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VROOOAMM!!


video - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 01.03.2019

Motorsportfans lieben ungedrosselte Motoren, die ihre „Musik“ ungefiltert herausbrüllen. Auch Heimkino-Fans wollen die Action aus vollen Zügen genießen. Mit diesen drei Subwoofern gelingt das für ein vergleichsweise kleines Geld.


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Bildquelle: video, Ausgabe 4/2019

Wegen der CO2 -Reduktion setzen die Autohersteller auf Downsizing. Sie ersetzen fette V8- und 6-Zylinder-Motoren gegen magere 3- und 4-Zylinder. Bei Lautsprechern gibt es seit Jahren auch eine Art Downsizing. Der Grund liegt allerdings nicht in der Rettung des Weltklimas. Durch möglichst schlanke Gehäuse wollen die Hersteller dicker Luft in den eigenen vier Wänden vorbeugen. ...

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Wegen der CO2 -Reduktion setzen die Autohersteller auf Downsizing. Sie ersetzen fette V8- und 6-Zylinder-Motoren gegen magere 3- und 4-Zylinder. Bei Lautsprechern gibt es seit Jahren auch eine Art Downsizing. Der Grund liegt allerdings nicht in der Rettung des Weltklimas. Durch möglichst schlanke Gehäuse wollen die Hersteller dicker Luft in den eigenen vier Wänden vorbeugen. Klobige Boxen mit dicken Bässen sind bei den meisten Partnern von HiFi- und Heimkino-Fans in etwa so beliebt wie Diesel in Stuttgart. Doch im Bass bringen es die meisten Mager-Boxen einfach nicht. Schon gar nicht, wenn „Mad Max“ oder „The Fast & the Furious“ auf dem Programm stehen. Kleine Bässe in engen Gehäusen betreiben nämlich auch ein Downsizing: Dann klingt der mächtige V8 von Vin Diesel mit einem Mal wie ein winziges 2-Zylinder-Öko-Aggregat im Kleinwagen.

Gib Bass, wir wollen Spaß

Um dem entgegenzuwirken und die volle Power aus den Blu-rays zu holen, gilt der Subwoofer als probates Mittel. Allerdings erweisen sich günstige Bassmodule mitunter als regelrechte Brüllwürfel, die nach kurzer Zeit ihren Reiz verloren haben. Hier haben wir für Sie drei Prachtexemplare mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis aus dem großen Bassmacher-Angebot herausgesucht und auf Hertz und Nieren getestet.

Die drei aktiven Subwoofer von Klipsch, SVS und Velodyne decken den Preisbereich zwischen 550 und 1700 Euro ab, sind also für unterschiedliche Budgets und Anwendungen interessant. Der Velodyne Impact mk2 10 ist günstig und perfekt für Wohnzimmer-Kinos geeignet. Der Klipsch SPL-120SW bringt für 750 Euro mächtig Dampf ins Spiel. Und der neue SVS PB-3000 ist der geborene Champion im Bereich unter 2000 Euro. Mit seiner App lässt er sich zudem bequem und umfangreich vom Sessel aus anpassen. Anschnallen, jetzt können V8s auf Ihrer Leinwand oder dem Flatscreen voll aufdrehen.

SVS PB-3000 // 1700 Euro

Das Rezept hat bei SVS inzwischen Tradition. Mit der 4000er-Serie griffen die Amerikaner auf Konzepte und Technologien zurück, die sie ursprünglich für die prestigeträchtige 16-Ultra-Serie entwickelt hatten. Die Kunst bestand darin, die Kosten der beiden kleineren Subwoofer abzusenken und trotzdem so viel wie möglich an Performance zu erhalten. Jetzt versucht SVS diesen Trick noch einmal mit der wiederum deutlich günstigeren 3000-Serie.

Diesmal erwies sich das Unterfangen als besonders knifflig. Schließlich kostet der SB-3000 (Test in der letzten Ausgabe) nur 1500 Euro. Beim deutlich größeren PB-3000 sind es 300 Euro mehr. Doch damit bleibt er im Preis 800 Euro unter dem großen Bruder SB-4000, der auf seiner Front drei statt zwei Bassreflexrohre trägt. Wie aufmerksame Leser inzwischen wissen, steht das Kürzel PB bei SVS für „Portet Box“, während das Kürzel SB für „Sealed Box“, also geschlossenes Gehäuse steht. Die beiden Gehäusevarianten tragen unterschiedlichen Anwendungsschwerpunkten Rechnung. Die geschlossenen Subwoofer empfiehlt SVS vor allem für Musik-Anlagen. Für Heimkino-Systeme hat der Hersteller eigentlich seine PB-Modelle vorgesehen, die mit ihrer Bassreflex-Unterstützung noch mehr Pegel in den unteren Oktaven in den Raum pumpen. Die mitgelieferten Schaumstoffpropfen für die Bassreflexrohre helfen zu vermeiden, dass dabei der Raum überfordert wird.

