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VISUELLE SCHNIT TST ELLE ZUM DIGITALEN BILD


digit! - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 27.08.2021

Artikelbild für den Artikel "VISUELLE SCHNIT TST ELLE ZUM DIGITALEN BILD" aus der Ausgabe 4/2021 von digit!. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: digit!, Ausgabe 4/2021

Eizo-Monitor machen in jeder Umgebung eine gute Figur.

Es gibt verschiedene Parameter, die einen Monitor beschreiben. Einige davon, wie die Reaktionszeit oder die Anzahl von möglichen Fehlpixeln, treten immer mehr in den Hintergrund, da sie durch bessere Fertigung und neue Technologien nicht mehr relevant sind. Im gehobenen Monitorsegment – und dort befindet man sich, wenn man ein Gerät für die Bildbearbeitung oder den Videoschnitt sucht – gibt es keine Nachzieheffekte mehr, und auch rote oder weiße Bildpixel wird man dort vergeblich suchen, wo sie nicht hingehören.

Aktuell bleiben hingegen Werte wie Auflösung, Farbraumabdeckung, Kontrastverhältnis etc. Andere Kriterien wie neue Paneltechnologien, Homogenitäts- und Kontraststeuerung kommen hinzu. Aber auch Ausstattungsmerkmale wie Hardwarekalibrierbarkeit, Werkskalibrierung und aktuelle Schnittstellen bleiben im Fokus.

Die Auflösung

Neben der Bildschirmdiagonale, der physischen Größe des Monitors, die ...

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... üblicherweise in Zoll angeben wird, ist die Auflösung der Wert, der nach wie vor mit die meiste Beachtung bei der Wahl eines Monitors findet. Die Auflösung gibt letztendlich an, wie viele darstellende Bildpunkte das Panel aufweist. Übrigens ist nach wie vor eine Diagonale von 27 Zoll die Standardgröße für einen vernünftigen Monitor. Natürlich geht es größer, bis 34 Zoll. Kleinere Geräte mit 24-Zoll-Maß sind nur noch selten vertreten. Auf die Bildflächen, die sich aus den Diagonalen ergeben, verteilen sich nun also die Bildpunkte.

Das bedeutet, dass die gleiche Anzahl Bildpunkte auf kleineren Monitoren dichter gepackt ist als auf größeren. Zwar können die aktuellen Betriebssysteme die Darstellung von Schrift, Icons und anderen Inhalten mehr oder weniger gut skalieren, einige Softwares dagegen aber nicht. Im Extremfall hat man zwar viel Bildinhalt auf einen Blick, jener ist aber sehr klein dargestellt, was sich besonders bei Schriften negativ auswirkt.

Der Standard ist mittlerweile die 4K-Auflösung. Es gibt sie in zwei Varianten: als UHD 4K mit 3.840 x 2.160 und in einem breiteren Seitenverhältnis mit 4.096 x 2.160 Pixeln als DCI 4K. Höhere Auflösungen bis 6K (6.016 x 3.384 Bildpunkte) sind in Einzelfällen schon am Start. Das Full-HD-Format ist noch bei kleineren Monitorgrößen verbreitet. Gerade für die Bildbearbeitung muss das kein großer Nachteil sein, da jederzeit der zu bearbeitende Bildbereich in der Software vergrößert oder verkleinert werden kann.

Wer viele Bildinhalte gleichzeitig sehen will oder muss, wählt einen Monitor mit großer Bilddiagonale und hoher Auflösung. Wer das Budget nicht so stark belasten will, entscheidet sich für kleinere Formate mit geringerer Auflösung.

Die Farbraumabdeckung – wichtig für Fotografen

Die Auflösung eines Monitors ist nicht das einzige wichtige Kriterium. Fotografen werden auch auf die Farbwiedergabe des Geräts schauen. Der gängige Farbraum, in dem die meisten Profis arbeiten, ist AdobeRGB. Er ist deutlich größer als sRGB, gibt somit mehr Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung und wird von professionellen Kameras unterstützt.

Zur optimalen Beurteilung der Bilddaten im gewählten Farbraum ist es essenziell, dass das Betrachtungsgerät, der Monitor, jenen möglichst korrekt und vollständig darstellen kann.

