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Wann ist welche Rente möglich?


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Rente & Co - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 13.04.2022

PLANUNG

Das zentrale Formular für den Rentenantrag ist R0100. Doch bevor dieses ausgefüllt ist, sollte sehr genau geplant werden.

Artikelbild für den Artikel "Wann ist welche Rente möglich?" aus der Ausgabe 3/2022 von Rente & Co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Rente & Co, Ausgabe 3/2022

Spätestens Anfang 50 sollte sich jeder intensiv damit beschäftigen, wann welche Rente möglich ist und wie hoch sie sein wird.

Unterschiedlic he Bedingungen

Es gibt nicht die eine Rente, sondern 5. Und jede Rente hat unterschiedliche Mindest-Kriterien, die jeweils alle erfüllt sein müssen.

Wann kann man in Rente?

► Das kann leider nicht mit einem kurzen Satz beantwortet werden. Denn: Jede Rente – es gibt fünf verschiedene Altersrenten (siehe unten) – hat eigene Altersgrenzen und für die meisten Renten steigt die jeweilige Altersgrenze auch noch an. Das heißt: Es kommt auf die Art der Rente und den Geburtsjahrgang an.

Welche Kriterien sind für die einzelnen Renten zu erfüllen?

► Es ist stets eine Kombination aus Alter und erreichten Beitragszeiten; diese werden in Monaten ausgedrückt. Es müssen immer beide Kriterien erfüllt sein, also bestimmtes Alter und bestimmte Zahl von Beitragsmonaten.

Wann ist ...

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... frühestens eine Altersrente möglich?

► Wer nicht gesundheitlich beeinträchtigt ist, kann frühestens mit dem 63. Geburtstag in Rente gehen – das ist einfach zu beantworten. Gibt es gesundheitliche Probleme, zum Beispiel eine Erwerbsminderung, dann gelten Sonderregeln. Das gilt auch bei einer Schwerbehinderung (siehe nächste Seiten).

Welche Kriterien müssen für die früheste Rente erfüllt werden?

► Diese Rente heißt Rente für langjährig Versicherte. Beantragt werden kann sie frühestens zum 63. Geburtstag (der Antrag kann

Wann kann man in Rente?

► Das kann leider nicht mit einem kurzen Satz beantwortet werden. Denn: Jede Rente – es gibt fünf verschiedene Altersrenten (siehe unten) – hat eigene Altersgrenzen und für die meisten Renten steigt die jeweilige Altersgrenze auch noch an. Das heißt: Es kommt auf die Art der Rente und den Geburtsjahrgang an.

Welche Kriterien sind für die einzelnen Renten zu erfüllen?

► Es ist stets eine Kombination aus Alter und erreichten Beitragszeiten; diese werden in Monaten ausgedrückt. Es müssen immer beide Kriterien erfüllt sein, also bestimmtes Alter und bestimmte Zahl von Beitragsmonaten.

Wann ist frühestens eine Altersrente möglich?

► Wer nicht gesundheitlich beeinträchtigt ist, kann frühestens mit dem 63. Geburtstag in Rente gehen – das ist einfach zu beantworten. Gibt es gesundheitliche Probleme, zum Beispiel eine Erwerbsminderung, dann gelten Sonderregeln. Das gilt auch bei einer Schwerbehinderung (siehe nächste Seiten).

Welche Kriterien müssen für die früheste Rente erfüllt werden?

► Diese Rente heißt Rente für langjährig Versicherte. Beantragt werden kann sie frühestens zum 63. Geburtstag (der Antrag kann aber früher gestellt werden). Als zweites Kriterium müssen zum Zeitpunkt des geplanten Rentenbeginns 35 Jahre Beitragszeit (exakt 420 Monate) vorhanden sein.

Diese Beitragszeit wird rentenrechtlich als „Wartezeit“ bezeichnet. Als Beitragszeit dafür gelten:

→ Zeiten einer Lehre mit Rentenbeiträgen

→ Pflichtbeiträge aus einer Berufstätigkeit

→ Zeiten von Wehr-und Zivildienst

→ Zeiten der Kindererziehung

→ Zeiten der Pflege von Angehörigen

→ Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bzw. aus Renten-Splitting

→ Zeiten aus Anrechnungszeiten – das sind Zeiten mit Krankheit (Bezug von Krankengeld), Schwangerschaft und Studium

→ Zeiten einer Arbeitslosigkeit, auch unmittelbar vor dem geplanten Renten-Beginn.

Was ist der Nachteil dieser Rente?

