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WASSERSPORT: Auf einer Welle


daheim - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 15.06.2018

An der Westküste von Sylt gleiten Surfer seit 60 Jahren mit ihren Brettern übers Wasser


Artikelbild für den Artikel "WASSERSPORT: Auf einer Welle" aus der Ausgabe 4/2018 von daheim. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: daheim, Ausgabe 4/2018

Surfer mit ihren Brettern. Damals wie heute brauchen sie weder Wind noch Segel. Nur perfekte Wellen


Schwimmerbretter hießen die klobigen Boards, die Lebensretter an den Sylter Stränden Mitte der 1950er-Jahre zur Bergung von ...

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... Ertrinkenden nutzten. Aus Kiefernholz gezimmert und gute 30 Kilo schwer, waren sie mehr Baumstamm als Surfboard. Und doch kam ein Rettungsschwimmer auf die Idee, sich damit in den Wellen zu verlustieren. Ganz nach amerikanischem Vorbild, wo zu jener Zeit an den Küsten Kaliforniens die Surfkultur eine Blüte erlebte.

Auch wenn es nur mit Mühe möglich war, die dicken Bretter so durchs Wasser zu manövrieren, dass man eine Welle erwischte, erfreute sich das „Surfen“ schnell großer Beliebtheit unter den Sylter „Baywatchern“. 1966 gründeten die Rettungsschwimmer den ersten Surfclub Deutschlands. Aus Urlauben an der französischen Atlantikküste brachten sie sich echte Surfbretter mit auf die Insel.

Sylter Kur- und Badegäste, die sich in den Strandkörben salzige Luft um die Nase wehen ließen, konnten fortan immer öfter Surfer auf den Wellen beobachten. Auch die Inseljugend fing Feuer für den neuen Sport: Auf eigenen „Boards“, abenteuerlich zusammengeschustert aus Luftmatratzen und Besenstielen, versuchten sie, der Nordsee einen kurzen Wellenritt abzutrotzen.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine eingeschworene Surfszene auf Sylt – was auch mit den schwierigen Bedingungen auf der Nordseeinsel zusammenhängt: Nur wenn Stürme auf hoher See das Meer aufpeitschen und druckvolle Wogen an die Küsten treiben, haben die Wellen genug Kraft, um einen Surfer vor sich herzuschieben.

Unter den Sylter Wellenreitern beliebt sind die Surfspots an der Buhne 16 im Norden der Insel. Aber an der Westküste kann man sie so gut wie überall auf ihren Brettern übers Wasser gleiten sehen.

Sommer 1952: Wellenritt auf dem vier Meter langen Rettungsbrett der DLRG


Mit freundlicher Genehmigung von www.surfclubsylt.de