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Walfänger-Gräber im Permafrost: Spitzbergens Kulturerbe schmilzt


Archäologie in Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 11.09.2020
Artikelbild für den Artikel "Walfänger-Gräber im Permafrost: Spitzbergens Kulturerbe schmilzt" aus der Ausgabe 5/2020 von Archäologie in Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Archäologie in Deutschland, Ausgabe 5/2020

Seit den 1980er Jahren konzentrieren sich die Grabungen auf den Nordwesten Spitzbergens, insbesondere auf Likneset, Smeerenburg, Ytre Norskøya und Danskøya.


Die Inselgruppe Spitzbergen wurde 1596 im Rahmen erster Erkundungen der Nordostpassage von einer Expedition niederländischer Seefahrer entdeckt. Es ist Aufzeichnungen Willem Barents zu verdanken, dass uns die Geschichte dieser Entdeckung überliefert ist. Erste Berichte über die Sichtung vieler Wale, Robben und Walrosse in unmittelbarer Nähe der Inselgruppe ließen seinerzeit nicht lange auf sich warten. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wal‐ und ...

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... Robbenprodukten zu dieser Zeit, stieg das Interesse der Seefahrernationen Europas rasch an. Der Walfang etablierte sich in dem Gebiet und führte schon bald zu einem regelrechten Kampf um die Ressourcen sowie zu Rivalitäten zwischen den beteiligten Nationen. Somit prägten allen voran die Niederlande und England die frühe Geschichte Spitzbergens, aber auch Danemark‐ Norwegen, Frankreich, Spanien und Deutschland konkurrierten eifrig mit.

Bis heute finden sich insbesondere rund um den Smeerenburgfjord im Nordvest‐ Spitzbergen‐Nationalpark unzählige Hinterlassenschaften aus dieser Zeit des Walfangs. Am häufigsten kommen Überreste von Tranöfen, die zur Ölverarbeitung genutzt wurden, Fundamente von den Behausungen der Walfänger sowie große Gräberfelder zutage.

In der ersten Hälfte des 17. Jh. fand der Walfang in Küstennähe statt. Die Verarbeitung des Öls wurde in extra dazu eingerichteten Landstationen durchgeführt. Eine bekannte niederländische Walfangstation aus ebendieser Zeit ist Smeerenburg. Gegen Mitte des 17. Jh. zogen sich die Grönlandwale aus den Fjorden zurück ins offene Meer. Damit einhergehend veränderte sich die Technologie, damit der Walfang auch in tieferen Gewässern durchgeführt werden konnte. Die Landstationen verloren ihre Bedeutung, doch die Tradition, die Toten auf den mittlerweile gut etablierten Gräberfeldern zu bestatten, blieb bestehen. Eines der größten dieser Gräber ‐ felder ist Linkneset, das mit derzeit mehr als 200 bekannten Gräbern deutlich unterstreicht, dass der Walfang eine gefährliche Angelegenheit war.

Perlen im Permafrost

In den 1980er Jahren kam es zu verschiedenen Untersuchungen im Gebiet rund um den Smeerenburgfjord. Neben norwegischen Archäologen waren Grabungsteams aus den Niederlanden und Dänemark aktiv. Dabei wurden allein in Likneset, Smeerenburg, Ytre Norskøya und Danskøya insgesamt 92 Gräber geöffnet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen waren eine regelrechte Sensation, denn die Überbleibsel, Kleidungs‐ und Ausrüstungsstücke aus den 200 bis 400 Jahre alten Gräbern waren in einem unsagbar guten Zustand.

Im Jahr 2017 wurde ein Sarg in einem Teil Smeerenburgs geborgen, der bislang noch nicht von der Erosion erfasst worden war. Hier konnte untersucht werden, wie der Verfall des Materials in einem ungestörten Umfeld voranschreitet.


Die hervorragende Erhaltung der in den 1980er Jahren entdeckten Kleidungsstücke der Walfänger war eine Sensation: Nirgends sonst gibt es Funde, die einen derart detaillierten Einblick in die Lebens bedingungen und Ausrüs tung der westeuropäischen Walfänger des 17. und 18. Jh. geben.


