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WAS IST LOS IN ANGELES?


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Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 47/2022 vom 24.11.2022

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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 47/2022

Designer lieben LEDs ? und nutzen das Licht, um Linien zu betonen

GENESIS

Genesis erweitert seine X-Concept-Reihe um ein bildschönes Cabrio. Der Viersitzer mit Metallklappdach setzt auf klassische Roadster-Proportionen mit muskulösen Schultern und langer Motorhaube – obwohl dort gar kein Ver- brenner mehr Platz braucht. „Hier können wir viele Bauteile aus dem Cockpit unterbringen, die sonst hinter der Mittelkonsole stecken“, erklärt Chefdesigner Luc Donckerwolke bei der Premiere in Malibu. „So schaffen wir Platz im Interieur.“ Offiziell ist das Genesis X Convertible ein Viersitzer, die besten Plätze sind aber wie so oft in der ersten Reihe. Wie bei den anderen X-Studien ist das Cockpit fahrerorientiert, auf einen Zentralbildschirm verzichtet Genesis. Zur Technik des Fünf-Meter-Cabrios äußert sich Genesis wie ...

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... schon bei den beiden Vorgänger-Studien nicht, auch eine Serienproduktion ist nicht bestätigt. Zwischen den Zeilen ist aber zu hören: Coupé und Cabrio könnten Realität werden, nur das lang gezogene dürfte eine reine Fingerübung bleiben.

AMERIKA IST GESPALTEN. Nicht nur politisch, sondern auch, was die Autos anbelangt. Okay – nicht ganz Amerika. In den sogenannten Flyover States, also alles, was nicht in der Nähe der Ost- oder Westküste liegt, ist die Welt noch in Ordnung, der Achtzylinder-Pick-up noch an der Tagesordnung. Schaut man sich dagegen auf den Highways und Interstates in und um Los Angeles um, sieht man ein anderes Amerika. Eins, das langsam aber sicher auf den Elektro-Geschmack kommt. Es ist beeindruckend, wie viele Tesla Model S, 3, X und Y sich hier tummeln – egal in welchem Stau man steht, vor, neben oder hinter einem ist mit Sicherheit ein Stromer. Dazu kommen die neuen Player, Rivian mit seinen E-Pick-ups, Lucid mit der eleganten Limousine, und auch der elektrische Ford F-150 Lightning taucht hier inzwischen wie selbstverständlich im Straßenbild auf – was vor allem den größten Konkurrenten GM ärgern dürfte. Kein Wunder, dass der auf der LA Auto Show sein Pendant, den elektrischen Chevrolet Silverado, ins Rampenlicht rückt und noch zwei weitere E-Autos dazupackt.

TOYOTA

Der Toyota Prius war zweifelsohne ein Vorreiter, wirklich schön aber war er nie. Bis jetzt! 25 Jahre nach dem Start der ersten Generation zeigt Toyota den Prius Nummer fünf, der zwar der typischen, aerodynamisch vorteilhaften Keilform treu bleibt, aber schicker denn je vorfährt und nichts mehr von einem „Ich-bin-anders-Design“ zeigt. Gegenüber dem Vorgänger ist er ein bisschen kürzer und tiefer (4,60 Meter lang, 1,42 Meter hoch), vor allem steifer und leichter. Und: Toyota setzt ausschließlich auf den Plug-in-Hybrid, kombiniert einen Zweiliter-Benziner (148 PS) mit einem 160-PS-E-Motor an der Vorderachse, die zusammen maximal 233 PS zur Verfügung stellen – fast doppelt so viel wie bisher. Zu Reichweite, Verbrauch und Preis macht Toyota noch keine Angaben.

Rein elektrisch fährt die Studie bZ Compact SUV Concept vor, das nächste Puzzleteil in Toyotas groß angelegter E-Strategie und ein erster Ausblick auf einen C-HR-Nachfolger. Spannend: das Cockpit mit gebogenen Bildschirmen, Steuerhorn-Lenkrad und in Oberflächen eingearbeiteten Bedienelementen, zum Beispiel für die Fensterheber. Technische Details oder Infos zum Serienstart? Nein.

Ebenfalls am Toyota-Stand: der neue Crown. In seiner mittlerweile 16. Generation hat sich das einstige Flaggschiff zur 4,93 Meter langen Crossover-Limousine mit etwas mehr Bodenfreiheit gemausert. Neu ist der Frontantrieb, der auf Wunsch durch einen E-Motor an der Hinterachse zum Allrad erweitert wird. Den Antrieb übernehmen hybridisierte Vierzylinder. Unverändert bleibt dagegen Toyotas Marktstrategie, nach der Europa für den Crown tabu ist.