Vollständige Darstellung bedeutet dabei, dass der Farbumfang des Monitorfarbraumes möglichst so groß wie der des Arbeitsfarbraumes ist. Dieses Größenverhältnis wird in den Gerätespezifikationen in Prozent angegeben. Der Standard professioneller Bildschirme für fotografische Arbeiten liegt bei rund 99 % des AdobeRGB-Raumes.

Korrekte Darstellung bedeutet, dass der Farbraum des Monitors in Form und Lage mit dem des Arbeitsfarbraumes übereinstimmt. Es nützt also der größte Farbraum nichts, wenn er in Teilen weit außerhalb des Arbeitsfarbraums liegt. Denn nur die Farben, die innerhalb des Monitorfarbraumes liegen, können dargestellt werden. Alle Farben, die sich außerhalb befinden, fallen heraus oder können nur mit einer Fehlerabweichung angezeigt werden.

Wenn beide Bedingungen erfüllt werden, kann von einer farbverbindlichen Darstellung des Monitors gesprochen werden – und nur dann erhalten Monitore auch eine Zertifizierung, z. B. von der Fogra.

Seit einiger Zeit wird häufig der DCI-P3-Farbraum bei den technischen Daten der Monitore genannt – und dieser als besonders groß ausgelobt. Das ist einerseits richtig, denn sein Umfang ist etwas größer als der des AdobeRGB. Allerdings stammt dieser Farbraum aus der Digitalfilmwelt und ist für diesen Anwendungszweck ausgelegt. Für Videografen ist er deshalb wichtiger als für Fotografen. Besonders in den Bereichen von Grün und Blau laufen die beiden Farbräume auseinander. Im Bereich von Rot liegen sie dichter beieinander. Daraus folgt, dass Blau- und Grünfarbtöne, aufgenommen mit einer Fotokamera im AdobeRGB-Farbraum, innerhalb eines DCI-P3-Farbraumes unter Umständen nicht dargestellt werden können.

Ebenfalls aus der Filmwelt stammt der Farbraum Rec.2020. Er ist der größte Farbraum, der zur Zeit Anwendung findet. Er deckt alle anderen Farbräume ab. Noch schafft kein Monitor die vollständige Darstellung von Rec.2020. Asus gibt zum Beispiel eine maximale Abdeckung von 90 % des Rec.2020 für ein Gerät an.

Alle Geräte beherrschen die Umschaltung in verschiedene Farbraumdarstellungen. Fotografen werden also die Einstellung AdobeRGB wählen und sich die Daten zur Abdeckung dieses Raumes durch das Gerät genau anschauen, also Lage, Form und Umfang. Filmer hingegen schauen, was ein Monitor mit den für sie relevanten Farbräumen anstellt.

Ein zusätzlicher Parameter für die Güte der Farbdarstellung von Monitoren ist die Farbgenauigkeit. Sie beschreibt, wie stark der gemessene Wert vom dargestellten abweicht und wird als Delta-E- Abweichung angegeben. Delta E beschreibt den Unterschied zwischen Soll- und Ist-Farbwert.

Je größer der Wert, desto höher die Abweichung. Bei professionellen Monitoren für Foto und Video liegen die Delta-E-Werte in der Regel bei einem Delta E von 1 bis maximal 2. Ein Delta E von 2 wird als noch nicht wahrnehmbar bewertet.

Der Kontrastumfang – die Menge aller Tonwerte

Der maximale Helligkeitsunterschied zwischen hellstem Weiß und tiefstem Schwarz eines Monitors wird durch den Kontrastumfang beschrieben. Das Verhältnis der maximalen und der minimalen Leuchtdichte ergibt diesen Wert. Innerhalb dieses Bereichs werden dann alle möglichen Ton- und Farbwerte dargestellt. Je höher der Kontrastumfang ist, desto lebhafter kann ein Bild wirken. Auch ist der Schärfeeindruck höher, und der Kontrast hat einen direkten Einfluss auf die Menge der darstellbaren Farben (Gamut). Verschiedene Effekte beeinflussen darüber hinaus die Farbwahrnehmung bei steigendem Kontrastverhältnis und damit das Erscheinungsbild auf dem Monitor.

