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Was von der Party übrig blieb


Spiegel Geschichte - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 29.01.2019

Schon in der Steinzeit hielten gemeinsame Mahlzeiten die Großfamilien zusammen. DieEssensabfälle von damals bringen Archäologen überraschende Erkenntnisse.


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Bildquelle: Spiegel Geschichte, Ausgabe 1/2019

Seit dem 12. Jahrtausend v. Chr. hinterließen Menschen Spuren amGöbekli Tepe im Südosten der Türkei: Sie errich-teten T-förmige Pfeiler, die mit Tiermotiven verziert sind. Vermutlich repräsentierten sie einzelne Clans, die gemeinsam rauschende Feste feierten.


Archäologen ver-muten, dass die Feste am Göbekli Tepe dazu dienten, gemeinsam die riesigenSteinstelen zu errichten. Als Dankeschön für die Arbeit gab es Gazellensteak und Bier. ...

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Archäologen ver-muten, dass die Feste am Göbekli Tepe dazu dienten, gemeinsam die riesigenSteinstelen zu errichten. Als Dankeschön für die Arbeit gab es Gazellensteak und Bier.


In der Jungsteinzeit, etwa ab 11500 v. Chr., begannen die Menschen, sesshaft zu werden. Während sie vorher auf die Jagd gingen und Pflanzen im Wald und auf den Wiesen sammelten, zähmten und nutzten sie nun Tiere und bauten Getreide an. Um sich und ihr Vieh zu schützen, errichteten sie Hütten und Ställe – die ersten Siedlungen entstanden. Dokumentiert haben die Menschen der Steinzeit diesen entscheidenden Entwicklungsschritt der Menschheit jedoch nicht, denn die Schrift war noch nicht erfunden. Entsprechend wenig wissen wir darüber, wie und was die Menschen damals dachten. Welche Regeln sie für ihr Zusammenleben aufstellten. Mit wem sie befreundet waren und gegen wen sie Krieg führten.

Trotz der fehlenden Schrift haben die Menschen der Steinzeit uns jedoch jede Menge Hinweise hinterlassen: in den Abfällen, die von ihren Mahlzeiten übrig blieben. Essen hatte bei den Menschen wohl von Beginn an auch soziale Funktionen: Man bereitete Speisen gemeinsam zu, traf sich, feierte. Und so verraten abgenagte Tierknochen, Speisereste in Tonscherben oder verkohltes Gemüse in der Asche des Herdfeuers oft mehr über das Zusammenleben als Beigaben in Gräbern oder der Schmuck in Tempeln. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Geschichten in den Essensmüllhaufen stecken: Sie erzählen von Luxus und Elend, von langen Reisen und weitreichenden Handelsbeziehungen oder sogar von tief greifenden Umwälzungen der Gesellschaft im Morgengrau neuer Epochen. Zeige mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist – das galt schon vor Urzeiten.

Am Anfang war das Fest

Gut möglich, dass die Sesshaftwerdung der Menschen mit rauschenden Festen zu tun hatte. Darauf deuten die Funde vom Göbekli Tepe in Südost-anatolien hin, einem der frühesten Heiligtümer der Menschheit. Bereits vor etwa 12000 Jahren begannen hier Gruppen von Jägern und Samm-lern, ringförmige Monumente aus riesigen Steinquadern zu errichten. Anschließend verzierten sie diese mit verschiedenen Tiermotiven.

Lange lagen die Ruinen unter einem Hügel. Denn zu Beginn des 8. Jahrtausends, als der Göbekli Tepe an Bedeutung verlor, begruben die Menschen sie mit ihrer eigenen Geschichte: unter Tonnen von Erde, kräftig durchmischt mit den Küchenabfällen der vorangegangenen Jahrtausende. Für Archäologen aber ist das ein unendlich wertvoller Schatz, den sie lesen können, wie eine Chronik.

Sie sind inzwischen sicher, dass der Müll von riesigen Festmahlen stammt. Das Erdreich ist durchsetzt mit jeder Menge abgeschabter Tier-knochen – offensichtlich aßen hier sehr viel mehr Menschen, als in der Umgebung lebten. Sie kamen, so vermutet man, zu Festlichkeiten zusammen, auf denen damalige Köstlichkeiten gereicht wurden. Gazellensteaks zum Beispiel; die schnellen, zier-lichen Hornträger stellten im Abfall die am häufigsten vertretene Tiergruppe.

