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Vorfahrt für ELEKTRO


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TV Digital XXL-Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 13.05.2022
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Bildquelle: TV Digital XXL-Ausgabe, Ausgabe 11/2022

e-Auto-Special

TOYOTA BZ4X

TOYOTAS ERSTES Elektroauto bZ4X startet im Juni zu Preisen ab 47.490 Euro (abzüglich Umweltprämie). Zur Wahl stehen Front-und Allradantrieb – jeweils kombiniert mit einer 71,4-kWh-Batterie und Wärmepumpe. Die Reichweite liegt bei 513 respektive 415 Kilometer, der Akku ist im Idealfall in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Der Fronttriebler leistet 204 PS. Die Allradversion hat an Vordersowie Hinterachse jeweils einen E-Motor mit 109 PS und somit eine Systemleistung von 218 PS. Der bZ4X bietet Platz für fünf Personen und 452 Liter Volumen im Gepäckraum.

OPEL ASTRA SPORTS TOURER

OPEL STARTET MIT DEM ASTRA DURCH. Der kompakte Bestseller sieht klasse aus und bietet viel für Preise ab 26.650 Euro. Für den Kombi Sports Tourer mit einem sehr variablen, großen Kofferraum (597 bis 1634 Liter; 5-Türer: 422 bis 1339 Liter) sind 1100 Euro Aufpreis fällig. Gelungen ist auch der ...

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... Innenraum mit einem mit zwei 10-Zoll-Displays. Neben zwei Benzinern (110 und 130 PS) und dem 1,5-Liter-Diesel (130 PS) gibt es den Plug-in-Hybrid mit 180 PS. 2023 folgt eine vollelektrische Version – auch als Sports Tourer.

NISSAN ARIYA

EINE NEUE ÄRA BEI NISSAN beginnt im Sommer. Dann rollt das vollelektrische SUV-Coupé Nissan Ariya zu den Händlern – ab 47.490 Euro (abzüglich Umweltprämie). Und es hat einiges zu bieten: Front-oder Allradantrieb, zwei Akkugrößen (63 und 87 kWh) und verschiedene Leistungsstufen. Die Version mit 218 PS schafft eine Reichweite von 420 Kilometern, mit 242 PS geht es dank dem größeren Akku bis zu 530 Kilometer weit, mit der 306-PS-Variante und Allrad rund 490 Kilometer. Außerdem folgt später noch ein Performance-Modell mit 394 PS.

Die Wende ist in vollem Gang: Mehr als 350.000 E-Autos wurden im vergangenen Jahr in Deutschland zugelassen – ein Plus von 83,3 Prozent. Und mehr als 120 neue Modelle mit Batterieantrieb kommen in den kommenden Monaten auf den Markt, neue Benziner und Diesel dagegen werden mehr und mehr zur Seltenheit. Und das ist keine Überraschung: Wer jetzt ein Elektroauto kauft, geht den Rekordpreisen für Kraftstoff aus dem Weg, spart Kfz-Steuern und tut etwas fürs Klima.

Dazu kommen die Umweltprämien: Bis Ende des Jahres können für ein reines E-Auto bis zu 6000 Euro Kaufzuschuss vom Staat und 3570 vom Hersteller beansprucht werden, für Plug-in-Hybride sind es zusammen bis zu 7177,50 Euro. Doch das gilt nur, wenn das

Fahrzeug auch bis 31.12.2022 angemeldet ist. 4,6 Milliarden Euro hat sich der Staat diese Förderung der E-Mobilität bislang kosten lassen. Im kommenden Jahr soll der Bundesanteil auf 4000 Euro für reine Stromer sinken, für Plug-ins sogar völlig wegfallen, so plant es Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Noch haben sich die Autohersteller nicht dazu geäußert, ob sie ihren Anteil an der Förderung ebenfalls absenken, etwa auf 2000 Euro ab 2023.

Hyundai garantiert Prämie

Bei Lieferzeiten von bis zu zwölf Monaten wird der E-Auto-Kauf durch die drohenden Senkungen der Fördersummen zum Pokerspiel, bei dem es um bis zu 3000 Euro geht.

Nicht so bei Hyundai: Der südkoreanische Hersteller garantiert Privatkunden, dass sie die Umweltprämie in voller Höhe bekommen, sofern bis zu einem bestimmten Datum bestellt wird. Für den vollelektrischen Ioniq 5 war der Stichtag der 30.4., für den Tucson ist es der 31.5., für Kona und Ioniq Elektro sowie den Santa Fe als Plugin-Hybrid gilt der 30.6. Durch eine „umsichtige Unternehmenslogistik“ habe man frühzeitig Lösungen gefunden, die Kundenwünsche so schnell wie möglich erfüllen zu können. Bedeutet: Der Wagen wird garantiert bis Ende 2022 zugelassen.

Wenn es um die technische Entwicklung geht, tut sich bei E-Autos eine Menge. Mit seiner Studie EQXX hat Mercedes gerade 1008 Kilometer am Stück zurückgelegt, die dazu nötige Batterietechnologie soll 2024 in Serie gehen. Aber auch bei den schon verkauften Fahrzeugen gibt es Verbesserungen in der Technik, sie werden meist per Mobilfunk eingespielt („Over the Air“) und sorgen dann oft für kürzere Ladezeiten und höhere Reichweiten. Dazu kommt, dass manche Fahrzeuge schon im Rahmen einer Modellpf lege in neuen Versionen auf den Markt gebracht werden.

