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Wasserspender:UNBEDENKLICHER TRINKGENUSS


Kaffee & Co - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 16.12.2019

Sie stehen sowohl in Büros als auch in öffentlichen Einrichtungen. Sie sind einfach in der Anwendung und bieten überall eine willkommene Erfrischung. Dazu sind sie umweltfreundlich, wirtschaftlich und praktisch: Die Rede ist von Wasserspendern. Egal ob freistehend oder leitungsgebunden – die Geräte bieten rund um die Uhr eine effiziente Getränkeversorgung für Mitarbeiter und Gäste. Jedoch sollte die Hygiene stets im Blick behalten werden. Denn durch lange Standzeiten, Sonneneinstrahlung, Raumtemperatur, mangelnde Reinigung und Desinfektion können sich im Wasser, in den Zapfvorrichtungen sowie im ...

Artikelbild für den Artikel "Wasserspender:UNBEDENKLICHER TRINKGENUSS" aus der Ausgabe 6/2019 von Kaffee & Co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kaffee & Co, Ausgabe 6/2019

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... Abfüllsystem Bakterien sammeln. Auf dem Markt gibt es verschiedene Lösungen diesem Problem entgegenzuwirken.

So gibt es zum Beispiel die wässrige Mineralsalzlösung RAFIlythe, die durch mehrere Elektrolysezellen geführt wird. Dabei entstehen Lösungen, die über physikochemische und katalytische Eigenschaften verfügen. Solche elektro-chemisch erzeugten Lösungen oxidieren pathogene Keime, Bakterien, Pilze und Viren und bekämpfen sie ohne die Möglichkeit einer Resistenzbildung. Die Lösung enthält außer den Grundstoffen Wasser und Mineralsalze keine weiteren Zusätze wie Alkohol oder QAV’s (Quartäre Ammoniumverbindungen). Sie ist umweltfreundlich und vollständig biologisch abbaubar. Nach der Wirkung zerfallen das Konzentrat oder die Lösungen in ihre natürlichen Ausgangsstoffe: Wasser und Salz. Die Umwelt wird weder bei der Herstellung, noch bei der Anwendung oder der Entsorgung belastet. Ganz speziell bei Wasserspendern, die an die Trinkwasserleitungen angeschlossen sind, tritt sehr oft das Problem von Biofilmen auf. Mit RAFIlythe lassen sich diese aus den wasserführenden Leitungen im Gerät entfernen und auch Zapfstellen schnell und wirkungsvoll desinfizieren.

Um ein Gerät mit höchstmöglicher Sicherheit herzustellen, entwickelte die Grünbeck Wasseraufbereitung zusammen mit den Stadtwerken Düsseldorf den Soda Jet. Der installationsgebundene Wasserspender erhielt ein Hygiene-Gutachten vom Institut Fresenius und ist gemäß der Trinkwasserverordnung hygienisch geprüft. Seine Ausgabemenge beträgt bis zu 2,6 Liter pro Minute. Für den Betrieb benötigt er keine wartungs- und kostenintensiven Zusatzfilter. Der Soda Jet kann mit einer automatischen Spüleinrichtung in Verbindung mit einem Kanalanschluss bestellt werden, die das Gerät in vorgegebenen Zeitabständen automatisch spült, denn solange Wasser fließt, ist nach Unternehmensangaben eine mikrobiologische Verkeimung nahezu ausgeschlossen.