Mehr Fleisch – rund die Hälfte der geschätzten Gesamtmenge – lieferten allerdings die massigen Auerochsen. Auch Wildesel, Rotwild, Wildschwein, Fuchs, Hase, Chukarhühner, Tauben und Enten standen auf dem Speiseplan. Die Sättigungsbeilagen sind archäologisch weitaus schwerer nachzuweisen, doch Mahlsteine und Mörser sprechen dafür, dass man zum Fleisch Getreidebrei oder Brot verspeiste – dazu passen Funde von Einkorn, Weizen, Roggen und Gerste. Zum Knabbern gab es Pistazien und Mandeln.

Warum aber luden die Menschen vom Göbekli Tepe zu scheinbar völlig überdimensionierten Festgelagen? Wer organisierte die Feierlichkeiten? Und wer waren die Gäste? Unter normalen Umständen lebten die Jäger und Sammler des Präkeramischen Neolithikums in kleinen Familiengruppen – eine Art Clan – von 25 bis 50 Leuten. Diese Gruppengröße war zwar bequem und praktikabel für den Alltag, langfristig gesehen jedoch zu klein.

Die Menschen brauchten Informationen über Weidegründe und mussten sich über die Wanderungen von Tieren austauschen. Nicht zuletzt mussten sie einen Heiratsmarkt schaffen, der den Genpool auf eine gesunde Größe erweiterte. Dafür waren regelmäßige Treffen mit anderen Gruppen unerlässlich. Vermutlich bildeten jeweils 10 bis 20 solcher Clans einen größeren Verbund, der sich über gemeinsame Bräuche und Sprache definierte. Die unterschiedlich dekorierten und in Ringen aufgestellten Steinpfeiler vom Göbekli Tepe deuten genau darauf hin: In Ring A tragen die Pfeiler beispielsweise hauptsächlich Schlangen, in Ring B Füchse, und Ring C wird von Wildschweinen dominiert. Die einzelnen Pfeiler könnten wie eine Art Totempfähle solche Jäger-und-Sammler-Clans repräsentiert haben.

Eine Großfamilie allein hätte diese Steinpfeiler niemals bewegen können. Die größten Exemplare vom Göbekli Tepe erreichen eine Höhe von fast sechs Metern und wiegen mehr als zehn Tonnen. Wollte also ein Clan einen Steinpfeiler aufstellen, musste er um Hilfe bitten. Und hier kommen die Festgelage ins Spiel: Was wäre am Ende eines langen, harten Arbeitstages ein größerer Dank für alle Helfer als ein saftiges Gazellensteak – und dazu ein Bier?

Tatsächlich machte es die Archäologen stutzig, dass in dem Hügel auch Fragmente vieler sehr großer Steingefäße in der Form von Fässern oder Trögen lagen. Die größten davon haben ein Fassungsvermögen von 160 Litern und gehörten damit garantiert nicht zu der mobilen Ausrüstung eines Jäger- und-Sammler-Clans. In einigen klebte am Boden eine grauschwarze Substanz: Bierstein, der beim Brauen entsteht. Möglicherweise wurde auf den Partys vom Göbekli Tepe gar kein Brot serviert – sondern stattdessen Bier ausgeschenkt. Getreide war noch ein rares Gut, das mühsam gesammelt werden musste. Und die Herstellung von einfachem Bier erfordert weniger Arbeitsschritte als die von Brot. Für das Brauen in seiner denkbar simpelsten Form genügt es unter bestimmten Voraussetzungen schon, ein paar keimende Getreidekörner in Wasser zu werfen und lange genug in der Sonne stehen zu lassen. Dafür musste der Mensch nicht viel tun, das Bier hat sich quasi von allein erfunden.

Der logistische Aufwand für die Massenverpflegung war in jedem Fall gigantisch. Könnten diese Veranstaltungen, die so wichtig für das soziale Gefüge der Gemeinschaft waren, sogar dazu geführt haben, dass die Menschen im Fruchtbaren Halbmond sesshaft wurden? Weil sie nach Möglich-keiten suchten, für die großen Feste Nahrung auf Vorrat zu beschaffen – und deshalb das erste Getreide anbauten und die ersten Herden zähmten? Am Göbekli Tepe verdichten sich jedenfalls die Hinweise darauf. Kaum 60 Kilometer von der Ausgrabungsstätte entfernt, fand eine norwegische Forschergruppe Belege, dass dort Einkorn domestiziert wurde – es ist einer der frühesten Nachweise für den systematischen Anbau von Getreide überhaupt.

