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Verstehst du mich auch wirklich?


Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 15.10.2019

Angelegte Ohren, Fauchen, ein peitschender Schwanz – Katzenfreunde wissen natürlich, was das bedeutet. Aber das Verhaltensrepertoire unserer Samtpfoten beinhaltet noch so viel mehr, was uns oft rätselhaft erscheint


Artikelbild für den Artikel "Verstehst du mich auch wirklich?" aus der Ausgabe 11/2019 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 11/2019

Das Beste überhaupt Viele Katzen haben ein regelrechtes Faible für alle Kartons


Da will ich liegen Computerarbeit mit Katze ist nicht leicht


Wenn die Katze schnurrt und genüsslich mit den Pfötchen tretelt, dann fühlt sie sich wohl. Das weiß jeder Katzenhalter. Unsere schnurrenden Gefährten zeigen aber mitunter auch ausgesprochen ungewöhnliche Verhaltensweisen, die kein Katzenbuch erklärt und ...

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... die so manchen Katzenliebhaber vor ein Rätsel stellen.

Vierbeinige Fußballfans und Hobby-Ornithologen

Nicht jede Katze lässt das Fernsehprogramm kalt. So manche Mieze kann sich durchaus für das Geschehen auf der Mattscheibe begeistern. Es muss ja auch irgendetwas dran sein, wenn die Zweibeiner auf dem Sofa sitzen und so begeistert in den Kasten hineinstarren.

Vor allem schnelle Bewegungen scheinen die Katzen dabei zu faszinieren, und so hat sich schon der ein oder andere Fußballfan daran gewöhnen müssen, dass ein Teil des Sichtfeldes vom Katzenkopf mit den dazugehörenden Ohren verdeckt ist, weil die Katze abwechselnd Ball und Feldspieler zu fangen versucht.

Besonders sehenswert für Katzen sind auch Tierfilme. Versuchen Sie es doch einmal mit einer Sendung über das Balzverhalten von Paradiesvögeln in der Südsee. Und wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Katze nach erfolglosen Fangversuchen auf der Vorderseite des Fernsehers unbedingt auch auf der Rückseite nachsehen muss, ob sie vielleicht dort hineinkriechen kann, um endlich an das trällernde bunte Vögelchen heranzukommen.

Da moderne Fernsehgeräte heute Flachbildschirme sind, die an der Wand hängen, sollten Sie tunlichst darauf achten, dass das Gerät fest angebracht ist, falls Ihre Katze die Rückseite untersuchen möchte, um ins filmische Geschehen einzugreifen.

Arbeit am Computer? Aus Katzensicht unnötig

Katzen in Büros sind, im Gegensatz zu Hunden, eher selten anzutreffen. Arbeitet man aber von zu Hause aus, tut man gut daran, sein Büro in ein katzensicheres Fort Knox zu verwandeln. Denn wenn eine Katze feststellt, dass man sie nicht genug beachtet und nur auf diesem schwarzen Brettchen mit den Buchstaben herumklopft, kann man sich ziemlich sicher sein, dass sie in einer Schreibpause auf der Tastatur Platz nimmt. Löschen größerer, natürlich nicht gespeicherter Passagen oder aber die Ergänzung des Geschriebenen mit völlig unsinnigen Buchstabenkombinationen sind selbstverständlich inklusive.

Wenn die Katze nicht mehr ins Büro darf, hat das obendrein den Vorteil, dass Sie künftig wieder Radiergummis, Tesafilm-Rollen, Kugelschreiber und andere Kleinutensilien genau da vorfinden, wo Sie sie hingelegt haben. Anstatt vorher auf allen vieren durchs Büro zu krabbeln, damit Sie auch in die hintersten Winkel unter die Möbel spähen können, wo sich das Gesuchte hoffentlich befindet.

