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Vorwort: 500 DTM-Rennen seit über 35 Jahren


Top Speed - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 27.09.2019
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Bildquelle: Top Speed, Ausgabe 10/2019

SEHR GEEHRTE LESER UND INSERENTEN,
in der September-Ausgabe von „Top-Speed“ veröffentlichten wir den Bericht über das DTM-Wochenende auf dem Lausitzring. Dass dabei der zweite Lauf gleichzeitig das insgesamt 500. Rennen dieser Tourenwagen-Serie war, blieb logischerweise nicht unerwähnt. Jedoch fehlte uns einfach der Platz, um Sie über einige wissenswerte Details dieser Erfolgsgeschichte zu informieren. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am 11. März 1984 gewann Harald Grohs die Premiere der damaligen Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft in Zolder. Die Meisterschaft gewann der Essener aber nicht, Volker Strycek holte sich den ersten Titel, allerdings ohne einen einzigen Sieg. Der spätere Opel-Motorsportchef sammelte einfach die meisten Punkte. Zwei Jahre später hatte der Däne Kurt Thiim in der Gesamtwertung die Nase vorn. Unser langjähriger Kolumnist gehört mit 19 ersten Plätzen zu den erfolgreichsten Fahrern dieser Tourenwagenserie. Am 24. Mai 1992 sorgte Ellen Lohr für besondere Schlagzeilen über die DTM. An diesem Tag bezwang die Mercedes-Pilotin auf dem Hockenheimring als all ihre männlichen Konkurrenten. Auch der 1982erFormel-1-Weltmeister Keke Rosberg gehörte zu den sichtlich betroffenen Herren. „Damals hat es mir etwas bedeutet, dass ich gewonnen habe. Inzwischen ist mir dieser Erfolg sehr wichtig geworden, da es jetzt schon so lange der einzige Sieg einer Frau in der DTM geblieben ist“, urteilte die Mönchengladbacherin. Neben Ellen Lohr starteten mit Annette Meeuvissen, Susie Wolff, Vanina Ickx, Katherine Legge, Rahel Frey, Beate Nodes, Mercedes Stermitz, Lella Lombardi, Henny Hemmes und Traudl Klink weitere Damen in den Rennwagen mit Dach. Mitte der 1990er-Jahre wurde aus der Deutschen TourenwagenMeisterschaft (DTM) die International Touring Car Championship (ITC). Aufgrund eines neuen Klasse-1-Reglements und international ausgetragen Läufen kletterten die Kosten ins Unermessliche. Dadurch erklärten Opel und Alfa Romeo Ende 1996 ihren Rücktritt aus der Serie, gleichbedeutend mit dem generellen Ende. Allerdings nur vorübergehend, denn 2000 kehrte die DTM, nun als Deutsche Tourenwagen-Masters, zurück. Der Blick in einige Statistiken, beide Epochen zusammengefasst, darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Sechs Fahrer gewannen mehr als einen Titel. Allen voran Bernd Schneider. 1995, 2000, 2001, 2003 und 2006 holte der gebürtige Saarländer den Titel, jeweils im Cockpit eines Mercedes. Klaus Ludwig wurde 1988 (Ford), 1992 (Mercedes) und 1994 (Opel) zum Champion gekürt. Mattias Ekström, Timo Scheider, Marco Wittmann und Gary Paffett holten je zwei Meisterschaften. Bernd Schneider (43 Siege), Klaus Ludwig (37 Siege), Mattias Ekström und Gary Paffett (je 23 Siege) feierten am häufigsten auf der höchsten Stufe des Podiums. Mit den beiden Finnen Keke Rosberg und Mika Häkkinen bereicherten zwei Formel-1-Weltmeister das Aufgebot der DTM. Die F1-Grand-PrixSieger David Coulthard, Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Alessandro Nanini und Jean Alesi steuerten ebenso einen dieser Tourenwagen. Auch der neunfache LeMans-Sieger Tom Kristensen bewies sein Können. Andere Fahrer nutzten die DTM als Sprungbrett in die Formel 1. Nach dem Hockenheimring (93 Läufe), dem Nürburgring (80 Läufe) und dem Norisring (46 Läufe) rangiert der Lausitzring mit nunmehr 25 Läufen schon an vierter Stelle. „500 Rennen sind ein wirklich beeindruckender Meilenstein. Dass wir am Lausitzring dieses Jubiläum erleben dürfen, macht mich als ITR-Vorsitzenden besonders stolz. In 35 Jahren hat sich die DTM zu einer der beliebtesten und spektakulärsten Rennserien der Welt entwickelt. Ein besonderer Dank gilt Gründer Hans Werner Aufrecht für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz für die Serie. Selbstverständlich gab es Höhen und Tiefen, aber die Fans sind uns immer treu geblieben. Diese Treue ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich, die DTM für die Zukunft weiterzuentwickeln – damit wir alle gemeinsam diese Erfolgsgeschichte noch lange weiterschreiben dürfen“, erklärte DTM-Chef Gerhard Berger. Am 25. August 2019 gewann René Rast das 500. Rennen auf der zwischen Berlin und Dresden gelegenen Strecke. Drei Wochen später wurde die Story dieser Tourenwagen-Kategorie auf dem Nürburgring fortgesetzt. Unseren Bericht über den 501. und 502. Lauf in der Eifel finden Sie in dieser Ausgabe.

Herzlichst

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Bildquelle: Top Speed, Ausgabe 10/2019

Ihr Hendrik Nöbel
Verleger „Top Speed“

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