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Von Ostschlampen und kaltherzigen Wessis


Das Satiremagazin EULENSPIEGEL - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 31.10.2019

Grußwort

von Kim Jong-un

Artikelbild für den Artikel "Von Ostschlampen und kaltherzigen Wessis" aus der Ausgabe 11/2019 von Das Satiremagazin EULENSPIEGEL. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Das Satiremagazin EULENSPIEGEL, Ausgabe 11/2019

Liebe Deutsche aus Ost und West,das haben Sie nun davon! Vor 30 Jahren sind Sie auf die falschen Versprechungen von elendigen Dissidenten und Staatsverrätern hereingefallen. 30 Jahre später haben Sie nun den Kartoffelsalat. Der Osten wird von vergewaltigenden muslimischen Messermännern überschwemmt und dem Westen hat die Salonsozialistin Angela Merkel einen Sozialismus light mit gendergerechter Sprache und Kita-Anspruch übergestülpt. Widerlich!

Eine vernünftige Wiedervereinigung hätte man grundlegender angehen müssen. Mindestens ein Landesteil hätte mit Atombomben dem Erdboden ...

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... gleichgemacht werden müssen. Danach kann er problemlos nach dem Vorbild des siegreichen Staates wiederaufgebaut werden. Aber erst nach dem Abklingen der atomaren Strahlung nach 100 000 Jahren. Das gibt den zeitlichen Rahmen für eine solide Planung und wäre auch für Deutschland ein rationaler Weg gewesen. Aber mit Rationalität haben Sie es ja nicht so, Sie miesen imperialistischen Schweine! Deshalb wünsche ich nun viel Spaß mit Ihrem ach so tollen Jubiläum!

Es grüßt herzlich Ihr großer geliebter oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea

Auch das neue Programm des Humoristen Mario Barth steht ganz im Zeichen des Mauerfall-Jubiläums. Dieses Mal dreht sich Barths Show um dessen neue ostdeutsche Freundin und die kleinen alltäglichen Missverständnisse zwischen Frau und Mann sowie Ost und West. Wir präsentieren exklusiv Auszüge. Es darf gelacht werden:

Das Buch zum neuen Programm von Mario Barth


»Und dann knallt die die Türen von meinem Mercedes zu. Das ist doch kein Trabbi, sach ick! Sei vorsichtig, der hat Geld gekostet! Westgeld! Dafür muss ick arbeiten und krieg keen Hartz! Kennste, kennste, kennste? Und dann ist sie wieder eingeschnappt und frisst wieder den ganzen Tag Bananen. Bananen! Kennste? Die hatten ja damals nüscht. Und wenn jemand sie grüßt, hält sie die Hand uffn Kopp und schreit ›Freundschaft‹. Nackt natürlich, denn die machen da drüben alle FKK! – FKK! Wenn ick sonen Körper wie die hätte, würd ick ma doch nicht nackt an den Strand setzen! Ick würd mich einschließen, weil ick ein armseliges kleines Drecksstück bin. Eine nichtsnutzige Fotze, die endlich mal die Fresse halten soll! Ein MAL! Hörst Du! Halt die Fresse! Na, klar, jetzt heult Fräulleinchen natürlich wieder! Dann hol doch die Bullen, wenn du meinst, dass die dir glauben! Das blaue Auge kannst du dir genauso gut geholt haben, als du die Treppe runtergefallen bist. Und wenn du mich anzeigst, dann sperren die mich eh nicht weg. Dann steh ick morgen wieder vor deiner Tür. Aber dann mit nem Messer! Mal sehen, ob dir dein Erich Honecker dann hilft! Hahaha. Kennste?«

Die Mentalitätsfrage

Auch heute noch gibt es Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen. Während Wessis kaltherzige Egoisten sind, die für ihre »Freunde« keinen Finger krumm machen und ihnen bei der erstbesten Gelegenheit mit einer Brechstange auf den Kopf schlagen, um ihnen ihr Portemonnaie, das sie im Schlimmsten Fall auch noch »Geldbeutel« nennen, zu stehlen, hat sich im Osten durch den allgegenwärtigen Mangel in der Planwirtschaft eine Kultur der Hilfsbereitschaft etabliert. So ist es im Osten keine Seltenheit, dass man sich im privaten Umfeld hilft. So hat zum Beispiel der Uwe erst vor ein paar Jahren der Beate ein Wohnmobil für den Urlaub gemietet, und die Beate hat dafür im Gegenzug mit seinem guten Freund geschlafen, der zufälligerweise ebenfalls Uwe heißt und es schwer bei Frauen hat. Immer ist der eine für den anderen da. Und wenn Beate mal krank wird, dann kommt eben der Holger und besorgt ihr eine neue Versichertenkarte. Und der Ralf und der André, auf die ist sowieso immer Verlass

Der neunte November vor 30 Jahren – eine Chronologie

16:30 Uhr Helmut Kohl weilt zur Mittagspause in Berlin auf dem Teufelsberg, der mit 120 Metern höchsten Erhebung West-Berlins.16:35 Uhr Kohl verschlingt einen Kalbsbraten mit 117 Klößen, 3 Schubkarren Bratensoße und 15 Kilogramm Sauerkraut.16:40 Uhr Der Kanzler genießt eine Kinderbadewanne voll mit Mousse au Chocolat.

16:45 Uhr Kohl öffnet seine Brotbüchse, um zwei Laibe Brot zu verputzen. Das Innere hat er vorsorglich herausgepult und durch Butter ersetzt.

16:50 Uhr Dem Altkanzler knurrt der Magen. Er genehmigt sich noch eine Handvoll Gummibären und beißt seinem Chauffeur das linke Bein ab.

16:55 Uhr Der spätere Einheitskanzler begibt sich für ein kleines Verdauungsschläfchen in Embryonalstellung.

17:20 Uhr Ein amerikanischer Düsenjet durchbricht die Schallmauer über dem Teufelsberg. Durch die Schallwellen gerät der Kanzler in Schwingung. Erst nur leicht, dann immer stärker.17:30 Uhr Der bebende Altkanzler verliert den Halt und kullert den Teufelsberg hinunter

17:30 – 23:28 Uhr Der rollende Kohl schlägt eine Schneise der Verwüstung durch Westberlin.23:29 Uhr Der Kanzler erreicht die Bornholmer Straße und schlägt ein unreparierbares Loch in die Mauer. Die Ossis sind nach 40 Jahren kommunistischer Knechtschaft endlich frei. Kohl genehmigt sich zur Belohnung ein Fass Wein und drei Spanferkel