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VOM WILDWUCHS ZUR GARTENOASE


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selbermachen - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 06.05.2022

VERWILDERTE GÄRTEN HERRICHTEN

Artikelbild für den Artikel "VOM WILDWUCHS ZUR GARTENOASE" aus der Ausgabe 6/2022 von selbermachen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: selbermachen, Ausgabe 6/2022

„Ein ungepflegter Garten ist oft ein Geschenk – durch den natürlichen Bewuchs ist die Erde besonders nährreich.“

Wenn man vor lauter Wildwuchs den Garten nicht mehr sieht, ist es Zeit aufzuräumen – so zaubern Sie aus dem trostlosen Dickicht einen prächtigen Vorzeigegarten.

Von Efeu belagerte Beete, Gehplatten, die in undurchdringliche Hecken führen, und Bäume, bei denen vor lauter Moos selbst der Stamm grün ist: Wer einen Schrebergarten übernimmt, unverhofft erbt oder in ein neues Haus zieht, findet die zugehörige Grünfläche oft vernachlässigt vor. Bevor Sie den Garten nach Ihren Vorstellungen gestalten können, stehen deshalb einige Aufräumarbeiten an. Je nach Grad der Verwahrlosung mag das auf den ersten Blick wie ein unmögliches Unterfangen wirken, doch mit Plan und dem richtigen Werkzeug macht es sogar Spaß! Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick. Genügt es, ...

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... die Sträucher zurückzuschneiden und das „Unkraut“ zu entfernen, oder müssen Sie auch Bäume fällen und den alten Rasen umgraben? Wie Sie die Aufgaben in feste Schritte einteilen, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Wichtig zu beachten: Vom 1. März bis 30. September ist ein kräftiger Rückschnitt bei Bäumen und Hecken gesetzlich untersagt.

1 Grob aufräumen

In einem Garten, der lange nachverlässigt wurde, sammelt sich mit der Zeit einiges an Müll an. Bevor Sie mit den Schnittarbeiten beginnen, sollten Sie die Grundfläche ablaufen und Restbestände wie Steine aus alten Beeteinfassungen, morsche Holzlatten, zerbrochene Gehwegplatten und Blumentöpfe oder Drahtreste von Zäunen entsorgen. Ein Eimer und eine Schubkarre erleichtern Ihnen die Arbeit. Als Tipp: Zwischen hohen Gräsern verbergen sich oft auch verrostete Schraube und Nägel. Kontrollieren Sie genau, bevor Sie mähen!

2 Hindernisse markieren

Was Sie nicht sofort entfernen können, wie etwa Grenzsteine, Baumstümpfe oder Unebenheiten im Boden, sollten Sie gut sichtbar mit Pflöcken markieren, um Ihre eigene Sicherheit zu erhöhen und Werkzeugschäden zu vermeiden. Beginnen Sie unter den Hecken und heben mit dem Rechen Unkraut und tiefhängende Zweige von Sträuchern an.

3 Flächen freischneiden

Nun geht es an die ersten Schnittarbeiten – natürlich mit entsprechender Schutzausrüstung*. Mit der Motorsense stutzen Sie Gras und Unkraut um Hecken und andere unzugängliche Stellen wie Bäume, Mauern und Zäune. Die Bäume putzen Sie aus, in dem Sie die Rinde von Flechten, Moosen und Pilzen befreien.

4 Wildwuchs entfernen

Auch den Wildwuchs unter Büschen beseitigen Sie mit der Motorsense (hier von Stihl). Sollten Sie auf Brombeer-oder andere Dornenranken stoßen, verwenden Sie am besten als Aufsatz ein Dickichtmesser aus Metall. Anschließend harken Sie das Schnittgut zusammen – bei größeren Flächen hilft ein Blasgerät.

TIPP

Ein Fadenmähkopf ist für die Arbeit um den Baum herum ideal, da er die Rinde nicht verletzt.

