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Was Zucchinis alles können…


Münster! - epaper ⋅ Ausgabe 84/2019 vom 28.09.2019

Münster – Die Zucchini Sistaz, bekannt für rasanten Swing, dreistimmigen Gesang und opulentes Styling im Stil der 1920er bis 1950er Jahre, sind eigentlich musikalisch gerade schwer beschäftigt. 100 Konzerte gaben und geben sie dieses Jahr in ganz Deutschland. Ende November 2019 wartet ein Auftritt beim Bundespresseball und in 2020 stehen gemeinsame Shows mit Götz Alsmann und der SWR Big Band an. Als wäre das nicht genug, erweitern die drei »gemüsikalischen« Ladies ihr Programm – und zwar mit dem Naheliegenden: Die »Zucchinis« bringen am 4. Oktober ein Kochbuch heraus.MÜNSTER! -Reporterin Lotta Krüger ...

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Bildquelle: Münster!, Ausgabe 84/2019

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Münster – Die Zucchini Sistaz, bekannt für rasanten Swing, dreistimmigen Gesang und opulentes Styling im Stil der 1920er bis 1950er Jahre, sind eigentlich musikalisch gerade schwer beschäftigt. 100 Konzerte gaben und geben sie dieses Jahr in ganz Deutschland. Ende November 2019 wartet ein Auftritt beim Bundespresseball und in 2020 stehen gemeinsame Shows mit Götz Alsmann und der SWR Big Band an. Als wäre das nicht genug, erweitern die drei »gemüsikalischen« Ladies ihr Programm – und zwar mit dem Naheliegenden: Die »Zucchinis« bringen am 4. Oktober ein Kochbuch heraus.MÜNSTER! -Reporterin Lotta Krüger traf sie zum Interview.

Foto: Peter Wattendorf

EIN BISSCHEN VERRÜCKT
Darauf, dass sie sich in ihren zehn Band- Jahren »ein bisschen Verrücktheit« bewahrt haben, sind die Zucchinis stolz. Nur so kommt man auf Ideen – wie zum Beispiel als Musikerinnen plötzlich ein Kochbuch zu schreiben.

M!: Wie habt Ihr die Rezepte ausgewählt, die es ins Buch geschafft haben?
JB: Bei der Auswahl der Rezepte stand im Fokus, eine Bandbreite von dem zu zeigen, was die Zucchini außer der klassischen mediterranen Antipasti- Küche noch alles kann. Deswegen haben wir versucht, sehr unterschiedliche Sachen auszuprobieren.

TW : Ein anderes Auswahlkriterium war tatsächlich auch die Farbwelt, weil wir natürlich alles fotografieren mussten. Alles mit Tomate ist da leider direkt rausgeflogen, weil es farblich einfach nicht gepasst hat!

M!: Wie genau geht man vor, wenn man ein eigenes Rezept erfindet?

JB : Das macht tatsächlich nicht so viel Spaß. Ich koche zwar sehr gerne, aber ich bin mehr so die Jazz-Köchin – ganz spontan, mit dem, was gerade da ist und nach Gefühl. Aber wenn wir von etwas begeistert waren, haben wir es dann einfach aufgeschrieben und es am nächsten Tag nochmal gekocht. Natürlich schmeckt es immer wieder anders, deswegen hat das ziemlich lange gedauert. Irgendwann hat man aber raus, dass es ungefähr zwei Esslöffel sind, wenn man einen Schwupps Olivenöl in die Auflaufform gibt.

M!: An wen richtet sich das Kochbuch? Vor allem an Fans Eurer Musik?

TW : An alle Menschen mit gutem Geschmack. Es gibt ganz einfache und schnelle Rezepte, die sogar ich hinbekomme, aber es gibt auch Ideen für ein perfektes Sonntagsmahl und Gerichte, die auch optisch was hermachen – z.B. Zucchini-Röschen oder gefaltete Zucchini- Päckchen, eine Art Koch-Origami.