Bei den Angaben zum Kontrastverhältnis werden mitunter verschiedene Werte gezeigt. Der „echte“ Kontrastumfang wird dabei statisch genannt. Bei den Monitoren mit LCD-Technologie liegt er bei um die 1.000:1 bis 1.500:1 (zu den Panel-Technologien später mehr). Man findet aber auch Angaben zu einem dynamischen Kontrastumfang, die deutlich höher sind. Erreicht werden diese höheren Werte durch ein Anheben der Hintergrundbeleuchtung bei sehr hellen und Absenken bei sehr dunklen Motiven. Der dynamische Kontrastumfang ist nur für Bewegtbilder relevant, also für Videodarstellung.

Sehr viel höhere Kontrastumfänge, auch für Fotos, lassen sich mit der neuen OLED-Technologie erzeugen. Auch die LCD-Technologie wird zu höheren Umfängen weiterentwickelt. So verwendet Eizo in den Spitzenmodellen ein Zwei-Schichten-LCD-Panel: Eine Schicht steuert die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, die andere stellt die Farben dar. Ein anderer „Trick“ ist das Pixel- oder Local-Dimming. Dabei werden Bereiche der Hintergrundbeleuchtung in der Helligkeit geregelt und somit partiell höhere oder niedrigere Leuchtdichten realisiert. Asus weist hierfür seine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung aus, die dem bei dieser Technologie auftretenden Lichtschein (Halo- Effekt) um dunkle Motivbereiche, den Halos, entgegenwirken soll. Die Halos entstehen durch den Auflösungsunterschied zwischen Bild-Panel und Hintergrundbeleuchtungs-Panel.

Die Größe des Kontrastumfangs ist also wichtig, die Werte müssen richtig interpretiert werden. Fast alle Hersteller weisen bei den technischen Angaben aus, ob es sich um den statischen oder den dynamischen Kontrast handelt. Lediglich Apple gibt das gigantische Kontrastverhältnis seines Pro Display XDR ohne zusätzliche Angabe an.

Das Panel – der Hauptdarsteller

Das Herzstück eines Monitors ist das Panel. Das Wort selbst stammt aus dem Altfranzösischen und bedeutet Tafel. Auf dieser Tafel wird also das Motiv dem Betrachter „serviert“. Die meisten Werte, die schon besprochen wurden, beziehen sich auf das Panel selbst oder die zugrundeliegende Technologie. Bis auf zwei Ausnahmen wird in der aufgeführten Produktgruppe der professionellen Monitore die LCD-Technologie in der IPS(In-Plane Switching)-Variante genutzt. Bei dieser Variante sind die Flüssigkeitskristalle und die Elektroden so angeordnet, dass eine hohe Blickwinkelstabilität und kurze Schaltzeiten ermöglicht werden. Die Grundlage für die eigentliche Darstellung von Tonwerten und Farben ist der Umstand, dass Flüssigkeitskristalle, Liquid Cristals, bei Anlegen einer elektrischen Spannung die Polarisationsrichtung von durchscheinendem Licht ändern können. Drei Kristallelemente für die Grundfarben Rot, Grün und Blau ergeben einen Bildpunkt in mehr oder weniger beliebiger Farbe. Diese steuerbaren Kristalle fungieren in den Monitoren als Farbfilter für das Licht, welches durch die Hintergrundbeleuchtung, bei allen LCD- Geräten mittels LEDs, erzeugt wird. Hier gibt es manchmal ungenaue Bezeichnungen, wenn von LED-Monitoren gesprochen wird. Auch das sind LCD-Geräte, eben mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung.

Der Vorteil der LCD-Technologie ist der hohe Grad der technischen Entwicklung. Hohe Auflösungen sind möglich, die Panele sind in der Herstellung relativ günstig und sie arbeiten hinreichend stabil. Der Nachteil ist die Hintergrundbeleuchtung, die zwingend nötig ist, da die Flüssigkeitskristalle keine Selbstleuchter sind. Sie verhindert die Darstellung von reinem Schwarz, da sie ständig leuchtet. Mit den oben beschriebenen Tricks versuchen die Hersteller dieses Manko auszugleichen, durchaus mit Erfolg. Pixel- oder Local Dimming verbreitet sich in dieser Gerätekategorie.

