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Warum ist es so schwer, an den Märkten Geld zu verdienen?


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Traders - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 25.11.2021

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Bildquelle: Traders, Ausgabe 12/2021

Das Ende dieses Spiels sieht in der Regel so aus, dass ein Drittel der Teilnehmer pleite ist, das zweite Drittel Geld verloren und nur ein Drittel Geld verdient hat. Ralph Vince, Autor von drei Büchern über Money-Management, hat mit 50 Leuten, die keine Ahnung von Money-Management oder Statistik haben, ein ähnliches Spiel mit 100 Ziehungen gespielt. Es gab keinen Preis für den Gewinner. Sie wurden lediglich instruiert, so viel Geld wie möglich während des Spiels zu machen. Raten Sie mal, wie viele dabei Geld gewonnen haben? Es war eine niedrige einstellige Prozentzahl!

Typischerweise, mit Ausnahme der Pleite, gibt es ebenso viele verschiedene Schlussstände, wie es Teilnehmer gibt. Dabei starten alle mit demselben Geldbetrag und alle haben dieselben Trades (in diesem Fall Murmeln).

Am Ende aber gibt es jede Menge unterschiedlicher Resultate. Warum? Armseliges Money-Management und undisziplinierte ...

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... Psychologie. Und wenn die Leute schon Probleme haben, mit einem 60-prozentigen Murmelsystem Geld zu verdienen, wie sind dann ihre Chancen, an den Märkten Geld zu verdienen? Ziemlich traurig. Es gibt nur drei kritische Faktoren, die notwendig sind, um zu gewinnen:

1. ein System mit einem positiven Erwartungswert,

2. Money-Management und

3. Individualpsychologie.

Durchschnittliche Trader tendieren allerdings in der Regel dazu, alle diese Faktoren zu vernachlässigen.

„Die meisten von uns wachsen in einem Bildungssystem auf, das uns eintrichtert, wir müssten zu rund 95 Prozent richtigliegen, um exzellent zu sein.“

Trader verstehen nicht, was „System mit positivem Erwartungswert“

bedeutet Die meisten von uns wachsen in einem Bildungssystem auf, das uns eintrichtert, wir müssten zu rund 95 Prozent richtigliegen, um exzellent zu sein. Und wenn man nicht mindestens 70 Prozent richtig macht, hat man eben die Leistung nicht gebracht. In der Schule werden Fehler dann durch schlechte Noten bestraft. Dabei ist es doch so, dass menschliche Wesen gerade durch Fehler lernen. Vergleichen Sie das mit der richtigen Welt. Ein Fußballer, der vielleicht bei jedem fünften Schuss ins Tor trifft, bekommt Millionen bezahlt. Tatsächlich ist es so, dass im richtigen Leben nur sehr wenige Leute nahe an die Perfektion herankommen. Und viele Leute, die erfolgreich sind, haben oft in weniger als der Hälfte der Fälle recht. Tatsächlich haben Leute Millionen mit Handelssystemen gemacht, die gerade einmal zu 40 Prozent richtiggelegen haben. William Eckhard sagt in seinem fantastischen Interview in dem Buch „New Market Wizards“ von Jack Schwager, dass der Faktor, der wohl am meisten das Verhalten des durchschnittlichen Traders unterminiert, das überwältigende Bedürfnis ist, im gegenwärtigen Trade richtigzuliegen. Dieser eine Faktor behindert uns wohl am meisten beim Versuch, den Markt herauszufordern.

Aufgrund dieses Faktors versuchen die Leute ständig, Systeme mit hohen Trefferquoten zu finden, die in 70 Prozent der Zeit oder mehr Geld machen. Um solche Systeme zu finden, suchen sie ständig nach Einstiegsmethoden, die eine so hohe Trefferquote produzieren. Wenn Sie solche Einstiegsmethoden in Seminaren lehren, können Sie Tausende treuer Anhänger finden. Die Leute denken wirklich, das Geheimnis läge in den Einstiegen.

Wo sind die Ausstiege?

Wenn Sie aber wirklich Systeme mit solch hohen Trefferquoten untersuchen, werden Sie Folgendes feststellen:

1. Die Präsentationen funktionieren gut, da sie mit einer Vielzahl von „Best Case“-Beispielen illustriert werden.

2. Die Ausstiege werden kaum erwähnt, mit der Ausnahme, dass man einen Trailing-Stopp verwenden muss.

3. Wenn Sie solche Systeme ernsthaft testen, werden Sie feststellen, dass der Erwartungswert tatsächlich gar nicht so hoch ist, da bei den meisten der durchschnittliche Verlust über dem durchschnittlichen Gewinn liegt.