MIT E-REIFEN FAHREN STROMER WEITER

E-Autos werden immer beliebter. Bereits jedes vierte neue Auto hat einen Elektromotor, Tendenz stark steigend. Laut einer repräsentativen Studie des Allensbach-Instituts empfinden fast zwei Drittel der Befragten noch immer die Reichweiten als zu gering. Dabei kann man die selbst optimieren, wenn man beim Kauf nicht nur auf die Kapazität der Batterie schaut. „Spezielle Reifen für E-Antriebe können einen wichtigen Beitrag für eine höhere Reichweite leisten“, lautet die Empfehlung von Experte Mark Perbaums, Vertriebschef Erstausrüstung bei Michelin. Durch einen geringeren Rollwiderstand kann die Energieeffizienz verbessert und so die Reichweite um bis zu sieben Prozent gesteigert werden. Konkret: Durch Reifen wie den Michelin e.Primacy kann ein E-Auto 480 statt 450 Kilometer weit fahren. Bei der Produktion geht es ebenfalls um Nachhaltigkeit. So kommt ab 2024 zum Beispiel recyceltes Plastik zum Einsatz. Bis zu 143 Joghurtbecher und 12,5 PET-Flaschen können dann in einem Reifen verarbeitet werden.

VW ID. BUZZ

DIE IKONE LEBT. Ab September bereichert der vollelektrische VW ID. Buzz das Straßenbild, 75 Jahre nach der Erfindung der Legende Bulli. Zum Start gibt’s für rund 55.000 Euro (abzüglich Umweltprämie) nur eine Version mit einem 204-PS-E-Motor. Dank dem 77-kWh-Akku soll er eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern haben und in 30 Minuten von fünf auf 80 Prozent geladen sein. Später folgen noch eine kleinere Batterie und weitere E-Motorisierungen. Platz bietet der E-Bulli für fünf Personen und 1121 Liter Gepäck, er kommt auch als Transporter ID. Buzz Cargo.

HYUNDAI IONIQ 5

DAS MASS DER DINGE ist der Ioniq 5 (ab 41.900 Euro abzüglich Umweltprämie). Zur Wahl stehen vier verschiedene E-Antriebe von 170 bis 305 PS, Heck-oder Allradantrieb. Wie Porsches Taycan hat er ein 800-Volt-Schnellladesystem, lädt in fünf Minuten für 100 Kilometer Reichweite und in 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Damit nicht genug: Zum Modelljahr 2023 soll es größere Akkus (77,4 statt 72,6 kWh), mehr Reichweite (ca. 515 Kilometer) sowie ein Vorheizsystem für die Akkus geben.

MITSUBISHI ASX 2023 UND COLT 2023

MITSUBISHI LÄSST AUFHORCHEN. Im Herbst 2023 soll das kompakte Erfolgsmodel Colt sein Comeback feiern. Bereits jetzt gewähren die Japaner einen ersten Ausblick auf den Fünftürer mit Fließheck (siehe Foto). Er basiert auf der gleichen Plattform wie der Renault Clio, das ergibt Anhaltspunkte für Preis und Leistung: Der Clio E-Tech hat 143 PS und kostet 23.300 Euro. Außerdem geht 2023 der neue ASX an den Start. Das Kompakt-SUV basiert auf dem Renault Captur und erhält wahlweise einen Plug-in-Hybrid-oder einen Hybridantrieb.

APPS FÜR E-AUTOFAHRER

Besser als die Autonavis: Mit A Better Routeplanner plant man seine E-Autofahrt bis ins Detail – nach Angabe von Fahrzeugmodell, Start und Ziel errechnet die App (für Apple, Android) die beste Ladestrategie. Dabei werden Akkukapazität, Ladeleistung und (für Abonnenten) die Verkehrsdichte und das Wetter berücksichtigt. In vielen Ladenetzen erfährt man mit der App auch, ob überhaupt eine Säule frei ist. Verbunden über Carplay oder Android Auto kann man die App auch direkt auf dem Autodisplay nutzen (5 €/Monat, 50 €/Jahr).

Besser als Raststätten – sind oft die Restaurants unweit der Autobahn. Mit Drive & Dine findet man 1700 Adressen von Gaststätten mit Fotos und Öffnungszeiten, alle ein paar Minuten (maximal fünf Kilometer) von einer Ausfahrt entfernt. Den App-Erfindern geht es vor allem darum, Gastronomiebetriebe jenseits von Franchiseketten und Schnellrestaurants zu empfehlen. Man kann eine Fahrtroute angeben, aber auch unterwegs suchen, wenn gerade der Hunger quält. Die App zeigt außerdem Ladestationen und verfügbare WLANs an.

Warten an der Stromtankstelle

Doch so gut die Batterien auch sind, irgendwann müssen sie geladen werden – und hier stockt die Entwicklung aktuell.

Derzeit gibt es laut Bundesnetzagentur in Deutschland zwar 52.203 öffentliche Ladepunkte, von denen 7717 das Schnelladen unterstützen, doch jede Woche kommen nur rund 250 dazu. Um das Ziel von 15 Millionen Elektroautos auf unseren Straßen zu erreichen, müssten es aber 2000 neue Ladepunkte pro Woche sein. Rein rechnerisch würden sich 2030 dann 15 Fahrzeuge eine Steckdose teilen. Der langsame Ausbau hängt, wie auch die langen Lieferzeiten der E-Autos, mit fehlenden Bauteilen zusammen, also mit der vorherrschenden globalen Chipkrise. Dazu lief die Förderung privater Wallboxen im vergangenen Oktober aus, bis dahin konnte man noch 900 Euro vom Staat für die Errichtung einer privaten Stromtankstelle bekommen. Inzwischen locken aber einige Energieanbieter mit Vergünstigungen, Nachfragen lohnt sich.

Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle hakt oder besser laufen könnte: Dass die Wende vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität in vollem Gang ist, daran gibt es keinen Zweifel.

OLAF SCHILLING