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Volle Range und neueste Technik


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Tastenwelt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 19.10.2022

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Bildquelle: Tastenwelt, Ausgabe 6/2022

Das Unternehmens-Credo „Make Waves“ richtet sich an die vielen Musiker, mit denen Yamaha bei der Entwicklung der verschiedenen Lautsprecher zusammenarbeitet. Dies wird deutlich durch das praxisorientierte Handling und die intuitive Bedienung, die den Blick in die Bedienungsanleitung oft überflüssig macht. Das Hauptaugenmerk legt Yamaha jedoch auf den Klang der Lautsprecher, was bei den drei vorliegenden Modellen sehr deutlich wird. In unserem Praxistest haben wir jedes Modell einzeln unter die Lupe genommen und verraten euch im Folgenden die Details.

Aufgebot der Serie

Die neue DHR-Serie besteht aus drei aktiven Fullrange-PA-Lautsprechern. Der DHR10 ist ein Zweiwegsystem bestehend aus einem 10“-Woofer und einem horngeladenen 1,4“-Hochton-Treiber. Er ist die ideale Mitten-Hochton-Ergänzung zu einem Yamaha-Subwoofer, kann aber durchaus auch als Einzellautsprecher verwendet werden.

Der DHR12M ist ...

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... durch seine Gehäuseform besonders gut als Bodenmonitor geeignet. Anders als seine beiden Kollegen ist dieser Lautsprecher mit einem koaxialen 12“-Tieftonlautsprecher und einem 1,75“-Mitten-Hochton-Treiber ausgestattet. Bei diesem Modell macht sich durch die Eliminierung von Phasenproblemen eine besondere Klarheit des Klangbildes bemerkbar.

Das dritte Modell ist der DHR15, dessen Zweiwegsystem aus einem 15“-Woofer und einem 1,4“-Hochton-Treiber mit Hornvorsatz besteht. Der DHR15 liefert ein kräftiges Low-End, sodass ein zusätzlicher Subwoofer nur bei größeren Setups mit hoher Lautstärke sinnvoll wäre. Alle drei Modelle der DHR-Serie haben ein Gehäuse aus einer stabilen Bassreflex-Sperrholz-Konstruktion, wie sie auch bei Yamahas High-End-Serie DZR zum Einsatz kommt. Das Holzgehäuse der DHR-Lautsprecher wurde mit einer schwarzen, robusten Polyurethan-Beschichtung versehen, um das Gehäuse vor Kratzern und Stößen zu schützen. Die Verwendung von mehrfach verleimtem Sperrholz für das Lautsprecher-Gehäuse wirkt sich auf den Klang meist sehr positiv aus, wie bisherige Testerfahrungen gezeigt haben. Die schwarze Farbgebung und die Struktur der Beschichtung verleihen den Lautsprechern zusätzlich ein edles Äußeres.

Die Lautsprecherfront besteht aus einem road-tauglichen, schwarz beschichteten Stahllochblech, das schon den einen oder anderen versehentlichen Tritt abkann. Alle Anschlüsse und Bedienungselemente befinden sich auf der Rückseite der Lautsprecher. Schauen wir uns nun die einzelnen Modelle der neuen DHR-Serie mal etwas genauer an.

DHR10 – Der kleine Kraftprotz

Angeliefert wird der DHR10 in einem sehr stabilen Karton, der bei Bedarf kurzzeitig auch als Case genutzt werden kann. Ein Plastiksack aus dickem Material schützt den Lautsprecher zusätzlich vor Feuchtigkeit. An der oben mittig eingelassenen Griffmulde lässt sich der DHR10 leicht aus der Verpackung ziehen. Durch die geringen Abmessungen von nur 49,4 mal 30,5 mal 30,0 cm, das um 90 Grad drehbare Hochtonhorn und die als Zubehör erhältliche U-Klammer kann dieses Modell wirklich überall, horizontal wie vertikal, montiert werden.

Ein 35mm-Stativ-Flansch im Boden und das geringe Gewicht von nur 15 kg machen die Montage auf einem standardmäßigen Lautsprecher-Stativ zum Kinderspiel. Ansonsten bieten die vier großen Gummifüße einen sicheren Stand des DHR10-Lautsprechers. Wer seinen DHR10 gerne frei schwebend von der Decke abhängen möchte, kann dies gerne tun. Drei für M10-Ösenschrauben passende Gewinde sind in das Lautsprechergehäuse eingelassen und dort fest verankert. Das Gewicht hängt an den beiden oberen Schrauben und die untere dient der Einstellung des gewünschten Neigungswinkels.