Sicher haben Sie auch schon einmal bemerkt, dass Katzen sich gerne mitten auf den Artikel der Tageszeitung legen, den Sie gerade lesen möchten. Sie wollen damit sagen:

„Bitte widme mir mehr Aufmerksamkeit und höre auf, dieses langweilige Papier anzustarren!“

Abhilfe schafft das Zusammenknüllen einer Seite, die man ohnehin nicht lesen möchte, dann kann die Katze Papierkugeln jagen, und Sie können weiterlesen. Schachteln, Kisten und Höhlen erfreuen sich bei Katzen größter Beliebtheit. Dabei ist es faszinierend zu sehen, dass auch der acht Kilogramm schwere Maine Coon nichts unversucht lässt, um im Kinderschuhkarton Platz zu finden. Kartons, und seien sie noch so klein, sind einfach tolle Liegeplätze, die unbedingt erobert werden müssen.

Sie quetschen sich auch in den viel zu kleinen Karton

In Mehrkatzenhaushalten kommt es leider auch gar nicht so selten dazu, dass der Karton nach der Benutzung unbedingt markiert werden muss, damit alle anderen auch riechen können: „Mein Lieblingsplatz, betreten verboten!“. Gönnen Sie doch Ihren Lieblingen einfach mal wieder einen neuen Karton. Mit ein paar eingeschnittenen Löchern oder einer raschelnden Papierkugelfüllung ist Spielspaß garantiert. Überhaupt ist Papier für Katzen das Höchste.

Falls Sie Einkaufstüten aus Papier zu Hause liegen lassen, schneiden Sie am besten sofort die Henkel ab, denn eins ist sicher, Ihre Katze wird sich hineinlegen. Und wenn sie dann beim Herauskriechen den Kopf durch den Henkel steckt, wird sie beim Weglaufen sozusagen von der tüte verfolgt, was üble Hetzjagden durch die Wohnung nach sich ziehen kann. Gerät die Katze dabei richtig in Panik, besteht ein hohes verletzungsrisiko. Plastiktüten gehören wegen der erstickungsgefahr in Katzenhaushalten unbedingt katzensicher aufbewahrt.

Nett gemeint Liebesbeweise können auch schmerzhaft sein


Versteckspiele Lassen Sie Ihre Katze in dem Glauben, dass Sie sie nicht sehen


„ich bin gar nicht da!“ ein Zeichen der Höflichkeit

Gäbe es einen Katzenknigge, wäre darin bestimmt ein Kapitel über höfl iches verhalten von menschen Katzen gegenüber enthalten. Dazu gehört auch Folgendes: Wenn ihre Katze den Kopf unter das Sofakissen steckt und Sie so nicht mehr sehen kann, stellen Sie sich bitte auf den Standpunkt, dass sie sich vollkommen versteckt hat und Sie sie nun auch nicht mehr sehen können. alles andere wäre aus Katzensicht unhöfl ich. Sie tun ihr einen Gefallen, wenn Sie das respektieren und die Katze rufen, so als sei sie völlig verborgen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn sie hinter dem vorhang sitzt und nur der Schwanz darunter hervorlugt. Sie werden sehen, es gefällt ihrer Katze, wenn Sie sich so verhalten. Sicher bekommt Samtpfote so lust, öfter mit ihnen verstecken zu spielen.

Was tut ihre Katze, wenn sie bei ihnen um Futter bettelt? maunzt sie vielleicht vor dem Schrank, in dem Sie das Futter aufbewahren, oder streicht sie permanent um ihre beine? Sicher hat sie schon einen Weg gefunden, ihnen mitzuteilen, wann sie dringend gefüttert werden möchte.

Katzen wissen genau, was sie wollen und auch wann

Neben den freundlich bittenden Katzen gibt es aber auch andere: zum beispiel solche, die, sobald Sie sich hinstellen, um die Dose zu öff nen, furchtbar zu fauchen beginnen. bei diesem verhalten handelt es sich um erlerntes verhalten. Katzen, die so reagieren, haben gelernt, dass sich der besitzer beeilt, wenn sie fauchen.

