winter ankern hier jede Menge Jachten. Massentourismus gibt es nicht, auf Privatinseln haben Prominente wie Tommy Hilfiger und Mick Jagger Ferienvillen. Die Anreise erfolgt via Propellermaschine oder Fähre. Der einzige größere Flughafen ist auf St. Vincent. Die Hauptinsel bietet einen interessanten Mix aus afrikanischen, karibischen, indischen, portugiesischen und britischen Einflüssen. Im April 2021 brach im Inselnorden der Vulkan La Soufrière das erste Mal seit 42 Jahren aus und bedeckte Teile der Insel mit einer dicken Ascheschicht; die Grenadinen blieben jedoch verschont.

Unsere Hoteltipps Bequia ist die nördlichste der Grenadinen, erreichbar per Fähre von St. Vincent (1 Std., € 14 return) oder per Flugzeug von Barbados und St. Lucia.

LUXUS Vom Flugplatz und vom Fähranleger im einzigen größeren Ort Port Elizabeth sind es nur ein paar Minuten mit dem Auto zum »Bequia Beach Hotel« in der halbrunden Friendship-Bucht im Inselsüden. Das Resort, mit dem sich ein schwedischer Ex-Anwalt einen Lebenstraum erfüllt hat, liegt mitten am schmalen, weißen Badestrand. Es hat 58 Zimmer, vom Balkonzimmer am Pool über die Beachfront Suite bis zur Poolvilla. Es gibt zwei Restaurants, eine Beach Bar und ein Spa (Massage 30 Min. US$ 60). INFO: EZ/DZ ab US$ 230 ÜF, bequiabeachhotel.com, +1-784-4581700.

Mustique liegt rund 15 Kilometer südöstlich von Bequia. Die vier Kilometer lange Privatinsel hat einen Flugplatz, auf dem Propellermaschinen aus St. Lucia (25 Min.) und Barbados (50 Min.) landen. Einen richtigen Ort gibt es nicht, über die Insel verteilen sich Privatvillen, in denen Jetsetter und Prominente zurückgezogen urlauben.

LUXUS »The Cotton House« im Nordwesten entstand um ein ehemaliges Baumwolllager mit Zuckermühle aus dem 18. Jh. Auf dem riesigen Rasengrundstück am schmalen Sandstrand verteilen sich Haupthaus und Cottages mit 17 Zimmern, Spa, Restaurant und zwei Bars am Wasser. INFO: EZ/DZ ab US$ 635/710 ÜF inkl. Transfers, cottonhouse.net, +1-784-4564777.

Union Island ist das Ziel für diejenigen, die zum Schnorcheln und Tauchen in den Tobago Cays Marine Park möchten.

Einziges Hotel an einem schönen, einsamen Strandabschnitt der Belmont Bay ist »The Islander’s Inn«. Ein echtes Schnäppchen, und trotz der sehr günstigen Preise haben alle Zimmer Balkone oder Terrassen mit Meerblick.

Nicht alle Zimmer haben AC, die Duschen laufen mit Regenwasser. Gefrühstückt wird auf der Außenterrasse unter Palmen. Der Inselhauptort Clifton ist 15 Fußminuten entfernt. Anreise mit der Schnellfähre von St. Vincent (4 Std., € 32 return) oder Flug via Barbados.

INFO: EZ/DZ ab US$ 100, theislandersinn.com, +1-784-5270944.

ANTIGUA

Die Insel der 365 Strände

Antigua ist ein einzigartiger Mix, ein Strandund Seglerparadies mit britisch-kolonialem Charme. An der Küste gibt es englische Forts, im Landesinneren die Mühlen der alten Zuckerrohrplantagen (die älteste von 1674!). Die Insel bietet unzählige öffentliche weiße und goldene Strände (angeblich 365!), viele davon von Korallenriffen geschützt. Die allermeisten sind unbebaut, an wenigen vor allem im Nordwesten gibt es ein paar mehr All-Inclusive-Anlagen und Ferienvillen. Die vielen großen windgeschützten Naturhäfen haben Marinas, in der Hauptsaison liegen gefühlt Hunderte von Segelbooten im türkisblauen Wasser vor Anker. Besonders viele Segler ankern in Falmouth und English Harbour im Südosten.

Tagestouristen zieht es nach Nelson's Dockyard: Am restaurierten Marinehafen von 1743 bis 1899 – seit 2016 UNESCO-Weltkulturerbe – gibt es ein Fort, eine historische Bäckerei, ein Museum, Pubs und einige Inns.