!Lange setzte Toyota auf Vollhybride, das ändert sich. Der Prius kommt immer mit Stecker

Und sonst? Steht die Messe weder unter dem Elektro- noch unter dem Verbrennerstern, sondern am meisten unter einem verblassenden. Die nur zwei Hallen sind locker besetzt, Neuheiten eher rar, Besucher am Pressetag ebenso. Highlights? Der neue Toyota Prius, der endlich auch optisch punkten kann; das Genesis X Convertible, das einfach nur bildschön ist; der neue Subaru Impreza, weil das Festhalten am Kompakten mit Boxermotor so sympathisch-schrullig ist – und der Porsche 911 Dakar (s. S. 12), der, zumindest in mir, einen Haben-wollen-Effekt auslöst. Ansonsten löst die Messe vor allem eins aus: Die Hoffnung darauf, dass nur das Interesse an Autoshows nachlässt, nicht aber am Auto selbst.

Micha Gebhardt

CHEVROLET

Chevrolet hat im Laufe des Sommers in Sachen E-Mobilität aufgerüstet und zeigt auf der LA Auto Show sein Elektro-Trio. Der Pick-up Silverado tritt direkt gegen den Ford F-150 Lightning an, soll gut 650 Kilometer schaffen und kommt im Frühjahr 2023 zu den US-Händlern – zunächst für 105 000 US-Dollar als First Edition, später für faire 39 000 US-Dollar in einer Nutzfahrzeug-Version. Geladen wird mit 350 kW, gezogen werden können bis zu 4,5 Tonnen. Praktisch: Auf der Messe zeigt Chevrolet eine umklappbare Rückwand, die die Ladefläche quasi bis zu den Vordersitzen erweitert. Daneben stehen der elektrische Equinox (der früher als Opel Antara auch bei uns zu haben war) und der etwas größere Blazer, zwei SUV mit rund 500 Kilometer Reichweite. Beide buhlen mit VW ID.4, Tesla Model Y und Ford Mustang Mach-E um Kunden – allerdings nicht in Europa.

FOTOS: MICHAEL GEBHARDT (12), HERSTELLER (3) S UBARU

!Der elektrische Mehrkampf fängt in den USA gerade erst an. Konkurrenz belebt das Geschäft

SUBARU

Subaru hat die sechste Generation des Impreza mit zur LA Auto Show gebracht. Der Kompakte orientiert sich optisch stark am SUV XV beziehungsweise jetzt Crosstrek, das Heck fällt steil ab, die Front ist flach und lang – typisch für den verbauten Boxermotor. Der leistet in der US-Ver- sion als Zweiliter 154 PS und kommt mit stufenlosem Getriebe, in der stärkeren RS-Version mit 2,5-Liter-Motor sind es 185 PS, die von einer Achtgang-Automatik verwaltet werden. Allradantrieb ist bei beiden Serie. Innen zieht ein neues Infotainmentsystem mit 11,6-Zoll-Hochkant-Touchscreen ein. In den USA soll der Impreza im Frühjahr 2023 auf den Markt kommen, wann er es nach Deutschland schafft, ist noch unklar.

FORD

Ford kommt ohne Weltpremiere nach Los Angeles, zeigt nach der Enthüllung auf der Detroit Motor Show im September nun aber auch dem Westküsten-Publikum den neuen Mustang – und setzt damit einen Kontrapunkt zur E-Mobilität. Das Stromern überlässt Ford dem SUV Mustang Mach-E, der klassische Sportwagen setzt weiterhin auf einen Fünfliter-V8 mit 480 PS – zumindest in der Spitze. Darunter gibt es weiterhin auch Vierzylinder-Turbos. Neben dem Coupé bringt Ford die Neuauflage des Mustang auch wieder als Cabrio mit Stoffverdeck und überraschend großem Kofferraum, innen setzt der Mustang auf ein Digital-Cockpit. Nach Deutschland soll er im Spätsommer 2023 kommen, Preise sind noch offen.

HONDA

In Europa ist der Honda Accord längst Geschichte, doch weltweit feiert der Mittelklässler große Erfolge. Damit das so bleibt, schicken die Japaner nun die bereits elfte Generation ins Rennen, und die orientiert sich optisch am kleinen Bruder Civic. Heißt: Auch der Accord tritt relativ konservativ auf, gibt sich mit schmalen Scheinwerfern und kleinem Kühlergrill zurückhaltend. Innen ist der Accord ebenfalls wenig experimentierfreudig, setzt auf ein klassisches Cockpit mit echten Tasten und aufgesetztem Display. Künftig fährt der Japaner als Hybrid mit jetzt 207 PS oder als 194 PS starker 1.5er Turbo vor – aber weiterhin nicht bei uns.