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VIDEO-MARKETING: DO-IT-YOURSELF VIDEOPRODUKTION


Keys - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 06.12.2018

Video ist ein wichtiges Marketing-tool für jede Band. Wie produziert man Videos für Youtube, facebook, instagram oder die eigene Website?


Artikelbild für den Artikel "VIDEO-MARKETING: DO-IT-YOURSELF VIDEOPRODUKTION" aus der Ausgabe 1/2019 von Keys. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Keys, Ausgabe 1/2019

Zu Zeiten von MTV und Viva bezahlte die Plattenfirma stets den Videodreh. Die Hit-Single wurde durch den Videoclip auf die Fernseher der Konsumenten gebracht. Heute ist manches einfacher, manches schwieriger. Die Rolle eines Musikvideos hat sich verändert. Gab es frühe TV-Sender, die quasi ihr ganzes Programm aus Musikvideos bestückten, hat sich das Angebot 2018 auf das Internet verlagert. Das Publikum sucht gezielt nach bestimmten Titeln, folgt einzelnen Kanälen oder ...

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... verlässt sich auf die personalisierten Vorschläge der Startseite. Ihr müsst keinen Redakteur überzeugen, euer Video zu spielen, sondern könnt direkt mit Fans in Kontakt treten.

Musikvideo

Das klassische Musikvideo, der Kurzfifilm zum Song, steht heute neben Konzertmitschnitten und kleinen Filmen mit Doku-Charakter oder Band-Vlogs. Als Königsklasse gilt immer noch ein hochwertiges und kreatives Musikvideo. Will man nicht ein Filmchen à la „Rockband spielt vor einer Backsteinmauer“ veröffffentlichen, dann ist es viel Arbeit, selbst wenn man nur einen dreiminütigen Popsong mit Bildern aufwerten will. Man konkurriert mit professionellen Künstlern, die reichlich Geld und Manpower einsetzen können. Schaut die Videos der Top Ten an. Hier bekommt man ein Gefühl dafür, welches Produktionsniveau 2018 angesagt ist. Drohnen-Shoots, Hubschrauberflflug, Special-FX, Kostüme, Drehorte, Ausleuchtung, Storyboard, Kameraführung … die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Das bedeutet nicht, dass man nicht mit einfachen Mitteln ein cooles Video machen könnte, das hohe Abrufzahlen einfährt. Es gibt zahlreiche Beispiele. Die Frage ist nur: Kann ich das als Musiker auch noch leisten? Habe ich das Knowhow, die genialen Einfälle und die technischen Mittel? Bringt ein einzelnes Musikvideo den Durchbruch für euren Youtube-Kanal? Schreibt man in der Zeit nicht besser neue Songs? Die Antwort könnt ihr euch nur selber geben. Mein Tipp wäre allerdings, sich Partner zu suchen. Es gibt jede Menge Filmemacher und kreative Köpfe, die Bock haben, sich auszuleben. Baut, falls ihr daran interessiert seid, Netzwerke zu Ausbildungsstätten (Filmhochschule, SAE usw.) aus. Verbindet euch mit Foren oder Vereinen und findet Videokünstler, die Lust auf eine Zusammenarbeit mit Musikern haben. Bietet zum Beispiel als Gegenleistung an, für eines deren Projekte Musik zu schreiben, wenn sie euch bei eurem Vorhaben unterstützen.

Zum Thema Konzertvideo …

… hatte unser Schwestermagazin Soundcheck Anfang 2017 eine ausführliche Workshop-Serie. Konzertvideos funktionieren langfristig allerdings nur, wenn Performance, Bühnenausstrahlung und technische Qualität auf hohem Niveau stattfinden. Zu den technischen Grundlagen (Tonmitschnitt, Licht, Kameras, Objektive etc.) lest bei Interesse nochmal nach. Zu Th emen wie Bandausstrahlung, Bühnen-Performance, Ansagen und Show-Konzept gab es von meinem Autorenkollegen Marcus Kohne eine Soundcheck-Artikelserie. Ein gutes Mittel, um regelmäßig, leicht und nachhaltig interessanten Content für Fans zu produzieren sind, neben eurer Musik, informative Inhalte. Hierfür braucht es nicht immer ein mehrköpfiges Filmteam aus Regisseur, Kameramann, Tontechniker, Beleuchter etc. Einfach eine Kamera schnappen oder das Smartphone zücken und losdrehen.

Eigene Videos zu drehen ist heute einfacher denn je. Wer es richtig gut machen will, sollte aber einiges beachten.