Unsere Hoteltipps++++ In der belebten Dickenson Bay liegt am Südende des Strandes der »Buccaneer Beach Club«. In einem gepflegten tropischen Garten mit Pool stehen vier pastellfarbene Gebäude mit 16 großen, mit Küchen ausgestatteten Balkonzimmern – ein Restaurant hat die Anlage nicht, es gibt aber einige in der Umgebung. Die beiden Beachfront-Cottages stehen direkt am Strand. Zwei Steinbuhnen bilden vor dem Resort eine geschützte kleine Badelagune. Direkt nebenan ist rund 500 Meter unbebauter Strand mit viel Platz. INFO: EZ/DZ ab US$ 183, buccaneerbeach.com, +1-268-5626785.++++ Am entgegengesetzten Ende der Insel liegt Nelson‘s Dockyard, dessen wenige Unterkünfte Namen tragen wie »Gunpowder House« oder »Admiral‘s Inn«. Direkt an der Marinestation befindet sich das »Copper & Lumber Store Historic Inn«. 1789 erbaut, verfügt das alte Ziegelsteingemäuer über 14 Zimmer wie im 18. Jh. und (natürlich!) ein hauseigenes Pub und Restaurant. INFO: EZ/DZ ab US$ 205, copperandlumberhotel.com, +1-268-4601160.

GUADELOUPE

Schön wie ein Schmetterling

Das französische Überseedépartement Guadeloupe ist die zweitgrößte der Kleinen Antillen. Die Insel hat die Silhouette eines Schmetterlings, mit den »Flügeln« Basse-Terre und Grande-Terre. Von der Ost- zur Westküste sind es nur 80 Kilometer. Es gibt Badestrände, Vulkane und Dschungellandschaften. In Kultur und Küche vereinen sich karibische, afrikanische, kreolische und französische Einflüsse. Traditionelle und Craft-Rumbrennereien stellen ihren Rum aus frisch geerntetem Zuckerrohr her, z. B. für den süffigen Cocktail- Klassiker »Ti Punch«.

Unser Hoteltipp In den bewaldeten Hügeln der Westküste haben sich kleine Gästehäuser angesiedelt.+++ Im Garten der »West Indies Cottages« verteilen sich sechs außergewöhnliche Unterkünfte: eine Windmühle, Baumhäuser, ein 60 Quadratmeter großes Haus mit überdachter Terrasse am Teich und ein klimatisierter Caravan. Zum Strand ist es etwa einen Kilometer, zum Ort Pointe-Noire sind es zwei. INFO: EZ/ DZ ab € 136 bzw. ab € 500/Woche, Frühstück € 10, westindiescottage.com, +590-590929617.

DOMINICA

Die grünste Insel weit und breit

Auf Dominica wurden mehrere Teile von »Fluch der Karibik« gedreht, weil die üppige Natur noch so aussieht wie vor 200 Jahren. Es gibt Wasserfälle mit Badestellen wie den Emerald Pool, heiße Quellen wie den Boiling Lake (die zweitgrößte Thermalquelle der Welt!), Flüsse laden zum Tubing und Kanufahren ein, und auf dem Fernwanderweg geht es 185 Kilometer über Berge und durch dichten Regenwald. 2017 hat Hurrikan Maria Natur, Infrastruktur und Gebäude stark beschädigt, der Wiederaufbau ist noch nicht abgeschlossen.

Unser Hoteltipp ++++An der Ostküste, praktischerweise nur fünf Kilometer vom internationalen Flughafen, liegt als einzige Anlage das »Pagua Bay House«, benannt nach der mondförmigen Bucht mit Flussmündung und schwarzem Strand. Zum Hotel gehören sechs großzügige Oceanfront Cabanas im Industrie-Chic, eine davon mit eigenem Pool, außerdem ein Grillrestaurant mit Terrasse, Farm-to-Table-Karte und Bar. INFO: EZ/DZ ab US$ 288, paguabay house.com, +1-767-4458888.

MARTINIQUE

Savoir vivre in den Tropen

Die Hauptstadt Fort-de-France lockt mit Kolonialarchitektur, Straßencafés, Boutiquen und kreolisch-französischem Flair. Mit der Fähre geht es von dort rüber an die Strände Anse Mitan oder Anse-á-l‘Âne. Der wohl schönste Strand aber, der helle, feinsandige Plage des Salines, befindet sich am Südzipfel der Insel. Ein fotogener Ort im Nordwesten ist Saint-Pierre, gelegen vor der malerischen Kulisse des Vulkans Montagne Pelée. Die ehemalige Hauptstadt der Insel wurde 1902 durch einen Vulkanausbruch zerstört. Nach dem Wiederaufbau hat sie sich zu einem beliebten Touristenziel entwickelt. Schön ist eine Mietwagentour auf der Route de la Trace durch den Regenwald im hügeligen Inselinneren.

