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Villa mit Ausblick


Atrium - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 18.04.2019

Hoch über dem Nordufer des Neuenburgersees, in der Westschweiz, thront eine imposante Villa. Das Gebäude schmiegt sich treppenartig in den mit Reben bewachsenen Hang. Mit raumhohen Glasschiebetüren öffnet es sich zum Garten und einem herrlichen Panorama über den See.


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Bildquelle: Atrium, Ausgabe 3/2019

Der Zugang zur Villa Hauterive ist einladend und offen. Dahinter öffnet sich das Panorama über den Neuenburgersee.


Nicht nur für Rebstöcke, sondern auch als sonnige Wohnlage ist der Hang am Nordufer des Westschweizer Sees begehrt.


Grosszügig und mondän wirkt auch die Gartenseite mit grosser Terrasse.


Nicht nur das Haus, auch der Garten richtet ...

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... sich ganz zum See hin aus.


Den Kern des Erdgeschosses bildet ein imaginärer Kubus, in dessen Mitte sich die Treppe ins Untergeschoss befindet.


Koch-, Ess- und Wohnbereich sind als grosszügige Einheit konzipiert worden.


Hauterive ist ein beschauliches Dörfchen in der Westschweiz mit rund 2650 Einwohnern. Es erstreckt sich auf einer Geländeterrasse am unteren Südhang des Chaumont, an aussichtsreicher Lage rund 70 m über dem Ufer des Neuenburgersees. Nicht nur für Rebstöcke ist die Lage an den optimal zur Sonne exponierten Hängen ideal, auch als Wohnlage am Nordufer des Sees ist Hauterive begehrt. Die Nähe zur Kantonshauptstadt Neuenburg sowie die Hanglage an der Côte d’Hauterive am Jurasüdhang überzeugen. Hier oben, inmitten des Rebhangs, hat sich eine markante Villa positioniert. Das Gebäude nutzt die Hanglage, um sich elegant in die Topografie einzufügen: Von der Strasse aus erscheint die Villa wie ein eingeschossiger Bungalow. Zum See und dem einzigartigen Panorama hin öffnet sie sich, wird zweigeschossig und kostet das herrliche Panorama dank raumhoher Schiebefenster voll aus.

Zum See hin offen

Die Parzelle verläuft quer zur Strasse und ist etwa doppelt so tief wie breit. Dennoch steht das Gebäude quer auf dem Grundstück und kommt so in den Genuss der privilegierten Aussicht. Nichts deutet darauf hin, dass es auf den Grundmauern eines bestehenden Hauses erbaut wurde: Die Volumetrie des ehemaligen Wohnhauses wurde komplett durch den Neubau ersetzt und das Untergeschoss um- und ausgebaut. Der Zugang ist einladend: Unter dem flachen Giebeldach liegt der Ein gang inmitten raumhoher Verglasung. Ein Blick hinein ins Gebäudeinnere gibt bereits einen Vorgeschmack auf den Wohnbereich und führt durch diesen hindurch bis hinaus auf die seeseitige Terrasse. Rechts des Eingangs liegt der mit vorvergrautem Fichtenholz verkleidete Garagentrakt, links ahnt man schon, dass die Rasenfläche ums Haus bis zum offenen Garten führt.

Die Wohnfläche definiert sich eingeschossig. Je eine grosse Fensterfront öffnet sich südwärts zum See und nordseitig über den hinteren Garten zum Hang des Juras. Rechts vom Eingang befinden sich die privaten Räume – zwei Schlafzimmer sowie das grosse Elternschlafzimmer mit eigenem Bad und imposantem Blick über den See. Links vom Eingang öffnet sich der öffentliche Bereich für die Besucher und Gäste. An der fensterlosen Wand entlang Richtung Osten verläuft die Küchenzeile. Während der einladende, lange Esstisch den nördlichen Teil des Wohnbereichs einnimmt, breitet sich Richtung Süden das eigentliche Wohnen aus. Ob von der Küche, dem Esstisch oder der Polstergruppe aus: der Garten mit dem Panorama zum See ist von überall aus sichtbar. Der durchgehend verlaufende Terrazzo-Bodenbelag betont die Zusammengehörigkeit der einzelnen Wohnbereiche und deren Grossflächigkeit. Darauf kommen die Möbel gut zur Geltung. Die verglasten Nord- und Südfassaden wurden zum Gebäudeinneren hin angewinkelt angelegt, sodass sie beidseitig eine intime Hofsituation andeuten und so vor Einblicken der Nachbarn abschirmen. Dadurch bildet sich unter dem ausladenden Dach im Norden ein gedeckter Eingang und im Süden eine überdachte Terrasse.