An den Skeletten wurden Reste von Weichteilgewebe, Haut, Hirn und Organen gefunden. Die größte Überraschung jedoch barg die Kleidung, in der die Toten einst bestattet worden waren. Denn diese war in einem außergewöhnlich guten Zustand erhalten. Dazu zählen beispielsweise Mäntel, Hosen, Mützen, Strümpfe und Unterwäsche aus Leinen sowie Decken aus Wolle und aus Vadmal – einem besonders strapazierfähigen Gewebe ebenfalls aus Wolle. Selbst die Farben der Textilien hatten sich erhalten, was nach so langer Zeit überaus selten vorkommt. Neben den menschlichen Überresten und der Kleidung kamen Tonpfeifen, Scherben von Glasflaschen und Keramikgefäßen sowie Werkzeuge zu Tage. Auch an persönlichen Gegenständen mangelte es nicht – so zählen auch Kämme aus Knochen und Ohrringe zu den Funden.

All dies ist ebenso selten wie bedeutend. Schließlich ist bislang kein weiterer Fall bekannt, der eine derart umfangreiche und wohlerhaltene Sammlung von Kleidungsstücken, Gegenständen und Skeletten umfasst, die ein solch detailliertes Licht auf die Lebenssituation und Ausrüstung der westeuropäischen Walfänger des 17. und 18. Jh. wirft.

Dennoch wurden bis heute verhältnismäßig wenige Untersuchungen am Material aus diesen Ausgrabungen durchgeführt. Einerseits kam es zu osteologischen Analysen des Skelettmaterials, andererseits gab es Untersuchungen an den Textilien von Danskøya. Darüber hinaus wurden keine Forschungsbeiträge über das Material veröffentlicht, obwohl es so einzigartig ist. Lediglich eine Studie der niederländischen Textilien von Sandar Y. Comis ist hier eine Ausnahme.

Die guten Erhaltungsbedingungen der Walfanger‐Gräber auf Spitzbergen sind dem kalten Klima und dem Permafrost geschuldet. Permafrost oder Dauerfrostboden entsteht, wenn der Boden über das gesamte Jahr hinweg gefroren bleibt. Auf Spitzbergen ist der Permafrost mehrere Hundert Meter tief, aber im Sommer taut die obere Schicht auf. In der Praxis entspricht der Permafrost demzufolge im Winter einem Gefrierfach und im Sommer einem Kühlfach. Dadurch verfielen die Überreste in den Gräbern nur sehr langsam.

In den letzten 30 Jahren hat sich das Klima auf Spitzbergen jedoch verändert. Forscher konnten sowohl im Permafrost als auch in der Luft wärmere Temperaturen messen. Die obere Schicht begann nicht nur tiefer, sondern auch über einen längeren Zeitraum abzutauen. Dies hatte bakterielle Veränderungen und Pilzwuchs zur Folge, was sich wiederum auf die organischen Überreste auswirkte, die nun schneller verfielen. Während sich der Verfall in den Sommermonaten beschleunigt, wird er im Winter wieder gebremst. Selbst kleinste Temperaturschwankungen führen zu einer regelrechten Eskalation des Verfalls, was sich dramatisch auf das archäologische Material auswirkt.

Likneset ist eines der vielen von der Erosion betroffenen Gräberfelder im Smeerenburgfjord, zugleich einer der größten Friedhöfe Spitzbergens: 200 Bestattungen führen vor Augen, wie riskant der Walfang seinerzeit war.


Eine weitere Folge des Permafrosts ist, dass der Untergrund stabilisiert wird. Dieser besteht auf Spitzbergen hauptsächlich aus sehr losem Sedimentgestein, das leicht erodiert. Die Klimaerwärmung bewirkt also eine vermehrte Erosion der Küstenregion. Dies hat schwerwiegende Folgen auf die an der Küsten gelegenen archäologischen Fundstellen, von denen viele mittlerweile unmittelbar bedroht sind.