»ÖTZIS« LETZTES MAHL

Die Leiche des Steinzeitjägers, die man 1991 im Eis des Similaun-Gletschers in den Ötztaler Alpen fand, gibt so manchen Hinweis auf urzeit liche Ernährungsgewohnheiten. Im Magen von »Ötzi« fand sich eine ausgewogene Mischung: Viel fleisch liches Fettgewebe vonSteinbock oderRotwild, das ihm in den felsigen Höhen Energie zuführte; als Sättigungs-beilage hatte erEinkorn gegessen. Außerdem fand sichAdlerfarn – der ist allerdings giftig. Die Forscher diskutieren noch, ob der Farn als Medikament gegen Bauchschmerzen oder parasitäre Würmer gedacht war oder ob der Mann vielleicht seinen Proviant in die Blätter gewickelt hatte und Teile davon versehentlich mitaß.

Der Göbekli Tepe gilt als eine der ältesten (bekannten)Tempelanlagen der Menschheit. Sie reicht zurück in die Zeit, bevor die Menschen sesshaft wurden. Archäologen vermuten, dass die ersten Siedlungen hier mit dem Essen für die kultischen Feiern zu tun haben.


Die ersten Gourmets

Essen diente nie ausschließlich der Nahrungsaufnahme, der Deckung des täglichen Energiebedarfs. Es diente immer auch der Geselligkeit – und dem Genuss. Wahrscheinlich würzte der Mensch sein Essen seit Urzeiten. Rein ernährungstechnisch betrachtet ist das völlig überflüssig: Gewürze haben so gut wie keinen Nährwert. Dennoch investierten Menschen immer wieder astronomische Summen und riskierten das Leben ganzer Schiffsbesatzungen, um die begehrten Aromen zu beschaffen. Und die Liebe zum würzigen Essen ist uralt.

Das zeigen rund 6000 Jahre alte Funde aus Norddeutschland und Skandinavien. Die Pyramiden waren noch lange nicht gebaut, da warfen die Menschen im westlichen Ostseeraum bereits Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) in ihre Kochtöpfe. Bioarchäologen fanden Reste der aromatischen Pflanze in Kochgeschirr aus Neustadt an der Lübecker Bucht sowie bei Grabungen in den dänischen Orten Askonge und Stenø.

Zufällig werden die Pflanzenteile nicht in den Topf gefallen sein. Die Blätter der Knoblauchs-rauke schmecken scharf – nach Pfeffer und dem namensgebenden Knoblauch. Den würzigen Geschmack verdankt das Gewächs ätherischen Ölen und dem Sinigrin, einem Senfölglycosid, das auch in Schwarzem Senf und Meerrettich vorkommt. Gegessen wurden meist nur die Blätter. Wer es feuriger mochte, würzte seine Mahlzeit mit den extra scharfen Samen.

Die Schweine von Stonehenge

Über 38000 Knochen von mindestens tausend Tieren fanden die Archäologen in südenglischen Abfallhaufen in der Siedlung Durrington Walls bei Stonehenge. Wie am Göbekli Tepe stammen die Reste offenbar von Feiern, die in der Jungsteinzeit, um 2500 v. Chr., mit der Errichtung der berühmten Steinkreise auf der Ebene von Salisbury zu tun hatten. Und auch hier verraten die Speisereste viel über Leben, Arbeiten und Organisation der Menschen.

Das Schwein stand in Durrington Walls ganz oben auf der Speisekarte. Von den Borstentieren stammten rund 90 Prozent aller Knochen, der Rest kam hauptsächlich von Rindern. Hunger musste jedenfalls niemand leiden, der beim Bau des Steinmonuments mitwirkte, denn an vielen der Knochen hingen noch Fleischreste – ein Zeichen dafür, dass Essen im Überfluss vorhanden war und sogar verschwendet werden konnte. Brandspuren an den Knochen verraten, dass die Schweine gegrillt wurden.

Den Schweinebraten scheint es jedoch nur zu besonderen Anlässen gegeben zu haben. Denn die meisten der Tiere waren zum Schlachtzeitpunkt etwa neun Monate alt. Da Ferkel meist im Frühjahr zur Welt kommen, starben sie also um die Wintersonnenwende. Sowohl das nahe Stonehenge als auch einige Holzmonumente in der Siedlung Durrington Walls selber sind nach dem Sonnenstand am kürzesten Tag des Jahres ausgerichtet. Offenbar war die Wintersonnenwende also ein Anlass für große Festlichkeiten, zu denen auch üppige Mahlzeiten gehörten.