Ideen

Tour-Vlogs: Lasst Fans an eurem Bandalltag teilhaben. Filmt kurze Szenen zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten, die zeigen, wie so ein Konzerttag abläuft. Load-in/out, der Soundcheck, das Hotelzimmer, der leckere Cheeseburger an der Autobahnraststätte, die gute Stimmung im Backstage, zeigt etwas von der Stadt, in der ihr euren Gig habt, fangt Eindrücke ein. Bleibt währenddessen authentisch! Nichts ist lächerlicher als eine regionale Band, die sich benimmt wie ein internationaler Top-Act. Es sei denn, ihr macht es als Satire. Gebt euch natürlich und nahbar. Gerade auf Plattformen wie Youtube oder Facebook wollen die Fans sehen, dass ihr Gemeinsamkeiten mit ihnen habt. Euch passiert auch mal eine Reifenpanne auf der Autobahn, der vegetarische Drummer kriegt im Backstage wieder nur „Wiener Schnitzel“ – die Jedermann-Probleme des Alltags. Produziert interessanten Content. Wenn ihr jedes Mal eine quasi identischen Tagesablauf zeigt, werden die Fans schnell gelangweilt sein. Keiner guckt sich zehn verschiedene Soundchecks aus zehn verschiedenen Hallen an.

Interviews: Macht Interviews mit einzelnen Bandmitgliedern. Wie kamen sie zur Band, was ist ihnen wichtig, gibt es musikalische Vorbilder? Dabei muss es nicht nur um die reine Musik gehen. Es dürfen Anekdoten erzählt oder Privates preisgegeben werden. Was bedeuten die Songtexte für jeden einzelnen? Achtet auf kurze Clips. Weltstars wie Alica Keys oder David Gilmour hören die Fans begeistert eine Stunde zu. Als Band am Anfang braucht ihr aber nicht jedem die Welt erklären. Zwischen zwei bis fünf Minuten pro Mitglied reichen völlig aus. Lieber macht man mehrere thematisch unterschiedliche Folgen, falls soviel Stoffanfällt. Bringt nicht nur Bandmitglieder vor die Kamera. Wie wäre es mit eurem Produzenten, dem Live-Mischer oder dem Tourbusfahrer? Lasst Dritte über das Projekt und über euch reden. Positive Statements sind natürlich gern gesehen, macht aber keine peinliche Heldenverehrung daraus.

Tutorials: Kleine hilfreiche Tutorials halten alte Fans und bringen Neue. Eure Single hat einen coolen Drumbeat oder ein virtuoses Gitarrenriff? Filmt doch ein kleines Tutorial, in dem ihr dies erklärt. So erreicht ihr (Hobby-)Musiker, die sich zu eifrigen Konzertgängern entwickeln könnten.

EPK , Electronic-Press-Kit: Ein kurzes Infovideo (maximal fünf Minuten) mit redaktionellem Charakter. Alle wichtigen Fakten zu einem Album oder einer Tournee werden filmisch zusammengefasst (Musiker, Intentionen, Tourdaten …) und ermöglichen Labels, Veranstaltern oder Presse eine Orientierung über ein Projekt. Alle beginnen voller Enthusiasmus mit dem Thema Video. Leider verpufft die Energie bei vielen schnell. Wer wirklich Ergebnisse erzielen will, muss Arbeit investieren. Ein gutes Script hilft euch dabei. Dazu braucht ihr kein Wort für Wort ausgearbeitetes Drehbuch. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Szenen sorgt dafür, dass ihr nichts vergesst und aufwendig nachdrehen müsst. Eine Shot-Liste für die B-Roll bringt Abwechslung in das Video. Plant Zeit sowohl für den Hauptdreh als auch für die B-Roll ein. Ich drehe im Schnitt drei- bis fünfmal so viel Material, wie ich für den Rohschnitt brauche. Vom Rohschnitt zur finalen Fassung reduziere ich bestimmt nochmals weitere 20 bis 30 Prozent. Sammelt also reichlich Footage und trennt euch dann von allem, was nicht notwendig ist.

Technik: Kamera, Ton und Licht

„Kamera läuft …“
Der Markt für Kameras ist riesig. DSLR-Spiegelreflexkameras, DSLM-Systemkameras bieten hochwertiges Bild und austauschbare Objektive. Action-Cams sind klein und robust, perfekt für den Bandalltag. Camcorder bieten lange Laufzeiten und viele Video-Features bei kleinen Abmessungen, Smartphones und Tablets haben heute erstaunliche Qualitäten und dürften in jeder Band bereits vorhanden sein. Hier müsst ihr schauen, wie groß euer Budget und der eigene Qualitätsanspruch ans Equipment ist.