Klimawandel und die Frage des Machbaren

Die Erosion des Strandes hat den Bedarf an archäologischen Untersuchungen innerhalb der letzten Jahre dramatisch ansteigen lassen. Darauf ist auch zurückzuführen, dass der Sysselmann – die zuständige Behörde in Svalbard auf Spitzbergen – zwei neue Grabungen in der Region um den Smeerenburgfjord anordnete: eine in Likneset im Jahr 2016 und eine weitere in Smeerenburg im darauffolgenden Jahr. Ziel war es, die Überreste vor der unabwendbaren Zerstörung zu schützen. Außerdem sollte untersucht werden, welche Auswirkungen der Permafrost auf das Material im Boden hat.

Die Untersuchungen konnten belegen, dass der Verfall des archäologischen Materials im Boden innerhalb der letzten 30 Jahre drastisch zugenommen hat. Beispielsweise sind heute in den Gräbern keine Weichteile mehr erhalten, sondern nur noch Knochen. Und auch von Kleidungsstücken, die in den 1980er Jahren noch überdurchschnittlich gut erhalten waren, sind inzwischen lediglich Fragmente zu finden. Insbesondere vom Gräberfeld in Likneset liegt hervorragendes Vergleichsmaterial aus den Jahren 1986 und 2016 vor. Da die Gräber im selben Umkreis liegen, wird angenommen, dass sie aus derselben Epoche stammen.

Die Beobachtungen aus den jüngsten Ausgrabungen bestätigen also das, was die Klimaforschung sagt. Gleichermaßen gibt es auch deutliche Anzeichen dafür, dass die konservierende Wirkung des Permafrosts nachlässt – mit unmittelbaren Folgen für die archäologischen Hinterlassenschaften, die immer schneller der Zerstörung anheimfallen. Es ist davon auszugehen, dass ebendiese Situation noch weiter eskalieren wird.

Eine weitere Konsequenz wird in weni gen Jahrzenten sein, dass selbst die Knochen der Skelette nicht mehr erhalten sein werden. Dies ist selbstverständlich ein natür licher Prozess, der folglich nicht zu archäo logischen Grabungen führen wird. Es ist weder angedacht noch realistisch durchführbar, alle Gräber zu sichern, die vom natürlichen Verfall bedroht sind. Ergänzend müssen in diesem Zusammenhang aber eine Reihe ethischer Fragestellungen bedacht werden. Die Walfanger‐Gräber sind ein einzigartiges Fundmaterial aus dieser Epoche. Daher müssen Entscheidungen getroffen werden, um sicherzustellen, wie in Zukunft mit ihnen umgegangen wird.

Nicht selten wurden die Toten in voller Kluft bis hin zum geflickten Wollstrumpf bestattet. Während der Permafrost die Kleidung vor 30 Jahren noch nahezu vollständig konserviert hatte, finden sich heute nur noch Fragmente.


Hartes Leben an Bord

Die Skelette sind heute unsere wichtigsten Quellen für das Leben der westeuropäischen Walfänger. Doch obwohl wir über ein breites Spektrum an Material verfügen, wurden bislang verhältnismäßig wenige Untersuchungen vorgenommen, die das volle Potenzial dieser Fundgattung ausschöpfen. Dabei ist es sehr wichtig, dass wir mehr darüber erfahren. Deshalb erarbeitet der Sysselmann von Svalbard derzeit eine Art Leitfaden zum Walfanger‐Material. In diesem Leitfaden soll das bisherige Wissen zusammentragen werden, gleichzeitig soll er helfen, die Prioritäten für zukünftige Ausgrabungen festzulegen.

Beispielsweise ist bekannt, dass auf vielen Gräberfeldern Spitzbergens Seefahrer aus den damaligen größten Seefahrernationen liegen, insbesondere aus England und den Niederlanden. Dennoch ist unser Wissen über den Nutzungszeitraum sowie die Organisation der einzelnen Gräberfelder immer noch begrenzt. Zur See fuhren auch in jener Zeit schon Personen aus aller möglichen Herren Länder, und so wissen wir tatsächlich wenig darüber, wer in den einzelnen Gräbern liegt bzw. welche Nationen und welche Arbeitgeber darin repräsentiert sind.