Als die Lösung schlechthin für alle Nachteile der LCD-Monitore wird die OLED-Technologie immer häufiger ins Gespräch gebracht. Zwei Geräte in unserer Anspruchsklasse verwenden diese Technik. OLED steht für Organic Light Emitting Diode. Wir haben hier also einen echten Selbstleuchter, was die Problematik der Hintergrundbeleuch-tung schon mal beheben soll, nicht nur was das Schwarz, sondern auch was die Maximalhelligkeit betrifft. Zudem sind OLED-Monitore in der Regel energieeffizienter, und die einzelnen Bildpixel lassen sich gut ansteuern, was positiv für die Farbdarstellung ist. Durch das reine Schwarz nicht strahlender Pixel ist ein enorm hoher Kontrastumfang möglich, nach Angaben zum Beispiel von LG bis zu einem Wert von 1.000.000:1. Das ist extrem hoch. Die Herausforderung dabei: Werden die organischen Dioden länger bei hoher Helligkeit betrieben, können sie einbrennen. Aus diesem Grund gibt es auch bei den OLED-Geräten ein Local Dimming, um hohe Kontraste dauerhaft darzustellen, ohne den Monitor zu schädigen. Die Angaben zu maximaler Helligkeit und maximalem Kontrastverhältnis beschreiben das kurzzeitig auf kleineren Bildflächen Machbare.

Obwohl die Herstellung von OLEDs teilweise sehr günstig ist, sind die wenigen Geräte auf dem Markt teuer. Wer die Vorteile der OLED-Technologie z. B. in der Videobearbeitung ausreizen kann, wird den höheren Preis akzeptieren.

Die Ausstattung – nicht nur für das gute Gefühl

Zu einem professionellen Monitor für die fotografische Bildbearbeitung oder die Video-Postproduktion gehört die Hardware-Kalibrierung. Damit der mögliche Farbraum in höchstem Umfang und korrekt auf dem jeweiligen Gerät dargestellt wird, muss es kalibriert werden. Bei diesem Prozess werden vorgegebene Soll-Werte bezüglich Farben und Tonwerten mit den tatsächlich vom Panel dargestellten Ist-Werten verglichen. Mögliche Abweichungen werden dann über das ermessene Monitorprofil und die Monitorelektronik ausgeglichen, der Monitor ist kalibriert. Professionelle Monitore ermöglichen die erwähnte Hardware-Kalibrierung, bei der die gemessenen Ist-Werte im Monitor in LUTs (Look Up Tables) gespeichert werden. Die monitorinterne Verarbeitung erfolgt in einer höheren Farbtiefe, als es mit einer Computer-Grafikkarte möglich ist. Nicht alle Hersteller geben hier Werte an, 14 Bit Farbtiefe sind es aber mindestens, bei Eizo und BenQ sogar 16 Bit. Je höher die Farbtiefe, desto mehr Farbabstufungen können realisiert werden. Die letztendliche Bilddarstellung erfolgt dann bei allen Geräten mit 10 Bit, was über einer Milliarde an möglichen Farben entspricht.

Für die Hardware-Kalibrierung wird immer eine spezielle Software benötigt, die auf die LUTs der Monitore zugreifen kann. In der Regel wird diese mit dem Gerät geliefert. Welche Messgeräte für die Kalibrierung kompatibel sind, entnimmt man den Monitorinfos. Die Bildschirme der CG-Serie von Eizo haben ein eingebautes Messgerät für eine automatische Selbstkalibrierung.

Einzig Apples Pro Display XDR ist nicht hardwarekalibrierbar. Zwar kann es mittlerweile auch vom Nutzer selbst softwarekalibriert werden, der Prozess ist allerdings sehr komplex im Vergleich zu dem der anderen Hersteller.

Apple setzt somit vorrangig auf die Werkskalibrierung. Das macht deshalb Sinn, weil die technischen Möglichkeiten bei Messung und Einstellung in einem Labor viel umfangreicher sind als zu Haus auf dem Schreibtisch. Alle Hersteller kalibrieren mindestens einige ihrer Geräte im Werk. Dabei werden mehrere Bereiche des Panels ausgemessen und eine deutlich höhere Genauigkeit und Homogenität der Einstellung erzeugt. Bei Eizo legt man zum Beispiel besonderen Wert auf eine exzellente Homogenität, also gleichmäßige Helligkeit und Farbe über die gesamte Monitorfläche. Bei der Kalibrierung durch den Nutzer ist in der Regel nur die Messung auf einem Bereich des Monitors, meist der Mitte, möglich. Diese Werkskalibrierung ist normalerweise und für ein entsprechendes Arbeitsumfeld vollkommen ausreichend. Allerdings ändert sich auch bei LCD-Monitoren mit der Zeit die Darstellung von Farben und Tonwerten. Dann wird eine Nachkalibrierung nötig.