Wir sind konservativ bei Gewinnen und risikofreudig bei Verlusten

Systeme, die wirklich funktionieren, sind solche mit einer Trefferquote um 40 Prozent herum, bei denen der durchschnittliche Gewinn wesentlich höher ist als der durchschnittliche Verlust. Wichtig bei der Entwicklung solcher Systeme sind vor allem der adäquate Einsatz von Stopps und die Ausstiegspunkte, um Gewinne mitzunehmen. Diese Ausstiege sind jedoch sehr schwierig für die durchschnittliche Person, die ja dazu tendiert, risikofreudig zu sein, wenn sie hinten liegt, und konservativ, wenn sie vorne liegt.

Lassen Sie uns auf ein Beispiel schauen. Was würden Sie bevorzugen: a) einen sicheren Verlust von 900 Euro oder b) eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit auf einen Verlust von 1.000 Euro (und damit einer fünfprozentigen Chance, gar nichts zu verlieren)? Wählen Sie jetzt a oder b.

Weiter geht’s. Was würden Sie bevorzugen: a) einen sicheren Gewinn von 900 Euro oder b) eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn von 1.000 Euro (und wiederum der fünfprozentigen Möglichkeit, gar nichts zu gewinnen)? Wählen Sie nun wieder a oder b.

Die meisten Leute würden beim ersten Beispiel das Risiko wählen und die 95-prozentige Wahrscheinlichkeit des teureren Verlusts von 1.000 Euro in Kauf nehmen für die fünfprozentige Chance auf gar keinen Verlust.

Haben Sie das auch gewählt? Schauen wir mal, wie es funktioniert: Wenn Sie 1.000 Euro mit 0,95 multiplizieren, erhalten Sie einen Erwartungswert von 950 Euro. Das bedeutet, Sie haben einen schlechten Erwartungswert, nämlich einen Verlust von 950 Euro, gewählt, und das nur auf die vage Hoffnung hin, irgendwann wieder zurück auf null zu kommen. Aber wie heißt der erste Teil der goldenen Tradingregel? Verluste klein halten!

Was haben Sie beim zweiten Beispiel gewählt? Die meisten Leute wählen den sicheren Gewinn von 900 Euro. Punkt b gibt Ihnen aber einen Erwartungswert von 950 Euro (1.000 Euro x 95 Prozent = 950 Euro). Aber das steht der Art, wie die meisten Leute denken, entgegen. Sie nehmen lieber den sicheren Gewinn, anstatt ein Risiko einzugehen, wenn sie vorne liegen. Und wie lautet der Rest der goldenen Tradingregel – Profite laufen lassen, oder?

„Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen, so lautet die goldene Tradingregel. Aber halten wir uns auch daran?“

Hoher Erwartungswert

Hervorragende Tradingsysteme mit einem hohen Erwartungswert werden aus einem adäquaten Einsatz von Ausstiegen geformt. Aber wenn der adäquate Einsatz der Ausstiege der Art, wie wir denken, zuwiderläuft, ist es sehr schwer, ein gutes System zu entwickeln.

Unglücklicherweise ist es auch noch so, dass derartige Systeme, wenn sie einmal entwickelt sind, auch jene sind, denen die Leute am schwierigsten folgen können. Wir haben einen „Monte Carlo Simulator“ für verschiedene Tradingsysteme entwickelt. Sie geben die Anzahl von Trades ein, die Sie wahrscheinlich innerhalb eines Jahres machen und dazu die Trefferquote des Systems. Der Simulator sagt Ihnen dann, wie viele Verluste Sie wahrscheinlich während dieser Tradingperiode in Folge machen werden.

Was würde also wahrscheinlich mit einem System, das eine 40-prozentige Trefferquote hat und 350 Trades im Jahr produziert, in einer 3-Jahres-Periode geschehen? Nun, während dieser drei Jahre werden rund 1.000 Trades generiert. Und während dieser 1.000 Trades würden auch Verlustserien mit rund 15 bis 16 Verlusten in Folge auftreten. Wahrscheinlich würden nur wenige Leute ein System mit solchen Verlustserien nicht verwerfen.

