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VIER, DIE SPAREN


auto Test - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 29.12.2021

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AUTO TEST CHECK

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Auf Längen von knapp viereinhalb Metern finden bei diesen Kompakten grundlegend verschiedene Antriebsarten unter der Haube einen Platz

WAS DIE WAHL DES AN- TRIEBS ANGEHT, gestaltete sich der Neuwagenkauf jahrzehntelang recht simpel. „Du fährt viel und oft Langstrecke? Dann lohnt sich ein Diesel! Ansonsten tut’s ein Benziner.“ So einfach war das – bis vor wenigen Jahren. Da begannen die Hersteller, mit immer neuen Sparmaßnahmen den Durst ihrer Triebwerke zu zügeln. Und darum soll es hier gehen: vier Konzepte – vom reinen E-Auto mal abgesehen –, die ganz gehörig mit dem Kraftstoff knausern sollen. Von der A-Klasse mit bulligem Diesel über den Vollhybrid Toyota Corolla, den Plugin-Hybrid Peugeot 308 bis hin zum Mazda 3, der mit einer Mischung aus Diesel, Benziner und Mildhybrid vorfährt. Wer spart am meisten? Fest steht schon jetzt: Das eine, ideale Konzept existiert nicht. Am Ende kommt es immer auch auf den Fahrer an. Übrigens: Weil es hier ums Sparen geht, haben wir uns beim ...

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DAUERL ÄUFER AUF DER LINKEN SPUR

DREH DICH NICHT UM, und du merkst nicht mal, dass du „nur“ in einer A-Klasse sitzt. Leise und souverän drückt der kleine Stern mit Nachdruck voran. 400 Nm Drehmoment und 190 PS lassen ihn in glatten sieben Sekunden auf 100 stürmen, erst bei Tempo 235 verlässt die Tachonadel die Wanderlust. Gerade wer viel Langstrecke zu bewältigen hat, wird die Vorzüge des klassischen Diesels nicht nur zu schätzen lernen, er wird sie lieben. 4,2 Liter Durchschnittsverbrauch und 1020 Kilometer Reichweite – dazu eine Achtgang-Doppelkupplung, die sanft und trotzdem zügig die Gänge sortiert. Wie könnte es schöner sein?!

Mit einem moderateren Preis vielleicht. 39 002 Euro für das magere Basismodell sind üppig. Klar, der Benz trumpft auch mit hochwertigen Features auf. Das MBUX- Infotainment zum Beispiel gehört nach wie vor zu den besten Systemen auf dem Markt. Aber alle feinen Extras fordern abermals mehr Budget, und so klettert der Preis des A 220 d recht mühelos über die 50 000-Euro- Marke. Hinzu kommt, dass die Kfz-Steuer dieselbedingt mit Abstand am höchsten ausfällt (281 Euro). Kalkuliert man wiederum die reinen Kraftstoffkosten für 60 000 Kilometer bei einem Dieselpreis von 1,50 Euro/Liter, fährt der Benz allerdings mit Abstand am günstigsten.

Hier gilt also nach wie vor die Weisheit: Je mehr du fährst, desto mehr lohnt sich– zumindest finanziell – aktuell noch ein Diesel.

MERCEDES A 220 d

FAKTEN

In vierter Generation seit 2018 am Markt, mit riesiger Auswahl bei den Antrieben. Auf Wunsch sogar mit Allrad oder mit bis zu 421 PS als AMG.

TIPPS

Eine nackte A-Klasse geht schon – macht aber nicht viel Freude. Zumindest die einfacheren LED-Scheinwerfer (statt Halogen) sollte man dem Baby-Benz gönnen, das MBUX-System auch. Das Sportfahrwerk inklusive Tiefer legung muss hingegen nicht sein, dann küsst die Spoilerlippe gern mal den Bordstein.

