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VOLL IM TREND: DER GUTE TON FÜRS WOHNKLIMA


Living at Home - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 04.08.2021

NATÜRLICH WOHNEN

Sicherer Arbeitsplatz

Schon das ehrliche, stabile Design des Tisches weckt Vertrauen, sein Eichenholz aus zertifizierter Forstwirtschaft tut ein Übriges. Und bei dem sanften Rostton von Lederstuhl und Lehmwand wird einem sowieso ganz warm ums Herz. Schöner Blickfang: mattweiße, handgeformte Keramik.

Artikelbild für den Artikel "VOLL IM TREND: DER GUTE TON FÜRS WOHNKLIMA" aus der Ausgabe 9/2021 von Living at Home. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Living at Home, Ausgabe 9/2021

„Tinted Leather“ – ein Wandton, der ruhig und spannend zugleich ist.

LIEBE ZU NATURTÖNEN: BERUHIGT, GLEICHT AUS

Federleichtes Gewissen

Zu hundert Prozent aus Naturmaterialien hergestellt, darf sich das steingraue Sofa gern auf einer ganzen Doppelseite breitmachen. Mit ihren Zahnstocherbeinchen verleihen die beiden Baumscheiben-Beistelltische aus Buchenholz dem Look ein kleines Augenzwinkern, bleiben dank ihrer gekalkten Oberfläche aber dezent. Highlight im Raum ist die Wandinstallation des Künstlers Ferdinand Wehe, der in der Natur Vogelfedern sammelt und von Hand verkupfert. ...

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... Dahinter wirkt die grobkörnige Lehmwand wie ein in die Senkrechte gekippter Sandstrand.

Lehmfarbe

Das steckt drin: Die Naturfarbe besteht aus feinem Tonmehl, Marmorgranulat, Kreide und Farbpigmenten, natürliche Zellulose oder pflanzliches Eiweiß dienen als Bindemittel. Lehmfarbe wird meist in Pulverform angeboten und vor dem Streichen mit Wasser angemischt. Aus diesem Grund ist sie frei von Konservierungsstoffen und Lösungsmitteln, bringt alle guten Eigenschaften des Lehms mit und ist somit nicht nur wohngesund, sondern auch atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, geruchsabsorbierend und darüber hinaus auch noch leicht zu verarbeiten. Sie hat eine extrem hohe Deckkraft, durch ihre matte, samtige und je nach Mischungsverhältnis manchmal auch körnige Oberfläche wirken ihre Farben jedoch nie knallig.

„NEN-DO IST JAPANISCH FÜR LEHM – SCHÖN, SCHLICHT UND EINFACH“

Das Duo hat mit „nen-do Clay your Wall“ ökozertifizierte Wandfarbe und entsprechenden Putz entwickelt. Die Produkte vermitteln große Naturnähe

XENIA ROSENGART Concept-Store-Inhaberin (Minimarkt) und Einrichtungsberaterin

PETER FEHRENTZ Fotograf, Interior-Stylist und Designer

LIVING AT HOME Wie kommt man auf die Idee, eine Lehmfarbe zu erfinden?

Peter Fehrentz: Lustigerweise hatten wir zeitgleich den Wunsch, Wänden eine ganz natürliche Optik mit nachhaltigem Material zu verleihen. Xenia vor drei Jahren für ihren neu eröffneten Frama-Store und ich für meine Wohnung. Da wir schon viele Jahre befreundet sind und uns oft über Gestaltung austauschen, ist sehr schnell die Idee entstanden, eine eigene Lehmfarbenkollektion zu entwickeln – und zwar in der Art, wie wir sie uns wünschten, aber am Markt nicht finden konnten.

Warum fiel die Namenswahl für das Produkt auf die japanische Übersetzung für Lehm?

Xenia Rosengart: Wir begeistern uns sehr für japanische Ästhetik und Achtsamkeit im Umgang mit Materialien und Design, daher haben wir uns für diesen Namen entschieden. Zumal uns, wie gesagt, die Einfachheit und der Klang sofort gefallen haben.

Ist die Farbpalette auch von Einfachheit inspiriert? Die Töne sind ja sehr gedeckt.

