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VIER FRAGEN ZUM START: Wie wird mein Zeugnis akzeptiert?


Deutsch Perfekt Spezial - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 19.12.2019

Einen neuen Job in Deutschland anfangen? Das muss man gut planen: Nicht in jedem Beruf darf man sofort anfangen. Oft muss zuerst das Zeugnis aus der Heimat offiziell akzeptiert werden. Wie funktioniert das?


LEICHT

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Bildquelle: Deutsch Perfekt Spezial, Ausgabe 1/2019

Das Wort „Bürokratie“ hört niemand gern. Die Assoziationen sind wirklich zu negativ: komplizierte Formulare und Dokumente, wichtige Stempel in fünf verschiedenen Farben und Menschen, die in Ämtern alles pedantisch kontrollieren. Dreimal – und natürlich immer nur gegen Gebühr.

Stimmt schon: Auch die Anerkennung von Berufsqualifikationen aus dem Ausland ist nicht kostenlos. Sie kann auch ...

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... kompliziert sein. Aber sie kann helfen. Für viele Menschen ist sie sehr wichtig: Die Anerkennung der Ausbildung oder des Studiums ist bei bestimmten Berufen notwendig, zum Beispiel bei Ingenieuren, Ärzten oder Erziehern. Bei anderen Berufen hilft sie bei einer Bewerbung. Ein potenzieller Arbeitgeber möchte nämlich genau wissen, was ein Kandidat kann.

Am einfachsten ist es, die Prozedur Schritt für Schritt zu machen. Der Weg zur Anerkennung beginnt am besten mit dem Internetportal www.anerkennung-in-deutschland.de. Diesen Service gibt es auch als App. Beide Varianten bieten viele Informationen zu dem Thema in mehreren Sprachen an – aber Achtung: Die angebotenen Sprachen sind auf der Website und in der App nicht gleich. So sind in der App zum Beispiel auch Dari, Farsi, Tigrinya und Paschtu zu finden.

Internetportal und App haben den Anerkennungs-Finder. Mit diesem Tool können Sie einen Referenzberuf wählen. Ein Referenzberuf ist der Beruf, der Ihrer Arbeit in der Heimat am ähnlichsten ist. Dann geben Sie den Ort ein, an dem Sie arbeiten möchten. Jetzt bekommen Sie alle Informationen, die Sie brauchen. Zum Beispiel: Wo stelle ich den Antrag?

Mit der Antwort auf diese Frage kann man die Stelle direkt kontaktieren (anrufen oder eine E-Mail schicken) und auch fragen, wie viel es kostet und welche Dokumente nötig sind. Denn: Nur mit den kompletten Dokumenten funktioniert ein Antrag. Wichtig zu wissen: Oft muss man Zeugnisse und andere Dokumente in die deutsche Sprache übersetzen lassen. Das dauert meistens. Deshalb ist es wichtig, mit genug Zeit zu kalkulieren.

Natürlich bleiben trotzdem oft noch Fragen. Das ist kein Problem. „Wenn Sie spezielle Informationen auf dem Internetportal nicht finden, können Sie zu einer Beratungsstelle gehen“, erklärt Julia Lubjuhn vom Bundesinstitut für Berufsbildung, das das Internetportal betreibt. „Es gibt außerdem eine kostenlose Telefonhotline.“ Die Hotline nimmt Anrufe von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr entgegen (+49 30 18 15-11 11), auch auf Englisch.

Zum offiziellen Zeugnis: Wir zeigen Ihnen den Weg durch die Bürokratie.


Wenn alles klar ist und alle Dokumente (bitte nur Kopien, keine Originale!) bei der richtigen Stelle sind, muss man warten. „Bei den meisten Berufen bekommt man spätestens nach drei Monaten eine Antwort“, erklärt Lubjuhn. „Nur bei wenigen speziellen Berufen muss man vier Monate warten.“

Ist die Antwort positiv, hat ein Kandidat die volle Anerkennung. Die Ausbildung oder das Studium aus dem Ausland ist also gleichwertig.

Manchmal gibt es aber auch eine Teilanerkennung. Das heißt, es gibt Unterschiede zwischen der Berufsqualifikation aus dem Ausland und dem Referenzberuf in Deutschland. Aber viele Dinge sind auch ähnlich oder gleich. „Man hat dann die Möglichkeit, Kenntnisse durch eine spezielle Prüfung oder einen Lehrgang nachzuholen“, sagt Lubjuhn. „So kann man die volle Anerkennung bekommen.“

Wenn die Antwort aber negativ ist, dann ist eine Anerkennung der Qualifikationen leider nicht möglich. Lubjuhn hat noch einen wichtigen Tipp:

Wenn man seine Dokumente und Zeugnisse nicht mehr im Original hat, ist das nicht automatisch das Ende der Anerkennungsprozedur. In manchen Berufen können Kandidaten ihr Wissen nämlich auch mit einer Qualifikationsanalyse zeigen.

Aber wer hat gute Chancen, einen Job in Deutschland zu bekommen? Die Antwort ist für jede Region anders. In vielen Metropolen in Westdeutschland fehlen zum Beispiel Erzieher. In diesem Beruf ist es wichtig, gut Deutsch zu sprechen. Erzieher sollen mit den Kindern reden und sie auch verstehen.

In ganz Deutschland suchen Firmen technisch qualifizierte Arbeitnehmer, wie zum Beispiel Ingenieure oder IT-Experten. Auch Gesundheitsexperten fehlen. Besonders gut kann man mit Englisch in den technischen Berufen in den Job starten. Trotzdem ist es auch hier wichtig, schnell Deutsch zu lernen. Nicht nur für den Beruf: Jeder hat auch mal Feierabend. Wer dann aktiv am Leben teilnehmen will, muss die Sprache des Landes sprechen. Claudia May


Fotos: picture alliance/dpa