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VLC Player: Die besten Tipps


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LinuxWelt - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 27.05.2022

Der VLC kann alles rund um Film und Musik und macht Alternativen weitgehend überflüssig. Die folgenden Tipps zeigen VLC-Fähigkeiten, die der Player unter seiner nicht immer intuitiven Oberfläche bereithält. Die Tipps verzichten bewusst auf einige Funktionen, die der Player prinzipiell besitzt, dies aber so rudimentär, dass sich Alternativen aufdrängen. Als Viewer und Verwaltung für Bild und Foto ist der VLC kaum geeignet, ebenso wenig als Medienserver: Die Möglichkeit, über „Medien –› Stream“ und das RTP-Protokoll (Realtime Transport Protocol) Film und Musik im lokalen Netz zu verteilen, ist allenfalls eine Ad-hoc-Lösung und obendrein umständlich. Der VLC ist ein Player, kein Medienserver.

1. Dateien und Medien öffnen

Das Menü „Medien“ fürs Öffnen von Dateien enthält fünf Befehle zum Starten von Medien. Der erste Eintrag „Medien –› Datei öffnen“ erlaubt nach Navigation zur Quelldatei den Start ...

Artikelbild für den Artikel "VLC Player: Die besten Tipps" aus der Ausgabe 4/2022 von LinuxWelt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LinuxWelt, Ausgabe 4/2022

VLC öffnet alles: Das Menü ?Medien? zeigt fünf Optionen zum Starten von Film und Musik. Hier wurde ?Medien ?? Netzwerkstream? gewählt und die URL einer Mediathek eingegeben.
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... derselben. Es ist hier aber auch mit den Tasten Strg und Umschalt eine Mehrfachauswahl von Dateien möglich. Der zweite Eintrag „Medien –› Mehrere Dateien öffnen“ ist daher nur notwendig, wenn sich die Auswahl über unterschiedliche Verzeichnisse erstrecken soll. „Ordner öffnen“ kann praktisch sein, um alle Dateien eines Verzeichnisses einschließlich aller Unterordner in die Wiedergabeliste zu übernehmen. Auch bei typischen DVD-Rips mit mehreren VOB-Dateien ist dies die beste Methode, um den ganzen Film ohne Unterbrechung zu sehen.

„Medium öffnen“ benötigen Sie, um DVDs, Blu-ray-Discs oder Audio-CDs abzuspielen. „Netzwerkstream öffnen“ ist der Startdialog für Internetstreaming (Mediatheken, Radiostationen). Für das Streamen genügt es, die URL zu ermitteln und in diesen Dialog einzutragen. Der Streamingdienst wird dann wie jedes andere Medium in die Wiedergabeliste übernommen und die Wiedergabe beginnt nach einigen Sekunden. Umfassende Tabellen mit Streaming-URLs sind rar, recht brauchbar sind https://wiki.ubuntuusers.de/Internet-TV/Stationen (TV) und https://wiki.ubuntuusers.de/Internetradio/Stationen (Radio).

2. Mediensammlung anlegen

Zur bequemen Benutzung der Mediensammlungen vom lokalen Rechner oder von Netzwerkfreigaben ist das manuelle Öffnen via „Medien“ nicht ausreichend. Dafür gibt es die Medienbibliothek. Um eine Mediensammlung anzulegen, klicken Sie in der Wiedergabeliste („Ansicht –› Wiedergabeliste“) auf „Medienbibliothek“ und dann im Listenfenster nach Rechtsklick auf „Verzeichnis hinzufügen“.

Die enthaltenen Medien erscheinen in einer einfachen Tabelle, die sich über das Suchfeld oben filtern lässt. Die Darstellung kann über das kleine Symbol neben dem Suchfeld oder nach Rechtsklick und „Ansicht der Wiedergabeliste“ optimiert werden. Überflüssige Medien lassen sich mit „Ausgewählte entfernen“ wieder aus der Bibliothek löschen. Die Dateien selbst bleiben dabei erhalten.

Die Medienbibliothek kann auch Streaming-URLs von Radiostationen und Mediatheken aufnehmen. Dazu ist aber ein Umweg erforderlich: Zunächst nehmen Sie über „Medien –› Netzwerkstream öffnen“ eine Reihe von Radio- oder TV-Angeboten in die temporäre Wiedergabeliste auf.

Die Wiedergabeliste speichern Sie dann über „Medien –› Wiedergabeliste in Datei speichern“ als „xspf“-Datei. Danach lässt sich diese URL-Sammlung nach Rechtsklick im Fenster der Medienbibliothek und „Datei hinzufügen“ in die Bibliothek integrieren. Die „xspf“-Datei muss dauerhaft erhalten bleiben.