„Spot an…“
Dreht man in geschlossenen Räumen und nicht nur draußen bei Tageslicht, braucht man externes Licht. Spezielles Videolicht ist dann angesagt. LED-Panels sorgen bei kompakten Abmessungen auf kurze Distanz für Aufhellung. Großflächig hell, auch auf weitere Abstände, macht man besser mit Stufenlinsen. Licht streut man mit Reflektoren oder einer Styroporplatte aus dem Baumarkt (indirekte Beleuchtung). Filmt man Brillenträger, treten häufig hässliche Reflexionen von LED-Panels oder Scheinwerfern auf. Indirektes Licht von der Seite oder oben minimiert dieses Phänomen. Eine Dreipunkt-Beleuchtung (Führungslicht, Aufhellung, Spitzlicht) schafft für Interviews eine professionelle Beleuchtungssituation, ist aber bei spontanen Drehs nicht immer umsetzbar. Kameras mit guter Low-Light-Performance machen Shootings in schwierigen Lichtsituationen einfacher, ersetzen aber nicht die Lichtführung als künstlerisches Gestaltungselement.

KEYS INFO: KEYS-WISSEN: B-ROLL

Ergänzendes Filmmaterial, welches zum Beispiel in gefilmten Interviews, besprochene Inhalte zeigt. Spricht man über Gitarren-Amps und Floorboards, könnte man nicht nur den Interviewpartner zeigen, sondern im Schnitt Bildmaterial vom Gitarren-Rig zwischenschneiden. Anstatt zu erzählen, wie ihr die PA über steile Kellertreppen in den Club getragen habt, filmt lieber die Kollegen, wie sie schleppen. Berichtet nicht nur darüber, in welcher Stadt ihr auftretet, sondern filmt das Wahrzeichen. Sammelt permanent Material für die B-Roll mit. Videos werden dadurch interessanter und lebendiger. Überlegt, wie ihr gesprochene Inhalte filmisch aufarbeiten könnt. Zusätzlich hilft B-Roll-Footage dabei, Schnitte bei Interviews/Vlogs zu kaschieren. Ein Versprecher, ein wirre Gedanke, eine überflüssige Aussage … hat man nur die Hauptkamera, würde man Schnitte als Sprünge im Bild sehen. Überdeckt man Schnitte mit B-Roll-Footage, werden diese Korrekturen „unsichtbar“. Gerade Detailaufnahmen bilden Abwechslung zu Head-Shots oder Halbtotalen.

Ideen für B-Rolls:
• Musiker am Instrument (spielend, Gitarrist zieht neue Saiten auf, Drummer stimmt)
• Load-in/Load-out, Bilder vom Bühnenaufbau, Notenmaterial
• auf dem Weg zum Gig (Reise-Footage)
• im Backstage (chillen, essen)
• im Studio (Details wie Mischpulte, Kabel, Patchbay, Computermonitore)
• Locations von außen (sogenannte Establishing-Shots)
• Straßenschilder, Club-Logos …

„Ton ab …“
Der Tonqualität solltet ihr besondere Aufmerksamkeit widmen – sowohl bei der Aufnahme wie bei der Postproduktion. Eine externe Tonaufzeichnung ist ratsam, egal ob mit Richtmikrofonen, via Tonangel oder Lavaliermikrofonen (an der Kleidung befestigt). Vergesst nicht ein Klatschen oder die Filmklappe. Beim Synchronisieren von Bild und Ton habt ihr es so leichter. In der Nachbearbeitung könnt ihr den aufgezeichneten Ton weiter verbessern. Besonders Sprache profitiert davon. Erhöht die Sprachverständlichkeit durch Normalisierung, EQing und eine passend eingestellte Kompression. Nebengeräusche, Raumhall und Rauschen reduziert man durch ein Gate. Hierfür setze ich gerne eine Trick ein. Auf der Originalspur inserte ich ein Gate mit Sidechain-Steuerung. Ich dupliziere die Sprachspur in der DAW und rücke die Kopie einige Millisekunden nach vorne. Diese Spur steuert jetzt den Sidechain der Originalspur. Das Gate öffnet sich automatisch einige Millisekunden vor der Sprache (Look-Ahead-Modus) und schließt bei Sprechpausen. Stellt die Hold/Release-Time aber nicht zu kurz ein. Arbeitet euch das Gate zu wahrnehmbar, dann lasst immer etwas Originalsignal durch (Parallel-Modus manchmal auch „Range“ oder „Floor“ genannt.)