Wasserspender sind beliebt. Aber Achtung: Mangelnde Hygiene lässt Keime von außen in das Gerät dringen, die das Wasser ungenießbar machen können.


evo-water


Kostenersparnis

Wasserspender sind auf den ersten Blick kostspielig, langfristig gesehen wird die Versorgung mit frischem Trinkwasser damit allerdings günstiger. Der Preis variiert von Anbieter zu Anbieter und je nach den individuellen Wünschen und Ansprüchen des Kunden: Den Soda Jet Public in Standardausführung gibt es ab 3.910 Euro. Laut Grünbeck rechnet sich die Anschaffung bei einem Betrieb mit 30 Personen oder mehr schon nach weniger als drei Jahren. Die Gesamtkosten pro Liter Wasser liegen in der Regel zwischen 6 und 8 Cent (inkl. Strom und CO2). Auf der Webseite von EauVation können sich Interessierte ihre Ersparnis schnell und einfach ausrechnen. Der Mietpreis eines Wasserspenders beträgt zwischen 85 und 145 Euro im Monat. Der Vertrag ist laufzeitfrei und somit monatlich kündbar. Bei Brita kommen je nach Gerät, benötigter Kapazität, Ausstattung und Konfiguration unterschiedliche Kaufoder Mietpreise auf den Nutzer zu. Neben der Kauf- und Mietoption ermöglicht Kärcher ein flexibles Leasingangebot zur Finanzierung der Wasserspender. Bei Kärcher Lease stehen Planbarkeit, Liquidität und Flexibilität im Mittelpunkt.

Brita


Grünbeck Wasseraufbereitung


EauVation


Der Anwender kann die Temperatur im Gerät individuell einstellen und zwischen drei Ausgabemöglichkeiten wählen: still, medium und classic.

Wasserfilter

Auch Wasserfilter tragen zur Hygiene bei, halten sie doch jegliche Rückstände wirkungsvoll zurück. In den Wasserspendern von Brita kommt serienmäßig eine thermische Keimsperre, die ThermalGate, zum Einsatz. Das Wasser wird dabei in Intervallen von 90 Minuten auf über 100°C erhitzt und somit thermisch desinfiziert. Optional steht zudem die „Brita Hygiene Solution” zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um einen Drei-Zonen-Schutz, der Eingangsfilter, Bakterienfilter und thermische Keimsperre miteinander kombiniert und so für eine mikrobiologisch einwandfreie Wasserqualität sorgt. Denn dadurch wird eine Verkeimung innerhalb des Gerätes verhindert und auch äußere Einflüsse können nicht zu einer sogenannten Rückverkeimung führen. „Unterschiedliche Mineralien, die aufgrund der Bodenbeschaffenheit an der Wasserquelle in das Wasser gelangen, wirken sich auf den Geschmack aus. So können bittere, salzige oder kalkig-kreidige Nuancen stören.

Das durch Filtration geschmacklich optimierte Wasser ist frei von unerwünschten Aromen oder Geruchsstoffen. Und die Filter helfen, eventuell vorhandene Partikel aus der Hausinstallation zurückzuhalten und vor allem hygienisch auf der sicheren Seite zu sein”, erklärt David Cerny, Vertriebsleiter Wasserspender für Deutschland und Österreich Brita Vivreau. Die Geräte gibt es als Stand-, Auftisch- und Einbaugeräte. Auftischgeräte sind etwa so groß wie eine Kaffeemaschine, bei Einbaugeräten wird nur eine Zapfsäule in die Arbeitsplatte integriert. Die Standgeräte haben eine Breite von knapp 30 Zentimetern. Über ein intuitives Display kann zwischen vier Wasserarten gewählt werden – von gekühlt still oder mit verschiedener Kohlensäurestärke über Zimmertemperatur bis hin zu Heißwasser für den Tee. Außerdem kann der Nutzer die Portionierung Flasche oder Glas wählen.

Kärcher-Wasserspender verfügen über zwei Arten von Filtern: Zum einen den Active-Pure-Filter, der Chlor und Schwermetalle mittels Aktivkohle entfernt, zum anderen hält der Hy-Protect-Filter durch eine Ultrafiltrationsmembrane Bakterien und Viren zurück und lässt Mineralstoffe im Wasser. Nur alle zwei Jahre muss dieser Filter gewechselt werden. Für die sichere Hygiene sollten alle wasserführenden Teile, das Heiz- und Kühlmodul sowie das Ausgabeventil regelmäßig desinfiziert werden. Bei den Kärcher-Modellen geschieht das etwa durch eine thermische Reinigung.