Unser Hoteltipp

LUXUS Auf der wenig besuchten Halbinsel Caravelle im Osten von Martinique liegt zwischen Strand, Naturreservat und Zuckerrohrfeldern das 2016 eröffnete Small Luxury Hotel »French Coco«. In einem tropischen Garten verteilen sich 17 moderne, schnörkellose 40 bis 60 qm große Suiten, deren Terrassen fast alle einen kleinen Plunge-Pool haben. Es gibt einen Pool, die Lounge serviert Tapas und Cocktails. INFO: EZ/DZ ab € 237, hotelfrench coco.com, +596-596381010

ST. LUCIA

Die Wilde mit den schönen Bergen

Wer nach St. Lucia fährt, dem sollten Serpentinenfahrten nichts ausmachen. Das Inselinnere ist bergig, durchzogen von schmalen Tälern, die in Buchten, Ortschaften und an goldenen und schwarzen Stränden münden. Berühmt ist die Insel für die legendären Straßenfeste, etwa Freitagnacht in Gros Islet. Auch bei der Seafood Fiesta im kleinen Örtchen Dennery an der Ostküste fließt der Rum im Strömen. An einem großen Naturhafen liegt die Hauptstadt Castries, die – mehrmals abgebrannt – heute um die Kathedrale herum mit bunten Gassen und der Markthalle zum Bummeln einlädt.

Etwas weiter südlich die relaxte Marigot Bay, Heimat der Segler und einst Drehort von »Dr.

Doolittle«. Der Ort Soufrière mit seinen heißen Schwefelquellen im botanischen Garten liegt in einer malerischen Bucht unterhalb der Pitons, zweier Vulkangipfel, dem Wahrzeichen der landschaftlich reizvollen Insel.

Unser Hoteltipp

LUXUS Rund einen Kilometer nördlich von Soufrière thront die »Caille Blanc Villa« über dem Meer und bietet einen grandiosen Blick auf die Küste und die Pitons. Das ehemalige Privathaus hat nur sechs individuelle Suiten, die der Eigentümer, ein New Yorker Designer, mit Antiquitäten aus Afghanistan, Indien, China und den USA eingerichtet hat. Alle Zimmer haben Himmelbetten sowie Flügeltüren auf eine große Terrasse mit Liegen und Esstisch. Highlight ist der 20 Meter lange Infinity Pool. Zum Haus gehört das Restaurant »The Pavilion«, das auch Nicht-Hotel-Gästen offensteht. INFO: EZ/DZ ab US$ 488, cailleblancvilla. com, +1-917-5123375.

BARBADOS

Strandschönheit mit britischen Wurzeln

Barbados, sagt man, sei etwas für jene, die Sonne und exotische Strände schätzen und vor allem eines wollen: entschleunigen. Genau das ist auf der kleinen Insel der südlichen Antillen garantiert. Denn Sehenswürdigkeiten gibt es nicht viele, so dass das Hotel zum Refugium wird und der Beach tagsüber der Hauptaufenthaltsort ist. Also sollte beides vom Feinsten sein. Traumstrände gibt es auf Barbados glücklicherweise zur Genüge. Und wenn einem langweilig wird, geht man eine Runde golfen.

Unser Hoteltipp Ein stilvolles Hotel zu finden, dass sich wohltuend von den Häusern der großen Hotelketten unterscheidet, ist wahrlich nicht einfach.

LUXUS Das 10-Zimmer-Boutique-Villenhotel »Little Arches« ist so ein Hideaway. Die eleganten, in zarten Rottönen gehaltenen Suiten haben Veranda oder Balkon. Es gibt einen Pool und der schöne Miami Beach ist nur drei Fußminuten entfernt. Das hoteleigene »Café Luna« mit Terrasse zum Meer gehört zu den besten Restaurants der Insel (Hauptgerichte ab US$ 22). INFO: EZ/DZ ab US$ 306, little arches.com, +1-246-4204689.

