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Wasserschutzpolizei: im kleinen Maßstab: TESTModellWerft: TEST: Die »Bremen 9« in 1:50 von PEBA/Hobby-Lobby


Modellwerft - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 15.01.2020

Neulich bei der Faszination Modellbau in Friedrichshafen. Der Messestand von Hobby-Lobby hatte wieder Neuigkeiten zu zeigen. Unter anderem auch das schon bekannte Polizeiboot Duisburg 8. Im Maßstab 1:32 schon länger lieferbar und mit zwei Jetantrieben gut motorisiert. Und jetzt erscheint davon bald die kleinere Variante als Bremen 9 im Maßstab 1:50. Das ergibt die mehr als handlichen Maße von 40 cm Länge und 12 cm Breite. Da ich schon das größere Modell gebaut und getestet hatte, freute ich mich sehr, als auch dieser Testbaukasten in meine Hände kam. Wobei da eine Hand dabei durchaus ausreicht.

Artikelbild für den Artikel "Wasserschutzpolizei: im kleinen Maßstab: TESTModellWerft: TEST: Die »Bremen 9« in 1:50 von PEBA/Hobby-Lobby" aus der Ausgabe 2/2020 von Modellwerft. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Modellwerft, Ausgabe 2/2020

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Der Technikeinbau im Rumpf des Polizeibootes


Der Baukasten kommt im handlichen Karton und ist mehr als super verpackt. Beschädigungen auf dem Transportweg sind nahezu ausgeschlossen! Zuerst wird der Rumpf aus mehreren Lagen Packpapier ausgewickelt. Auch hier liegt wieder ein gedrucktes Bauteil vor. Oberfläche absolut super und nach der Entfettung auch sofort lackierbereit. Das Gleiche trifft auch auf den Aufbau und dessen Dach zu. Ebenso stammen viele andere Beschlagteile auch aus dieser modernen Fertigungsmethode. Wie bei der „Großen“ liegt auch hier ein Metallbogen mit fein ausgearbeiteten Relingteilen sowie Türblättern und Lüfterlamellen bei. Diese sind sehr sauber gefertigt und benötigen eigentlich auch keine Lackierung. Weiter liegen dem Kasten fertige Fensterverglasung (leider in schwarz) und ein sauberer Decalbogen für die Beschriftung bei. Hier ist jedoch am Heck ein Fehler unterlaufen. Am Bug steht Bremen 9 und am Heck allerdings die Kennung WP 8.

Das schnelle Ergebnis

Also beginnen wir mit dem Zusammenstecken des kleinen Modellständers. Dies sind dann auch die einzigen Holzteile. Der Rumpf weist bereits Hal terungen für den Motor und das Steuerservo auf. Beides liegt dem Bausatz ebenfalls bei. Der Motor wird mit Hilfe einer Aluschelle mit Kühlrippen verschraubt. Hier sind die Löcher für die vorgesehenen Befestigungsschrauben allerdings zu groß. Mit zwei größeren Befestigungsschrauben aus dem Bestand aber keine große Sache. Das Servo wird mit einem Haltebügel genauso befestigt. Zuvor sollte aber das Rudergestänge gebogen und am Servoarm befestigt werden. Der Ruderkoker passt in die vorgesehene Öffnung stramm hinein. Hier braucht es nur wenig Klebstoff für eine wasserdichte und stabile Befestigung. Auf der Ruderwelle ist die Kerbe für die Verschraubung des Ruderarms leider an der falschen Stelle eingeschliffen. Er lässt sich aber auch so sehr gut anschrauben und verdreht sich nicht. Das ist bei solch einer kleinen Ruderfläche auch nicht verwunderlich. Das Stevenrohr und die Welle passen mit etwas Nacharbeit (Rundfeile) ebenfalls saugend in die fertige Rumpfbohrung. Die Verbindung Motor-Welle stellt eine Metallkupplung mit elastischem Ausgleichsteil her. Der Motor ist leider etwas zu schwer. Und durch die Wellen und Kupplungslänge liegt er ziemlich weit im Bugbereich. Hier hat der Rumpf aber konstruktiv den geringsten Auftrieb. Es wird sich zeigen, wie die richtige Trimmlage des Modells zu erreichen ist. Evtl. muss der Motor weiter nach hinten. Was aber

durch den eingebauten Wellentunnel

etwas problematisch wird.