3. Videoausgabe optimieren (Hardware)

Kommt es beim Abspielen von HD-Videos zu Aussetzern, installieren Sie zuerst einen optimierten Treiber für die Grafikkarte („Zusätzliche Treiber“ oder „Treiberverwaltung“). In der Regel erkennt der VLC die Fähigkeiten des neuen Treibers automatisch. Wenn nicht, gehen Sie im VLC-Menü auf „Werkzeuge –› Einstellungen –› Video“. Stellen Sie hinter „Ausgabe“ („Output“) den Wert „VDPAU-Ausgabe“ ein, wenn Sie einen Grafikadapter von Nvidia oder ATI verwenden. Bei Intel-Adaptern belassen Sie die Einstellung auf „Automatisch“. Gehen Sie außerdem auf das Register „Eingang/ Codecs“ und wählen Sie hinter Hardwarebeschleunigte Dekodierung“ den Eintrag „VDPAU-Videodecoder“ (Nvida/ATI). Bei Intel-Adaptern stellen Sie „VA-API über X11 Video-Decoder“ oder „VA-API über DRM Video-Decoder“ ein. Welche Option am besten funktioniert, müssen Sie ausprobieren.

4. Videoausgabe optimieren (Software)

Das umfangreiche Untermenü „Werkzeuge –› Effekte und Filter“ erlaubt detaillierte Darstellungsoptimierung. Wir nennen hier nur drei fundamentale Eingriffe:

Bild und Ton synchronisieren: Über „Werkzeuge –› Effekte und Filter –› Synchronisierung“ gleichen Sie aus, wenn Bild und Ton asynchron laufen – also der Ton vorauseilt oder hinterherhinkt. Den Wert müssen Sie in Millisekunden eingeben. Um den Ton um eine Sekunde nach vorne zu versetzen, wäre der Wert „–1000“ einschlägig, während „1000“ den Ton um eine Sekunde verzögert.

Drehen von Videos: Bei Videos mit dem Smartphone sind um 90 Grad gedrehte Filme recht häufig. Der VLC kann das unter „Werkzeuge –› Effekte und Filter“ auf der Registerkarte „Videoeffekte“ korrigieren, hier wiederum auf der Unterregisterkarte „Geometrie“. Zunächst müssen Sie die Option „Transformieren“ aktivieren. Danach lässt sich das Video per Vorgabeoptionen in der Drop-down-Liste um 90, 180 oder 270 Grad drehen, theoretisch auch in Gradstufen (Option „Drehen“).

Helligkeit und Farben: Ebenfalls unter „Werkzeuge –› Effekte und Filter –› Videoeffekte“ lässt sich eine zu dunkle oder zu farblose Filmwiedergabe deutlich korrigieren. Das Register „Genauigkeit“ bietet Schieberegler zu Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Gammawert. Da ein laufender Film das Resultat sofort anzeigt, ist die Wiedergabe in wenigen Sekunden optimiert.

5. Optimale Größe bei Vollbildwiedergabe

Je nach Filmmaterial und Ausgabegerät können bei der Wiedergabe auf Smart-TVs oder PC-Monitoren schwarze Ränder horizontal wie vertikal erscheinen. Über den Menüpunkt „Video“ oder auch im Vollbild nach Rechtsklick und dem Kontextmenü „Video“ können Sie den Monitor eventuell besser ausnutzen. Die Optionen „Seitenverhältnis“ und „Beschneiden“ erlauben Dehnungen des Bildes und das Abschneiden von Randbereichen. Hier hilft nur Ausprobieren, da sowohl zu starke Verzerrung als auch das Abschneiden von zu viel Filmmaterial kontraproduktiv sind. Ein exaktes Beschneidewerkzeug gibt es außerdem unter „Werkzeuge –› Effekte und Filter –› Videoeffekte –› Beschneiden“.

6. VLC als UPnP- & Samba-Client

Der VLC Player beherrscht in der Wiedergabeliste via „Universal Plug’n’Play“ den Zugriff auf lokale Server UPnP/DLNA-Server (NAS, Kodi, Plex, Fritzbox). UPnP-Server zeigt der Player dort an und nach einem Doppelklick navigieren Sie in der Struktur des Servers. Ideal ist der VLC als UPnP-Client jedoch nicht: Er bietet die Wiedergabe erst an, wenn er alle Medien des Servers eingelesen hat. Bei anderen UPnP-tauglichen Playern sind die ersten Audio- oder Videodateien sofort sichtbar und benutzbar, während der Player im Hintergrund weiter nachlädt.

