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Watt nun?


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ramp - epaper ⋅ Ausgabe 55/2021 vom 24.10.2021

Es passiert gerade so viel Neues auf der Welt, ich habe ständig Angst, etwas Wichtiges zu verpassen oder zu vergessen, eine neue lebensrettende App zu spät herunterzuladen oder die QR-Codes zu Hause liegen zu lassen. Je mehr ich mich informiere, desto mehr Angst bekomme ich. Wundervolle Dinge warten auf uns, die unbegrenzten neuen Möglichkeiten versprechen ein Leben auf hohem Niveau, die neuen Impfstoffe, die uns unverwundbar machen, die Weltraumfamilienausflüge, das neue Auto, das elektrisch fährt und sich von selbst lädt ... Oder ist elektrisch schon Vergangenheit und ich habe schon wieder etwas Neueres verpasst? Luftkissenfahrzeuge? Magnetbahnen? Wir fahren gerade eine sehr scharfe Kurve, die Landschaften, Wälder und Felder verschmelzen aus der Perspektive des Fahrers zu einem undurchsichtigen Brei, die Gegenwart wird in Sekunden zur Vergangenheit verramscht, die Gänge werden schneller ...

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Bildquelle: ramp, Ausgabe 55/2021

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... gewechselt als einem lieb ist. Das Essen wird nach Hause geliefert, wir haben keine Zeit, wir müssen weiter.

Unser Hirn funktioniert wie Karl Lauterbach im Fernsehen, es produziert ununterbrochen Schreckensszenarien und grausame Prognosen, ganz egal, in welche Richtung wir schauen, worüber wir gerade nachdenken. Allein schon beim Anblick einer heißen Kaffeetasse schlägt unser Hirn mittlerweile Alarm. Es ist nämlich zu befürchten, dass die Tasse zu heiß ist, dass sie uns aus der Hand fällt oder ihr Inhalt uns die Kehle verbrennt. Und wie schlimm könnte es kommen, wenn uns während des Kaffeetrinkens jemand schubst und uns die Tasse auf die Hose kippt? Alle diese Ängste sorgen dafür, dass wir uns umsichtig benehmen, keine unnötigen Bewegungen machen und in Ruhe den Kaffee genießen.

Amygdala heißt der Teil des limbischen Systems im Gehirn, der für die Angstproduktion zuständig ist. Dort werden die Reaktionen des Körpers entwickelt, die uns helfen, die Tasse fester und gleichzeitig vorsichtiger in der Hand zu halten. Doch diese Reaktionen können uns gleichzeitig auch stören. Die Angst kann sich in Schwitzen, Zittern oder einer Erstarrung äußern, bis hin zu Schluckauf, Magendrücken und Kopfschmerzen. Die Menschen mit einer kaputten Amygdala, mit einer Hirnhautentzündung oder mit einem Urbach-Wiethe- Syndrom sind dagegen furchtlos, sie leben ohne Angst, sie können nachts durch Afghanistan joggen, im Zoo zu dem Tiger in den Käfig steigen oder allein Horrorfilme schauen, sie merken nichts dabei. Eigentlich sollten sie sich wie Helden fühlen. Doch diese Mutproben werden von ihnen in der Regel nicht als Aufwertung ihres Lebens empfunden, im Gegenteil, sie leiden darunter. Sie wollen ihre Angst zurückhaben. Menschen ohne Angst bringen sich selbst und ihre Mitmenschen ständig in gefährliche Situationen, die sie nicht bewältigen können. Das Leben ohne Alarm, ohne Warnlichter ist anstrengend und kann schnell böse enden. Wird aber das Leben nur von der Angst gelenkt, ist es auch kein Zuckerschlecken.

Was tun?

Neurobiologen haben kürzlich herausgefunden, dass der erhöhte CO 2-Gehalt Menschen mit kaputter Amygdala dabei hilft, wieder Angst empfinden zu können. Und weil derCO 2-A usstoß ständig steigt, ist nicht auszuschließen, dass wir alle gerade zu Angsthasen werden, ohne es zu merken. Deswegen haben wir heute mehr Angst vor der Zukunft als vor hundert Jahren, obwohl die Gefahren, die uns heute begegnen, mit den Weltkriegen und Hungersnöten von damals nicht zu vergleichen sind. Man sollte sich also nicht dafür schämen, dass man Angst hat. Man sollte sich bloß im Klaren sein, wovor. Dummerweise geht die Gefahr diesmal nicht von außen und nicht von der Kaffeetasse aus, die Gefahr sind wir selbst. Deswegen lautet die Hamlet-Frage heute: Wie geht man mit den neuen Ängsten um? Sie werden ununterbrochen weiter geschürt.