Praktische Bluetooth-App

Wer die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten nutzen möchte, kann dazu wie bei den beiden größeren Baureihen die SVS Subwoofer App verwenden. Dazu gilt es, den 44 Kilo schweren Koloss via Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet zu verbinden. Diese drahtlose Fernsteuerung ist natürlich der Königsweg, um etwa Pegeländerungen, Equalizer-Einstellungen oder den Effekt der stufenlosen Phasenregelung direkt vom Bauplatz aus zu beurteilen. Die Steuerung am Gerät wurde gegenüber dem PB-4000 abgespeckt und auf die Rückseite an das 800 W Sinus starke Elektronik-Modul verbannt. Dort übernehmen Leuchtdioden das Nutzer-Feedback. Das stellt gegenüber dem weithin sichtbaren Front-Display der größeren Baureihen eine Komforteinbuße dar, die allerdings erheblich Kosten spart, ohne damit die Klangqualität zu kompromittieren.

Was der PB-3000 im Hörtest ablieferte, ließ uns dann auch wirklich aufhorchen. Er kam eindrucksvoll tief in den Basskeller und wirkte für eine Bassreflex-Konstruktion bemerkenswert präzise und sauber. Sein blitzschnelles Ansprechen auf Impulse prädestiniert ihn nicht nur zur eigentlich vorgesehenen Nutzung in Surround-Systemen. Mit diesem trockenen Punch empfiehlt es sich auch für Musikfans, die Lust auf eine Extraportion Pegel haben.

Fazit

Der Teuerste im Test ist trotzdem ein Sonderangebot. Ein Hammer in jeder Hinsicht.

Klipsch SPL-120SW // 750 Euro

Jenen, die regelmäßigvideo lesen, könnte dieser schlichte Würfel zu Recht bekannt vorkommen. Mit seinem herausragenden Teamplay innerhalb des 5.1.2-Sets der Reference-Premier-Serie von Klipsch empfahl sich der SPL-120SW für diesen Subwoofer-Test. Zwar kann man von seinem kantigen, mit gemaserter Folie furnierten MDF-Gehäuse auf einen eher günstigen Preis schließen, aber nicht von der beeindruckenden klanglichen Performance. Angesichts des Respekt-Abstands zur 1000-Euro-Marke brauchen sich auch die Zutaten nicht zu verstecken.

Das Finish wirkt simpel, aber sauber umgesetzt. Und mit seinen 12-Zoll-Treiber braucht sich der Bassreflex-Subwoofer in seiner Klasse keinesfalls zu schämen. Im Gegenteil: Der für langen Hub optimierte 30-cm-Cerametallic Kupfer-Tieftöner ist in diesem Umfeld ein „amtliches Gerät“, das viel Luft bewegen kann und dabei steif bleibt. In Verbindung mit dem Front-Firing Internal-Flare-Port verspricht das einen stattlichen Tiefgang bei eindrucksvollem Pegel. Der Klipsch erreichte imvideo Messlabor 110 dB maximalen Schalldruck. Ein Wert, von dem die Konkurrenz in der Klasse unter 1000 Euro gemeinhin nur träumen kann.

Power to the People

Auch bei der zugehörigen Endstufe wurde nicht gespart. Der Class-DVerstärker liefert eine Sinusleistung von 300 W und bei Impulsen sogar das Doppelte. Zwar gibt es bei den Einstellmöglichkeiten am rückseitigen Elektronik-Modul nur das Nötigste, also Lautstärkeregelung, variable Übergangsfrequenz und eine zwischen 0° und 180° schaltbare Phase. Dafür verfügt der Klipsch SPL-120SW über einen WA-2-Wireless-Port, über den er sich drahtlos ansteuern lässt. Voraussetzung dafür ist das separat erhältliche kabellose WA-2-Subwoofer-Kit von Klipsch. Es ermöglicht die hochauflösende drahtlose Ansteuerung des Subwoofers für flexible Aufstellung. Gleichzetig reduziert es die Kabelverbindungen.

Im Hörtest überzeugte bereits in Ausgabe 2/19 in Verbindung mit den Boxen der Reference-Premier-Serie von Klipsch eine Eigenschaft, die sich schon in den Messungen des SPL- 120SW zeigte und die auch allen anderen Lautsprechern zugute kommt: Der Subwoofer besitzt eine vergleichsweise große Bandbreite und leistet sich innerhalb seines Übertragungsbereichs keinen ausgeprägten Peak, wie man ihn von zahlreichen Mitbewerbern kennt. Das erleichtert die Anpassung für einen fließenden Übergang zwischen den Boxen und dem Bassmodul. Ohne langes Experimentieren ließen sich die passenden Einstellungen finden. Die schnelle, gleichzeitig präzise Reaktion auf Impulse tat ein Übriges, dass der Klang wie aus einem Guss wirkte, ganz unabhängig davon ob man den SPL-120 SW mit Lautsprechern der eigenen Marke oder Fremdprodukten kombinierte.

Fazit

Wo Performance über Optik geht, kriegt man kaum etwas Besseres fürs Geld.