Der VLC kann auch von Windows/Samba-Freigaben abspielen, ohne dass diese vorher ins Dateisystem gemountet werden müssten. Dazu verwenden Sie in älteren Versionen in der Wiedergabeliste den Eintrag „Zeroconf Netzwerkservice“. Das Ergebnis ist eventuell unübersichtlich, weil Netzwerkserver mehrfach auftauchen (mindestens IPv4 und IPv6). Probieren Sie einfach aus, welcher Eintrag fehlerfrei zur Freigabe führt. In der neuesten VLC-Version, die allerdings noch nicht Standard ist, zeigt die Wiedergabeliste den neuen Eintrag „Windows-Netzwerke“, der ausschließlich Windows/Samba-Server auflistet. Das macht den Samba-Zugriff künftig eindeutiger und übersichtlicher.

Nichts für Snaps! Wer diese Funktion sofort erreichen will, wird unter Ubuntu-basierten Distributionen auf die Idee kommen, den VLC als aktuelles Snap-Paket zu installieren. Das wäre allerdings nicht zielführend, weil Snaps auf das lokale Netzwerk nicht zugreifen dürfen.

7. VLC-Fernbedienung mit Browser

Der VLC hat einen eingebauten HTTP-Server, der die Steuerung des Players im Browser eines beliebigen Netzwerkclients ermöglicht (Tablet, Smartphone, PC). Remotesteuerung bedeutet, dass der Rechner mit dem VLC weiterhin das Abspielgerät bleibt und das Clientgerät nur die Medienauswahl und Lautstärke steuert.

Aktivieren Sie im VLC unter „Werkzeuge –› Einstellungen“ zunächst die Option „Alle“. Danach gehen Sie zum Eintrag „Interface –› Hauptinterfaces“ und aktivieren das Kästchen „Web“. Ferner finden Sie unter „Interface –› Hauptinterfaces“ den Eintrag „Lua“ (Script-Sprache): Im Lua-Dialog müssen Sie unter „Lua-HTTP“ ein Passwort vergeben.

Das Passwort darf ganz einfach ausfallen, aber ganz ohne geht’s nicht. Nach „Speichern“ ist der HTTP-Server dauerhaft eingerichtet und jeder Browser erreicht den VLC-Player mit der IP-Adresse Standardport 8080 des VLV-Rechners – also etwa:

Der HTTP-Server bietet keinen großen Bedienkomfort, genügt aber völlig zur Medienauswahl und zur Lautstärkesteuerung. Neben der HTTP-Fernbedienung geht es noch etwas bequemer per Android-App auf Smartphone oder Tablet. Aus der Reihe einiger VLC-Remote-Apps ist die App VLC Remote (Jonny Buchanan) zu empfehlen. Sie ist Open Source, kostenlos und werbefrei. Die nötige Konfiguration des VLC als Server ist identisch mit dem oben beschriebenen HTTP-Server. Die App leistet im Prinzip nichts anderes, optimiert aber das Layout auf die Displaygrößen von Mobilgeräten.

8. Konvertieren in andere Formate

Für den VLC sind exotische Formate kein Problem, für Smart-TV oder Tablets hingegen schon. Über „Medien –› Konvertieren/ Speichern“ können Sie den VLC zum Konvertieren nutzen. Im Folgedialog bestimmen Sie über „Hinzufügen“ die Mediendatei und klicken dann unten auf „Konvertieren/Speichern“. Unter „Profil“ gibt es eine Drop-down-Liste mit populären Audio- und Videoformaten, wobei Android-Geräte, iPod und Youtube speziell berücksichtigt sind. Nachdem Sie eine Zieldatei angegeben haben, kann der Vorgang mit „Start“ beginnen. Die Konvertierung verläuft je nach Rechner in mehrfacher Geschwindigkeit, wenn Sie auf die Option „Ausgabe anzeigen“ verzichten.

Das Konvertieren funktioniert auch bei Audiodateien oder Audio-CDs (wobei Sie hier statt einer Quelldatei das Medium angeben – meist „/dev/sr0“). Bei einer typischen Audiokonvertierung nach „Audio – MP3“ sollten Sie dieses Ausgabe-„Profil“ unbedingt bearbeiten, da standardmäßig nur 128 KBit/s vorgesehen sind. Die Profiländerung erledigen Sie neben der Drop-down-Liste entweder punktuell über das Schraubenschlüsselsymbol oder Sie legen mit der Schaltfläche „Neues Profil erstellen“ dauerhaft ein passendes Profil etwa mit 192 KBit/s Bitrate und 48 000 Hz Samplingrate an.

9. Internetradio abspielen und speichern

Der VLC spielt und speichert Internetstreams – Radiosender ebenso wie Filme aus Mediatheken. Um Radiosendungen aufzuzeichnen, ist von mehreren möglichen Varianten dies die einfachste Methode: Zunächst benötigen Sie die Internet-URL des gewünschten Senders. Die ist über Google zu ermitteln oder über die in Tipp 1 genannten Listen von ubuntuusers.de. Die URL fügen Sie dann im VLC unter „Medien –› Netzwerkstream öffnen“ ein. Der Klick auf „Wiedergabe“ spielt den Sender live ab. Um den Sender zu speichern, wählen Sie „Konvertieren“, geben als „Profil“ etwa das Format MP3 an und definieren über „Durchsuchen“ eine Zieldatei. Wenn Sie bei der Aufnahme mithören möchten, verwenden Sie die zusätzliche Option „Ausgabe anzeigen“. Mit der Schaltfläche „Start“ beginnt die Aufzeichnung, die Sie über die Wiedergabeliste jederzeit anhalten können.