GRENADA

Der Duft der Karibik

Hier liegt was in der Luft: Mit ihren Muskatnuss-, Zimt-, Gewürznelken- und Ingwer-Plantagen macht die hügelige Antilleninsel im Südosten der Karibik ihrem Beinamen »Gewürzinsel« alle Ehre. Die kleine, koloniale Hauptstadt St. George’s hat karibisch-bunte Wohnhäuser und Gassen zum Bummeln. Im Südwesten gibt es zahlreiche attraktive Badestrände und Luxusresorts. Der drei Kilometer lange Grand Anse Beach gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Im Hinterland locken Seen, Wasserfälle, das Fort Frederick und die Kakaoplantage Belmont Estate.

Unser Hoteltipp

LUXUS Das »Mount Cinnamon Resort« hat 37 Suiten und Villen, die sich an die Hügel am Südende des Grand Anse Beach schmiegen.

Die Häuser haben schneeweiße Wände und rote Ziegeldächer, die Zimmer eigene Küchen und Veranden mit Blick über die Bucht und St. George’s. Es gibt einen Pool und ein Restaurant. Nur ein kleiner Fußweg ist es zum zugehörigen »Beach Cabana Club« am Strand. INFO: EZ/DZ ab US$ 534 ÜF, mountcinnamon grenadahotel.com, +1-473-4399900. Über Veranstalter DZ ab € 237 ÜF, TUI.

TOBAGO

Robinson hätte es gut gefunden

Im äußersten Südosten der Karibik liegt der Inselstaat Trinidad & Tobago. Das größere Trinidad lebt von Kakao, Zucker, Erdöl und Industrie. Das kleinere, schönere und ruhige Tobago ist ein Kontrastprogramm: unberührte Regenwälder, Tauchreviere, wenig besuchte bis einsame Palmenstrände, überraschend viele Resorts im Traveller-Stil. Die Einheimischen lassen es gemütlich angehen, das steckt schnell an. Lecker: die kreolische Küche. Ein Fest für Süßmäuler ist die Premium-Bio-Schokolade von Cocoa Estate.

Unser Hoteltipp Am Südende des 400 Meter langen Palmenstrandes Castara thronen in den Hügeln die »Castara Retreats«. Die Eco-Lodge im Rustic luxury Style hat 16 Holzhäuschen mit ein oder zwei Schlafzimmern, Küche oder Kitchenette und einer überdachten Terrasse mit Blick über die Bucht. Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, iPod-Dockingstation, Safe und WLAN fehlen nicht, dazu gibt es ein karibisches Restaurant und ein Wellness-Studio für Yoga und Massagen. Auf dem tropischen Gartengelände leben 70 Vogelarten. INFO: EZ/DZ ab € 125, castara retreats.com, +44-7908-978477.

DIE TRAUMINSELN DER GROSSEN ANTILLEN

KUBA

Reise in eine andere Zeit

Auf Kuba ticken die Uhren immer noch anders. Das sozialistische Land leidet an Mangelwirtschaft und hat doch Reize im Überfluss: Städte mit reichem kolonialen Flair wie Havanna und Trinidad; üppige Natur im Hinterland wie das malerische Tal von Viñales, bekannt für Tabakanbau und Zigarrenproduktion; schneeweiße Puderzuckerstrände und Cayos (kleine Inseln) mit Urlaubsresorts.

Rund 140 Kilometer östlich von Havanna liegt Varadero. Die schmale, langgezogene Hicacos-Halbinsel hat mehr als 20 Kilometer Strand und türkisblaues, flaches Badewasser. Trotz über 50 Hotelkomplexen findet hier jeder sein Sonnenplätzchen.

Cienfuegos ist die unterschätzte »Perle des Südens«. In einer ausladenden Naturbucht liegt das historische Stadtzentrum, das dank seiner hervorragend erhaltenen Kolonialbauten zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, im Gegensatz zu Trinidad aber nicht überlaufen ist. Am Prado und um die Kathedrale gibt es zahlreiche Restaurants und Bars.

Unsere Hoteltipps Mitten auf der Varadero-Halbinsel liegt der »Varadero Golfclub«. Dessen Klubhaus, das »Xanadu Mansion«, wurde 1930 als Ferienhaus im spanischen Stil für den Industriemogul Dupont gebaut. Seit 2016 ist es das wohl außergewöhnlichste Hotel der Gegend, mit nur acht Zimmern, Restaurant, altehrwürdiger Bar im 3. Stock und Weinkeller. Es steht direkt an der Küste, 100 Meter vom Strand.