Das Fauchen ist gar nicht aggressiv gemeint, sondern bedeutet etwa so viel wie: „Geht das vielleicht auch noch schneller?“ Ungewöhnlich, aber harmlos. nur bitte weisen Sie ihren Katzensitter auf solche „außerhalb der norm“ liegenden eigentümlichkeiten ihrer Katze hin. Sonst könnte es passieren, dass Sie ihren Urlaub vorzeitig ab brechen müssen. manche Katzen fi nden auch menschliche Haare einfach unwiderstehlich. erst werden die Haare abgeleckt, dabei wird geschnurrt und getretelt, schließlich auch noch gesabbert. Doch vorsicht, manche Katzen geraten dann so in ekstase, dass sie plötzlich, mit viel elan, die Krallen in den Kopf schlagen und in die Kopfhaut beißen. Das ist ausgesprochen schmerzhaft, aber eigentlich nicht böse gemeint. Die Katze ist einfach nur völlig außer sich vor begeisterung und zeigt dann diese Übersprunghandlung.

Wenn Sie so einen tiger im miniformat ihr eigen nennen, brechen Sie das leck-ritual rechtzeitig ab, bevor die Katze durchdreht. Falls ihre Katze urplötzlich mit diesem verhalten be ginnt, könnte es ein neues Shampoo oder Haarpfl egeprodukt sein, das mit seinem Geruch dieses verhalten auslöst.

Bitte Henkel ab! Katzen verkriechen sich auch gerne in größeren Papiertüten


Voll im Griff Wer kann diesem hungrigen Blick schon widerstehen?


„Hast du meine zweite Socke irgendwo gesehen?“

Was für uns gut riecht, muss nicht für die Katze gut duften. leider gilt das auch umgekehrt. Dass Waschmaschinen im verdacht stehen, einzelne Socken zu verschlucken, ist allgemein bekannt. aber nicht jeder weiß um die Problematik, die sich ergibt, wenn man mit einer Katze zusammenlebt, die eine Wäschefetischistin ist.

Damit ist nicht der bei Katzen allgemein übliche Wäschefi mmel gemeint, der eigentlich jede Katze dazu treibt, sich im Wäschekorb, auf der frisch gewaschenen und gebügelten Wäsche, ein lauschiges Plätzchen einzurichten und dabei gefühlt fünfzig Haare die minute zu verlieren. es gibt regelrecht pelzige Diebe, die es einfach nicht lassen können, getragene Socken oder Slips aus der Schmutzwäsche zu verschleppen und irgendwo zu bunkern, um dann nach Gusto den Duft des geliebten menschen hervorholen zu können. Solange man weiß, wo die Sachen hingetragen werden, ist alles gut. Peinlich wird es nur, wenn der Kater unter dem Sofa hervor aus einem gerade katzenpfotenbreiten Spalt einen tanga ans licht der Öff entlichkeit zerrt, während ihr Chef auf dem Sofa seinen Kaff ee schlürft.

Katzen sind die perfekten Klamotten-Diebe

Es soll sogar Katzen gegeben haben, die Wäsche von fremden Wäscheleinen entwendet haben. Falls Sie einmal irgendwo zu besuch sind, wo auf dem Schmutzwäschekorb ein großer, schwerer Stein liegt, fragen Sie höfl ichkeitshalber nicht nach, wozu der Stein gedacht ist. es ist sehr wahrscheinlich, dass die Katze des Haushalts einem solchen Hobby frönt. zum Glück ist das nachfolgend beschriebene verhalten nicht besonders häufi g anzutreff en, wenn man es aber das erste mal erlebt, ist der Schrecken garantiert! Stellen Sie sich vor, Sie sitzen abends schon ziemlich müde auf dem Sofa und lesen in einem buch. ihre Katze sitzt neben ihnen und beobachtet Sie ganz genau. Sie fi xiert Sie regelrecht. Und plötzlich passiert es. Sie schlägt mit ausgefahrenen Krallen direkt nach ihrem auge. brillenträger sind hier klar im vorteil, denn ungefährlich ist das nicht. aber warum macht die Katze bloß so etwas? Die lösung des rätsels sind ihre Wimpern.

