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Vorhang auf: GISELA SCHLÜTER: Die Quasselstrippe der Nation


Meine Stars von damals - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 11.09.2019

Die erste Folge der erfolgreichen TV-Show „Zwischenmahlzeit“ wurde am 27. November 1963 noch in Schwarz-Weiß in der ARD ausgestrahlt. Danach ging es mit den Sketchen der Entertainerin kunterbunt weiter


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Bildquelle: Meine Stars von damals, Ausgabe 5/2019

Entertainerin Gisela Schlüter ließ mit ihren flotten Sprüchen alle Alltagssorgen vergessen


Mit Peter Alexander hatte Gisela Schlüter besonders viel Spaß


Mit ihrer Unterhaltungsshow war sie ein echter Straßenfeger


Mit Lebenspartner und Texter Hans Hubberten studierte Gisela die Sketche


Als „Quasselstrippe der Nation“ war ...

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... Gisela Schlüter († 81) der Liebling der Fernsehzuschauer. Für ihre Sendung „Zwischenmahlzeit“, in der sie mit Sketchen, Tanzeinlagen und Gesangsdarbietungen glänzte, erhielt die gebürtige Berlinerin 1976 die Goldene Kamera.

Bis zu 44 Prozent der Zuschauer schalteten zwischen 1963 und 1982 den Fernseher ein, wenn die Unterhaltungsshow drei- oder viermal pro Jahr über die Bildschirme flimmerte. Gisela Schlüters ständiger Sketchpartner war Mircea Krishan (†89). Weiterhin traten bekannte Sänger, Schauspieler und sogar Politiker in Sketchen oder Gesangsdarbietungen auf. Über sich selbst sagte sie einmal: „Derjenige, der bei mir zu Wort kommt, muss erst noch geboren werden.“

Ihr Talent als Schnellrednerin zeigte die große schlanke Blonde erstmals in der Berliner Theaterkomödie „Vorsicht Brigitte“. In ihrer künstlerischen Laufbahn wurden Gisela Schlüters Sprechgeschwindigkeit (mit bis zu 482 Silben pro Minute) und ihr scheinbar nicht enden wollender Redeschwall zu ihrem Markenzeichen.

Ihren ersten kleinen Fernsehauftritt hatte Gisela Schlüter, Spitzname „Lady Schnatterly“, in Vico Torrianis († 77) Show „Grüezi Vico“. Nach zahlreichen Gastauftritten in namhaften Fernsehshows erhielt die schlagfertige Berlinerin dann am 25. Januar 1963 beim NDR in Hamburg ihre eigene TV-Abendshow.

Noch heute besuchen Fans ihr Grab

Damit die Stargäste von der schillernden Entertainerin, die ohne Punkt und Komma auf sie einredete, von ihr nicht in den Schatten gestellt wurden, mussten sie sich oft in ungewöhnliche und auffallende Kostüme werfen: Heino trat als Showtänzer auf, Polit-Moderator Dieter Kronzucker als Louis Armstrong, Jürgen Marcus als Amanda Lear und Udo Lindenberg als Marlene Dietrich. Allein das sorgte schon für Lacher bei den Zuschauern.

Noch heute pilgern Gisela Schlüters Fans zu ihrem Grab im oberbayerischen Bad Kohlgrub. Dort ruht sie an der Seite ihres geliebten Lebensgefährten Hans Hubberten († 58). Der Fernseh-Autor hatte alle 35 Folgen der „Zwischenmahlzeit“ für sie geschrieben.

70er-Jahre: Zu Gast bei ihr sind Dieter Thomas Heck (l.) und Martin Jente


Selbst der Flott-Sprecher Heinz Schenk konnte Gisela nicht mundtot machen


Pompöös! Gisela Schlüter staunt über ihre tolle Hochfrisur


60er-Jahre: beim Dreh zur Silvestershow „Ab morgen haben wir Humor“


Die beliebte „Lady Schnatterly“ war gern an der Telefon strippe


Haben Sie das gewusst…?

Nach dem Tod ihres gestrippe liebten Partners Hans Hubberten (1988) ging es mit Giselas Schlüters Gesundheit bergab. Sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. 1993 brach sie sich bei einem Sturz die Wirbelsäule, später einen Oberschenkel und mehrere Rippen. Davon erholte sie sich nicht mehr und wurde bettlägerig. Dennoch träumte sie von einem Comeback. Gisela Schlüter starb am 28. Oktober 1995 – sieben Tage nach einem Schlaganfall.

Fotos: action press, Getty Images, INTERFOTO, P.Bischoff, picture alliance (5)