Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 11 Min.

Was will Bill Gates?: Zwangsimpfungen, digitale Identitäten, Bevölkerungskontrolle


raum&zeit - epaper ⋅ Ausgabe 226/2020 vom 24.06.2020

Der frühere Software-Unternehmer und Technologie-FrDer Freak Bill Gates dreht in der Corona-Krise mächtig auf. Fast schon blind vor Eifer saust er durch die Medien und verkündet den Beginn eines neuen Zeitalters. Nur Impfungen und totale technologische Kontrolle können seiner Meinung nach die Welt vor dem drohenden Ende durch eine Seuche retten. Eric Wagner über die gar nicht so undurchsichtigen Umtriebe des US-Oligarchen.


Artikelbild für den Artikel "Was will Bill Gates?: Zwangsimpfungen, digitale Identitäten, Bevölkerungskontrolle" aus der Ausgabe 226/2020 von raum&zeit. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: raum&zeit, Ausgabe 226/2020

In den letzten Wochen steht im Zuge der Coronakrise vor allem eine Person im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Bill Gates, der für die publikumswirksame Vermarktung seiner Vorhaben um ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 8,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von raum&zeit. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 226/2020 von Rosacea:Hilfe durch alternative Behandlung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Rosacea:Hilfe durch alternative Behandlung
Titelbild der Ausgabe 226/2020 von Chlordioxid bei Covid19:US-Ethikkommission gibt grünes Licht für Studie. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Chlordioxid bei Covid19:US-Ethikkommission gibt grünes Licht für Studie
Titelbild der Ausgabe 226/2020 von Corona: Die offizielle Marschroute und der verpasste Dialog. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Corona: Die offizielle Marschroute und der verpasste Dialog
Titelbild der Ausgabe 226/2020 von SShhuuffeenngg JJiieedduu: eine Alternative bei Influenza, SARS und Covid-19. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SShhuuffeenngg JJiieedduu: eine Alternative bei Influenza, SARS und Covid-19
Titelbild der Ausgabe 226/2020 von Clustermedizin in der Praxis. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Clustermedizin in der Praxis
Titelbild der Ausgabe 226/2020 von Dopamin: Die Quelle von Glück Und Zufriedenheit. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Dopamin: Die Quelle von Glück Und Zufriedenheit
Vorheriger Artikel
Corona macht’s möglich: Machtübernahme der Staats…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Im Kokon: Spinnen in der Ahnenmedizin
aus dieser Ausgabe

... Zwangs-Impfungen sogar einen ausgedehnten Auftritt in den Tagesthemen 1 zur Verfügung gestellt bekam und dessen „Empfehlungen“ eines Impfstoffes als alleinige Option zur Rückkehr in ein normales Leben durch die politischen Entscheidungsträger der Bundesrepublik weitgehend kritiklos wiederholt und umgesetzt werden. 2 Es stellt sich die Frage, was Gates für diese Aufgabe fachlich qualifiziert und weshalb Medien und Politik seine Argumente unhinterfragt befürworten und in geltendes Recht umsetzen wollen.

Gates-Stiftung als Instrument

Fachliche Expertise im medizinischen oder epidemiologischen Bereich kann Gates nicht vorweisen, dafür aber umfangreiche finanzielle Ressourcen, die er gemeinsam mit seiner Frau Melinda und dem Hedge-fonds-Manager Warren Buffett im Rahmen der Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF) einsetzt. Das Stiftungsvermögen beträgt dabei nach eigener Auskunft 46,8 Milliarden US-Dollar 3 und wird zur Finanzierung einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte verwendet. Im Kontext der aktuellen Situation ist dabei besonders interessant, dass die BMGF mit mehr als 200 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 der zweitgrößte Spender der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den USA war 4, was den Ausgaben Deutschlands, Frankreichs und Schwedens im gleichen Zeitraum entspricht. Das ist jedoch nicht der einzige Weg, auf dem die WHO durch die BMGF finanziert wird. Die Impfallianz GAVI stellte der WHO weitere 150 Millionen US-Dollar zu Verfügung. Einer der Hauptgeldgeber bei GAVI ist wiederum die BMGF, im Jahre 2016 zum Beispiel mit 1,5 Milliarden US-Dollar. 5 Man kann in diesem Zusammenhang davon sprechen, dass die BMGF über direkte und indirekte Kanäle der Hauptgeldgeber der WHO ist, was vor allem im Rahmen der Coronakrise Fragen hinsichtlich der Unabhängigkeit der Organisation aufwirft, zumal ohnehin 80 Prozent ihres Budgets aus zweckgebundenen Spenden besteht. 6