M!: Das klingt kompliziert…

JB: Wenn man es einmal verstanden hat, ist es gut machbar! Das ist wie mit einer Lockenwickler-Frisur.

TW : Weil wir wegen unserer Auftritte so viel unterwegs sind, gibt es auch ein Kapitel mit Rezepten, die sich zum Mitnehmen und Mitbringen eignen.

M!: Was bringt mehr Spaß – Musik machen oder am Herd stehen?

JB : Das Schöne im Leben ist ja die Abwechslung und die Kombination. Wir proben zwischen vier und acht Stunden am Tag, das Kochen ist da ein schöner Ausgleich, weil es ganz andere Sinne anspricht. Ich höre beim Kochen auch keine Musik, weil ich da oft noch das im Ohr habe, was wir vorher erarbeitet haben. Es sind aber auch schon Lieder beim Kochen entstanden! In der Küche steht ein Klavier und hängt eine Gitarre, dann werden kurz die Finger abgetrocknet und ausprobiert.

TW : Wir proben tatsächlich auch meistens in der Küche. Nicht zuletzt, weil dort die Kaffeemaschine steht!

M!: Gibt es bei aller Kreativität auch mal Tage, an denen gar keine gute Idee kommen mag?

JB : Manchmal gibt es zwar eine Idee, aber sie ist so groß, dass wir nicht wissen, wie wir sie umsetzen wollen, dann stagniert es. Aber das ist sogar ein künstlerisches Prinzip von uns: In der Krise entsteht was Neues.

TW : Manchmal muss man Probleme als Herausforderungen sehen, dann können sie zur Inspirationsquelle werden. Da haben es Solo-Künstler schwerer, ich kann mir vorstellen, dass die Quelle da auch mal völlig versiegt. Aber bei uns als Trio fällt eigentlich immer jemandem was ein. Und durch glückliche Fügungen klappt am Ende irgendwie immer alles und es entstehen all die tollen Projekte.

M!: Ist es wirklich immer nur Glückssache?

JB: Natürlich muss man Chancen auch erkennen und immer offen für Neues sein. Es spielt wahrscheinlich auch eine Rolle, dass wir uns nicht nur als Musikerinnen verstehen, sondern Interessen und Ideen in ganz vielen Bereichen haben. Und dass wir – da würde ich aber schon von Glück sprechen – hier die Möglichkeiten haben, diese auch umzusetzen. Wir sind ja quasi nach Münster eingewandert, und es hat auch ein bisschen Zeit gebraucht, bis wir hier Fuß gefasst haben. Wir sind das Slow Food unter den Bands. Aber das ist auch gut, so konnten wir wachsen. Dadurch haben wir eine ganz andere Bodenständigkeit, Aufrichtigkeit und eine Verbindung zu den Leuten. Inzwischen haben wir das Gefühl, einen festen Platz in Münster gefunden zu haben. Das ist ganz toll.

TW : Für uns Zucchinis ist Münster wirklich der perfekte Ort.

M!: Herzlichen Dank für das Gespräch!

HIER GIBT ES DAS BUCH

Das Kochbuch »Die Lieblingsrezepte der Zucchini Sistaz« gibt es in derMÜNSTER!-Galerie an der Rosenstraße, beiSalamon , imLuftschlösschen und über die Homepagewww.zucchinisistaz.de zu bestellen. Die feierliche Präsentation des Kochbuchs mit Musik und Probierhäppchen findet am4. Oktober im »1648« im Stadthaus I um 16 Uhr statt. Die Zucchini Sistaz unterstützen das Pelikanhaus, das ein Zuhause auf Zeit für die Familien schwerkranker Kinder bietet (MÜNSTER! berichtete, Ausgabe Nr. 81)

ISBN 978-3-9821295-0-1 € 15,00

Buchgestaltung Von Nischlag +Wentrup


Zucchini-Rosen

Fotos:Lisa Nieschlag

Zutaten (für 10 Stück):
1 Rolle Blätterteig (Kühlregal) 1 Zucchini (ca. 250 g, ∅ 3,5 cm) 2–3 EL Ajvar (scharf oder mittelscharf) Salz nach Belieben 100 g Crème fraîche mit Kräutern ca. 80 g geriebener Cheddar

Außerdem: Muffinform Garnierspritze

REZEPTE DERZUCCHINE SISTAG

Zubereitung:

1. Die Blätterteigrolle ca. 10 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Eine kleine ofenfeste Schüssel mit Wasser in den Backofen stellen und den Ofen auf 200 °C vorheizen.