Mittels kleiner Magnete wird das Dach gehalten


Erste Lackierungen sind aufgebracht worden


Details an den Türen


Der Rohbau des Hauptmastes


Die Bremen 9 ist fast fertig


Die dem Baukasten beiliegende Fertigreling


Die Reling ist angebracht


Bei der ersten Ausfahrt auf dem Modellteich


Die Bremen 9 im Fotostudio


Ist die Technik verbaut, kann der erste Fahrtest (Badewanne oder Waschbecken reichen völlig) bereits erfolgen. Ebenfalls als 3D-Druckteil liegt der einteilige Aufbau bei. Die Fenster sind alle durchbrochen. Bei der 1:50-Version sind keine extra Fensterrahmen dabei, sie sind bereits angeformt. Die schwarze Verglasung ist passgenau für die Montagevertiefungen an der Aufbauinnenseite. Wenn diese nicht gefällt, kann auch mit klarem Vivak verglast werden, da hierfür die Serienverglasung als Muster zur Verfügung steht. Die Befestigung des Aufbaus wurde auch anders gelöst. Vier kleine Nasen im Süllbereich greifen auf dort eingebaute Vertiefungen. Der Aufbau rastet hörbar ein und sitzt bombenfest. Zusätzlich kann das Steuerhausdach abnehmbar gestaltet werden. Der Mast ist hierbei nur gesteckt und das eigentliche Dach wird mit kleinen Magneten gehalten. Das ist für spätere Ein- oder Umbauten am Aufbau sehr hilfreich. Der Mast, wie gesagt, steckbar, ist recht gut detailliert. Die meisten Ausrüstungsteile daran sind ebenfalls Druckteile. Die farbigen Lampen sind sehr klein und leider nicht beleuchtbar. Hier hat der Modellbauer also freie Hand, was die Funktion betrifft. Die Zuleitungen sind dabei wohl aber auch ein Problem. Auf dem Arbeitsdeck liegt ein Schlauchboot und der dazugehörige Kran ist ebenfalls vorhanden. Das Schlauchboot wird mit Außenborder und Lampenbügel ausgerüstet. Auf dem Steuerhausdach sind Scheinwerfer und eine Leiter zu finden.

Achterliche Ansicht


1:32- und 1:50-Modell zusammen im Einsatz


Endausrüstung

Fast zuletzt sollte die filigrane Metallreling verbaut werden. Diese liegt, sauber zugeschnitten, auf einem Metallbogen bei. Hier sind auch feinste Ausrüstungsteile wie Türgriffe, Steigeisen und anderes zu finden. Sogar an Kranhaken und Propeller für den Außenborder ist gedacht worden. Auf einem separaten Ätzteilebogen finden wir Wischerblätter für den Aufbau und Halterungen für die Rettungsringe. Nach dem Zurechtbiegen und anschließender Lackierung kommen sie an ihren Platz. Auch Fender fehlen nicht. Die Ankerwinde und der markante Löschmonitor werden dann noch auf dem vorderen Deck angebracht.

Wie Eingangs schon bemerkt, liegt der große schwere Motor baubedingt sehr weit vorn. Also wurden der 910-mAh- LiPo-Akku, der Regler und der Empfänger ganz weit hinten im Rumpfheck platziert. Dies reichte aber leider nicht, um die „Nase“ des Modells ausreichend anzuheben. Also mussten noch ein paar Gramm Blei ins Heck gepackt werden. Nun ist die Verdrängung mit knapp 600 Gramm etwas zu hoch. Aber die Schwimmlage stimmt halbwegs!

Fahrtest

Sonntagmorgen. Sonne, kein Wind. Ab zu meinem Testgewässer. Mit dabei natürlich die größere „Schwester“ Duisburg 8 im Maßstab 1:32. Zuerst aber der Fahrtest mit der „Kleinen“. Wie schon befürchtet, sind der Motor und auch der Propeller zu groß dimensioniert. Durch das Drehmoment legt sich das kleine Modell ziemlich stark auf die Seite. Bei moderater Fahrt und ganz langsamer Fahrtsteigerung kann dieser Effekt aber minimiert werden. Also ruhig einen kleineren, leichteren Motor und auch einen kleineren Propeller einmal ausprobieren. Ansonsten fährt das doch recht kleine Modell wie auf Schienen und lässt sich auch durch etwas Wellengang nicht vom Kurs abbringen. Dabei bleibt der Rumpf innen völlig trocken – bei kleineren Modellen nicht ganz unwichtig. Hier führen ein paar Milliliter schon zu Schwierigkeiten. Der Wendekreis ist mit einer Schiffslänge schon recht gut. Evtl. kann aber hier durch einen längeren Servohebel noch ein wenig nachgebessert werden.

Fazit

Hier hat der kleine Modellbauhändler Hobby-Lobby unter dem Eigennamen PEBA wieder ein tolles kleines Modell vorgestellt. Gerade im Maßstab 1:50 sind solche Einheiten speziell auf den Maßstabstreffen immer begehrt. Und mit knapp einer Woche Bauzeit kommen auch die Modellbauer zum Erfolg, die sonst sehr lange an ihren großen Projekten sitzen. Und etwas für zwischendurch kann man immer gebrauchen.

Info & Bezug

Hobby-Lobby Modellbau Teichstraße 5 25560 Oldenborstel Tel.: 04892 80158 Internet: www.hobby-lobby-modellbau.com E-Mail: verkauf@hobby-lobby-modellbau.de

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