Die BMGF unterstützt weitere Projekte mit Impfbezug. Neben der bereits erwähnten Impfallianz GAVI finanzierte sie die Gründung der Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung (CEPI), die sich mit der Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen beschäftigt, im Jahre 2017 mit gut 100 Millionen USDollar. 7 Auch Nichtregierungsorganisationen wie PATH, die sich mit der Entwicklung von Impftechnologien befassen sowie die größten globalen Pharmakonzerne wie Pfizer, Novartis, GlaxoSmithKline und Sanofi Aventis werden regelmäßig mit Millionenbeträgen unterstützt. Die umfassende Einflussnahme der BMGF im Impfbereich ist daher offensichtlich.

Finanzierung im Kontext von Corona

In Sachen Corona bekommen neben der WHO auch andere Institutionen Zuwendungen von der BMGF. So erhält die US-amerikanische Johns Hopkins Universität, die für die weltweit verbreiteten Corona-Statistiken verantwortlich ist, regelmäßige Großspenden. Allein in den letzten zehn Jahren konnte diese Universität für Programme zur Familienplanung mehr als 200 Millionen US-Dollar von der BMFG einstreichen. 8 In Deutschland erhielt das Robert Koch- Institut (RKI) als zuständige nationale epidemiologische Behörde im November 2019 250 000 US-Dollar 9, Bewährend die Berliner Charité als Arbeitgeber von Prof. Christian Drosten 2019 und 2020 mit mehr als 300 000 US-Dollar unterstützt wurde. 10 Wie auch bei der WHO liegt die Vermutung eines Interessenkonflikts nahe, vor allem da die durch das RKI und Drosten gegebenen Empfehlungen unmittelbare Auswirkungen auf Unternehmen und Projekte haben können, die durch die Stiftung gefördert werden oder in die sie zur Geldanlage investiert. 11


Die BMGF ist über direkte und indirekte Kanäle der Hauptgeldgeber der WHO.


Die Aktivitäten der Gates-Stiftung in Deutschland beschränken sich allerdings nicht nur auf gesundheitliche Aspekte. Auch etablierte Medien werden finanziell unterstützt. So erhielt die Wochenzeitung Die Zeit im Dezember 2019 300 000 US-Dollar 12, während Der Spiegel im Dezember 2018 sogar 2,5 Millionen US-Dollar erhielt. 13 Nach Bekanntwerden dieser Finanzströme sah man sich beim Spiegel sogar dazu genötigt, die Verbindungen nochmals offenzulegen. 14 Natürlich nicht ohne Gates im gleichen Atemzug gegen die Hetze von „Verschwörungstheoretikern“ zu verteidigen und zu betonen, dass die Stiftung keinerlei inhaltlichen Einfluss auf Beiträge ausübe. Kritische Recherchen der Zeit und des Spiegel bezüglich der Aktivitäten der BMGF sind aber in Anbetracht dieser finanziellen Konstellation auch nicht unbedingt zu erwarten.
Die Stiftung gehört darüber hinaus zu den Organisatoren der im Oktober 2019 kurz vor Ausbruch der Coronakrise veranstalteten Pandemiesimulation „Event 201“. 15 Beteiligt waren daran außerdem die schon erwähnte Johns Hopkins Universität sowie das Weltwirtschaftsforum.
Angesichts der vielseitigen Verbindungen zu einflussreichen Institutionen der Gesundheitsbranche sowie zu den Medien sollten die BMGF und die mit ihr verbundenen Einrichtungen mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet werden. Dies gilt vor allem für die besondere Stellung, die Bill Gates beim Krisenmanagement für sich beansprucht und durch Regierung und Medien geboten bekommt.


Die Stiftung gehört zu den Organisatoren der im Oktober 2019 kurz vor Ausbruch der Coronakrise veranstalteten Pandemiesimulation „EVENT 201“.


Wozu die Impfungen?

Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wozu Impfungen als Allheilmittel auf dem Weg zur Normalität dienen sollen und weshalb aus Sicht von Bill Gates dazu keine Alternativen bestehen. Einen Einblick in seine Gedankenwelt bot seine Rede anlässlich der Innovationskonferenz TED (Technology, Entertainment, Design – Technologie, Unterhaltung, Gestaltung) im Jahre 2010, auf der er folgendes sagte: „Auf der Welt leben heute 6,8 Milliarden Menschen. Das steigt auf etwa 9 Milliarden an. Wenn wir nun bei den neuen Impfstoffen, der Gesundheitsfürsorge und der Familienplanung wirklich gute Arbeit leisten, könnten wir diese Zahl vielleicht um 10 oder 15 Prozent senken.“ 16 Er sagt damit, dass Impfungen und Gesundheitsdienstleistungen zu einer Reduktion der Be völkerung beitragen können. Vorhaben dieser Art sollten nur in Zusammenarbeit mit den beteiligten Menschen sowie unter deren ausdrücklicher Zustimmung durchgeführt werden können. Dies betrifft insbesondere die vollständige Aufklärung hinsichtlich der Folgen und Risiken eines solchen Vorgehens. Dass dies bei Projekten der durch die BMGF geförderten Institutionen nicht immer sichergestellt ist, verdeutlichen Fälle aus Afrika und Indien.

Impfmissbrauch in Kenia

Im Oktober 2014 erhob die Katholische Gesundheitskommission Vorwürfe im Rahmen der von der WHO und UNICEF durchgeführten Tetanusimpfungen 17, da im Vergleich zu vorherigen Impfkampagnen Auffälligkeiten festzustellen waren. So wurde die katholische Kirche als Trägerorganisation zahlreicher medizinischer Einrichtungen nicht in die Kampagnenkoordination eingebunden und die sonst umfassende Öffentlichkeitsarbeit fand in nur begrenztem Maße statt. Darüber hinaus bestand die Zielgruppe der Impfungen ohne schlüssige medizinische Erklärung ausschließlich aus Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 49 Jahren, was den Verdacht aufkommen ließ, dass es sich bei den Impfungen um verdeckte Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle handeln könnte. Diese stehen in Zusammenhang mit humanem Choriongonadotropin (hCG), einem für Beginn und Erhalt von Schwangerschaften verantwortlichen Hormon. 18
Einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden die Vorwürfe durch den Beitrag des kenianischen Gynäkologen und Entbindungsarztes Dr. Wahome Ngare in der „Catholic Medical Quarterly“, der Fachzeitschrift der katholischen medizinischen Gesellschaft Großbritanniens. 19 Dort bekräftigte Dr. Ngare die Vorwürfe und wies darauf hin, dass die Impfstoffe gezielt für die Kampagne importiert worden waren und andere Bezeichnungen als übliche Tetanusimpfstoffe trugen. Darüber hinaus waren fünf Impfrunden geplant, die zwar bei Tetanus unüb- lich, bei hCG-Impfstoffen zur Schwangerschaftsvermeidung jedoch normal sind. Er verwies außerdem auf methodisch ähnliche verdeckte Sterilisierungsmaßnahmen in Mexiko und Nicaragua 1993 sowie auf den Philippinen 1994. Laut Ngare beschwerte sich die katholische Kirche nach Bekanntwerden der Vorwürfe beim kenianischen Gesundheitsministerium und drängte auf die Herausgabe und Test des Impfstoffes, was allerdings abgelehnt worden sei. Dennoch gelang es den katholischen Vertretern, sich Zugang zu einigen Impfdosen zu verschaffen und diese von unabhängiger Seite testen zu lassen. Ngare zufolge enthielt der Impfstoff das vermutete Schwangerschaftshormon, was seiner Ansicht nach die führende Rolle der WHO in absichtlichen Massensterilisierungen zur Geburtenkontrolle belegt. Vor dem Bekanntwerden der heimlichen Impfstoffanalysen zeigte sich die Weltgesundheitsorganisation über die „Falschinformationen“ der katholischen Kirche zutiefst beunruhigt, da es für diese keine Nachweise gebe. 20 Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse stimmte sie der Einrichtung einer gemeinsamen Kommission zur erneuten Analyse zu.