Auch für Festinstallationen

Ein kurzer Blick auf die Kurve des Frequenzgangs dieses Modells (52 Hz bis 20 kHz) sowie die hohe Schalldruck-Leistung von 128dB erlauben einen wirklich universellen Einsatz, zum Beispiel im professionellen Bereich als Delay-Line-Lautsprecher oder zur Beschallung recht verwinkelter Grundrisse. Der DHR10 eignet sich aber auch im Rahmen von Festinstallationen zur Beschallung von Multimediaund Konferenz-Räumen oder für den privaten Partykeller. Daneben kann der DHR10 durch die einfache Umschaltung des DSP-Presets von „FOH/MAIN“ auf „MONITOR“ auch als Monitor verwendet werden. In der „Monitor“-Stellung werden die für Feedback gefährlichen Frequenzbereiche etwas abgesenkt und die Mitten, besonders im Sprachbereich, etwas angehoben. Zwei kleine Grafiken neben der Beschriftung des „D-Contour“-Schalters auf der Rückseite des DHR10 verdeutlichen dies nochmal, sodass der Blick in die Bedienungsanleitung überflüssig wird.

DHR12M – Intelligentes Gehäuse-Design

Das robuste Bassreflex-Gehäuse aus massiven Sperrholzplatten hat, wie auch bei den anderen Modellen, eine besonders stabile und resonanzarme Konstruktion. Das Gehäuse beheimatet einen 12“-Tieftonlautsprecher, der in seiner Mitte neben seiner eigenen 2,5“-Schwingspule noch einen koaxialen 1“-Kompressions-Hochtontreiber mit einer 1,75“-Membran mitbringt. Das mit einem edel wirkenden, schwarzen Struktur-PU-Lack beschichtete Gehäuse hat äußere Abmessungen von 34,3 mal 50 mal 45,4cm und einen Neigungswinkel von 57 Grad. Der koaxialen Lautsprecher bedingen einen Abstrahlwinkel von 90 mal 90 Grad. Steht man vor dem am Boden auf vier großen Gummifüßen ruhenden DHR12M, so befindet sich auf der rechten Seite eine bequem dimensionierte Griffmulde und links ein 35-Millimeter-Bodenflansch. Trotz des relativ geringen Gewichts von nur 16,5 Kilogramm sucht man eingelassene Gewinde für eine fliegende Montage beim DHR12M leider vergebens.

Mit dem weiten, nahezu linearen Frequenzgang von 55 Hz bis 20 kHz und dem hohen Schalldruck von maximal 129 dB eignet sich der DHR12M sowohl als Bodenmonitor als auch für viele andere Anwendungen. Wie beim DHR10 befinden sich alle Anschlüsse und Bedienelemente auf der Rückseite des DHR12M.

DHR15 – Klingt auch ohne Sub

Wie die beiden anderen Modelle der Serie verfügt der DHR15 ebenfalls über das hochwertige Sperrholzgehäuse. Weil sein Horn sehr groß ist, sodass es, wenn drehbar, ein sehr großes Gehäuse erfordern würde, hat man auf dieses Feature verzichtet. Schon so misst das stattliche Gehäuse 69,2 mal 43,2 mal 40,5mm. Es dürfte auch nur sehr wenige Anwendungen geben, bei denen ein PA-Fullrange-Lautsprecher mit der Größe des DHR15 zwangsläufig horizontal aufgestellt werden muss.

Aufgrund des höheren Gewichts von 24kg und seiner Größe hat Yamaha dem DHR15 zwei seitliche Griffmulden spendiert. In den Boden ist ein 35-Millimeter-Doppelflansch eingelassen, mit dem der Lautsprecher auf einem Stativ ganz gerade oder um sieben Grad nach unten geneigt montiert werden kann. Auch eine fliegende Montage ist beim DHR15 möglich. Die hierfür benötigten M10-Gewindeanker zum Tragen des Gewichts sind zwei Mal oben und zusätzlich zwei Mal seitlich oben eingelassen. Ein M10-Gewindeanker auf der Rückseite unten bestimmt die Schrägstellung des Lautsprechers. Betrachtet man den Frequenzumfang von 44 Hz bis 20 kHz und den wirklich beachtlichen Schalldruck von maximal 131 dB, so weiß man, was man hier erwarten kann. Das ist ein PA-Lautsprecher, bei dem die Hosenbeine flattern und man den Punch in der Magengegend fühlt.