INFO: EZ/DZ ab US$ 145/216 inkl. HP und unbegrenzt Golfspielen, varaderogolfclub.com/ the-xanadu-mansion, +53-45-668482.

In Cienfuegos liegt südlich vom Malecón, dem Jachtclub und der Lagune mit Strand die Landzunge La Punta. Am Park an der Südspitze befindet sich »Camila’s Hostal & Restaurant«.

Die kleine Unterkunft hat vier Zimmer für drei bis fünf Personen und eine offene Restaurantterrasse am Wasser. Es gibt eine Dachterrasse mit Ausblick sowie ein Dock mit Sonnenliegen und Zugang ins Wasser. INFO: EZ/DZ ab US$ 41, Frühstück US$ 6, camilashostaland restaurant.com, +53-43-661001.

DOM. REPUBLIK

Die touristische Nummer Eins

Die östliche Hälfte der großen Antilleninsel Hispaniola ist die begehrteste Karibikdestination der Deutschen. Die »Dom. Rep« punktet mit ausnehmend schönen, weißen Palmenstränden, Nationalparks und Kolonialstädten und bietet eine Vielzahl an Outdoor-Aktivitäten. Die Lebensfreude der Einheimischen ist ansteckend, das kulinarische Angebot mit exotischen Früchten, frischem Fisch, Meeresgetier und Rum-Cocktails verlockend. Die Nord- und Ostküste ist gespickt mit Urlaubsorten. Cabarete ist ein Ganzjahresparadies für Surfer und Kite-Surfer, hier kommen sowohl Anfänger als auch Cracks auf ihre Kosten, in Punta Cana reihen sich die Beachresorts. Ähnlich, nur eine Nummer kleiner, kommt Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná daher. Lieber super ruhig?

Weitab vom Schuss liegt an der Nordküste der vier Kilometer lange Playa El Valle, eingerahmt von unberührten bewaldeten Klippen. Es gibt nichts als eine kleine Zipline-Anlage, ein paar einfache Strandlokale und im Hinterland einige palmblattgedeckte, schicke Eco-Hütten- Resorts im Bali-Stil.

Unsere Hoteltipps Auf einer Landzunge am Ostende der Cabarete-Bucht liegt das »Velero Beach Resort«. Die 58 Zimmer in dreistöckigen Gebäuden haben große Balkone mit Meerblick und z. T. eigene Küchen. Sie umrahmen einen Garten mit Sunset-Bar und einen Pool mit Liegen und Daybeds, der direkt am Meer platziert ist und einen Blick über die ganze Bucht bietet – ebenso wie die überdachte Restaurantterrasse und die Bar. In zehn Fußminuten sind Strandbars und Shops zu erreichen. INFO: EZ/DZ ab US$ 102 ÜF, velerobeach.com, +1-809-5719727.

Wer gerne (Strand-)Partys feiert, ist im »Afreeka Beach Hotel & Music Bar« am Strand von Las Terrenas richtig. Den Palmenstrand von Punta Popy hat man unter der Woche oft für sich allein, abgesehen von den Kite-Surfern. Das Hostel hat ein palmblattgedecktes

Restaurant, zwei Bars (mit DJ) und eine schöne Terrasse zum Abhängen. Die »Zimmer« sind zweistöckige Bungalows mit zwei oder drei Doppelbetten bzw. sechs Einzelbetten. Im Garten ist der Pool. Am Ort gibt es fußläufig Bars, Restaurants, Shops und Discos. INFO: EZ/DZ ab US$ 70, Frühstück US$ 6, keine Website, 001-809-8971787.

Wer den touristischen Massen entgehen möchte, ist hier richtig: An der Zufahrt zum El Valle-Strand auf Samaná verteilen sich einige überraschend teure Eco-Hütten-Resorts.

Sehr stilvoll und vergleichsweise bezahlbar ist die »El Valle Lodge«. Die sieben stylischen, aus Naturmaterialien im Dschungel erbauten »Cabins« haben hohe Decken, halboffene Bäder und Terrassen mit Sofa. Das offene Restaurant bietet auch vegetarische und vegane Gerichte. INFO: EZ/DZ ab US$ 140 ÜF, elvallelodge.com, +1-809-3994325.

JAMAIKA

Sunshine Reggae am Puderzuckerstrand

Jamaika bietet mehr als tolle Strände, Regenwälder und jede Menge Outdoor-Aktivitäten.

