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Was michdurchs Lebenträgt


Donna - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 05.12.2018

Hexen, Heiler, Gurus – wer Spiritualität zulässt, bekommt erstaunliche Impulse und schöpft neue Kraft

W ie soll man etwas beschreiben, das sich jeder Beschreibung entzieht? Das sich rational nicht erfassen lässt und doch immer mehr Frauen erfasst. Frauen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und plötzlich spüren: Da fehlt was. Da klafft eine Lücke. Da muss es mehr geben als das morgendliche Geschubse in der U-Bahn, das abendliche Schauen von Netfli-erien oder Urlaubsfotos ...

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Bildquelle: Donna, Ausgabe 1/2019

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W ie soll man etwas beschreiben, das sich jeder Beschreibung entzieht? Das sich rational nicht erfassen lässt und doch immer mehr Frauen erfasst. Frauen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und plötzlich spüren: Da fehlt was. Da klafft eine Lücke. Da muss es mehr geben als das morgendliche Geschubse in der U-Bahn, das abendliche Schauen von Netfli-erien oder Urlaubsfotos von Freunden auf Instagram. Nicht selten getriggert durch einschneidende Ereignisse wie Trennung, Verlust, Krankheit, die uns irgendwann alle aus unserer vertrauten Umlaufbahn werfen, beginnen Frauen zu suchen. Eine tief empfundene Leere wollen sie füllen, ein neues Zuhause finden in einer leistungs- und konsumorientierten Welt, die auf Sinnfragen oft keine Antwort und bei Lebenskrisen schon gar keinen Halt gibt. Wo unseren Großmüttern noch Gottesdienste halfen, tasten wir heute Yoga, Meditation, Tarot, Astrologie oder das Singen von Mantras auf ihre heilsbringenden Qualitäten ab. Wir gehen in spirituelle Zentren statt in die Kirche und lesen Eckhart Tolles Millionenseller „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ statt die Bibel.

Mirian Lamberth war früher erfolgreiche Managerin in der Modebranche


„Schon als Teenager hatte ich einen kleinen Hausaltar“

„Menschen, die eine spirituelle Heimat gefunden haben, schöpfen daraus viel Kraft“, bestätigt Dr. Markus Reicherzer, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychiatrie und Neurologie in Bad Tölz. Welche Quelle wir letztlich anzapfen, delegiert Reicherzer an unsere Intuition: „Begeben Sie sich auf die Suche. Seien Sie respektvoll, mitfühlend (sich selbst und anderen gegenüber) und achtsam. Die richtige Form wird dann zu Ihnen finden.“ Interessanterweise entdecken gerade die starken Frauen, also jene, die es gewohnt sind, ihr Leben selbst zu gestalten, die Spiritualität für sich. Sie merken, dass Körper und Seele mehr wollen als defi- nierte Muskeln, ein Abend in der Oper oder das neue Buch von Juli Zeh. Wenn unsere alten Gewohnheiten ins Leere laufen und uns ratlos zurücklassen, ist es wie bei einem Auto, das irgendwo im Nirgendwo den Geist aufgibt: Wir brauchen eine funktionierende Zündung, einen Impuls. Spiritualität liefert genau das, kann Wegweiser zu einer Reise nach innen sein. Und so ist es kein Widerspruch, dass toughe Geschäftsfrauen tagsüber in Meetings und abends auf dem Meditationskissen sitzen. Sie haben da vielmehr den Weg gesucht zu diesem ominösen Etwas, das hinter die eingangs beschriebenen Fragezeichen Ausrufezeichen setzt und Erfüllung bietet. Fragt man spirituelle Lehrer wie Deepak Chopra oder Marianne Williamson nach jenem Weg, hört man viel von Liebe, die man zur wichtigsten Sache seines Lebens machen, der man sich öffnen müsse. Eckart Tolle spricht von Hingabe. Durch sie werde man innerlich von der Situation frei. Und dann könne es passieren, dass sich die Situation völlig ohne unser Zutun verändere. Alles schwer erklärbar – eben nur erfahrbar …

Welche Quellen wir anzapfen, kann man der Intuition überlassen