FIR-X Tuning & D-CONTOUR

Die Zweiweg-Systeme der DHR-Serie haben eine anspruchsvolle DSP-Verarbeitung, bei der Yamahas hauseigene Klangverarbeitungstechnologie namens „FIR-X Tuning“ zum Einsatz kommt. FIR-X Tuning nutzt einen Linear-Phase-FIR-Filter und liefert eine ausgezeichnete Klangqualität mit hoher Auflösung und einem glatten Frequenzgang, unbeeinträchtigt von Phaseninterferenzen am Übergangspunkt. D-CONTOUR (Dynamic CONTOUR) überwacht ständig die Ausgabe mehrerer Frequenzbänder und wendet auf jedes von ihnen die optimalen EQ-Einstellungen entsprechend den Vorlieben des Zuhörers an. Dieser kann via Schalter zwischen zwei Modi wählen: „FOH/MAIN“ zur Verwendung als Hauptlautsprecher und „MONITOR“ zur Verwendung als Bodenmonitor. Ein weiterer Schalter ist für den HPF-Filter (High-Pass-Filter) reserviert, mit dem die Frequenz eingestellt wird, ab der der Lautsprecher das Programm überträgt. Zur Auswahl stehen die Einstellungen „OFF“, „100 Hz“ und „120 Hz“. Dieser Schalter ist normalerweise in der „OFF“-Einstellung. Nur wenn der Lautsprecher zusammen mit einem Subwoofer betrieben wird, stellt man mit dem HPF-Schalter die am besten auf den Subwoofer abgestimmte Übergabe-Frequenz ein.

Zwei-Kanal-Mixer

Jeder Lautsprecher der DHR-Serie verfügt über einen sehr flexiblen Zwei-Kanal-Mixer mit zwei Eingängen und einem Ausgang. Beide Eingänge sind symmetrische Kombibuchsen, die sowohl XLR-, als auch 6,3-Millimeter-Klinkenstecker aufnehmen. Kanal 1 lässt sich mithilfe eines Schalters in der Empfindlichkeit zwischen Mikrofon- und Line-Level umschalten. Geräte mit hochpegeligen Signalen, wie zum Beispiel Mischpulte, können an Kanal 1 (CH1) nur angeschlossen werden, wenn der Schalter MIC/LINE auf „LINE“ eingestellt ist. An den Kombibuchsen beider Kanäle lässt sich auch ein digitales Musikinstrument anschließen. Kanal 2 (CH2) verfügt zusätzlich über zwei Cinch-Buchsen, die unsymmetrische RCA-Stecker von einem MP3-Player, CD-Player oder Recorder vertragen.

Die Feineinstellung der Empfindlichkeit beider Eingänge (CH1 und CH2) lässt sich, für jeden Kanal getrennt, mit einem Regler stufenlos einstellen. Da der Mixer nur einen Ausgang beziehungsweise nur ein Lautsprecherpaar (Hoch- und Tieftöner) zur Wiedergabe zur Verfügung hat, werden zugeführte Stereo-Signale zu einem Mono-Signal zusammengemischt. Mit einem Druckschalter neben der symmetrischen XLR-Ausgangsbuchse lässt sich das am Ausgang anliegende Signal einstellen. Ist der Schalter in der „Aus“-Position, dann wird einfach das an Eingang 1 (CH1) anliegende Signal auf dem Ausgang parallel wiedergegeben. Ist der Schalter dagegen in der „Ein“-Position, wird der hörbare Mix aus beiden Eingangskanälen (CH1 mit CH2) auf den Ausgang gelegt, um zum Beispiel weitere aktive Lautsprecher oder einen Mono-Recorder mit einem Audio-Signal zu versorgen. Als Hilfe zur korrekten Einstellung des DHR-Lautsprechers stehen vier Status-LEDs zur Verfügung: „POWER“, „SIGNAL“, „LI-MIT“ und „PROTECTION“, die leuchtet, wenn sich der Lautsprecher durch eine Schutzschaltung selbst ausschaltet.

Fazit

Die Lautsprecher der neuen DHR-Serie von Yamaha haben jeder ihren eigenen Einsatzbereich und sind bezüglich der Eingangssignale sehr flexibel. Der DHR10 ist die ideale Mitten-/ Höhen-Ergänzung zu einem Yamaha Subwoofer, eignet sich aber auch für eine Delay-Line. Bei geringeren Lautstärken oder für Festinstallationen ist der DHR10 als Fullrange-Lautsprecher die Ideallösung. Der DHR12M ist der ideale Bodenmonitor, wobei sich die koaxiale Anordnung der Lautsprecher wegen der kurzen Distanz positiv bemerkbar macht. Die hohe Ausgangsleistung der Endstufe (1.000 Watt) kommt auch mit hohen Bühnenlautstärken gut klar. Den besten Klang bei hoher Lautstärke liefert allerdings der DHR15.

Michael Hennig

WERTUNG

YAMAHA DHR-SERIES

PA-Lautsprecher

+ robustes Bassreflex-Holzgehäuse

+ hoher Wirkungsgrad verzerrungsfreier Klang

+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

+ saubere Verarbeitung

- keine Phantomspeisung