► Die Abschläge. Wer diese Rente beantragt, muss lebenslange Abzüge hinnehmen. Berechnet werden die prozentualen Abzüge von der Regelaltersgrenze aus (siehe nächste Seite); die ist gleichbedeutend mit dem Alter, das man für die Regelaltersrente benötigt. Da die Regelaltersgrenze für jeden Jahrgang steigt, wird für jedes Jahr der Abschlag größer, wenn man diese Rente exakt mit 63 beantragt (s. li.). Wichtig: Der prozentuale Abschlag bleibt lebenslang; er verschwindet nicht, wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist.

Wenn Sie 1956 geboren sind

... dann gelten aktuell folgende Renten-Regeln

Zum Planen – dann ist eine Rente für Sie möglich

Sind Sie 1957, 1958, 1959, 1960 geboren? Sind oder werden Sie demnächst 63? Dann ist die Rente ganz nah. Aber wie nah? Und wie hoch sind Abschläge, wenn man etwas früher in Rente will? Auf den folgenden Seiten finden Sie die aktuellen Tabellen für 2022 – zum Nachlesen und Ausschneiden

►Die Regelaltersgrenze und damit eine abschlagsfreie Regelaltersrente ist für etwa die Hälfte dieses Jahrgangs möglich – diese liegt bei 65 Jahren und 10 Monaten.

► Die andere Hälfte die-ses Jahrgangs kann die Rente für langjährig Ver-sicherte beantragen, mit einem leichten Ab-schlag (s. re.). Voraus-setzung: 35 Jahre = 420 Monate Beitragszeit Für alle dieses Jahr-gangs ist auch die Rente für besonders langjährig Versicherte (RBLV) möglich – die Alters-grenze beträgt 63 Jahre und 8 Monate. Voraus-setzung: 45 Jahre = 540 Monat des Rentenbeginn s 2022 Monate Beitragszeit. Für alle dieses Jahrgangs ist auch die Rente für Schwerbehinderte (ohne Abschlag) möglich. Zweite Voraussetzung: GdB 50.

Regelaltersrente (ohne Abschlag)

Rente für besonders langjährig Versicherte (ohne Abschlag) Zahlenwert = Rente für langjährig Versicherte mit Abschlag in %

Lesebeispiel: Wer März 1956 geboren ist, kann zum 1. Januar 2022 die Rente für langjährig Versicherte mit 0,9 % Abschlag erhalten. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, kann auch die Rente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschlag beantragt werden. Oder die Rente für Schwerbehinderte ohne Abschlag. Zum 1. Februar 2022 ist dann die Regelaltersrente ohne Abschlag möglich.

Muss man diese Rente exakt mit 63 beantragen?

► Nein. Diese Rente kann zu jedem Termin zwischen dem 63. Geburtstag und der Regelaltersgrenze beantragt werden. Jeder Monat nach dem 63. Geburtstag verringert den Abzug um 0,3 %. Wer also z. B. 1959 geboren ist und 2022 63 wird und exakt dann die Rente beantragt, hat 11,4 % lebenslang Abschlag. Wer diese Rente erst 2023, also mit 64 beantragt, hat nur 7,8 % Abschlag (12 x 0,3 % = 3,6 %).

Gibt es bei allen Renten vor der Regelaltersgrenze Abschläge?

► Nein. Es gibt zwei Renten, bei denen es keine prozentualen Abzüge gibt, wenn die jeweiligen Kriterien erfüllt sind: Die Rente für besonders langjährig Versicherte (siehe oben) und die Rente bei Schwerbehinderung (siehe nächste Seite).

Wann ist frühestens eine Rente ohne Abzüge möglich?

► Das hängt vom Geburtsjahrgang ab. Sowohl bei der Rente für besonders langjährig Versicherte wie der für Schwerbehinderte steigen die Altersgrenzen an.

Wann ist die Rente für besonders langjährig Versicherte möglich?

► Wenn beim Beginn 540 Monate Wartezeit, also 45 Beitragsjahre, vorliegen und ein bestimmtes Alter erreicht ist (siehe oben).

Wenn Sie 1957 geboren sind ...

... dann gelten seit diesem Jahr diese Renten-Regeln:

►Die Regelaltersrente ohne Abschläge erreichen Sie erst mit 65 Jahren und 11 Monaten. Wer im Januar 1957 geboren ist, erreicht die reguläre Altersgrenze erst am 1. 1. 2023; wer im Dezember 1957 geboren wurde, erst zum 1. 12. 2023. Von diesen Zeitpunkten wird der Abschlag für die Rente für langjährig Versicherte berechnet.