Die osteologischen Analysen an den Skeletten geben Aufschluss über Geschlecht und Gesundheitszustand der Walfänger. Es handelt sich durchwegs um Männer. Ihr Alter variiert von sehr jungen etwa 10‐jährigen Knaben bis hin zu ausgewachsenen Männern. Krankheitsbilder, die an den Skeletten zu erkennen sind, zeichnen ein durchaus düsteres Bild. Viele Seefahrer waren gebrechlich und von frühester Kindheit an unterernährt. Die Skelette weisen auch Verschleißspuren und Schäden auf, die auf harte Arbeit zurückzuführen sind. Hinzu kommen Löcher in den Zähnen, die offenbar vom Tabakkauen verursacht worden sind. Rund 80 Prozent der Skelette zeigen schwarze Flecken an den Beinen, was auf Skorbut hinweist. Diese Krankheit stellt sich schleichend aufgrund von Mangel an Vitamin C ein, verursacht innere Blutungen und kann schließlich zum Tod führen. Es wird angenommen, dass Skorbut die häufigste Todesursache der Walfänger war. Da es eine Zeit lang dauert, bis sich erste Symptome der Krankheit zeigen, nimmt man an, dass die Unterernährung in den meisten Fällen bereits vor der Walfang ‐ saison bestand.

Dank neuer wissenschaftlicher Methoden ist es nun möglich, genauere Aussagen über die Walfänger von Spitzbergen zu treffen. Mithilfe von DNA‐ und Isotopenanalysen lassen sich sehr viel detailliertere Informationen über Verwandtschaftsverhältnisse, das Leben und auch die Kindheit einer Person aufspüren. Voraussetzung für ebendiese Untersuchungen ist die Entnahme von Proben aus Zähnen, Rippen oder Beinknochen der Individuen. Denn diese Kombination gewährleistet es, einen Blick auf unterschiedliche Wachstumsstadien einer Person zu werfen, und ermöglicht somit Rückschlüsse auf die Kost wie auch die Aufenthaltsorte zu verschiedenen Zeitpunkten im Laufe des Lebens.

Sowohl die DNA als auch Isotopen von sechs Skeletten, die vor Kurzem in Likneset und Smeerenburg gefunden wurden, werden derzeit ausgewertet. Ziel ist es, mehr über die Individuen herauszufinden, die an diesen Orten bestattet wurden, indem Fragen zum Geschlecht, dem Herkunftsort, dem Gesundheitszustand und der Ernährung geklärt werden. Darüber hinaus möchte man herausfinden, aus welchen Regionen die Personen stammen. Frühere Untersuchungen ergaben, dass sich einige der Walfänger über mehrere Jahre während der Jagdsaison auf Spitzbergen aufhielten. Auch über deren Kost im Kindesalter lassen sich Aussagen treffen. Solche Analysen können dabei helfen, nachzuverfolgen, wie sich der Gesundheitszustand der Walfänger im Laufe der Zeit veränderte, ob sie im Kindesalter Knochenbrüche erlitten oder an Mangelsymptomen infolge von Hunger litten.

Die Untersuchungen der letzten Jahre sind noch längst nicht abgeschlossen und bereits jetzt lässt sich sagen, dass überaus spannende Ergebnisse zu erwarten sind. Die Skelette mitsamt dem reichen Fundmaterial aus den Gräbern Spitzbergens geben Einblicke in einen wichtigen Teil des Lebens der europäischen Gesellschaften, aber auch des Handels im 17. und 18. Jh. Sobald die Ergebnisse der osteologischen Analysen mit jenen der Gegenstände und schriftlichen Quellen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, entsteht die Grundlage für neues Wissen, das uns wiederum näher an die Walfänger und deren Leben auf Spitzbergen sowie in deren Heimatländern bringt.