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VIER FÜR SCHMALES GELD


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auto Test - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 26.10.2022

Vier im Check

Artikelbild für den Artikel "VIER FÜR SCHMALES GELD" aus der Ausgabe 11/2022 von auto Test. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: auto Test, Ausgabe 11/2022

DACIA SPRING

HEIZEN, ESSEN, AUTOFAH-REN –fast alles wird aktuell teurer, Neuwagenpreise inklusive. Gut, dass es diese vier gibt: Dacia Spring, Fiat Tipo, VW Caddy und Opel Insignia Sports Tourer bieten so viel Auto fürs Geld, dass die auch bei ihnen erfolgten Preisanpassungen nicht so schmerzhaft ausfallen. Außerdem zahlt hier kaum einer den Listenpreis: Beim Spring gibt’s bis Jahresende noch die E-Förderung, die seinen Preis auf unter 13 000 Euro drückt. Der Tipo steht – der jüngsten Hybridisierung zum Trotz – noch immer bei vielen Händlern als preisgünstigerer Benziner auf Halde. Der VW Caddy dürfte als Nutzfahrzeug in Zukunft ordentlich rabattiert werden. Und beim Insignia lässt sich durch die Wahl eines jungen Gebrauchten ein wahres Schnäppchen schießen. Aber natürlich haben alle vier neben ihren Qualitäten auch ihre Schwächen – welche das sind, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. ...

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Der elektrische Dacia Spring, Fiat Tipo als Benziner, ein gebrauchter Opel Insignia und der neue VW Caddy, quasi baugleich mit dem Ford Tourneo Connect

MEHR BEDARF’S NICHT

EINFACH MALeinfach gemacht – der Dacia Spring überlässt alles Komplizierte lieber anderen. Das beginnt schon bei der blechernen Hülle, die durchaus modern aussieht und eine Leihgabe aus China ist. Das ersparte den Rumänen die eigene Entwicklung. Zusammen mit Mutter Renault hat man den Mini-Matscho auf Elektroantrieb gedreht, fertig ist der E-Zwerg für die Stadt. Nachteil: Trotz etlicher Nachbesserungen am asiatischen A u sgangsprodukt schafft der Spring im Euro- NCAP-Crash gerade mal einen Stern. Gründe: Zum einen ein teilweise ungenügender Insassenschutz. Zum anderen fehlende Assistenzsysteme wie etwa ein Spurhaltesystem und eine Multikollisionsbremse.

Schade, denn ansonsten gefällt der E-Dacia mit seiner schlichten Art durchaus. Zwei kommen gut unter, kurz und schmal wuselt er überall durch und rein, nicht mal eine Tonne Leergewicht (die Batterie wiegt eben nicht viel) lässt ihn trotz der sehr überschaubaren 45 PS Motorleistung munter mitmischen. Zumindest im Stadtverkehr.

Geht es raus in die große weite Welt, tut sich der Spring doch sehr schwer. Und der 27,4-kWh-Akku reicht im Alltag nur mit Mühe für 200 Kilometer. Von 22 550 Euro gehen noch bis Jahresende 9570 Euro E-Förderung ab. Wer also Interesse hat, sollte sich auf die Suche nach einem Lagerwagen machen. Für nur 12980 Euro verzeihen wir schon eher solche Schwächen.

DACIA SPRING

FAKTEN

Seit 2021 am Markt, markiert der Spring größentechnisch das neue Einstiegsmodell von Dacia. Konzerninterner Konkurrent ist der Twingo Electric, der für knapp 6000 Euro extra mehr Leistung (82 PS) bietet.

TIPPS

Drei Pakete lassen sich ordern: Zwei kümmern sich nur um die Optik, verpassen dem Spring für 200 Euro entweder graue oder orangefarbene Akzente. Das Expression-Paket (1150 Euro) ergänzt Einparkhilfe hinten, Rückfahrkamera, Navi samt Smartphone-Spiegelung und Ersatzrad – Empfehlung!

NOCH MAL FRISCH GEMACHT

NEIN, GANZ NEUist der Tipo nicht mehr – aber die Italiener haben ihr seit 2016 angebotenes Kompaktmodell mit dem Facelift 2021 auf Höhe der Zeit gehalten. Seitdem gibt’s innen deutlich mehr Bildschirmfläche, ein 7-Zoll-Kombiinstrument und ein 10,25-Zoll-Display in der Mitte, das kabellos Handyinhalte spiegeln kann. Außerdem neu, aber keine Pflicht: die vier Zentimeter höhere Cross-Version. Einzige Antriebsoption ist mittlerweile ein 130 PS starker Hybridantrieb, der den Verbrauch des Tipo drücken soll. Technisch gesehen ist der ein Vollhybrid, weil rein elektrisches Fahren möglich ist. Nur 20 PS E-Leistung beschränken das Dahinsummen allerdings auf niedrige Geschwindigkeiten. Im Stop-and-go geht das Konzept durchaus auf und ist sogar recht spritzig.

Davon abgesehen ist der Tipo aber ein einfacher Typ geblieben, Materialien und Dämmung sind auf Kleinwagen- Niveau, die Lenkung ist leichtgängig. Mit 4,37 Meter Länge ist dafür das Platzangebot vernünftig – sowohl vorne und hinten als auch im 440 Liter großen Laderaum. Der 20 Zentimeter längere Kombi bietet noch einmal 110 Liter mehr, kostet aber – etwas unverständlich – stolze 1500 Euro Aufpreis.

