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Was Kleintiere fressen dürfen Guten Appetit!


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Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 16.09.2022

Ratgeber Kleintier

Artikelbild für den Artikel "Was Kleintiere fressen dürfen Guten Appetit!" aus der Ausgabe 10/2022 von Ein Herz für Tiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 10/2022

Gesundes Grünfutter Frische Salatblätter mögen hungrige Meerlis besonders gern

Vegan oder Paleo? Low Fat oder Low Carb? In Bezug auf die menschliche Ernährung gibt es immer wieder neue Trends und wissenschaftliche Erkenntnisse. Denn was als gesund gilt und was nicht, ist keinesfalls in Stein gemeißelt. Ganz im Gegenteil: Was dem einen schmeckt und gut bekommt, kann für den anderen schädlich sein. Das Thema Ernährung ist ein sehr individuelles – und das gilt auch für Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Wer eine freche Meerli-Bande oder eine lustige Langohr-Clique zu Hause hat, sollte sich daher genau darüber informieren, was seine Lieblinge fressen dürfen. Welche Komponenten sollten den Hauptbestandteil ihrer Nahrung ausmachen? Was dürfen Nager und Co. nur ab und zu fressen? Und was hat auf ihrem Speiseplan überhaupt nichts verloren? Wir beleuchten die Fressgewohnheiten der beliebtesten Kleintiere näher und geben Tipps für eine artgerechte ...

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... Fütterung.

Wer wissen möchte, was das ideale Futter für Hauskaninchen ist, sollte sich die wilden Verwandten unserer Heimtiere ansehen. Wildkaninchen sind reine Pflanzenfresser, die sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und Blättern ernähren. Ab und an mümmeln sie an Zweigen und Rindenstücken, um ihre stetig nachwachsenden Zähne abzuschleifen. Mit dieser Futterzusammenstellung sind auch unsere heimischen Kaninchen wie Löwenköpfchen und Zwergwidder bestens versorgt. Da allerdings die wenigsten Mümmelmänner ganzjährig über duftende Blumenwiesen hoppeln können, sollte ihnen als Grundnahrungsmittel hochwertiges Heu gegeben werden.

Zweige zum Knabbern

Die getrockneten faserreichen Halme bilden die Basis einer artgerechten Kaninchenernährung und sollten den Tieren jederzeit zur Verfügung stehen. Die Langohren müssen nämlich zu jeder Tages- und Nachtzeit fressen können. Kaninchen besitzen einen sogenannten Stopfmagen und fressen täglich etwa 80 Mini-Mahlzeiten. Nur wenn beständig zerkauter Nahrungsbrei in den Magen nachrutscht, kann eine kleine Menge Mageninhalt vorwärts in den Darm gedrückt werden. Auf diese Weise bleibt die Verdauung der Mümmelmänner in Schwung. Damit ihre Zähne gut abgenutzt werden, benötigen sie zusätzlich Zweige von Haselnusssträuchern oder Obstbäumen, die sie nach Herzenslust anknabbern dürfen.

Natürlich dürfen Kaninchen auch frisches Grünfutter wie Gras, Blätter und Kräuter fressen. Wenn ein Tier allerdings bisher hauptsächlich Raufutter bekommen hat, sollte die Umstellung schrittweise erfolgen, um Magen-Darm-Problemen vorzubeugen. Empfehlenswert ist vor allem wasserhaltiges Gemüse wie Blattsalat, Spinat und Mangold. Die Experten der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz raten, Kaninchen täglich mit 200 Gramm Frischfutter pro Kilogramm Körpergewicht zu versorgen. Obst wie kleine Apfel- oder Birnenstückchen sollten allenfalls als Leckerli zwischendurch gegeben und am besten direkt aus der Hand gefüttert werden. Auch Alleinfutter bzw. Kraftfutter für Kaninchen sollte den Tieren nur in kleinen Mengen angeboten werden. Wichtig ist hierbei eine ausgewogene Zusammenstellung mit wertvollen Sämereien, Saaten und Kernen. Kohlenhydrate in Form von Getreide oder Zucker sollten nicht enthalten sein. Eine hochwertige Futtermischung kann eine sinnvolle Ergänzung für den Kaninchen-Speiseplan darstellen, vor allem bei Außenhaltung im Winter sowie bei trächtigen oder geschwächten Tieren.