Im Untergeschoss liegt eine separate Wohnung, ins Terrain eingebettet, massiv aus Beton und Naturstein.


Bei der Villa liegen zwei unterschiedliche Wohnwelten übereinander.


Der fantastische Ausblick über den See ist omnipräsent.


Zwei Lichthöfe bringen viel Tageslicht in den hangseitigen Bereich des Untergeschosses.


Den Kern des Erdgeschosses bildet ein Kubus, in dessen Mitte sich die vertikale Erschliessung befindet. Dieses zentrale Element gliedert den Grundriss und trennt den Gästebereich vom privaten Trakt mit den Schlafzimmern. Über einen grossen, pyramidenförmigen Lichtfang im Dach gelangt Tageslicht über die breite Treppe bis hinunter in die untere Etage. Diese wurde komplett neu gestaltet. Um die grösstenteils im Hang liegenden Räume maximal mit Tageslicht zu versorgen, wurden an der Ost- und Westfassade zwei grosse Lichthöfe in das bestehende Terrain gegraben. Ein polyvalenter Raum für Ausstellungen mit einem Ruheraum quert das Volumen und mündet an beiden Enden in die Lichthöfe. Auf dem restlichen Grundriss entfaltet sich südseitig ein eigenständiges Appartement mit der Öffnung zur unteren Terrasse. Ein massives Eichenparkett schafft hier eine warme, wohnliche Basis. Der Pool auf der Terrasse – parallel zum Gebäude verlaufend – lädt zum Baden ein.

Verbindender Garten

Zwei unterschiedliche Wohnwelten liegen in der Villa übereinander: die eine lichtdurchflutet, weiträumig und offen in der oberen Ebene. Die andere intim und geschützt in der unteren Etage. Die eine auf gewachsenem Terrain, leicht und transparent aus Glas und Holz, die andere in das Terrain eingebettet, massiv aus Beton und Naturstein. Verbindendes Element der beiden Wohnungen ist im Innern der lichtdurchflutete Treppenbereich. Aussen vereint der Garten die beiden Ebenen. Die Grünflächen und bepflanzten Bereiche des 3871 Quadratmeter grossen Grundstücks umgarnen das Haus und buhlen um die Gunst der Bewohner. Grosse, polygonal geformte Platten formen den Gehweg zum Eingang. Kiesflächen, niedrige Büsche und Ziergräser bilden beidseitig davon die pflegeleichte Basisbegrünung, während buschige Bäume und südländische Blüher neben dem Haus und im Garten Akzente setzen. Auf der Seeseite ist die obere Terrasse ebenfalls mit den vieleckigen Bodenplatten grosszügig ausgelegt. Nicht nur das Haus, auch der Garten richtet sich ganz zum See aus. So erlaubt die niedrige Bepflanzung einen ungehinderten Blick durch die raumhohen Glas-Schiebetüren über die Rebberge des Weinbaugebiets Champréveyres auf das Dorf Hauterive bis über den Neuenburgersee. Haus und Garten fügen sich optimal ein in die privilegierte Lage an der Côte d’Hauterive. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Garagenanbaus nutzt die vorteilhafte Sonnenlage für selbst generierten Strom.

Auf 638 m² Geschossfläche bietet die Villa eine Weitläufigkeit, die sich über die raumhohen Verglasungen bis in den Garten hinaus fortsetzt. Die Verbundenheit mit dem Garten ist die konsequente Ausnutzung der Hanglage hoch über dem See, und sie ist in jedem Raum spürbar.

Nichts deutet darauf hin, dass diese mondäne Villa auf den Grundmauern eines bestehenden Hauses erbaut wurde.


BAUHERR: privat

ARCHITEKTUR: bauzeit architekten GmbH, Biel (CH)
www.bauzeit.com

BAUINGENIEUR: GVH St-Blaise SA, St-Blaise (CH)

BAUPHYSIKER: Prona AG, Biel (CH)

BAUVOLUMEN: 2060 m3

GESCHOSSFLÄCHE: 638 m2

GRUNDSTÜCKSFLÄCHE: 3871 m2

NACHHALTIGKEIT: Minergie (ohne Zertifizierung)

Situation

Schnitt

Erdgeschoss

Untergeschoss

1 Entrée
2 Küche
3 Wohnen
4 Bibliothek
5 Schlafen
6 Bad
7 Bar
8 Haushaltsraum
9 Büro
10 Sauna
11 Lichthof
12 Abstellraum
13 Technik
14 Terrasse


Fotos: Yves André, Redaktion: Anita Simeon Lutz