Haarige Zeiten Katzen liegen gerne auf frischer Wäsche


Autsch! An den Beinen kann man gut klettern


Fotos:istockphoto.com (3), Shutterstock (5)

Wenn das jagdfieber plötzlich zuschlägt

Je müder Sie werden, desto häufi ger blinzeln Sie ganz unbewusst, und Katzen, die sehr starkes Jagdverhalten zeigen und sich nicht ausgelastet fühlen, können so vom Jagdfi eber übermannt werden, dass sie versuchen, die Wimpern zu fangen. Ähnliches tun auch die Katzen, die plötzlich Jagd auf menschenbeine machen. Geben Sie der Katze mehr Gelegenheit, ungefährliche Jagdspiele mit der Katzenangel zu machen oder, falls sie noch alleine lebt, denken Sie über einen Spielgefährten nach. Das hilft der Katze, ihre Jagdpassion auszuleben, ohne dass Sie bluten müssen.

Das folgende Szenario gehört ebenfalls zu den ausnahmen. Und wenn ich es nicht selbst gesehen hät-te, wüsste ich nicht, ob ich es glauben könnte: ein baby sitzt im Hochstuhl am tisch und versucht, seine ersten Kekse zu essen. immer wieder wird ein Keks abgelutscht und schließlich auf den boden geworfen. irgendwann wird es der mutter zu dumm, ständig neue Kekse anzureichen, und das baby beginnt lauthals zu weinen. Die Katze hat das Szenario beobachtet und einige Keksreste erbeutet. Je länger das baby schreit, desto nervöser erscheint die Katze. in Sekundenschnelle geschieht das Unglück.

Für unerklärliche attacken gibt es immer einen auslöser

Die Katze springt das baby von hinten an und beißt in den nacken des Kindes. ist die Katze verrückt geworden? Wollte sie das baby verletzen oder gar töten? eigentlich hat die Katze nur versucht, die Situation nach Katzenart zu lösen, da die mutter das babygeschrei ignoriert hat. Schreit ein Katzenbaby in einer notsituation, wird die Kätzin es aus der Gefahrenzone bringen. Dazu packt sie das Kleine am nackenfell und bringt es in Sicherheit. nichts anderes hat die Katze hier versucht. Klar, diese Katze blieb nie mehr auch nur eine Sekunde mit dem baby alleine, es konnte aber in der Folge nie mehr auch nur der versuch einer attacke beobachtet werden.

Im Gegenteil, die Katze wurde zum besten Freund des Kindes. Sie hatte anscheinend durch diesen einen Fehlversuch gelernt, dass es einfach nicht möglich ist, ein baby auf Katzenart zu tragen.

Hier wache ich! Nicht nur bei Hunden ernst nehmen

Normalerweise sind solche Schilder an Hoftoren oder Gartentüren von Hundeliebhabern zu fi nden. Wenn Sie auf so einem Schild allerdings das Portrait einer Katze entdecken, muss der Hausbesitzer nicht unbedingt ein Witzbold sein. es gibt tatsächlich Katzen, die sehr stark territorial motiviert sind und ihr Grundstück gegen fremde zweibeiner verteidigen. Das klingt zunächst amüsant, wer aber einmal die erfahrung machen musste, von einer Katze angesprungen, gekratzt und gebissen zu werden, wird Schilder mit der aufschrift „achtung, beherzte Katze!“ künftig nicht mehr belächeln, sondern ernst nehmen.

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S cghewonusst?

Katzen besitzen bis zu 65 Millionen Riechzellen. Kein Wunder, dass diese einen wesentlichen Stellenwert bei der Futterwahl einnehmen. Man geht davon aus, dass der Geruchssinn der Katze den Geschmackssinn unterstützt und anzeigt, ob das Futter noch genießbar oder schon verdorben ist. Sensible Näschen reagieren empfindlich auf faulige oder reizende Gerüche. Was schlecht riecht, wird gemieden.

Foto: Adobe Stock

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Im botanischen Katzengarten

28 Zehn Gebote

Wichtige Tipps zum Thema Ernährung

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Die Redaktionsadresse finden Sie in diesem Heft auf Seite 83.