DIY-Tipp: Gesunde Leckerli selber machen

Gemüsechips eignen sich für Kaninchen und Nager wunderbar als kleiner Snack für zwischendurch. Die Leckerei lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Verschiedene Gemüsesorten wie Sellerie, Pastinaken, Karotten, Zucchini und Paprika werden gewaschen, in Stücke geschnitten und auf einem Backblech nebeneinandergelegt. Den Backofen auf 80 Grad einstellen und die Gemüsestückchen darin vier bis sechs Stunden lang trocknen. Dabei muss die Backofentür leicht geöffnet sein, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. In einem fest verschließbaren Glas halten die Gemüsechips mehrere Monate.

Heu ist die Basis

Obwohl es sich bei Kaninchen und Meerschweinchen um zwei völlig unterschiedliche Tierarten handelt, so haben sie in Sachen Ernährungsgewohnheiten doch einiges gemeinsam. Beide Arten stammen ursprünglich aus kargen, eher trockenen Gegenden und kommen mit nährstoffarmem Futter daher bestens zurecht. Gewusst? Die natürliche Heimat der Wildkaninchen ist die Iberische Halbinsel, während die wilden Verwandten der Meerlis in Südamerika leben. Sowohl bei Kaninchen als auch bei Meerschweinchen ist die Verdauung auf ein energiearmes Nahrungsangebot ausgelegt: Beide sind wahre Meister darin, alle nötigen Nährstoffe aus Gräsern zu gewinnen.

Dementsprechend sind auch Meerschweinchen auf duftendes, rohfaserreiches Heu als Grundbaustein ihrer Ernährung angewiesen, wenn sie als Haustiere gehalten werden. Genau wie Kaninchen sind die quiekenden Nager reine Pflanzenfresser und nehmen viele kleine Häppchen am Tag zu sich. Zusätzlich zum Heu bekommen Meerschweinchen morgens und abends jeweils eine Portion mit abwechslungsreichem Frischfutter. Jede Mahlzeit sollte zur Hälfte aus faserreicher Rohkost wie Salat, Löwenzahn und/ oder Kräutern bestehen. Die andere Hälfte bildet frisches Gemüse wie Karotten, Sellerie, Fenchel und/oder Paprika. Denn einen entscheidenden Unterschied gibt es bei der Fütterung von Kaninchen und Meerschweinchen: Die Nager müssen mit ihrer Nahrung Vitamin C aufnehmen – genau wie wir Menschen. Ansonsten entwickeln sie Mangelerscheinungen. Obst gibt es aufgrund des hohen Zuckergehalts nur als kleine Belohnung zwischendurch. Ungespritzte Zweige von Obstbäumen, Weiden oder Birken sorgen für den nötigen Zahnabrieb.

Tierisches Eiweiß

Zwei entfernte Verwandte unserer Meerschweinchen sind ebenfalls ursprünglich Südamerikaner: Degus und Chinchillas. Beide Arten gehören zu den Nagetieren, sodass auch sie ihre nachwachsenden Zähne regelmäßig mithilfe von Zweigen abnutzen müssen. Degus besiedeln in der Natur die Westhänge der chilenischen Anden. Ihre Ernährungsweise ist an das halbtrockene Strauchland ihrer Heimat angepasst. Heu ist die Grundlage einer artgerechten Degu-Ernährung, dazu gibt’s frische oder getrocknete Kräuter, Blätter und Blüten. Auch Chinchillas sind Andenbewohner und an magere Steppenpflanzen als Nahrung gewöhnt. Eine Fütterung mit Heu und frischem Wiesengrün ist für sie daher optimal. Ergänzt wird der Speiseplan von Degus und Chinchillas durch etwas frisches oder getrocknetes Gemüse, wie zum Beispiel Gurke, Fenchel oder Steckrübe.