Dr. Wahome Ngare, kenianischer Gynäkologe und Entbindungsarzt


Nachweis durch wissenschaftliche Arbeit

In der Folgezeit wurden auch Wissenschaftler der Universitäten von Louisiana (USA) und British Columbia (Kanada) auf den Fall aufmerksam und bestätigten in einer gemeinsamen Arbeit mit Dr. Wahome Ngare im Oktober 2017 die Vorwürfe. 21 Ihren Ergebnissen zufolge waren die Abläufe der Impfungen identisch zu denen einer Bevölkerungskontrolle. Auch konnte die Zusammensetzung der Zielgruppe aus Mädchen und Frauen im gebärfähigen Alter nicht überzeugend begründet werden. Darüber hinaus wurde die Kampagne nicht wie üblich von einer medizinischen Einrichtung, sondern von einem Hotel aus koordiniert und die Anlieferung und Abholung des Impfstoffs erfolgte unter Polizeischutz. Überdies wurde die Arbeit der beteiligten Krankenschwestern durch WHO und Polizei überwacht. Der Verdacht einer versuchten Manipulation durch einen Tausch des Impfstoffs liegt nahe und würde auch die umfangreichen und ungewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit dem ursprünglichen Impfstoff erklären. Die wesentliche Rolle der WHO in verdeckten Maßnahmen zur Zwangssterilisation und damit Bevölkerungskontrolle konnten damit im Fall Kenia wissenschaftlich nachgewiesen werden.


Die führende Rolle der WHO in absichtlichen Massensterilisierungen zur Geburtenkontrolle ist laut Dr. Wahome Ngare belegt.


Bevölkerungskontrolle in der WHO

Die Arbeit der Wissenschaftler beschäftigt sich in diesem Zusammenhang auch mit der Geschichte von Maßnahmen zur Bevölkerungskontrolle innerhalb der Weltgesundheitsorganisation. Diese werden seit der Gründung der Institution im Jahre 1948 unter dem beschönigenden Begriff der „Familienplanung“ zusammengefasst. Ein erstes Forschungsprogramm der Impfstoffentwicklung zur Bevölkerungskontrolle wurde bereits 1972 ins Leben gerufen, jedoch erst 1976 offiziell vorgestellt. Die Aktivitäten der WHO in Sachen Sterilisation ohne Einwilligung der Betroffenen sind den Wissenschaftlern zufolge bereits seit den 1970er-Jahren bekannt. Die BMGF finanziert Maßnahmen zur Familienplanung noch heute. So erhielt die aus der Coronakrise bekannte Johns Hopkins Universität in den letzten zehn Jahren mehr als 200 Millionen US-Dollar für solche Projekte. 22 Zusätzlich finanziert die BMGF auch die Organisation „Planned Parenthood“ („Geplante Elternschaft“), der Bill Gates‘ Vater Bill Gates Senior bereits als Präsident vorsaß 23 und die aus der Amerikanischen Liga zur Geburtenkontrolle hervorging. Maßnahmen zur Kontrolle der Bevölkerung (über Impfungen) und der sie durchführenden Organisationen werden im Hause Gates also bereits länger unterstützt und gefördert.

Missbrauch kein Einzelfall

Dass der Fall in Kenia kein singuläres Ereignis darstellt, zeigen Berichte aus Indien aus dem Jahre 2009. 24 Dort starben sieben Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren infolge einer Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, während viele weitere erkrankten. Durchgeführt wurden die Maßnahmen von der durch die BMGF finanzierten Organisation PATH. Den Verantwortlichen wurde vorgeworfen, die meist des Lesens unkundigen Eltern der Kinder über mögliche Risiken des Impfstoffs nicht aufgeklärt zu haben. Robert F. Kennedy Junior führt in seinem Artikel 25 eine ganze Reihe von Missbräuchen in durch Gates unterstützten Projekten auf und seine Organisation Children‘s Health Defense warnt eindringlich vor einem Gates-Impfstoff im Zuge der Coronakrise. 26 Ein weiteres Projekt in Gates‘ Umfeld lässt währenddessen auf einen weiteren Anwendungsbereich von Impfstoffen schließen.

Robert Francis Kennedy Jr. (* 1954), US-am. Rechtsanwalt, Umweltaktivist, Autor und Impfgegner. Er ist das dritte Kind Robert F. Kennedys und dessen Frau Ethel Kennedy sowie der Neffe des 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika John F. Kennedy.


