Lesezeit ca. 3 Min.
arrow_back

Warum eigentlich nicht ...


Logo von Die neue Frau
Die neue Frau - epaper ⋅ Ausgabe 3/2023 vom 11.01.2023
Artikelbild für den Artikel "Warum eigentlich nicht ..." aus der Ausgabe 3/2023 von Die neue Frau. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Und? Was meinst du? Wollen wir ein bisschen wandern? Es ist so schönes Wetter.“

Sarahs Tochter Svenja nickte: „Aber nachher möchte ich rodeln. Und du kommst mit.“

Sarah lachte und strich sich eine blonde Strähne aus der Stirn. „Ja, mein Schatz, machen wir. Versprochen.“

Sarah und Svenja hatten wirklich eine wunderbare Woche erwischt. Es war zwar kalt, aber die Sonne strahlte vom Himmel. Schon lange hatte Sarah Urlaub in Gmund machen wollen, und jetzt hatte es endlich geklappt. Sie kannte den Ort aus ihren Kindheitstagen, denn damals hatten ihre Großeltern hier einen Bauernhof. Schaukeln unter Apfelbäumen. Versteckspielen im Heuschober.

Wohlig seufzend ließ Sarah den Blick über den Tegernsee gleiten. Sie saßen im Gasthof am Gasteig und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Die neue Frau. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2023 von Darum braucht sie keinen Partner mehr!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Darum braucht sie keinen Partner mehr!
Titelbild der Ausgabe 3/2023 von Nacktverbot für den Dschungel. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nacktverbot für den Dschungel
Titelbild der Ausgabe 3/2023 von So viel Jetzt leben sie gefährlich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
So viel Jetzt leben sie gefährlich
Titelbild der Ausgabe 3/2023 von Heimli ches Ja-Wo rt?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Heimli ches Ja-Wo rt?
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
HOROSKOP
Vorheriger Artikel
HOROSKOP
Bewegliche Hüften bis ins hohe Alter
Nächster Artikel
Bewegliche Hüften bis ins hohe Alter
Mehr Lesetipps

... frühstückten. Svenja merkte nicht, dass ihr Honig vom Brötchen auf den Pullover tropfte.

„Svenja“, mahnte Sarah und schüttelte den Kopf. „Gibt es eigentlich mal einen Tag, an dem du dich nicht bekleckerst?“

Ihre Tochter wippte mit den Füßen. „Ja, ja, ist schon gut ...“

Sarah schmunzelte. Ihre Tochter war wirklich ein Sonnenschein. Sie war heilfroh, dass ihre Kleine

die Trennung von Robert nicht zu sehr mitgenommen hatte. Natürlich sah sie ihren Papa immer noch, etwa alle zwei Wochen. Und sie hatten auch jetzt noch ein wunderbares Verhältnis. Das galt auch für Sarah.

Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst.

Victor Hugo

Die Kleine schritt so zügig voran, dass Sarah sie bremsen musste. „He, nicht so schnell! Du läufst mir ja davon!“

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte Sarah besorgt

Auf einmal kam ihnen ein humpelnder Mann entgegen, begleitet von einem Jungen.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte Sarah besorgt.

„Tja, ich weiß nicht“, sagte er. „Es ist im Moment ein bisschen mühsam, das muss ich zugeben.“ Er lachte. „Ich bin übrigens Gerald Berger. Und das ist mein Sohn Jonathan.“

Der Kleine und Svenja beäugten sich neugierig.

„Sarah Reimers. Kann ich mir den Fuß mal ansehen? Ich bin Orthopädin.“

Gerald Berger seufzte. „Na, das passt ja. Da sage noch einer, ich hätte kein Glück.“

Er setzte sich auf einen Baumstumpf, und Sarah tastete den Fuß ab. „Das ist eine Verstauchung des

Sprunggelenks und sicher eine Bänderdeh- nung. Wenn wir wieder unten sind, müssen Sie den Fuß kühlen und eine Bandage anlegen.“ Sie zog ein bedenkliches Gesicht. „Das werden Sie wohl noch eine Weile merken. Na gut. Wir machen jetzt Folgendes: Ich hake Sie unter, dann wird es schon gehen. Aber wir nehmen den Weg zurück über die Winneralm – das ist ein bisschen einfacher. Wo wohnen Sie denn?“ „Im Gasthof am Gasteig.“ „Ach ja?“ Sarah schmunzelte.

„Wir auch. Kommen Sie.“

Als sie in seinem Zimmer im Hotel ankamen, verarztete sie ihn. Sie strich eine entzündungshemmende Salbe auf seinen Fuß und bandagierte ihn. „So, und jetzt ist erst mal Ruhe angesagt. Sie legen sich hin und lagern den Fuß hoch.“ Und zu Jonathan sagte sie: „Du passt auf Papa auf, okay?“

Jonathan nickte. „Okay.“

„Danke. Ich weiß nicht, was ich ohne Sie machen sollte …“

Gerald musterte sie. „Danke. Ich weiß gar nicht, was ich ohne Sie machen sollte ...“ Sarah lächelte. „Na ja, es wird schon gehen, mein lieber Herr Berger. Ich schaue in zwei Stunden nach Ihnen.“ Sie stand auf und wandte sich ihm noch einmal zu: „Und schön liegen bleiben.“

„Das geht ja schon viel besser!“, freute Sarah sich, als Gerald und Jonathan am nächsten Tag den Speiseraum betraten. „Komm, setz dich. Wir haben gerade Fisch bestellt. Wollt ihr mit uns essen?“ „Oh ja!“, freute sich Jonathan. Gerald lachte. „Mein Sohn hat offenbar schon entschieden.“

„Papa, ich möchte nachher mit Svenja rodeln gehen“, sagte Jonathan und goss sich eine Cola ein. Gerald nickte. „Okay.“ „Aber du machst keinen Mist“, forderte Svenja. „Mich schubsen und so. Das mag ich nicht.“

Nach dem Essen zogen die beiden sofort los.

Gerald seufzte. „Es ist mal ganz angenehm eine Weile ohne Kids.“

Sie plauderten. Über ihre Kinder, über ihre Jobs. Ab und zu musterte sie ihn, fürsorglich, aber immer auch mit diesem Blick, der verriet, dass da mehr sein könnte.

„Ich würde dich gern wiedersehen in München“, sagte Gerald auf einmal. Sarah lächelte. „Ja?“ „Ich meine, nur, wenn du nichts dagegen hast. Ich ...“ „Ich möchte dich auch gern wiedersehen.“ Sie griff nach seiner Hand. Sie mochte seine braunen Augen und seine schwarzen Haare. Und überhaupt war da etwas, was Sarah magisch anzog. „Und morgen ziehen wir allein los.“

„Na ja, wir müssen erst mal sehen, was die Kinder vorhaben, sonst ...“

„Die schicken wir weg. Zum Rodeln. Die zwei sind doch ganz verrückt danach.“ Sarah lachte leise.

„Meinst du? Aber warum eigentlich nicht.“ Er rückte ein bisschen näher an sie heran. „Warum eigentlich nicht ...“ Er zog sie weiter an sich heran. „Du bist dann wohl mein kleiner Rettungsengel, oder?“

Sarah lächelte. „Ja, vielleicht …“

Lesen Sie nächste Woche den Krimi:

Kesslers Geheimnis