Beim Goldhamster sieht die Sache etwas anders aus. Der kleine Nager kommt ursprünglich aus der Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei. Dort sammelt er in seinen Hamsterbacken alles, was er finden kann: Getreide, Samen, Gräser, Früchte sowie Insekten. Im Gegensatz zu Kaninchen und Meerschweinchen ist der Hamster also kein strikter Veganer. Kohlenhydrate kann er besser verdauen als seine vierbeinigen Kollegen, weshalb sich der Hamster-Speiseplan deutlich von dem anderer Kleintiere unterscheidet. Die Basis bildet samen- und getreidehaltiges Trockenfutter, von dem ein ausgewachsener Hamster etwa einen Esslöffel pro Tag erhält. Dazu gibt es frisches Grünfutter wie Dill, Löwenzahn und Möhrenkraut. Gewusst? Heu nutzen viele Hamster nicht primär als Nahrungsquelle, sondern als Nistmaterial für ihre Schlafhöhle. Oder sie wühlen einfach darin herum. Wie bereits erwähnt, brauchen Hamster zusätzlich zu ihrer pflanzlichen Nahrung tierisches Protein. Bei Zwerghamstern sollte das Eiweißfutter sogar bis zu 50 Prozent des Speiseplans ausmachen. Infrage kommen hierfür beispielsweise lebende Insektenlarven, Mehlwürmer oder Bachflohkrebse. Aber auch Naturjoghurt, Quark und das Eiweiß eines gekochten Eis mögen viele Hamster gern. Bei der Futtermenge sollten sich Hamsterfreunde ein wenig herantasten: Es liegt in der Natur des kleinen Nagers, einen Futtervorrat anzulegen – dadurch fühlt er sich sicher. Demensprechend sollten die Portionen so gewählt werden, dass die Fellnase davon satt wird und eine kleine Menge in ihrem Häuschen bunkern kann. Der Vorrat sollte allerdings regelmäßig kontrolliert werden, damit nichts schimmelt.

Kleines Kräuterlexikon

Die folgenden Wildkräuter mögen viele Kaninchen und Meerschweinchen besonders gern. Die Futterpflanzen sollten allerdings nur auf ungedüngten Wiesen und nicht direkt am Straßenrand gepflückt werden. Wichtig: Bitte nur Kräuter verfüttern, die sich eindeutig bestimmen lassen – einige Pflanzen haben giftige Doppelgänger!

Abwechslung erwünscht

Genau wie der Hamster ist auch die Ratte ein Allesfresser – wobei sie sich größtenteils pflanzlich ernährt. Die Fütterungsgrundlage bildet hochwertiges Trockenfutter, das verschiedene Getreidesorten sowie getrocknetes Gemüse und Kräuter enthalten sollte. Die Futtermenge hängt vom Alter, dem Gesundheitszustand und dem Aktivitätslevel des Nagers ab. Als Faustregel gilt: Etwa ein Esslöffel Trockenfutter pro Tag und Tier genügt in der Regel. Ölhaltige Nüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne sollten Ratten nur hin und wieder als Leckerli erhalten. Mindestens einmal täglich Frischfutter in Form von Gemüse und gelegentlich auch etwas Obst bringt Abwechslung auf den Speiseplan. Und auch Grünfutter wie Kräuter, Gräser, Blätter und Blüten knabbern Ratten gern. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten die Tiere zwei- bis dreimal pro Woche tierische Nahrung erhalten. Hierfür kommen beispielsweise milchzuckerarme Milchprodukte wie Magerquark, Hüttenkäse und Magermilchjoghurt infrage. Auch hartgekochte Eier sowie Lebendfutter wie Heimchen, Grillen, Bachflohkrebse und Mehlwürmer verspeisen die klugen Nager mit großem Appetit. Gut zu wissen: Heu gehört nicht zwangsläufig ins Rattenheim. Anders als Kaninchen und Meerschweinchen sind Ratten nicht auf die getrockneten Halme als Rohfaserlieferant angewiesen. Es ist also wie beim Menschen – was der eine gerne isst, lässt der andere links liegen. Damit die Kleinsäuger ein langes, glückliches Leben in menschlicher Obhut verbringen können, ist eine artgerechte Ernährung entscheidend. Wer Kaninchen, Meerlis oder einen Hamster halten will, sollte sich daher genau über ihre individuellen Bedürfnisse informieren. Bei Fragen hilft der Tierarzt weiter, idealerweise ein Ernährungsspezialist.