Zur Ausstattung gehören weiter auch die Anzahl und Art der Signal-Ein- und Ausgänge. DisplayPort und HDMI hat so gut wie jedes Gerät an Bord. Hinzu kommt Thunderbolt 3 bei einigen Geräten von Apple, Asus und LG. Bis auf einen Monitor von Asus fungieren alle Geräte auch als USB Hub, und bis auf Eizo haben alle Hersteller Produkte mit USB-Power mit unterschiedlichen Leistungen. Apple ist auch hier etwas Besonderes, beim Pro Display XDR kommt der Strom via Thunderbolt 3 zu externen Geräten, mit einer maximalen Leistung von 96 Watt.

Die Hersteller – Profigeräte in Serie

Vier Hersteller kümmern sich um die professionelle Nachfrage nach hochwertigen Monitoren.

Eizo ist nach wie vor ganz klar der Qualitätsführer bei professionellen Monitoren für Fotografen und Videoschaffende. Die Produktreihe mit dem Kürzel CS spricht die Einsteiger mit begrenztem Budget an, die CG-Reihe die anspruchsvollsten Profis. Beide Serien werden ab Werk extrem aufwändig kalibriert und justiert. In beiden Serien arbeitet der sogenannte Digital Uniform Equalizer, der dafür sorgt, dass die eingestellte Homogenität der Leuchtdichten über die Monitorfläche über die gesamte Lebenszeit des Monitors konstant bleibt. Zudem haben die Geräte Thermometer eingebaut, um Farbabweichungen durch Temperaturschwankungen per Elektronik auszugleichen. Die Geräte der CG-Reihe verfügen darüber hinaus über ein eingebautes Messgerät für die automatische Selbstkalibrierung.

Auch bei BenQ findet sich eine spezielle Produktlinie für Foto- und Videografen, die PhotoVue-SW-Serie. Die Geräte überzeugen durch solide Werte und vernünftige Preise. Die Monitore haben einen sogenannten Hotkey Puck, ein rundes Steuergerät für Monitoreinstellungen.

LG hat für die Profis die Ultrafine-Reihe im Programm. Heraus stechen hier Farbraumabdeckungen bis 99% DCI-P3, Auflösungen bis 5K, Thunderbolt 3 und Thunderbolt-Power bei einigen Geräten sowie eine hohe maximale Leuchtdichte. Das südkoreanische Unternehmen hat auch zwei OLED-Modelle im Programm. Von diesen bietet das 31,5-Zoll-Gerät exzellente Werte bei Kontrastumfang, maximaler Leuchtdichte und Farbraumabdeckung.

Asus bietet in der ProArt-Serie eine Fülle von Modellvarianten, 18 an der Zahl. Mittels einer ausgeklügelten Steuerung der Mini-LEDs der Hintergrundbeleuchtung werden Kontrastumfänge bis 20.000:1 erreicht. Die Geräte verfügen zum Teil über Thunderbolt- 3-Schnittstellen und USB-C-Power. Der Hersteller hat auch das zweite OLED-Modell im Programm, einen 22-Zoll-Monitor mit abnehmbarem Standfuß und eigenem Case. Es verfügt über das technologiebedingt hohe Kontrastverhältnis, aber über eine recht geringe maximale Leuchtdichte.

Das Pro Display XDR bietet keine Hardware-Kalibrierung, die Software-Kalibrierung ist aufwändig und kompliziert. Für ein LCD- Gerät ist ein enormes Kontrastverhältnis angegeben, immerhin 1.000.000:1. Zudem hat das Apple-Display mit 6K die höchste Auflösung.

Fazit: Die neueste Generation der Monitore ermöglicht eine exzellente Darstellungsqualität wie nie zuvor. Eine entsprechende Kalibrierung vorausgesetzt, können Bildbearbeiter Farben und Kontraste exakt beurteilen. HDR-Inhalte sind mit einer Brillanz darstellbar, die geradezu schmerzt. Die OLED-Technologie macht – bei entsprechend hohen Preisen – den etablierten LCD-Panels Konkurrenz. Aber selbst für unter 1.000 Euro kann man exzellente Monitore für die professionelle Anwendung erwerben.