Beachten Sie, dass Sie manuell für sprechende Dateinamen sorgen müssen und dass der VLC keine Trennung der Musikstücke leistet. Sie müssen den Gesamtstream also nachbearbeiten, falls Sie Musikstücke als Einzeldateien nutzen wollen.

Tipp: Um schnell in den Livestream Ihres bevorzugten Nachrichtensenders reinzuhören, brauchen Sie nur dessen Streamadresse. Für das Abspielen genügt dann folgender Aufruf (zum Beispiel als Bash-Alias):

Der Schalter „--qt-start-minimized“ minimiert den VLC in die Systemleiste (Systraysymbol unter Windows).

10. TV-Streams oder DVD-Filme speichern

Der VLC kann über „Wiedergabe –› Aufnehmen“ einen aktuell laufenden Film aufnehmen, also auf die Festplatte schreiben. Wer dies häufiger benötigt, sollte unter „Ansicht“ die „Erweiterte Steuerung“ aktivieren. Dann erscheinen im Wiedergabefenster weitere Bedienelemente, unter anderem der Aufnahmeknopf. Alle Aufnahmen werden unter Angabe der Zeit, des Senders und Namen der Sendung unter „~/Downloads/“ als „.ts“-Datei abgelegt. Über „Werkzeuge –› Einstellungen –› Eingang / Codecs“ können Sie neben „Ausnahme-Verzeichnis oder Dateiname“ auch einen anderen Pfad festlegen.

11. Bildschirmvideo vom Desktop

Der VLC kann Desktopaktivitäten filmen, etwa um ein Videotutorial herzustellen. Dazu öffnen Sie das Menü „Medien –› Aufnahmegerät öffnen“. Wählen Sie als „Aufnahmemodus“ den Eintrag „Desktop“. Unter „Optionen“ geben Sie die gewünschte Anzahl an Bildern pro Sekunde an, die VLC aufzeichnen soll. 20 Bilder pro Sekunde sollten es für ein flüssiges Video mindestens sein. Mit „Mehr Optionen anzeigen“ lässt sich der Dialog erweitern, um vorab die Dauer der Aufnahme festzulegen („Stoppzeit“). Klicken Sie jetzt unten neben „Konvertieren / Speichern“ auf „Konvertieren“, und dort geben Sie das Speicherformat und die Zieldatei an.

Um mit der Aufnahme zu beginnen, klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem kleinen Pfeil rechts neben „Wiedergabe“ und wählen dort „Konvertieren“. Im folgenden Dialogfenster legen Sie im Feld „Zieldatei“ den Speicherort und Dateinamen Ihres Videos fest und starten die Aufnahme mit „Start“. Zum Beenden der Aufnahme klicken Sie im VLC-Hauptfenster auf die Schaltfläche „Wiedergabe stoppen“.

12. Lesezeichen im Film

Im VLC gibt es die Option, beim Abspielen eines Films Lesezeichen zu setzen. Dies ist praktisch, um einen Film später an dieser Stelle fortzusetzen, kann aber auch zur Markierung besonders sehenswerter Szenen dienen. Im Menüpunkt „Wiedergabe –› Benutzerdefinierte Lesezeichen“ genügt ein Klick auf „Erstellen“. Allerdings gelten solche Lesezeichen nur für die Dauer der Filmwiedergabe. Um Lesezeichen permanent zu speichern, müssen diese mit „Medien –› Wiedergabeliste in Datei speichern“ in einer Playliste abgelegt werden. Später genügt ein Doppelklick auf die „xspf“-Datei, um den Film samt Lesezeichen im VLC zu laden.

13. Screenshot vom laufenden Film

Um mit dem VLC einen Screenshot der aktuellen Filmszene anzufertigen, verwenden Sie das Menü „Video –› Videoschnappschuss machen“. Falls Sie den Film im Vollbildmodus ansehen, kommen Sie auch über Rechtsklick und „Video“ an das Werkzeug. Dann erstellt der VLC ein Bild der angezeigten Szene und blendet kurz den Speicherort ein – standardmäßig unter „/home/ [benutzer]/Bilder“. Das Zielverzeichnis und das Dateiformat können Sie unter „Werkzeuge –› Einstellungen –› Video –› Videoschnappschüsse“ dauerhaft ändern.