Hilfestellung in Haltungsfragen unserer Kleinsten

125 € kostet die artgerechte Haltung zweier Kaninchen durchschnittlich pro Monat. Miteinberechnet sind hierbei die Kosten für Futter und Einstreu sowie anteilig Tierarztrechnungen.

Die richtigen Partner für Guppys finden

Guppys sind als Aquarienbewohner beliebt, denn sie gelten als pflegeleicht. Die farbenfrohen Zierfische leben in Gruppen zusammen und vermehren sich schnell, was bei der Geschlechterauswahl bedacht werden sollte. Wer in sein Aquarium weitere Arten setzen möchte, sollte für die Vergesellschaftung verträgliche Süßwasserfische wie Panzerwelse oder Antennenwelse wählen. Je nach Wasserwerten sind auch andere Fische empfehlenswert, beispielsweise weibliche Kampffische sowie Bärblinge und Kaisersalmler. Aber auch viele Wirbellose wie zum Beispiel Garnelen sind für ein gemischtes Aquarium geeignet.

Wie werden Wüstenrennmäuse zahm?

Wüstenrennmäuse sind Beobachtungstiere, die nicht gerne mit dem Menschen spielen oder gar kuscheln. Trotzdem können Halter die Tiere mit viel Geduld an ihre Hand gewöhnen. Das ist in jedem Fall sinnvoll, denn auch Mongolische Rennratten müssen auf Verletzungen untersucht und zum Tierarzt gebracht werden. Da ist es hilfreich, wenn die Nager mit der menschlichen Hand vertraut sind, um nicht in Stress zu geraten. Wer seine Lieblinge zähmen möchte, geht am besten wie folgt vor: Sobald sich die Tiere eingewöhnt haben, können sie mit Sonnenblumenkernen angelockt werden. Um den Rennmäusen einen gewohnten Geruch zu bieten, kann die Hand zuvor mit Einstreu abgerieben werden. Zunächst werden die Wüstenrennmäuse das Leckerli wahrscheinlich abholen und in sicherer Entfernung verspeisen. Nach und nach werden manche Exemplare mutiger und sitzen beim Fressen vielleicht irgendwann auf der Hand. Einige Tiere bleiben allerdings für immer scheu und halten lieber Abstand zum Menschen.

EXOTEN-LEXIKON

Der Leopardgecko

Aufgrund ihres schönen Musters und ihrer relativ unkomplizierten Haltung sind Leopardgeckos nicht nur bei Terraristik-Anfängern sehr beliebt. Die gefleckten Echsen sind dämmerungs- und nachaktiv und zählen zu den wenigen Reptilien, die mit etwas Geduld handzahm werden können. Ihre ursprüngliche Heimat sind die felsigen Halbwüsten Irans, Pakistans und Afghanistans. Als Bodenbewohner brauchen Leopardgeckos ein geräumiges Terrarium, das die Maße 100 x 50 x 50 Zentimeter nicht unterschreiten sollte. Wärmestrahler und UV-Lampen gehören zur Grundausstattung, zudem müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert werden. Der Boden wird mit grobem Kies oder einem Sand-Lehm-Gemisch bedeckt. Steine sowie Kork und Rindenstücke bieten Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Auf dem Speiseplan der Insektenfresser stehen vor allem Heimchen, Heuschrecken, Schaben und Grillen. Bei guter Pflege werden die Geckos bis zu 25 Jahre alt.

EXPERTEN HELFEN

Kleintierkauf via Tierbörse – eine gute Idee?