Die Geräte können mit einem mehrstufigen Filtersystem und einer automatischen Desinfektionsfunktion ausgestattet werden. Der Anwender kann zwischen bis zu sechs verschiedenen Wasserarten wählen – still, classic, medium, gekühlt, ungekühlt oder heiß (80 oder 90°C). Der Nutzer kann auswählen, wie viel Kohlensäure sein Wasser haben und wie heiß es sein soll. Zudem bietet sich die Möglichkeit zur Portionierung der Wasserabgabe an, was das Abfüllen in Flaschen oder Gläser erleichtert.

In den evosoda Tafelwasseranlagen von evowater sind UV-Filter implementiert. Die gesilberte Aktivkohle in den angeschlossenen Wasserfiltern entnimmt unerwünschte, negative Wasserinhaltsstoffe und verhindert zusätzlich Keimbildung. Auch sie sind in verschiedenen Größen als Auf- oder Untertisch-Varianten erhältlich.

EauVation bietet zwei Modelle an, den Acqua20 und den Acqua80 mit Filter und UVC-Hygieneschutz. Beide gibt es sowohl als Auftisch- als auch als Standfußgerät. „Wir arbeiten mit Pentair zusammen. Sie produzieren einen Aktivkohlefilter in Kombination mit Mikrofilter – also eine sogenannte Zwei-Stufen-Filtration”, erklärt Louis Staudenmaier, Geschäftsbereichsleiter EauVation Deutschland. „Gefiltert wird zwar schon ab einer Ein-Stufen-Filtration, das sind reine Aktivkohlefilter, die grobe Sachen wie Rost, Metall, Blei und Chlor herausnehmen, aber Viren und Keime gelangen so trotzdem noch in das Trinkwasser.”

Die Steuermöglichkeiten belaufen sich auf zwei oder drei Knöpfe: gesprudeltes Wasser zwischen 5 und 12°C, stilles Wasser zwischen 5 und 12°C und warmes Wasser bzw. stilles warmes Wasser, wie es aus der Leitung kommt. Aufgrund der notwendigen Hygienemaßnahmen bietet EauVation zudem eine Gefährdungsanalyse an.

Martina Kalus

Kampf den Keimen

Ewald Rangk von Rafi erklärt das Konzept des neuen Produkts.

Was ist RAFIlythe?
Dabei handelt es sich um eine wässrige Mineralsalzlösung, die mit einem aufwendigen und komplexen Verfahren durch mehrere Elektrolysezellen geführt wird. Dabei entstehen Desinfektionsmittel, die über physikochemische und katalytische Eigenschaften verfügen.

Was macht das Produkt so besonders?
RAFIlythe ist ein hochwirksames, biologisch abbaubares Desinfektionsmittel. Es beinhaltet nur Stoffe, die von der TrinkwV. § 11 zugelassen sind. RAFIlythe ist pHneutral, ungefährlich, nicht reizend, nicht toxisch, nicht entflammbar, hat keine schädlichen Stoffe wie Kupfer- oder Silberionen, keine QAV`s und keinen Alkohol.

Welche Keime werden damit bekämpft?
Es bekämpft 99,9 % aller bekannten Mikroorganismen. Ganz besonders wirksam ist es gegen Legionellen und Pseudomonas. Dazu beseitigt es Biofilme und Algen.

Wo und wie wird das Mittel angewandt?
Bei der Hygienisierung von privaten und gewerblichen Kaffee- und Teemaschinen sowie Wasserspender. Wie genau es angewandt wird, zeigen wir den Kunden.

Hat RAFIlythe eine Zertifizierung?
Ja, es ist A-B-CERT biozertifiziert.

Wo wird RAFIlythe produziert?
RAFIlythe ist 100 % Made in Germany.


Fotos: Brita, Grünbeck Wasseraufbereitung, EauVation, Oleh – stock.adobe.com