Die Leute vernachlässigen das Money-Management

Money-Management ist der Teil Ihres Tradingsystems, der Ihnen sagt, wie viel. Nicht gerade aufregend, oder? Es gibt Ihnen nicht die Kontrolle über die Märkte, so wie etwa Ihre Einstiegsmethode. Es sagt Ihnen einfach nur, wie viel Sie bei einem bestimmten Trade einsetzen sollen. Akademische Studien haben gezeigt, dass Asset Allocation (auch nur ein anderes fantasievolles Wort für „wie viel“) zu über 90 Prozent verantwortlich für die Performancevarianz eines Portfoliomanagers ist. Sie haben bereits aus dem Murmelspiel gelernt, dass man mit einem 60-prozentigen System aufgrund schlechten Money-Managements Geld verlieren kann. Warum ist dann der adäquate Einsatz von Money-Management ein solches Problem?

Problem 1: Der Trugschluss des Spielers

Wie kann man mit einem 60-prozentigen System bei einer Eins-zu-eins-Auszahlung Geld verlieren? In einem 60-prozentigen System wird man wahrscheinlich Serien von sechs oder sieben Verlusten während 1.000 Versuchen haben. Aber man kann auch einfach fünf Verluste in Folge bei einem solchen System bei 50 Versuchen haben. Nehmen wir einmal an, wir starten mit einer solchen Verlustserie und haben eine Strategie gewählt, bei der wir jeweils zehn Prozent unseres Kapitals riskieren. Um es einfach zu halten, nehmen wir an, unsere Verlustserie beginnt bei 1.000 Euro. Sie beginnen mit einem Einsatz von zehn Prozent oder 100 Euro und bekommen den ersten Verlust. Sie haben nun 900 Euro übrig. Sie entscheiden nun, 90 Euro zu setzen und haben den nächsten Verlust. Es bleiben 810 Euro übrig. Nach diesem Verlust setzen Sie 81 Euro und erleiden den dritten aufeinanderfolgenden Verlust. Es bleiben 719 Euro übrig. An diesem Punkt könnte Ihr Denkprozess folgender sein: „Wir hatten drei Verluste in Folge und jetzt könnte ein Gewinn kommen! Schließlich arbeiten wir mit einem System, das zu 60 Prozent gewinnt. Ich denke, ich werde beim nächsten Trade 300 Euro setzen.“ Jetzt bekommen Sie aber den vierten Verlust in Folge und es bleiben Ihnen nur noch 419 Euro. Sie sind verzweifelt. Sie haben 60 Prozent bei nur vier Trades verloren. Sie denken: „Jetzt müssen wir einfach einen Gewinner haben!“ und entscheiden sich, abermals 300 Euro zu setzen. Jetzt kommt Verlust Nummer fünf und Sie sind bei 119 Euro. Sie müssen nun annähernd 900 Prozent gewinnen, um die Verluste aus den letzten fünf Versuchen auszugleichen. Die Chancen dafür sind sehr gering.

Einige von Ihnen denken vielleicht, sie hätten die fünf Verluste mit zehnprozentigen Einsätzen überstanden und erst danach 300 Euro gesetzt. Wenn das Ihr Denkprozess ist, haben Sie aber das gleiche Problem wie der ursprüngliche Trader. Man nennt es den Trugschluss des Spielers. Ihre Chance zu verlieren, liegt bei jedem einzelnen Trade bei 40 Prozent. Das hat nichts damit zu tun, was in der Vergangenheit geschehen ist. Wenn Sie so denken, haben Sie in dem Moment, in dem Sie die 300 Euro setzen, den sechsten Verlust in Folge.

Problem 2: Money-Management ist komplex

Die Kunst des Money-Managements ist mindestens so komplex wie die Kunst des Einstiegs in den Markt. Da nur sehr wenige Trader Interesse am Money-Management haben, haben auch die Softwareanbieter von Systemen diesen Aspekt völlig vernachlässigt. Wenn Sie also in der digitalen Welt von heute ein anständiges Money-Management praktizieren wollen, müssen Sie es auf einem Spreadsheet selbst tun.

Viele Trader vom Kaliber der Market Wizards funktionieren, weil sie gute Systeme mit einem hohen positiven Erwartungswert haben. Aber solche Systeme unterscheiden sich nicht bedeutend von denen, die auch ein durchschnittlicher Trader bekommen kann. Der Unterschied zwischen denen, die im Markt ihr Glück gefunden haben, und durchschnittlicher Performance liegt einfach im Money-Management. Gute Trader fügen einem guten System ein hervorragendes Money-Management-System hinzu und haben die Disziplin, es auch umzusetzen.