Woher aber kamen die Schweine, die bei diesen Festlichkeiten verspeist wurden? Um solche Fragen zu klären, untersuchen Archäologen die Strontium-, Sauerstoff- und Schwefeliso topen an den Zähnen der Tiere. Jede Region dieser Erde hat ent-sprechend der Zusammensetzung der Böden ihre ganz eigene Isotopensignatur. Menschen und Tiere, die das Wasser aus dem Boden trinken oder Pflanzen essen, die darauf wachsen, nehmen diese Isotopensignatur in sich auf: Der Körper baut sie in Zähne und Knochen ein, so lassen sie sich ana-lysieren.

Die Schweine von Durrington Walls kamen ursprünglich aus dem westlichen Wales, aus Nordengland oder sogar aus dem Nordosten Schottlands. In diesen weit entfernten Regionen müssen die Menschen folglich von Stonehenge und den dort stattfindenden Festgelagen gewusst haben. Und nicht nur das, sie bereiteten sich langfristig auf die Feierlichkeiten vor: Sie wählten Schweine aus, die für den großen Tag reserviert wurden, und trieben sie rechtzeitig für die Feierlichkeiten über Hunderte Kilometer gen Süden. Die Isotopen-analyse der Knochenreste aus dem Müll beweist, dass Stonehenge in der Jungsteinzeit ein kultureller Magnet war, dessen Ruf über mehrere Hundert Kilometer bekannt war.

Das Rätsel der kopflosen Fischesser

Die Isotopenanalyse ist ein wertvolles Instrument für die Anthropologen – auch um Rückschlüsse auf den sonstigen Speiseplan zu ziehen. Mitunter können mit ihrer Hilfe sogar bizarr anmutende Rätsel gelöst werden. Warum zum Beispiel begruben die Wikinger einige ihrer Toten mit und andere ohne Kopf? Das fragten sich die Archäologen, die auf dem kleinen Friedhof in der Gemeinde Flakstad auf den norwegischen Lofoten Gräber aus den Jahren 550 und 1030 nach Christus untersuchten: Drei der Toten lagen in Einzelgräbern, vier jeweils in Doppelgräbern, und drei teilten sich ein weiteres Grab. Das Besondere: Pro Grab gab es anscheinend nur einen Kopf. Lag mehr als eine Person darin, waren die überzähligen Toten kopflos.

Noch merkwürdiger wurde der Fall, als die Ergebnisse der Isotopenanalyse aus dem Labor zurückkamen. Diejenigen mit Kopf hatten sich zu Lebzeiten überwiegend von Fleisch ernährt. Auf dem Speiseplan der Kopflosen jedoch hatte überwiegend Fisch gestanden. Der Nachweis ist relativ einfach: Je höher der C-13-Wert in Knochen und Zähnen – also je mehr Kohlenstoffatome mit 13 statt mit 12 Nukleonen vorhanden sind – desto mehr Fleisch konsumierte der Tote zu Lebzeiten. Und je höher der N-15-Wert – also je mehr Stickstoffatome mit 15 statt mit 14 Nukleonen vorhanden sind – desto mehr Fisch kam auf den Teller.

Wer waren die Toten? Aus archäologischen Funden und historischen Reiseberichten ist bekannt, dass die Wikinger ein grausames Ritual praktizierten: Starb ein Herr, mussten seine Sklaven mit ihm sterben. Die Toten mit Kopf waren also sozial höhergestellt und konsumierten hochwertiges Fleisch von Landtieren. Fisch dagegen galt als ein Essen für arme Leute und Sklaven. Starb einer der bessergestellten Wikinger, mussten seine Sklaven ihm in den Tod folgen – begraben wurden sie allerdings ohne Kopf.

Doch könnte Fisch nicht auch Feinkost für die Reichen gewesen sein? Dagegen spricht, dass ein Hund, dessen Knochen die Archäologen ebenfalls in einem der Gräber fanden, auch mit viel Meeresgetier gefüttert wurde. Er ist die einzige Ausnahme unter den Fischessern auf dem Friedhof von Flakstad: Zwar musste er seinem Herrchen ins Grab folgen – er aber durfte seinen Kopf behalten.