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VIER ZUM OFFENFAHREN


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auto Test - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 31.08.2022

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AUTO TEST CHECK

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Bildquelle: auto Test, Ausgabe 9/2022

BMW M44Oi xDRIVE CABRIO

VW T-ROC CABRIO

CABRIOS KOSTEN EXTRA. Das gilt für die Anschaffungspreise, die ein Stück höher liegen als die von „normalen“ geschlossenen Autos. Das gilt für die Pflege, denn gerade Stoffverdecke brauchen Zuwendung, wenn sie lange halten sollen. Die Langstreckenqualitäten leiden hingegen eher unter schlechterem Geräuschkomfort. Warum also trotzdem ein Cabrio kaufen? Weil mit der frischen Luft ein ganz neues Lebensgefühl einzieht! Wer bei warmen Temperaturen offen fährt, wähnt sich frei, unbeschwert – und möchte dieses Erlebnis möglichst nie wieder missen.

Wir nehmen heute vier Kandidaten genauer unter die Lupe: das BMW 4er Cabrio, den Audi TT RS Roadster, und dazu gesellen sich der VW T-Roc – das SUV ist derzeit das einzige Cabrio der Wolfsburger – sowie der Smart Fortwo in der offenen Version. Wer was kann, steht auf den nächsten vier Seiten. ...

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SMART FORTWO CABRIO

AUDI TT RS ROADSTER

DER ALLTAGSSPORTLER

WER DEN M440i in Betracht zieht, hat eine im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegende Entscheidung zu treffen: Über 1,9 Tonnen bringt der Bayer auf die Waage – leer, wohlgemerkt. Genauso gut bestückt sollte auch die Brieftasche seiner Käufer sein, denn mindestens 76 400 Euro werden fällig. Mit ein wenig Chichi sind auch die 85 000 Euro schnell geknackt. Was kann der 4er für dieses Geld bieten?

Typische BMW-Tugenden, verrät das Datenblatt. Der Reihensechszylinder mobilisiert stolze 500 Newtonmeter Drehmoment, souverän, schon von gaanz unten aus dem Drehzahlkeller ist ordentlich Druck da. Die Wandlerautomatik schaltet zackig, der – natürlich hecklastig ausgelegte – Allradantrieb treibt den 4er erstaunlich flott um die Ecke, trotz des hohen Gewichts. Der Klang? Nicht brutal laut, aber sonor singend stets w a h rnehmbar.

Überraschend am 4er Cabrio ist aber, wie leise und ruhig es während alldem innen zugeht. Das optionale Windschott verhindert im Stadtverkehr Zugluft quasi komplett, zwei Föhne in den Vordersitzen pusten auf Wunsch warme Luft in den Nacken. Auf der Autobahn? Muss man sich anstrengen, durch das geschlossene Stoffverdeck überhaupt Windgeräusche wahrzunehmen. Dazu kommen die eingängige Bedienung und eine tolle Qualitätsanmutung.

Um es kurz zu machen: Ist das M440i Cabrio teuer? Ja. Ist es das Geld wert? Ebenfalls ja.

BMW 4er CABRIO

FAKTEN

Seit der E30-Bauhreihe, die 1986 auf den Markt kam, gab es in der 3er-Reihe stets auch eine offene Version. Der E93 hatte als Einziger ein Klappdach, der aktuelle 4er fährt wieder mit Stoffverdeck vor.

TIPPS

Im Open-Air-Paket (1050 Euro) sind Lenkradheizung, die Nackenwärmer und das Windschott enthalten, eine sinnvolle Investition. Wer viel Langstrecke fährt, sollte auch das Innovationspaket mit Laserlicht, Head-up-Display, Komfortzugang und Fernlichtassistent in Betracht ziehen (3900 Euro).

DER RUHIGE-KUGEL-SCHIEBER

WIE SIE BEI VW wohl auf die Idee gekommen sind, mag man sich fragen. Zumindest im ersten Moment, wenn man auf das T-Roc Cabrio blickt. Ein SUV mit Stoffverdeck? Beim Range Rover Evoque Cabrio hatte das damals – was die Verkaufszahlen anging – nur mittelmäßig funktioniert.

Auf den zweiten Blick liegt die Idee aber nahe. SUV verkaufen sich nach wie vor prächtig, gleichzeitig fehlen offene Modelle im Wolfsburger Programm ansonsten komplett. Der offene Beetle, Eos und Golf Cabrio – alle Geschichte. Den T-Roc um zwei seiner Türen zu erleichtern und das Dach abzunehmen, dürfte wohl mit verhältnismäßig wenig Aufwand verbunden gewesen sein.

Und so fährt sich das Ergebnis auch: auffällig unauffällig wie der geschlossene Bruder. Ausgewogen und mit direkter Lenkung cruist der frisch geliftete VW gelassen über Stadt und Land. Das Navi sitzt nun höher, die Scheinwerfer in LED-Technik sind Serie. Dazu gibt’s neue Farben und Polster.

Das Fahrgefühl: ungewohnt. Die hohe Sitzposition verlangt im Cabrio Gewöhnung. Dafür fährt aber auch der Nutzwert immer mit: Vier Sitze bietet in der Cabrio-Preisklasse ab 32 975 Euro (1.0 TSI) sonst aktuell keiner.

Der 1.5 TSI überwindet den Drehzahlkeller geschwind und treibt den Wolfsburger in Kombination mit dem 7-Gang-DSG ausreichend flott voran. Wer Emotionen will, greift zum R-Modell mit 300 PS. Das schiebt dann eine deutlich wildere Kugel.