PREIS: ab 36 900 Euro

FAZIT

+ Zusammenspiel von Benziner und E-Motor

+ Hohe staatliche Förderung

- E-Reichweite kurz (32 Kilometer)

- Nur durchschnittliche Verbräuche

EIN GANZ GELASSENER GESELLE

SAUBER GEZEICHNETE, klassische Rundinstrumente, eine joystickartige Sechsgang-Handschaltung und ein auf das Wesentliche reduziertes Cockpit, in dem sich jeder sofort zurechtfindet. Für computergeplagte Nostalgiker ist der Mazda 3 eine rollende Rehaklinik. Eine gemütliche zudem, richtig wild wirkt der Zweiliter-Benziner trotz 186 PS nicht. Der Kompressor sorgt dabei im Japaner weniger für mehr Leistung, sondern vor allem dafür, dass das magere Gemisch für die Selbstzündung überhaupt bereitgestellt werden kann.

Das Getriebe ist sehr lang übersetzt, theoretisch könnte man innerorts ohne Dröhnen nur bis in den dritten Gang schalten. Immerhin: Anfang des Jahres optimierte der Hersteller den Motor ein erstes Mal, es gab mehr Drehmoment und weniger Verbrauch. 5,3 Liter fuhr der Mazda bei uns im Test heraus – beachtlich, das spricht klar für die neue Technologie.

Ebenfalls erstaunlich: Mazda bietet den e-Skyactiv X im 3 bereits ab 26 490 Euro Listenpreis an, und zwar mit bereits üppiger Serienausstattung: adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Headup-Display und mehr. Die Materialauswahl innen sowie die gute Dämmung gegen Motor- und Windgeräusche können ebenfalls überzeugen.

Etwas schade: Die riesige C-Säule und der stets schwarze Dachhimmel sorgen für einen recht dunklen Innenraum, ein Panoramadach gibt’s nicht.

MAZDA 3 e-SKYACTIV X

FAKTEN

Seit 2019 angeboten, flog der Diesel bald mangels Nachfrage aus dem Programm. Für 2000 Euro gibt’s eine Automatik.

TIPPS

Die Serienausstattung ist üppig, lässt sich aber nicht erweitern. Sitzheizung, Einparkhilfe vorn und mehr offeriert die Linie Selection für faire 1800 Euro. Darüber hinaus gibt’s nur noch Premium- und Design-Paket, schwarze Felgen, Metallic und Lederausstattung. Inklusive Automatik landet man dann bei 36 190 Euro – da geht’s beim Benz noch nicht los.

PREIS: ab 26 490 Euro  

FAZIT

+ Ausgewogener Fahreindruck

+ Niedriger Verbrauch ohne Ladepausen

- Als einfacher Hybrid nicht förderfähig

- Im Detail etwas lieblos

GENIESSER MIT LEICHTEM ÜBERGE WICHT

DAS BESTE AUS BEIDEN Welten oder doch nur ein fauler Kompromiss? Plug-in-Hybride spalten die Gemüter, so auch beim 308. Für ihn spricht, dass er dazu in der Lage ist, lokal emissionsfrei zu fahren. 32 Kilometer waren beim Test drin. Zudem macht ihn das Doppelherz unter der Haube durchzugsstark und leise. Aber auch schwer. Mit 1651 Kilogramm wiegt er fast 200 Kilo mehr als der Toyota – der ja auch ein Hybrid ist, nur eben mit kleinerer Batterie.

Das rächt sich beim Verbrauch. Der reine Benzindurst ist mit 6,2 Litern (bei maximal Tempo 130) schon nicht umwerfend, der Stromverbrauch von 29 kWh erst recht nicht. Wir dürfen nicht so tun, als spiele der Stromverbrauch keine Rolle. Der Peugeot gönnt sich so viel wie der Audi e-tron als fetter SUV. Schwach für einen normalen Kompakten.