►Die Rente für besonders langjährig Versicherte (RBLV) ohne Abschlag ist ab 63 Jahren und 10 Monaten möglich. Alle, die 1957 geboren sind, können diese Rente bereits beantragen. Voraussetzung: 45 Jahre (540 Monate) Beitragszeit.

► Die Rente für langjährig Versicherte ist ebenfalls für alle des Jahrgangs 1957 möglich. Voraussetzung: 35 Jahre (420 Monate) Beitragszeit. Allerdings müssen für diese Rente Abschläge hingenommen werden. Wer z. B. im Januar 1957 geboren ist und zum 1. Januar 2022 diese Rente möchte, hat 3,6 % Abschlag jeden Monat, wer im Dezember 1957 geboren ist und zum 1. Januar 2022 diese Rente möchte, sogar 6,9 % (s. u).

► Möglich für alle dieses Jahrgangs ist auch die Rente für Schwerbehinderte. Voraussetzung: 35 Jahre (420 Monate) Beitragszeit und (!) GdB 50. Ohne Abschlag ist diese Rente mit 63 Jahren und 11 Monaten möglich. Wer also im Dezember 1957 geboren ist und die Bedingungen (s. o.) erfüllt, konnte diese Rente abschlagsfrei zum 1. 12. 2021 beantragen; mit Abschlag (maximal 10,8 %) war die Rente bereits drei Jahre früher möglich.

Gelten für die Rente für besonders langjährig Versicherte die gleichen Regeln wie bei der Rente für langjährig Versicherte?

► Nein. Gefordert werden 540 Monate (45 Jahre). Gezählt werden aber dafür nur: → Pflichtbeiträge aus einer Berufstätigkeit oder einer Lehre

→ Freiwillige Beiträge, wenn mind. 18 Jahre Pflichtbeiträge vorhanden sind.

→ Zeiten aus einem Mini-Job (sofern keine Beitragsfreiheit gewählt wurde)

→ Wehr-und Zivildienst

→ Kindererziehungszeit (max. 10 Jahre)

→ Pflege von Angehörigen (wenn Beitragspflicht)

→ Zeiten mit Kranken-und Verletztengeld

→ Zeiten einer Arbeitslosigkeit, sofern diese nicht unmittelbar vor dem Rentenbeginn liegt

→ Zeiten mit Kurzarbeiter-, Schlechtwetter-, Winterausfalloder Insolvenzgeld. Es zählen keine Schul-oder Hochschulzeiten, keine mit Arbeitslosengeld II oder aus Versorgungsausgleich bzw. Renten-Splitting.

Was ist, wenn man 45 Jahre Beitragszeit, aber noch nicht das entsprechende Alter für diese Rente hat?

► Dann ist diese Rente nicht möglich. Beantragt werden könnte dann nur die Rente für langjährig Versicherte, sofern man den 63. Geburtstag bereits feierte.

Und wenn man weder die 45 Jahre für die Rente für besonders langjährig Versicherte noch die 35 Jahre für die Rente für langjährig Versicherte erreicht?

► Dann bleibt die Regelaltersrente. Diese gibt es ab der Regelaltersgrenze. Hinzu kommt ein zweites Kriterium: 60 Monate Wartezeit, die aber fast jeder erreicht, weil dazu neben Pflichtbeitragszeiten aus Beruf bzw. Lehre auch freiwillige Beiträge, Zeiten der Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Mini-Job oder Versorgungsausgleich zählen.

Und wenn man gesundheitliche Probleme hat?

► Dann gibt es zwei Ren-ten: Rente bei Erwerbsminderung – hier gibt es keine Altersgrenze; sie kann also jederzeit beantragt werden, sofern eine Erwerbsminderung vorliegt. Dies ist der Fall, wenn man aus gesundheitlichen Gründen höchstens noch 3 Stunden pro Tag einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Und die Rente bei Schwerbehinderung. Voraussetzung dafür sind 35 Jahre Beitragszeit (420 Monate) und (!) ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Dies ist oft nach schweren Krankheiten (Krebs, Herz-Infarkt usw.) der Fall.

Wenn Sie 1958 geboren sind ...

... dann gelten seit Januar diese Renten-Regeln:

► Die Regelaltersgrenze und damit die Regelaltersrente ohne Abschlag erreicht dieser Jahrgang erst mit 66 Jahren. Wer also im Januar 1958 geboren ist, erreicht diese Rente erst zum 1.2.2024, wer im Dezember 1958 geboren ist, erst zum 1.1.2025. Von diesem Zeitpunkt aus wird auch der Abschlag bei der Rente für langjährig Versicherte berechnet (s. u.).