MATERIALLISTE

Material

Pflöcke zum Abstecken

Seile oder Pflanzenband zum Abbinden

Pflanzenerde oder Kompost

ggf. Rindenmulch, Splitt oder Kies

Auswahl an Pflanzen, die zu den Lichtund Bodenverhältnissen passen

Gartengeräte und Werkzeuge Persönliche Schutzausrüstung (PSA)*: Handschuhe, Schutzbrille, Stahlkappenschuhe, ggf. Gesichts-und Gehörschutz, Helm und Schnittschutzhose | Harke | Rechen | Spaten oder Grabegabel | Schubkarre und Eimer | Motorsense, zum Beispiel die Akku-Sense FSA 60 R mit Fadenmähkopf von Stihl | Häcksler | Astschere, Handsäge oder Gehölzschneider | Heckenschere | Bodenprobe | Handschaufel | Gießkanne

5 Büsche verjüngen

Schneiden Sie überalterte Büsche per Astschere zurück bzw. circa 15 Zentimeter über dem Boden ab. Im kommenden Jahr, wenn diese neu austreiben, können Sie sie in Form bringen. Bei mehrtriebigen und überalterten Sträuchern mit vermoosten Zweigen ist ein radikaler Verjüngungsschnitt zu empfehlen. Gegen dickere Äste kommt man meist nur mit Handsäge oder Gehölzschneider an.

6 Wurzeln entfernen

Bei einigen wuchsfreudigen Pflanzen wie Brombeere, Giersch oder Distel genügt es nicht, sie oberflächig zurückzuschneiden. Darum lockern Sie mit der Grabegabel den Boden rund um den Wurzelstock und heben diesen vollständig heraus. Andernfalls entwickeln die Pflanzen neue Seitentriebe. Stauden, die Sie lediglich umpflanzen möchten, entnehmen Sie auf dieselbe Art und setzen sie an anderer Stelle ein.

7 Äste stutzen

Kürzen Sie tote, abgebrochene und niedrig hängende Äste. Solche, die zum Baum hin statt von ihm weg wachsen, kappen Sie bis zum Stamm. Vermeiden Sie dabei, Baum oder Strauch auf einer Höhe abzuschneiden, um einen Besenwuchs (viele dünne Triebe) zu vermeiden. Hecken stutzen Sie zuerst an den Seitenflächen, dann legen Sie die Höhe an der Oberfläche fest – eine gespannte Schnur verhilft zu einem geraden Ergebnis. Überprüfen Sie Baum und Hecke zuvor auf Vogelnester.

8 Bestand pflegen

Vor allem Hecken und Sträucher freuen sich über zusätzliche Pflege. Lockern Sie die Erde um die Pflanzen herum und entnehmen einen kleinen Teil des Erdreichs, so gelangt wieder Luft an die Wurzeln. Die freien Stellen füllen Sie mit Kompost auf und arbeiten diesen vorsichtig ein. Er versorgt den ausgelaugten Boden mit neuen Nährstoffen und Mikroorganismen.

Text Anna Milo, Stihl

GARTEN NEU BEGRÜNEN

Nun folgt die schönste Arbeit – das Begrünen der Beete. Die Wahl der Pflanzen hängt von den Lichtverhältnissen ab. Für eine halbschattige bis sonnige Lage zum Beispiel eignen sich Stauden, Ziergräser, Kräuter und heimische Gehölze. Durch regelmäßiges Gießen wandelt sich der Garten zur Oase.

TIPP

Um sicherzustellen, dass Ihr neues Gartenparadies in nährstoffreicher Erde wurzelt, können Sie vorab eine Bodenanalyse durchführen. Wie das geht, erfahren Sie hier unter: www.selbermachen.de

Gartenabfälle upcyceln – so einfach geht‘s

Ein zweites Leben für Totholz: Stapeln Sie den Ast-und Grünschnitt zu einer Benjeshecke auf und lassen tote Bäume als Biotop für Insekten stehen.

Urig und charmant wird es, wenn Sie alte Baumstümpfe mit einem Troghöhler aushöhlen, mit Erde auffüllen und wie einen Kübel neu bepflanzen.

Mit ein wenig Geschick und ein paar festen Knoten verwandeln Sie die alten Holzbalken aus dem Schuppen in ein Rankgerüst für Rosen und Co.