Etwas happig fällt auch der Preis aus. Mit 36 900 Euro ist er gut 10 000 Euro teurer als der Mazda. Klar, aktuell gibt’s noch rund 7000 Euro Umweltprämie – aber man stellt sich eben schon die Frage, was mit dieser Fahrzeuggattung passieren wird, wenn die Förderung einmal ausläuft. Im Listenpreis ist dafür eine vernünftige Grundausstattung enthalten – für die Bildschirme muss im Peugeot niemand Aufpreis zahlen, für LED-Rückleuchten auch nicht.

Gerade mit Lademöglichkeit zu Hause kann der Peugeot also, etwa zum rein elektrischen Pendeln, trotzdem Sinn ergeben.

PEUGEOT 308 HYBRID 180

FAKTEN

Brandneu auf dem Markt, samt Diesel, Benziner und eben Plug-in. Auch ein Kombi ist wieder erhältlich.

TIPPS

Der Hybrid kommt mit dem Active Pack bereits ausreichend ausgestattet daher, trotzdem lohnt das Upgrade zum Allure, dann fahren 180- Grad-Kamera, Totwinkelassistent und Co bereits mit. Es gibt viele schöne Extras für den 308, die eine Überlegung wert sind – „Olivine-Grün“ ist sogar aufpreisfrei.

PREIS: ab 39 002 Euro

FAZIT

+Kraftvoller Motor, dabei sparsam

+ Große Reichweite (1020 Kilometer)

- Hohe Anschaffungskosten

- Antrieb dieseltypisch knurrig

ROUTINIERTER SPARER FÜR VIELE JAHRE

VIEL HARTPLASTIK, verschrobenes Design – leicht hat es Toyota seinen Kunden in den letzten Jahren nicht gemacht. Und auch selbst kräftig Federn bei den Zulassungen gelassen. Dabei sind die Japaner DER Hybridpionier, bieten die mittlerweile ausgereifte Technik schon seit dem ersten Prius von 1997 an.

Und so fährt sich auch der Corolla. Weil allein der E-Motor schon 109 PS leistet, ist auch der Corolla erstaunlich oft rein elektrisch unterwegs. Natürlich nie ganz lange Strecken, dazu ist die Batterie zu klein, aber immer mal wieder den ein oder anderen Kilometer. Die Übergänge zwischen Elektro und Benziner verwaltet die stufenlose Automatik mittlerweile recht sanft, richtig laut wird es selten.

So spart der Japaner bemerkenswert beiläufig Sprit – 4,9 Liter verbrauchte er im Test, der Stromverbrauch zählt hier nicht. Schließlich gibt es keinen Stecker, der Strom wird einfach beim Bremsen zurückgewonnen. Wer Langstrecke fährt, verbraucht also dauerhaft wenig, während einem Plug-in irgendwann der Saft ausgeht. Ärgerlich bis unverständlich, dass es für dieses Antriebskonzept trotz all seinen Vorteilen keinen staatlichen Bonus gibt.

Ab 30 120 Euro ist der Corolla trotzdem nicht allzu teuer. Wer noch 1300 Euro drauflegt, erhält das Modell Team Deutschland mit allen wichtigen Features. Wem 313 Liter Laderaum beim großen Motor zu wenig sind, ordert für 1000 Euro mehr die Kombiversion.

TOYOTA COROLLA 2.0 HYBRID

FAKTEN

Den Corolla gibt es bei Toyota schon seit 1966, in Deutschland hießen die letzten zwei Vorgänger Auris. Ab 2022 gibt’s nur noch Hybridantriebe, der 1,2-Liter-Turbo entfällt.

TIPPS

Den großen Motor gibt es eh erst ab Comfort, da sind schon Zwei-Zonen-Klima und ein adaptiver Tempomat an Bord. Team Deutschland bringt für 1300 Euro LED-Licht, Sitzheizung und mehr mit. Ein paar Pakete lassen sich ergänzen. Lounge und GR Sport bieten volle Hütte, kosten aber.

PREIS: ab 26 490 Euro

FAZIT

+ Kultivierter Antrieb mit viel Sparpotenzial

+ Fairer Preis

- Durchzugsschwach

- Kleine Heckfenster durch breite C-Säule