In der Heimat von Bob Marley werden Touristen heute eher mit den amerikanischen Charts als mit Reggae beschallt. Geblieben sind die lockere Lebensart, das pulsierende Nightlife, die tollen Strände und der üppig-grüne Inselregenwald. Eine Autostunde vom Flughafen Montego Bay liegt Negril, ein cooler Ort mit kilometerlangem Puderzuckerstrand und hohen Klippen, mit entspannten Restaurants und Jerkfood-Ständen, wo scharf gewürzter Fisch und Hühnchen vom Grill serviert wird, grandiosen Sonnenuntergängen und langen Nächten.

Unser Hoteltipp

Von Hippie-Holzhütte bis Adults-Only-All-Inclusive – nirgendwo ist die Bandbreite so groß wie am Beach von Negril.

Direkt am Seven Mile Beach liegt das »Idle Awhile The Beach« eines der kleineren Häuser, mit nur 16 karibisch-bunten Zimmern und Suiten (mind. 36 qm, große Terrasse). Im Palmengarten fehlt der Pool, aber wer braucht den schon am vielleicht schönsten Strand der Karibik. INFO: EZ/DZ ab US$ 216, idleawhile. com, +1-877-2435352. Direkt gegenüber ist der berühmte Jerk Shack »Best in the West«.

DIE INSELN UNTER DEM WIND

ARUBA

Wo die Flamingos baden gehen

Aruba, das A der ABC-Inseln, ist eine noch kleinere Version Hollands als Curaçao. In weniger als einer halben Stunde ist man von der Hauptstadt Oranjestad am Nordzipfel mit den weißen Dünen, kilometerlangen Puderstränden und erstaunlich vielen Golfplätzen im Wüstensand. Oder im Südosten mit dem Nationalpark Arikok mit seiner rauen Felsenküste. Oranjestad hat eine fotogene pastellfarbene Kolonial- und Zuckerbäckerarchitektur, die Innenstadt ist schön zum Bummeln – wenn nicht gerade Kreuzfahrtschiffe angelegt haben. Die langen, von Resorts gesäumten Strände Manchego, Eagle und Palm Beach sind dank der vorgelagerten Korallenriffe ideal zum Baden und Kitesurfen. Und: das ganze Jahr über hat es konstant um die 26 bis 30 Grad.

Unser Hoteltipp

LUXUS Am Nordende von Palm Beach, rund 300 Meter vom Strand, liegt das »Boardwalk Boutique Hotel«. Die Anlage hat 46 helle, geräumige Suiten und pastellfarbene »Casitas« mit Kitchenettes, Terrassen mit Hängematte und Grill, bunten Möbeln, gemusterten Fliesen und zum Teil Wandgemälden und Plunge-Pool. Es gibt zwei Pools.Die Liegen und Sonnenschirme am Strand sind gratis. Donnerstagnachmittags ist »Rum Punch Happy Hour«. INFO: EZ/DZ ab US$ 488, boardwalk aruba.com, +297-5866654.

CURAÇAO

Ein Meer, blau wie der Likör

Die mittlere der ABC-Inseln ist ein ehemals holländischer Außenposten am südlichen Rand der Karibik, vor der Küste Venezuelas. Das ist zumindest in der Hauptstadt Willemstad mit ihren farbenfroh gestrichenen Kolonialgebäuden nicht zu übersehen. Eine Attraktion ist die Königin-Emma-Brücke im Zentrum von Willemstad, die mehrmals täglich für Schiffe geöffnet wird. Bezahlt wird in Curaçao immer noch mit »Antillen-Gulden«, gesprochen das kreolische Papiamentu, aber auch Niederländisch. Curaçao ist bekannt für den gleichnamigen blauen Likör aus Bitterorangen, der hier bis heute hergestellt wird.

Als »Insel unter dem Winde« hat sie ein trockenes Klima. Curaçao punktet mit weißen Stränden, klarem Wasser, Korallenriffen und zahlreichen Schnorchel- und Tauchrevieren.

Unser Hoteltipp

+++ Das »Boho Bohemian Boutique Hotel« liegt im bunten Ausgehviertel Pietermaai mit Boutiquen, Bars mit Livemusik und Restaurants, auch der Stadtstrand ist nicht weit. Das Haus im Hippie-Stil hat neun individuell eingerichtete Zimmer mit Kitchenette und z. T. mit Balkon, darunter eine Suite und ein Loft mit großer Dachterrasse. Das 2018 eröffnete Gästehaus hat im Innenhof einen Whirlpool. INFO: EZ/DZ ab US$ 118, bohocuracao. com, +599-95283879.