►Die Rente für besonders langjährig Versicherte (RBLV) ohne Abschlag ist nun erst ab dem 64. Geburtstag möglich (zweite Voraussetzung: 45 Jahre [540 Monate] Beitragszeit). Das heißt, etwa die Hälfte der 1958 Geborenen kann diese Rente 2022 tatsächlich erreichen (s. u.). Alle, die erst im Dezember 1958 geboren wurden, haben aber beispielsweise gar keine Chance darauf.

►Die Rente für langjährig Versicherte (35 Jahre = 420 Monate Beitragszeit) ist aber für jeden dieses Jahrgangs möglich – allerdings mit kräftigen Abschlägen (s. u.).

►Möglich ist auch für viele dieses Jahrgangs die Rente für Schwerbehinderte. Voraussetzung: 35 Jahre Beitrags- zeit und GdB 50. Diese Rente ist mit Abschlag bereits seit 2019 möglich, ohne Abschlag ab diesem Jahr.

Rente für besonders langjährig Versicherte (ohne Abschlag) Zahlenwert = Rente für langjährig Versicherte mit Abschlag in %

Die meisten Arbeitnehmer wünschen sich einen Rentenbeginn mit 62 – ist das möglich?

► Nein. Möglich ist nur, die Zeit bis zur frühestmöglichen bzw. gewünschten Rente zu überbrücken, sofern man das zweite Kriterium, die Wartezeit, bereits erfüllt hat.

Wie kann man Zeiten überbrücken?

► Hier gibt es viele Möglichkeiten. Man kann z. B. zum 62. Geburtstag den Arbeitsvertrag 1959 kündigen, um bis 1960 zur frühestmöglichen Rente mit 63 1962 1961 von Erspartem zu 1963 leben. Möglich ist 1964 auch, sich arbeitslos zu melden oder Quelle: D und s nur noch per Mini-Job zu arbeiten. Wer dies vorhat, sollte genau planen. Vor allem mit Blick auf die Krankenkasse und den Status, den man mit Rentenbeginn erhält (s. S. 48 u. 56).

Muss man bestimmte Renten beantragen, wenn man die Bedingungen dafür erfüllt hat?

► Nein. Niemand ist gezwungen, eine Rente zu beantragen. Auch wenn man die Regelaltersgrenze erreicht hat, darf man weiterarbeiten bzw. muss keine Rente beantragen. Es gilt der Grundsatz: Eine Rente wird nur gewährt, wenn sie beantragt wurde; eine Rente wird nie (!) automatisch gezahlt, auch wenn alle Kriterien für eine bestimmte Rente erfüllt sind. Notwendig ist immer ein Antrag.

Wenn Sie 1959 geboren sind ...

... dann gelten diese aktuellen Renten-Regeln:

► Möglich ist 2022 nur die Rente für langjährig Versicherte – die Abschläge betragen je nach Geburtsmonat bis 11,4 %, lebenslang.

► Eine abschlagsfreie Rente ist 2022 noch nicht möglich.

►Die Regelaltersgrenze bzw. Regelaltersrente ohne Abschlag ist erst mit 66 Jahren und 2 Monaten möglich. Von diesem Datum werden auch die Abschläge oben berechnet. Wer im Januar 1959 geboren ist, also gerade 63 wurde, kann die Regelaltersrente ohne Abschlag erst zum 1. April 2025 erreichen, also in 3 Jahren.

►Die ebenfalls abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte können alle, die 1959 geboren sind, 2022 nicht erreichen. Dafür liegt die Altersgrenze nun bei 64 Jahren + 2 Monaten. Wer also im Januar 1959 geboren ist, kann diese Rente (45 Jahre = 540 Monate Beitragszeit) erst zum April 2023 erhalten.

► Möglich ist für diesen Jahrgang die Rente für Schwerbehinderte – allerdings mit Abschlag (max. 10,8 %). Voraussetzung: 61 Jahre und 2 Monate alt, 35 Jahre Beitragszeit und GdB 50.

Wenn Sie 1960 oder 1961 geboren sind ...

... dann sind 2022 keine regulären Altersrenten möglich. Allerdings für einige dieses Jahrgangs die Rente für Schwerbehinderte. Die Altersgrenze liegt bei 61 Jahren und 4 Monaten (Jahrgang 1960) bzw. 61 Jahren und 6 Monaten (Jahrgang 1961). Abschlag: maximal 10,8 %. Voraussetzung: 35 Jahre Beitragszeit und GdB 50!