Die meisten Trader finden, dass die einfachste Form von Money-Management die ist, einfach einen Kontrakt pro so und so viel Geld zu handeln. Das ist zwar eine Lösung, sie funktioniert aber nicht bei Tradern mit einem kleinen Konto (also den meisten). In der Realität würde das bedeuten, dass ein solcher Trader zunächst einmal sein Kapital verdoppeln muss, bevor er sein Risiko erhöhen kann. Ed Seykota schlug auf einer Market-Wizards-Konferenz vor, Auszahlungsvektoren für die eigenen Systeme zu berechnen und darauf basierend das passende Money-Management dazu zu entwickeln. Mit Auszahlungsvektoren meinte er den Prozentsatz von Trades, die ein Gewinn/Verlust-Verhältnis von 10:1, 5:1 und so weiter haben. Als ihn dann jemand fragte, wie man zu diesen Vektoren dann ein anständiges Money-Management entwickeln könne, tippte er sich nur mit einem Finger an die Stirn und sagte: „Nachdenken.“

Problem 3: Die meisten Trader haben nicht genug Geld

Laut Ed Seykota ist jeder, der mehr als drei Prozent seines Kapitals bei einem Trade riskiert, ein Hasardeur. Ihr Risiko bei einem Trade ist die Differenz zwischen Einstiegspreis und Stopp. Nehmen wir an, Sie gehen eine Long-Position in Gold bei 400 Euro ein. Der Stopp liegt bei 390 Euro. Bei einem Kontrakt repräsentieren diese zehn Euro ein Risiko von 1.000 Euro. Wenn Sie ein Konto von 25.000 Euro haben, würde das Risiko eines Kontrakts bei vier Prozent liegen. Man kann Sie also einen Hasardeur nennen.

Die meisten Trader gehen allerdings mit 10.000 Euro oder noch weniger in den Markt. Sie handeln so ziemlich alles und jeder einzelne Trade ist ziemlich riskant, da einfach zu wenig Kapital vorhanden ist. Klar, man kann einige Commodities im Agrarbereich mit einem 10.000-Euro- Konto handeln. Sie können auch viele andere Märkte damit handeln, wenn die Stopps sehr eng liegen beziehungsweise das System darauf ausgerichtet ist, mit engen Stopps zu arbeiten. Aber die meisten Leute, die in den Markt gehen, haben schlicht zu wenig Geld, um das zu tun, was sie versuchen zu tun. Konsequenterweise denken sie nicht über den wichtigsten Faktor im Trading – wie viel? – nach, denn sie handeln bereits zu viel. Wenn sie im Markt überleben und ihr Konto beginnt zu steigen, fangen sie an, über die einfachste Form von Money-Management nachzudenken: „Ich habe jetzt 20.000 Euro auf meinem Konto. Vielleicht sollte ich jetzt zwei Kontrakte handeln.“

Was ist die Lösung?

Wir haben drei Probleme aufgezeigt, die illustrieren, warum es für den durchschnittlichen Trader so schwer ist, an den Märkten Geld zu verdienen. Als Lösung dafür sind zwei Dinge nötig:

1. die Entwicklung von Handelssystemen mit hohem Erwartungswert und

2. Money-Management.

Der erste Schritt, um diese Probleme zu lösen, liegt darin, sie zu erkennen. Wenn man zum Beispiel erkannt hat, dass es wichtiger ist, ein System mit einem hohen positiven Erwartungswert zu haben anstatt eins mit einer hohen Trefferquote, ist ein großer Schritt getan. Sie können anfangen, nach Ausstiegen zu suchen, die Ihnen einen hohen Erwartungswert geben, anstatt nach Einstiegen zu suchen, die die Trefferquote des Systems erhöhen.

Zweitens: Wenn Sie ein System mit einer hohen Trefferquote haben, das Ihnen viele Trades gibt, werden Sie anfangen zu realisieren, dass der Schlüsselfaktor im Money-Management liegt. Wenn Sie als Trader wissen, was Sie wollen (zum Beispiel ein hohes Gewinn/Verlust- Verhältnis, niedrige Drawdowns, sehr hoher jährlicher Ertrag), können Sie Money-Management benutzen, um ein System zu entwickeln, das diese Ziele erreicht.

Fazit

Der Schlüssel zum Heiligen Gral ist es, einem System mit hohem Erwartungswert Money-Management hinzuzufügen und sich selbst zu kontrollieren. Wenn Sie zu dieser Einsicht gekommen sind und sie beim eigenen Trading umsetzen, haben Sie einen gigantischen Schritt in Ihrer Entwicklung als Trader gemacht.