ID2020 – Die digitale Identität

Die „Digital Identity Alliance“, auch als ID2020 bekannt, verfolgt die Einführung digitaler Identitäten 27, die eine lebenslange globale Identifizierung von Menschen auf der Grundlage von Impfungen und biometrischen Daten ermöglicht. 28 Initiatoren des Vorhabens sind unter anderem Gates‘ Firma Microsoft, die von der BMGF mit hohen Beträgen geförderte Impfallianz GAVI, die Unternehmensberatung Accenture sowie die Rockefeller Foundation, eine der größten Stiftungen der USA. 29 Argumentiert wird emotional mit flüchtenden Menschen, die ihre Identität an der Grenze nachweisen könnten und Müttern, die ohne Geburtsurkunde keine Impfung für ihre Kinder bekommen würden, während der verlorene Reisepass des Touristen oder der chronische Kranke mit mobiler digitaler Krankenakte die praktische Seite verdeutlichen soll. 30 Währenddessen wird auf die Gefahren staatlicher Datenverwaltung hingewiesen 31, die zu Missbrauch führen kann und gleichzeitig zur Eile gemahnt, da sich ein kurz- fristiges Zeitfenster zur Umsetzung böte, das man nutzen müsse. Die Frage sei nicht, ob digitale Identitäten kommen, sondern nur wie. 32 Langfristig stellen sich die Initiatoren die Erweiterung der Identität auf persönliche Dokumente wie Impfnachweise, Berufszeugnisse oder Meldebescheinigungen vor, die dann freigegeben werden, um sich für eine Arbeit zu bewerben, finanzielle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen oder wählen zu gehen. 33
Unabhängig von den generellen Bedenken, alle persönlichen Daten in die Hände transnationaler Unternehmen und Stiftungen zu legen, sowie der fehlenden demokratischen Legitimation und Kontrolle eines solchen Projekts durch die Bürger der einzelnen Staaten, stellen sich im Rahmen der Coronakrise einige Fragen: Sollen angesichts des instrumentellen Umgangs mit Impfstoffen durch Gates und die von ihm finanzierten Projekte Zwangs-Impfungen ein Türöffner für die Einführung digitaler Identitäten sein? Soll ein durch Gates 34 und die Politik 35 geforderter Immunitätsnachweis verpflichtend und damit ein erster Probedurchlauf für das Projekt werden? Angesichts der Hintergründe dieses digitalen Impfaktivismus scheint eine kritische Begleitung der Vorgänge mit Blick auf die massiven Grundrechteeinschränkungen dringend notwendig.

Der Autor

Eric Wagner hat Pädagogik, Geschichte und Politikwissenschaft in Leipzig studiert, anschließend Südosteuropastudien in Belgrad und Ljubljana. Er arbeitet als Erzieher an einer freien Gemeinschaftsschule.