Demnächst findet in meiner Nähe eine große Tierbörse statt. Ich überlege hinzugehen, um dort nach einem neuen Mitglied für meine Chinchilla-Gruppe zu suchen. Sind solche Börsen prinzipiell empfehlenswert? Gerlinde Schneider, Bremen

Kleintiere wie Chinchillas, Kaninchen und Meerschweinchen, aber auch Reptilien, Vögel und Fische werden häufig auf Tierbörsen zum Verkauf angeboten. Der Deutsche Tierschutzbund macht darauf aufmerksam, dass es bei solchen Veranstaltungen häufig zu Missständen beim Tierschutz kommt. Die Tiere werden in viel zu kleinen Käfigen präsentiert, es fehlt an Rückzugsmöglichkeiten – und häufig auch an Futter und Wasser. Die Besucherinnen und Besucher solcher Tierbörsen fassen die sensiblen Vierbeiner an, heben sie hoch und schütteln sie manchmal sogar. Zudem ist die Versuchung groß, spontan ein Tier zu kaufen, ohne genau über dessen Bedürfnisse Bescheid zu wissen. Daher lehnt der Deutsche Tierschutzbund derartige Verkaufsveranstaltungen grundsätzlich ab. „Wir raten dazu, Tiere aus dem Tierheim oder bei privaten Züchtern auszusuchen, wo sie artgerecht betreut und gehalten werden. Für Tierbörsen fordern wir eine bundesweit gültige Verordnung, denn diese wäre rechtsverbindlich und könnte den Veterinärämtern ein Eingreifen erleichtern“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund.

Ein Herz für S ie benötigen einen Experten-Rat? Schreiben Sie uns! Schreiben Sie unter dem Stichwort „Experte“ an redaktion@herz-fuer-tiere.de

Die 5 häufigsten Fehler bei der Meerli-Haltung

Kleine Tiere, große Wünsche:

Meerschweinchen werden leider viel zu oft nicht artgerecht gehalten. Die folgenden typischen Fehler gilt es zu vermeiden:

1. Zu kleiner Käfig

Meerschweinchen haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Sie brauchen ein geräumiges Gehege und täglich Auslauf in der Wohnung oder im Garten.

2. Zu wenig Abwechslung

Die kleinen Nager wollen beschäftigt werden. Ein abwechslungsreich gestaltetes Gehege, mit Tunneln und Brücken aus Holz, Korkröhren und frischen Zweigen, sorgt für Unterhaltung.

3. Einzelhaltung Als soziale

Tiere brauchen Meerschweinchen mindestens einen Artgenossen an ihrer Seite. Der Mensch oder auch ein Kaninchen können den Meerli-Partner nicht ersetzen.

4. Mangelnde Pflege

Die nachwachsenden Zähne und Krallen der Meerschweinchen müssen regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf vom Tierarzt gekürzt werden.

5. Falsches Handling

Meerschweinchen sind von Natur aus Fluchttiere und möchten nicht gern angefasst werden. Um sie hochzuheben, etwa um sie zum Tierarzt zu bringen, ist daher viel Fingerspitzengefühl gefragt.

Landschildkröten richtig überwintern

Wer eine Landschildkröte hält, sollte seinen Liebling nun auf die Überwinterung vorbereiten. „Um die niedrigen Temperaturen zu überstehen, fallen Europäische Landschildkröten in eine Kälte- oder Winterstarre. Dies ist ein allmählicher Prozess, der bei wechselwarmen Tieren in Anpassung an die Umgebungstemperatur erfolgt“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer a. D. „Wenn es kälter wird, sinkt die Körpertemperatur des Reptils. Stoffwechselfunktionen, Herzschlag und Atemfrequenz werden auf ein Minimum gedrosselt.“ Bei Tieren in Terrarienhaltung werden Licht und Temperatur über drei Wochen hinweg gesenkt, die Fütterung wird eingestellt. Sobald die Aktivität der Schildkröte sichtbar abnimmt, wird sie in einer mit Erde, Laub und Moos befüllten, belüfteten Kunststoffbox untergebracht. Die Überwinterungskiste wird an einen dunklen, 4 bis 6 Grad kühlen Ort gestellt – am besten in einen separaten Kühlschrank.