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Vorstand aktuell


Onkologische Pflege - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 05.06.2019
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Bildquelle: Onkologische Pflege, Ausgabe 2/2019

Sprecherin des Vorstands
paradies@kok-krebsgesellschaft.de


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

von den 365 Tagen des Jahres gehoren heute, wenn ich dies schreibe, bereits 151 Tage der Vergangenheit an.

Was ist bisher passiert? Noch sind die Ergebnisse des Pflegl-uofortprogramms von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch nicht spurbar, aber das Jahr 2019 hat ja noch 214 Tage! Bleiben wir gespannt …

Neben der taglichen anstrengenden, fordernden Arbeit auf Station und in den Praxen gibt es auch viele schone Momente, die unseren Tag zu einem tollen Arbeitstag machen – das Lacheln eines Patienten, das Dankeschon der arztlichen Kollegen an uns, nette Gesprache mit den Kollegen und vieles mehr.

Umso mehr argere ich mich uber die Aussage von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Prasident der Bundesarztekammer, auf einer Tagung des Weltarztebundes (WMA). Der Zugang zu einem voll ausgebildeten Arzt sei, so Montgomery, ein „Menschenrecht“.Nur in Fällen, in denen es keinen Arzt gebe, könne es auch hilfreich sein, Pflegekräfte zu haben, um die Lücke so gut wie möglich zu schließen.

Mir, nein uns in der onkologischen Pflege fehlt der Respekt vor der Kompetenz der professionellen Pflege von Seiten der Arzteschaft. Ich bin sehr froh, dass ich selbst viele arztliche Kollegen kennenlernen durfte, die der onkologischen Pflege auf Augenhohe begegnen und im multiprofessionellen Team fur unsere Patienten da sind.

Franz Wagner, Prasident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), hat es auf den Punkt gebracht: „Montgomery irrt gewaltig, wenn er davon ausgeht, dass die Gesellschaft auf die Kompetenz der Pflegefachpersonen und anderer Berufe im Gesundheitswesen verzichten oder deren Kompetenz als geringwertig schatzen kann.“ Nicht immer sei der Arzt zugleich auch der am besten geeignete Experte, „das ist international langst erwiesen.“ In erster Linie gehe es um eine Zusammenarbeit der pflegerischen und arztlichen Professionen, um die „ bestmogliche Versorgung“ der hilfebedurftigen Menschen zu erreichen.

Auch Andreas Westerfellhaus, der Pflegebevollmachtigte der Bundesregierung, auserte sich gegenuber derÄrzte Zeitung zu diesem Thema: „Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen kann sich keiner nirgendwo mehr leisten. Schon gar nicht in Zeiten des Fachkraftemangels, der mittlerweile jede Berufsgruppe im Gesundheitswesen trifft und die Versorgung der Menschen gefahrdet.“ Der Versuch, die Pflegekrafte zugunsten der Arzteschaft auszubooten, sei kontraproduktiv und von gestern.

Auserungen wie die des WMA-Prasidenten sind unterhalb der Gurtellinie, aber ich denke, wir wissen um unsere sozialen und fachlichen Kompetenzen.

Am 22. Februar 2019 fand das 1. Essener Onkologische Pflegesymposium statt (siehe hierzu S. 7). Einer der Hohepunkte war die Verabschiedung von Rita Bodenmuller Kroll, Grundungsmitglied der KOK und Tragerin des Pia-Bauer-Preises, in den Ruhestand. Im Namen des Vorstands wunsche ich Rita alles Gute und noch viele interessante Begegnungen in bester Gesundheit und viel Spas am Leben.

In diesem Zusammenhang rufe ich Sie auf, fur den diesjahrigen Pia-Bauer-Preis Kolleginnen oder Kollegen aus der onkologischen Pflege vorzuschlagen, die unseren Patienten mit Herzblut, fachlicher und sozialer Kompetenz zur Seite stehen. Der Preis wird auf dem 9. KOK-Jahreskongress am 6. und 7. September 2019 in Berlin vergeben. Ich wurde mich freuen, dort viele Kollegen begrusen zu durfen – es ist auch ein Statement nach ausen: Die onkologische Pflege nutzt Veranstaltungen und Kongresse nicht nur, um sich fortzubilden, sondern auch, um berufspolitisch Position zu beziehen. Bis zum Kongress sind es Stand heute nur noch 128 Tage!

Ihre

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Bildquelle: Onkologische Pflege, Ausgabe 2/2019

Kerstin Paradies

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