Viele Leute konsumieren Videos heutzutage primär auf dem Smartphone oder Tablet.


>> Eine externe Tonaufzeichnung ist ratsam, egal ob mit Richtmikrofonen, via Tonangel oder Lavaliermikrofonen. <<


Suchmaschinenoptimierung für Videos

Der Schnitt ist gemacht, der Upload ist fertig, das erste Video online, doch die Zugriffszahlen einstellig? Geduld. Einen Pool von Zuschauern muss man sich erarbeiten, dafür sorgen, dass die Videos sichtbar werden. Bei Youtube ist eine passende Verschlagwortung wichtig, da der Algorithmus die Beschreibungstexte und Keywords auswertet, um für die Nutzer passende Videovorschläge zu präsentieren. Schreibt also nicht immer nur euren Bandnamen rein. Verwendet Städtenamen, Themen (zum Beispiel „Gitarrenverstärker, Marshall“) oder passende Keywords. Tabu ist aber sinnloses Aneinanderreihen von Suchbegriffen (Keyword-Spamming). Ein kleiner Fließtext in der Videobeschreibung hilft nicht nur der Suchmaschine, sondern weckt auch das Interesse der Besucher. Videos, die auf Youtube Kommentare zulassen, bringen eventuell mehr Arbeit (Hater, Trolle, Spam), ranken aber höher. Meine Empfehlung deshalb: Lasst Kommentare zu und nehmt Kritik, die irgendwann garantiert kommt, nicht persönlich. Kommentiert und diskutiert sinnvoll und gezielt in Youtube-Kanälen mit ähnlicher Zielgruppe. Allerdings nicht plump à la „schaut doch auch mal in unseren Kanal“. Ein aussagekräftigesThumbnail (Vorschaubild) animiert potenzielle Konsumenten. Verlasst euch hier nicht auf automatische Vorschläge der Videoplattform, sondern erstellt gezielt Vorschaubilder. Diese Maßnahmen dienen vorrangig dazu, neue Zuschauer zu bekommen. Genauso wichtig ist es, bestehende zu halten. Bittet Zuschauer, euren Kanal zu abonnieren, so verwandelt ihr einmalige Besucher in Stammseher. Informiert über eure Website, Newsletter, Facebook oder Twitter, wenn ihr neuen Content online habt. Moderiert Kommentare, antwortet auf Fragen oder Kritik zeitnah und stets höflich.

KEYS INFO: MONETARISIERUNG, GELDVERDIENEN DURCH VIDEOS:

Die Bandkasse mit Videos aufbessern, reich durch Youtube und Instagram – wer träumt nicht davon? Gerade Anfänger machen sich hier zu viele Hoffnungen und Illusionen. Ja, die Plattformen ermöglichen Videoproduzenten, ihre Inhalte zu monetarisieren, allerdings sind die Hürden in der Vergangenheit deutlich erhöht worden. Aktuell braucht man bei Youtube 4000 Stunden Videoabrufe in 12 Monaten und mindestens 1000 Abonnenten – für kleinere Bands und Nischenkanäle schwer erreichbar. Die „prominenten“ Themen wie Beauty, Technik, Auto, Mode, Sport sind von starken Kanälen besetzt. Rechnet nicht damit, dass ihr mit Werbeclips, die vor eure Vlog-/Konzertvideos geschaltet werden, nennenswerte Einnahmen erreicht. Seht diese Plattformen eher als Mittel, um mit Fans in Kontakt zu treten, Alben und Tourneen zu bewerben, Marketing zu machen. Selbst wenn ihr eure Videos monetarisieren könntet, ist es möglicherweise ratsam, dieses abzuschalten. Fans gelangen dann direkt zu den Inhalten, ohne vorher nervige Werbung ertragen zu müssen.
Wer sich in seinen Videos intensiv mit Equipment auseinandersetzt, der kann durch Affiliate-Links (zum Beispiel Amazon-Partner-Programm), Endorsements oder Produktplatzierung Einnahmen erzeugen. Diese Möglichkeit steht bereits kleineren Kanälen offen. Beachtet aber die Regeln, die bezüglich Transparenz und Kennzeichnungspflicht für Werbeinhalte in Deutschland gelten.

Eine Bearbeitung des aufgezeichneten Videomaterials mit einem guten Schnittprogramm lässt eure Videos gleich professioneller wirken.