Fußnoten

1 Tagesthemen vom 12.04.2020, abgerufen am 03.05.2020, www.youtube.com/watch?v=fg8bSv1TQow. 2 „Pandemie wird nicht verschwinden, bis wir einen Impfstoff haben“, Die Welt, 09.04.2020, abgerufen am 03.05.2020.
3 Foundation Fact Sheet. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/Who-We-Are/General-Information/Foundation-Factsheet.
4 WHO. „Voluntary Contributions by Fund and by Contributor 2018“, abgerufen am 03.05.2020, www.who.int/about/finances-accountability/reports/A72_INF5-en.pdf.
5 Gavi, „The Vaccine Alliance. 2018 Annual Financial Report“, abgerufen am 03.05.2020, www.gavi.org/sites/default/files/document/2019/GAVIAlliance 2018 Annual Financial Report.pdf.
6 Kruchern, Thomas: „Was gesund ist, bestimmt Bill Gates“, 17.07.2018, abgerufen am 03.05.2020, www.deutschlandfunkkultur.de/unabhaengigkeit-der-weltgesundheitsorganisation- gefaehrdet.976.de.html? dram:article_id=423076.
7 Grant: „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2017/11/OPP1180343.
8 Awarded Grants: Johns Hopkins. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/ Quick-Links/Grants-Database#q/k=johns%20 hopkins&sort=amount.
9 Grant: Robert Koch Institute. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2019/11/OPP1216026.
10 Awarded Grants: Charité. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database#q/k=charite.
11 Portfolio. Abgerufen am 03.05.2020, sif.gatesfoundation.org/portfolio/.
12 Grant: Die Zeit. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants- Database/Grants/2019/12/INV-003042.
13 Grant: Der Spiegel. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/Quick-Links/Grants-Database/Grants/2018/12/OPP1203082.
14 Hoppenstedt, Max: „Verschwörungstheoretiker hetzen gegen Bill Gates“. 20.04.2020, abgerufen am 03.05.2020, www.spiegel.de/netzwelt/web/ corona-krise-verschwoerungstheoretikerhetzen- gegen-bill-gates-a-0a6cbe14¬22a7-4 0de-a149-8e8c0ddfef1a.
15 Event 201. Abgerufen am 03.05.2020, www.centerforhealthsecurity.org/ event201/.
16 Innovating to Zero, 21.02.2010, abgerufen am 04.05.2020, https://www.youtube.com/watch?v=JaF-fq2Zn7I.
17 Kenya Conference of Catholic Bishops. Press Statement by the Catholic Health Commission of Kenya, 07.10.2014, abgerufen am 04.05.2020, www.kccb.or.ke/home/news-2/press-statement-5/.
18 Humanes Choriongonadotropin. Wikipedia. Abgerufen am 04.05.2020, de.wikipedia.org/wiki/Humanes_Choriongonadotropin.
19 Ngare, Wahome: „Kenyan Catholic Doctors Association Speak: Tetanus Vaccination Campaign Is All About Population Control“, Catholic Medical Quarterly, Vol. 65 (1), February 2015, abgerufen am 04.05.2020, www.cmq.org.uk/CMQ/2015/Feb/kenyan_catholic_drs_statement.html.
20 Statement from WHO and UNICEF on the Tetanus Vaccine in Kenya, Version vom 03.08.2017, abgerufen am 04.05.2020, web.archive.org/ web/20170803221642/ www.unicef.org/kenya/media_15665.html.
21 Oller, John W. et. al.: 2017. HCG Found in WHO Tetanus Vaccine in Kenya Raises Concern in the Developing World. Open Access Library Journal, Vol. 4 (10), abgerufen am 04.05.2020, www.scirp.org/html/81838_81838.htm.
22 Awarded Grants: Johns Hopkins. Abgerufen am 03.05.2020, www.gatesfoundation.org/How-We-Work/ Quick-Links/Grants-Database#q/k=johns%20 hopkins&sort=amount.
23 Transcript: Bill Moyers Interviews Bill Gates, 05.09.2003, abgerufen am 04.05.2020, www.pbs.org/now/transcript/transcript_gates.html.
24 Kumar, Narayana: „Controversial Vaccine Studies: Why is Bill & Melinda Gates Foundation Under Fire from Critics in India?“, Economic Times India, 31.08.2014, abgerufen am 04.05.2020, economictimes.indiatimes.com/industry/ healthcare/biotech/healthcare/controversial- -vaccine-studies-why-is¬bill-melinda-gatesfoundation- under-fire-from-critics-in-india/ articleshow/41280050.cms.
25 Kennedy, Robert F. Jr.: „Gates‘ Globalist Vaccine Agenda: A Win-Win for Pharma and Mandatory Vaccination“, Children‘s Health Defense. 09.04.2020, abgerufen am 04.05.2020, childrenshealthdefense.org/news/government-corruption/ gates-globalist-vaccine-agenda-a-win-winfor- pharma-and-mandatory-vaccination/.
26 Here‘s Why Bill Gates Wants Indemnity… Are You Willing to Take the Risk? Children‘s Health Defense, 11.04.2020, abgerufen am 04.05.2020, childrenshealthdefense.org/news/heres-why-bill-gateswants- indemnity-are-you-willing-to-takethe- risk/.
27 The Need for Good Digital ID is Universal. Abgerufen am 04.05.2020. id2020.org/digital¬identity#approach.
28 Digital Identity. Abgerufen am 04.05.2020, id2020.org/digitalidentity.
29 Alliance & Governance. Abgerufen am 04.05.2020. id2020.org/alliance.
30 Establishing a Trusted Identity with Blockchain. 10.10.2017, abgerufen am 04.05.2020, www.youtube.com/watch?v=r81Atqd2MM0.
31 Gruener, Dakota, Anir Chowdhury, Gary Fowlie: „Opinion: The Case for ‚Good‘ Digital Identity“. Devex. 01.11.2019, abgerufen am 04.05.2020, www.devex.com/news/opinion-the-case-for-good-digital- identity-95906.
32 ID 2020 at a Glance. Abgerufen am 04.05.2020, id2020.org/uploads/files/ID2020-Alliance-Overview.pdf.
33 ID 2020 at a Glance. Abgerufen am 04.05.2020, id2020.org/uploads/files/ID2020-Alliance-Overview.pdf.
34 Chris Anderson with Bill Gates, Microsoft co-founder, Philantropist and TED Speaker. 01.04.2020, abgerufen am 04.05.2020, www.youtube.com/watch?v=R3V owBAYKZo&feature=youtu.be&t=2338.
35 Ludwig, Kristiana & Muth, Max: „Bundesregierung will Immunitätsausweis einführen“, Süddeutsche Zeitung, 29.04.2020, abgerufen am 04.05.2020, www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-immunitaetsausweis-regierung-1.4892945.


© www.mercymedicalcentre.co.ke/our-clinic/team/