Fehrentz: Wir arbeiten grundsätzlich nur mit Farbtönen, die bei uns regional in der Natur vorkommen. Das bedeutet, der Rohstoff wird lokal und umweltverträglich abgebaut. Hiesige Töne gibt es von Ocker, Rot, Weiß, über Grün bis Grau, aber eben zum Beispiel kein kräftiges Blau. Das ist zum einen unsere Limitierung, entspricht aber auf der anderen Seite genau der Ästhetik, die wir unserer Kollektion verleihen wollten. Es gibt bisher 14 Töne.

Lehm an der Wand hat eine ganz andere Struktur als herkömmliche Wandfarbe ...

Rosengart: Wer diese Farbe wählt, bekommt immer ein Zusammenspiel aus Farbe und Struktur. Die natürliche, feinkörnige Beschaffenheit des Lehms und die ganz individuelle mehr oder weniger flüssige Konsistenz (je nach Zugabe von Wasser) sind genauso entscheidend, wie der darauffolgende unregelmäßige Auftrag mit dem Quast von Hand.

Ein Quast ist das Malerwerkzeug der Wahl?

Fehrentz: Ja, wir empfehlen eine ovale Flächenbürste oder eben eine große, rechteckige Streichbürste (Quast), so werden handwerklich die schönsten Ergebnisse erzielt. Es entsteht eine lebendige Struktur und Haptik und man schafft ein einmaliges Wohlfühlklima. Wie expressiv oder sanft der Auftrag der Farbe ist, kann hierbei jeder selbst ganz nach Bedürfnis und Empfinden gestalten.

Apropos Wohlfühlen: Lehm ist gut fürs Klima?

Rosengart: Die Farbe ist 100 % atmungsaktiv und natürlich. Selbst, wenn der Untergrund nicht bei jedem optimale Bedingungen vorweist, verbessert Lehmfarbe das Raumklima spürbar.

Kann man auf allen Untergründen streichen?

Rosengart: Trocken, fest und sauber sollten sie sein. Auch auf Tapete (sogar Raufaser) – sofern diese fest mit der Wand verbunden ist – kann Lehmfarbe aufgetragen werden. Ebenso auf Holz. In diesem Fall sollte man grundieren.

Zu welchem Wohnstil passt Lehmfarbe?

Fehrentz: In den letzten Jahrzehnten hat sich gezeigt, dass die Menschen eine große Sehnsucht nach Natürlichkeit und Landleben haben – es handelt sich also nicht um einen kurzfristigen Trend. Natürliche Materialien gehören inzwischen ganz selbstverständlich zu jedem Stil dazu. Wir sehen für diese nachhaltige Farbe in der Zukunft noch sehr großes Potential.

Auch für den Nachhaltigkeitstrend?

Rosengart: Unserer Meinung nach sollten Nachhaltigkeit und Natürlichkeit eine Lebenshaltung sein. Wenn also Gestaltung, die sich daraus ableitet, qualitativ sehr hochwertig und ausgereift ist, wird sie zum Klassiker und ist über jeden Trend erhaben.

Naturkreislauf

Weder Leim noch Schrauben, die reine Schwerkraft hält den Ring aus portugiesischem Marmor auf dem massiven Konus aus gepresstem Kork. Ebenso puristisch kommen die Stühle aus unbehandelter Esche daher – und sowohl das Keramikgeschirr als auch die schweren Glasleuchten sind handgefertigt beziehungsweise mundgeblasen. Warum in diesem Zusammenhang selbst die getrockneten Rohrkolben am Fenster nicht „ökig“ aussehen? Weil alles schlicht die Form wahrt und sich nur in wenige verschiedene und immer sanfte Naturtöne hüllt.

TIPP

Wird ein Rückstrich nötig (zum Beispiel bei Auszug), kann man die Lehmfarbe mit einem nassen Schwamm glätten, mit einer Silikatgrundierung versehen und dann mit Dispersionsfarbe überstreichen.

Gesunder Schlaf

Wie man sich bettet ... Sie wissen schon. Es ist erwiesen, dass sich die Duftstoffe, die einem Bett aus unbehandeltem Holz entströmen, positiv auf den Schlaf auswirken. Wenn man sich wie hier zudem noch in Rückenkissen sinken lassen kann, die von festem Kernleder gestützt werden, dann bleibt man auch gern im wachen Zustand liegen. Der sanfte Lehmton der Wand strahlt Wärme aus, Textilien in Graunuancen und abgetöntem Rosa verhindern, dass das Ganze zu erdschwer wird.

GUT GEMIXT: NATURLOOK MIT EXOTIKFLAIR