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Vor 20 Jahren: WM 2000: One Hit Wonder


Top in Sport MotoGP - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 01.03.2020

Das vorletzte 500er-Jahr war auch bis heute das letzte, in dem der Weltmeister eine Suzuki unter dem Hintern hatte. Und es sollte für fünf Jahre das letzte sein, in dem nicht Valentino Rossi die Königsklasse beherrschte.


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Bildquelle: Top in Sport MotoGP, Ausgabe 2/2020

Dass der Aufstieg des damals 21-jährigen Valentino Rossi einen mehr als frischen Wind in die Königsklasse bringen würde, war klar. Aber dass er nach relativ verhaltenen drei ersten Rennen bei fast jedem Grand Prix auf dem Treppchen stehen und zwei davon gewinnen würde, war, wenn schon keine echte Überraschung, zumindest eine bemerkenswerte Bestätigung aller Vorschusslorbeeren.
Dass es ...

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... nicht gleich auf Anhieb mit dem Titel klappte (was selbst für einen Rossi ein echter Coup gewesen wäre), lag dann auch in erster Linie daran, dass es zumindest einen Mann gab, der noch konstanter brillieren konnte: Kenny Roberts jr. brachte es in 16 Rennen auf neun Podestplätze, wobei er vier Rennen gewinnen konnte. Eine echte Überraschung war sein Erfolg, 19 Jahre nach dem letzten WM-Titel seines legendären Vaters, indes nicht: Schon 1999 konnte er in seinem ersten Jahr als Suzuki-Werksfahrer vier GP-Siege verbuchen und scheiterte an dem noch erfolgreicheren Honda-Ass Alex Crivillé.

Alte Bekannte

Ein Blick auf die Fahrerliste der WM-Saison 2000 wirkt wie eine Zwischenwelt zwischen den guten alten GP-Zeiten und der neuen Ära, die mit der Umstellung auf die 990er Viertaktmotoren zwei Jahre später auch technisch vollzogen wurde. Während es einerseits das erste Jahr der Nach-Doohan-Ära war (und alleine deshalb für viele alteingesessene GPFans schon eine Zäsur) und insbesondere mit Rossi bereits der Vorreiter der neuen Generation seinen Ring in den Hut geworfen hatte, tummelte sich in der 500er-Klasse eine Fülle an Namen, die zwar nicht die ganz großen Erfolge, aber dennoch eine enorme fahrerische Qualität und vor allem auch Charaktere verkörpern, die die Weltmeisterschaft zu ihrer Zeit mitgeprägt haben: Allen voran Max Biaggi, der mit der in jener Saison auf Hochtouren kommenden Fehde mit Rossi seiner GPKarriere ein zumindest spektakuläres Finale (Endrang 3) bescherte; aber auch ein Loris Capirossi, der sowohl mit Zweitaktern als auch mit den MotoGP- Viertaktern stets ein potenzieller Spitzenfahrer war (sofern es das Material zuließ) und zudem mit spektakulären Abflügen und seiner sympathischen Art bis heute ein Fan-Liebling ist (am Ende P7). Aber auch Alex Barros, Tetsuya Harada, Norick Abe, Garry Mc-Coy, Carlos Checa, Sete Gibernau, Alex Crivillé oder Jeremy McWilliams sind Namen, die bis heute Erinnerungen an WM-Action der alten Schule wecken.

@@Alex Barros nach seinem Sieg auf dem Sachsenring.


Picture Alliance (2), Imago (2)

Kennys Karriere

Für Kenny Roberts jr. war der WM-Titel 2000 der erste zählbare Erfolg, aber eine daraus hervorgehender Karrierschub war dem damals 27-jährigen US-Amerikaner nicht mehr vergönnt. Schon im Folgejahr stürzte er jäh ab und wurde nur noch Gesamt-Elfter, was wohl auch an der Suzuki lag, mit der auch ein zweifellos befähigter Sete Gibernau nicht über den achten Endrang hinauskam – wobei der Spanier sogar einen Sieg errang, während Roberts mit einem P3 das Maximum erreichte. Auch nach der Umstellung auf die Viertaktmaschinen blieb der Ami dem Suzuki-Team treu, konnte sich allerdings nicht mehr aus dem Dasein unter „ferner liefen“ befreien. 2007 absolvierte er seine letzte WM-Saison, mittlerweile in Diensten des privaten KRHonda-Teams seines Vaters. Die letzte Saison des 20. Jahrhunderts brachte einen neuen, ungewohnten Weltmeister hervor und ließ den Dominator der folgenden Jahren fulminant im Rampenlicht der Königsklasse auftauchen. Sie zeigte die altgedienten 500er-Brecheisen, deren Ende sich bereits abzeichnete, noch einmal in bestem Licht und bewies, dass es viele Gründe für den technischen Wechsel gegeben haben mag – die reine Rennaction aber sicher keiner davon war. Und so verkörperte das „Zukunftsjahr“ 2000 motorsportlich Umbruch und alte Werte gleichermaßen.

Rossi (vorn) brillierte, aber Roberts (hinten) triumphierte.


Von links nach rechts: Checa, Roberts, McCoy


" Ein Karriereschub war Roberts nicht vergönnt.


Picture Alliance (1), Imago (1)