2. Die Zucchini waschen, putzen und in feine Scheiben reiben oder mit einem Messer in dünne Scheiben schneiden. (Wenn die Scheiben zu dick sind, lassen sie sich nicht rollen, dann müssen sie zuvor in Wasser leicht gegart werden.) Den Blätterteig quer legen und in zehn ca. 4 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen mit Ajvar bestreichen. Das Ajvar nach Belieben mit Salz abschmecken.

3. Die Zucchinischeiben fächerförmig auf einen Teigstreifen legen, sodass das untere Viertel frei bleibt (das dient später als Umschlag). Crème fraîche in die Garnierspritze geben und in feinen Streifen auf den unteren Teil des Zucchinifächers spritzen. Den Käse so darauf verteilen, dass der obere Teil der Zucchinischeiben frei bleibt (nicht zu viel Käse nehmen, sonst verkleben die Zucchinischeiben beim Backen.) Das untere Viertel hochklappen und den Teigstreifen von derZutaten (für 10 Stück): 1 Rolle Blätterteig (Kühlregal) 1 Zucchini (ca. 250 g, ∅ 3,5 cm) 2–3 EL Ajvar (scharf oder mittelscharf) Salz nach Belieben 100 g Crème fraîche mit Kräutern ca. 80 g geriebener CheddarAußerdem: Muffinform Garnierspritze STADT. LAND. LEBEN. Schmalseite her aufrollen, dann die Zucchini-Rose in die Muffinform stellen. Mit den weiteren neun Teigstreifen ebenso verfahren.

4. Die Zucchini-Rosen im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen.

Saftiger Zucchinikuchen

Zutaten
Für 3 kleine Gugelhupfformen (oder 1 Kastenform)
500 g Zucchini
5 Eier
150 g Puderzucker
300 g gemahlene Mandeln
60 g Dinkelmehl
1 gehäufter TL Backpulver
1 Prise Salz Butter für die Formen
1 EL gemahlener Grieß (oder Paniermehl)
Für den Guss:
250 g Puderzucker Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

2. Die Zucchini waschen, putzen, mittelfein raffeln und in einem Sieb

3. abtropfen lassen. Bei sehr großen Zucchini die Kerne entfernen (als Variante können auch feine Würfel geschnitten werden.)

4. Die Eier trennen. Das Eiweiß in einer gekühlten Glasschüssel mit etwas Puderzucker steif schlagen und kühl stellen. Das Eigelb mit dem restlichen Puderzucker in einer Rührschüssel cremig-schaumig schlagen. Mandeln und Zucchini unterheben.

5. Das Mehl sieben, mit Backpulver und Salz vermischen und nach und nach unter den Teig mischen (erscheint der Teig zu flüssig, noch etwas mehr Mehl hinzugeben.) Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben.

6. Die Backformen einfetten und mit Grieß ausstreuen. Den Teig in die Formen füllen und im heißen Ofen auf der unteren Schiene ca. 30 Minuten (in der Kastenform 45–50 Minuten) backen.

7. Den Kuchen herausnehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf einen Rost stürzen und ca. 1 Stunde abkühlen lassen.

8. Puderzucker und Zitronensaft zu einem Guss verquirlen und mit einem Esslöffel über den Kuchen träufeln.

Tipp: Für einen festeren Zitronenguss 1 Eiweiß zu Eischnee schlagen. Nach und nach den Puderzucker zum Eischnee geben, zum Schluss den Zitronensaft unterrühren.