VW T-ROC CABRIO

FAKTEN

Während der normale T-Roc aus Portugal stammt, kommt das Cabrio aus der ehemaligen Karmann-Fabrik in Osnabrück, wo auch das Käfer Cabrio gebaut wurde. Das T-Roc Cabrio gibt’s mit Anhängerkupplung!

TIPPS

Gönnen Sie dem T-Roc eine knallige Farbe, davon gibt’s beim Cabrio gleich drei: Kings Red, Ravennablau oder aber – unser Favorit – die neue Farbe Teal Blue. Sie kostet nicht einmal Aufpreis, rutscht leicht ins Türkise ab und erinnert so ein wenig an das Babyblau alter Amischlitten. Schick!

EINEN KURZEN BITTE

ER IST SOOO KLEIN – und gerade deshalb für viele Innenstadtbewohner nahezu alternativlos: Die Rede ist vom Smart Fortwo, dem König der Großstadt mit (zugegeben inoffizieller) Lizenz zum Querparken. Mittlerweile in dritter Generation unterwegs, mangelt es immer noch an Konkurrenz für den 2,70-Meter-Floh. Warum eigentlich?

Vielleicht weil der Smart mittlerweile zu wahrer Stärke gefunden hat. Denn – seien wir mal ehrlich – sein rappelnder Verbrennungsmotor hat noch nie so richtig Vergnügen bereitet. „Wenn ein Auto für den Elektromotor prädestiniert ist, dann ja wohl der Fortwo“, muss sich auch Daimler gedacht haben und hat 2020 nahtlos und vollständig auf E umgestellt.

Zum Fahrerlebnis: was für ein Spaß! So klein und so wendig ist sonst keiner. Mit rund sieben Meter Wendekreis lässt es sich beinahe in einer Doppelgarage drehen. Der Wind, der bei offenem Verdeck um die Ohren pustet, macht den Stadtverkehr dann endgültig zur Fingerübung. Auch wenn die zwei abnehmbaren Dachholme umständlich per Hand verstaut werden müssen.

Auf 60 km/h geht es aus dem Stand in 4,9 Sekunden, und das ist es, was zählt. Die geringe Reichweite hingegen fällt negativ auf: 135 Kilometer sind heute zu wenig, da merkt man, dass der Fortwo schon sechs Jahre am Markt ist. Wer schneller laden will als mit 4,6 kW, muss 990 Euro Aufpreis zahlen. Um die Preise zu drücken, würde etwas Konkurrenz gewiss nicht schaden.

SMART FORTWO CABRIO

FAKTEN

Bereits seit Generation eins des bekannten Stadtflitzers gibt es eine Cabrio-Variante. Ab Generation zwei kam eine reine E-Version dazu, der Neue stromert immer.

TIPPS

Selbst einen 22-kW-Bordlader lassen sich die Stuttgarter extra bezahlen (990 Euro) – das ist nicht mehr zeitgemäß. Haube und Türen, das längliche Karosserieteil um die Heckleuchten („Tridion“) und das Verdeck lassen sich getrennt voneinander färben.

DIE LEGENDE LEBT

NOCH LEBT DER Reihenfünfzylinder im Audi TT – wer weiß, wie lange. In den USA bietet Audi aktuell bereits eine Heritage Edition an, mit welcher der Lebenszyklus des RS dort enden soll. Was danach kommt? Ungewiss. Vielleicht wieder ein Sportwagen, vielleicht ein SUV mit TT im Namen? Wir hoffen, dass es noch ein wenig dauert.

Solange lehnen wir uns zurück und genießen den Klang des Fünfenders: Herrlich schrill bläst er aus den zwei ovalen Endrohren, der Turbolader faucht furios. Der quattro-Antrieb verliert quasi nie die Traktion – einen Torque-Splitter auf der Hinterachse wie im RS 3 kann der TT allerdings nicht bieten, wirkt so etwas frontlastiger.

Aber: passt schon. Jegliche Sorgen lässt der TT ohnehin an der Ampel stehen. 3,7 Sekunden auf Tempo 100, 280 km/h Spitze – ein kompaktes Coupé, dass selbst an einem Standard-911 auf der Autobahn dranbleiben dürfte. Das mittlerweile nicht mehr ganz so runde Design zitiert immer noch sachte die beiden Vorgänger, sucht unkonventionelle Lösungen: Die Klimaregelung sitzt in den mittleren Lüftungsdüsen, in der Cockpitmitte gibt’s keinen Extra-Bildschirm, alles läuft über das serienmäßig digitale Kombiinstrument – funktioniert, braucht lediglich etwas Eingewöhnungszeit.

Die benötigt auch Audis Preisvorstellung: Über 75 000 Euro, das ist eine Stange Geld. Wir wollen den TT RS trotzdem nicht missen.

AUDI TT RS ROADSTER

FAKTEN

In dritter Generation ist der TT derzeit am Start, den legendären Fünfzylinder verbaute Audi ab TT Nummer zwei. Falls der TT überhaupt einen Nachfolger bekommt, wird der wohl rein elektrisch werden.

TIPPS

Die auffälligen OLED-Rückleuchten waren vor ein paar Jahren im TT eine Weltneuheit, kosten 1400 Euro extra und punkten mit ansehnlichen Animationen. Für 200 Euro gibt’s eine Bordsteinautomatik für den Beifahreraußenspiegel – empfehlenswert, um die schicken Felgen zu erhalten.