Velodyne Impact mk2 10 // 550 Euro

Der Begriff Modellpflege wäre angesichts der tiefgreifenden Änderungen am Impact mk2 10 ziemlich untertrieben. Der Subwoofer-Spezialist aus Amerika kümmerte sich bei seiner zweiten Auflage der Impact-Serie um alle Bereiche. Das Ziel war klar definiert. Der neue Impact mk2 12 und der hier getestete kleine Bruder Impact mk2 10 wurden mit besonderem Augenmerk auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis entwickelt. Nachdem sich beide Modelle bereits im letzten Jahr in unserer Schwesterzeitschriftstereoplay bewährten, wollten wir unseren Lesern den besonders günstigen 10-Zöller präsentieren.

Die 25,4 Zentimeter große Membran wird ohne Staubschutzkappe aus verstärkter, beschichteter Gewebefaser gefertigt. Für einen starken Antrieb sorgt die großzügig ausgelegte 2-Zoll-Kupferschwingspule in Verbindung mit einem 2,5 kg schweren Magnetsystem. Der Tieftöner nimmt fast die ganze Front ein, deren Seiten jeweils 32 cm lang sind. Doch die Entwickler setzen ganz unabhängig von Platzproblemen auf das Downfire-Prinzip. Von der Positionierung auf der Unterseite des 13,6 Kilo schweren Subwoofers versprechen sie sich eine Verringerung der Port-Geräusche, zumal sie an dieser Stelle genug Platz fanden, die Öffnung besonders strömungsgünstig auszulegen.

Perfekt für die gute Stube

Mit seinem annähernd würfelförmigen Design und liebevoll ausgeführten Details wie der unten und oben eingerahmten Bespannung oder abgerundeten seitlichen Gehäusekanten empfiehlt sich die ausgesprochen kompakte Konstruktion für Heimkinos in normaler Wohnumgebung. Dabei verlor Velodyne ganz offensichtlich auch die klassische Stereo-Klientel nicht aus den Augen. Man kann den Impact mk2 10 nicht nur, wie bei AV-Receivern üblich, über die Subwoofer-Ausgänge ansteuern. Mit seinen High-Power-Anschlüssen eignet er sich auch zur Verbindung mit den Lautsprecher-Klemmen konventioneller HiFi-Verstärker. In dieser Konfiguration übernimmt die zwischen 50 und 200 Hz anpassbare Tiefpass-Weiche des Subwoofers die Abtrennung der Hauptlautsprecher. Die Eignung für Stereo-Anlagen bleibt allerdings nicht allein auf das Anschluss-konzept beschränkt. Zwar sollte man sich bei diesem Bassmodul etwas mehr Zeit für die Anpassung an die Boxen nehmen. Dann entlohnt einen der kleine Zauberwürfel mit einem schnellen, und präzisen Bass, der sich nahtlos mit den Boxen verbindet. Neben der ausgezeichneten Präzision verblüffte uns der bemerkenswerte Tiefgang des Velodyne. Im Vergleich zum größeren Subwoofer von Klipsch SPL 120SW unter dem noch mächtigeren SVS PB-3000 mag die Pegelausbeute zwar relativ bescheiden wirken. In der Praxis dürfte sich beim Einsatz in normalen Wohnungen eher der Nachbar als der Nutzer beschweren.

Fazit

Großer Klang für kleines Geld bei kompakten Abmessungen: Daumen hoch!

AUS DEM MESSLABOR: Klipsch SPL-120SW

Schafft 110 dB maximalen Schalldruck, kommt bis 21 Hz - 3 dB respektive 20 Hz -6 dB. Klirr ist kein Problem, aber der DSP beschneidet den Tiefgang schon bei 95 dB unter 50 Hz recht deutlich. Vergleichsweise schmalbandig.

AUS DEM MESSLABOR: SVS PB-3000

Bis auf kleinen Peak um 20 Hz ausgewogener Frequenzgang, breitbandig, max. 17 – 159 Hz -6 dB, gut anpassbar. Schafft stramme 116 dB Schalldruck und erzeugtpraktisch keinen Klirr. Bei 100 dB setzt der Limiter ein.

AUS DEM MESSLABOR: Velodyne Impact mk2 10

Ausgewogener Frequenzgang. Mit 30 Hz -3 dB und 29 Hz bei -6 dB kommt er der geringen Größe geschuldet nur mäßig tief hinunter. Doch es wurde ein guter Kompromiss aus Maximalpegel (103,9 dB) und Tiefgang gefunden.

Damit haben wir getestet

MAD MAX: Fury Road , Endzeit-Epos mit Augenzwinkern in Dolby Atmos. Nie grollten die Reiter der Apokalypse in ihren V8-Kutschen eindrucksvoller.

Meine Meinung

STEFAN SCHICKEDANZ , SURROUND-EXPERTE


Wir wollten hier keinen direkten Vergleich innerhalb der gleichen Preisklasse veranstalten. Wir nahmen uns stattdessen drei Subwoofer vor, deren Performance uns auf die jeweilige Klasse bezogen besonders überzeugte. So können wir Ihnen drei herausragende Lösungen für unterschiedliche Budgets und Anwendungen präsentieren. Diese aktiven Bass-Module von SVS, Klipsch und Velodyne sind absolut top fürs Geld.