Überhaupt ist der Fiat nicht unbedingt ein Schnäppchen: 28 490 Euro werden mindestens fällig. Wer es günstiger mag, kann Verbrenner-Lagerwagen abgreifen – beim Vertragshändler oder EU-Importeur.

FIAT TIPO CROSS HYBRID

FAKTEN

Die aktuelle Generation des Tipo ist seit 2016 am Markt. Größentechnisch in der Golf-Klasse angesiedelt, bleiben Machart und Preis eher Kleinwagen-like. Ein direkter Konkurrent ist der Skoda Scala.

TIPPS

Der alte Tipo mit Einliter-Benziner kostete ab 22 490 Euro, verbrauchte 5,7 Liter laut WLTP. Für 6000 Euro mehr benötigt der Hybrid nun 0,6 Liter weniger – ganz ehrlich, das tut richtig weh. Wer Automatik nicht braucht, greift zum Benziner als Lagerwagen.

KANTIGER TECHNIK-ZWILLING

FORD UND VW –für manche Ohren klingt das noch ungewohnt. Dass VW Caddy und der Ford Tourneo Connect jetzt auf einer Plattform stehen, wirkt aber durchaus stimmig. Während bei der Entwicklung der Pick-up-Brüder Amarok und Ranger Ford die Regie übernommen hat, stammt der Kastenwagen klar aus der Wolfsburger Feder. Ob Kombiinstrument, Navi, der Wählknubbel für die Automatik – sogar das Lenkrad sieht bis auf das Logo und die schwarzen Dekorelemente identisch aus. Was nichts Schlechtes sein muss.

Das Platzangebot jedenfalls fällt bei beiden gleich riesig aus, schon in der Version mit kurzem Radstand stehen bis zu 2556 Liter Volumen bereit. Optional gibt es nun auch hier eine dritte Sitzreihe (904 Euro), die beim obligatorischen Kindergeburtstag helfen kann. Die Blattfedern an der Hinterachse sind herkömmlichen Schraubenfedern gewichen, die den ohnehin schon hohen Fahrkomfort weiter verbessern.

Einstiegsmotor ist ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 114 PS, der früh (von 1750 bis 3000 Umdrehungen) seine 220 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Gleichzeitig bleibt er der einzige Benziner, alternativ gäbe es nur noch die beiden Ausbaustufen des Zweiliter-Diesels mit 102 und 122 PS.

Der Ford kommt zwar ein paar Hundert Euro günstiger als der Wolfsburger – das ist aber nichts, was etwas Händlerrabatt nicht wieder ausgleichen könnte.

VW CADDY

FAKTEN

Von Handwerkern wie auch von Familien geschätzt. Allerdings trägt bei Ford die Nutzfahrzeug-Version den Namen Transit Connect. Bei den Wolfsburgern heißt alles Caddy.

TIPPS

Die mittlere Linie Life (2939 Euro) reicht im Grunde vollkommen aus. Wer es richtig gemütlich mag, wählt Style (5974 Euro). Dann sind Einparkhilfe vorne und hinten, Zwei-Zonen-Klima, schlüsselloser Start, 17-Zoll-Leichtmetallräder und ein automatisch abblendbarer Innenspiegel serienmäßig an Bord verbaut.

DIE SCHÖNE ALTE WELT

KENNEN SIE NOCHWall-E, den kleinen Disney-Roboter, der nach 700 Jahren – mittlerweile völlig allein – immer noch die Erde aufräumt?

Auch der Insignia steht heute einsam da in der Modellpalette. Als letzter Opel, der in der Zusammenarbeit mit General Motors entstand. Ob auch deswegen nur noch zwei Diesel als Antriebe zur Verfügung stehen?

Könnte sein. Sicher ist, dass der 4,99 Meter lange Rüsselsheimer immer noch genauso viel Auto bietet wie zu seiner Markteinführung im Jahr 2017. Faktisch heißt das: 560 bis 1665 Liter Laderaum, 174 PS mit dem großen Selbstzünder, der untenrum gut Druck macht, obenrum aber etwas schlapp wirkt. Dazu gibt’s gegen Aufpreis Extras wie Matrix-Licht, Head-up-Display und AGR-Sitze („Aktion Gesunder Rücken“) mit verstellbaren Seitenwangen vorn und einer Massagefunktion für den Fahrer – also allem, was es für die Langstrecke braucht.

Kritikwürdig bleibt die Verarbeitungsqualität: Die Spaltmaße am Kombiinstrument in seiner Verkleidung kommen zum Beispiel nicht ganz hin, es klappert durchaus mal ein klein wenig im Innenraum. Aber das verzeihen wir gern beim Blick auf die Preise – und reden dabei nicht von den offiziellen Zahlen. Der Wertverlust ist riesig, einjährige, gut ausgestattete Exemplare mit nicht mehr als 30 000 Kilometern werden unter 25 000 Euro gehandelt. Damit wird der Opel zum echten Menschenfreund – fast so wie Wall-E eben.

OPEL INSIGNIA SPORTS TOURER

FAKTEN

Seit 2017 ist die zweite Generation des Insignia am Markt, mit mehr Platz und weniger Gewicht. Einen OPC bot Opel nicht mehr an, aber für kurze Zeit eine GSi-Version.

TIPPS

Die Linie Business ist die günstigste, bietet aber bereits die wichtigsten Features. An Bord sind serienmäßig Navi und AGR-Sitze sowie Lenkrad-, Frontscheiben- und Popoheizung vorn. Der Insignia empfiehlt sich aufgrund des hohen Wertverlustes vor allem als Gebrauchter.