Das Leben ohne Alarm, ohne Warnlichter ist anstrengend und kann schnell böse enden. Wird aber das Leben nur von der Angst gelenkt, ist es auch kein Zuckerschlecken.

Der Weltklimarat, der Weltbiodiversitätsrat, der WWF, andere Sonderorganisationen der Vereinten Nationen veröffentlichen tausendseitige Studien über die Folgen der globalen Erwärmung, des Klimawandels, der Ausbreitung der industriellen Landwirtschaft, des Vernichtens von Tierarten und Wäldern ... Es steht fest: Wir Menschen tragen die Schuld am Untergang des Planeten, mit unserer Maßlosigkeit und dem Konsumwahn zerstören wir die Biosphäre und verkonsumieren unsere Ökosysteme.

Die Zukunftsszenarien werden immer düsterer, schon ist vom Ende der Petromoderne die Rede. Alle Räte und Kommissionen sind sich einig, es wird sehr bald übel werden, nur die Reihenfolge der Katastrophen steht noch nicht fest, da sind sich die Wissenschaftler und Klimaaktivisten noch nicht einig. Werden wir zuerst überflutet und brennen dann ab, oder machen wir uns aus Angst in die Hosen und ersticken amCO 2-A usstoß – passiert das nach und nach oder alles gleichzeitig? Darüber streiten sich noch die hellen Köpfe. Es muss auf jeden Fall dringend gehandelt werden, morgen wird es zu spät sein, sagen die Optimisten. Die Pessimisten meinen, es war bereits gestern zu spät, und die Fatalisten unken, egal was wir tun, die nächsten 80 Jahre sind bereits verloren.

Der Gerechtigkeit halber muss an dieser Stelle gesagt werden, es gibt auch kritische Stimmen, die meinen, diese globale Erwärmung sei bloß eine Phase, die gab es schon früher und die wird es immer wieder geben. Man sollte diese Entwicklung wie einen Sauna-Gang der Erde betrachten, der Planet erwärmt sich, um sich vom Ballast zu befreien, um wieder gut atmen zu können, die alte Haut abzuschuppen und eine neue Haut nachwachsen zu lassen. Das alte Holz wird verbrannt, das neue wächst nach, sagen die Klimaskeptiker. Und ohne CO 2 g äbe es keinen Sauerstoff, die Entstehung von Kohlendioxid ist ein wichtiger Bestandteil der Atmosphäre, dessen Bedeutung für das grüne Leben auf dem Planeten nicht zu unterschätzen ist. Es läuft also alles nach Plan, den wir nicht verstehen, die Erde putzt sich, sie leckt sich ab wie eine Katze. Die Menschen müssen bloß aufpassen, dass sie infolge dieser planmäßigen Sanierung nicht weggeleckt werden. Wir lernen dringend das neue Vokabular: ökologische Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Ressourcenverschonung, alles schwierige Wörter, die Verzicht bedeuten. Die Massentierhaltung, die Globalisierung, die Billigflüge, die Verbrennungsmotoren, damit haben wir dem Planeten zugesetzt und den Klimawandel beschleunigt. Dafür haben wir seit beinahe 80 Jahren keinen großen Krieg mehr geführt, wir haben zumindest in Deutschland fast alle Atomkraftwerke ausgeschaltet und auf beinahe jedes Dach eine Solaranlage installiert. Wir haben an vielen Orten auf die wunderschöne Aussicht verzichtet, dort, wo früher Wolken zu sehen waren, die Sterne und der dunkle Wald, ragen nun gigantische Windräder aus der Erde heraus, die meisten drehen sich nicht einmal. Diese stillstehenden Wind räder sorgen zusätzlich für Depressionen und schlechtes Gewissen. Worauf sollen wir denn noch verzichten, möglichst schmerzfrei und mit einem preiswerten Ersatz in der Seitentasche?

Morgen wird es zu spät sein, sagen die Optimisten. Die Pessimisten meinen, es war bereits gestern zu spät, und die Fatalisten unken, egal was wir tun, die nächsten 80 Jahre sind bereits verloren.

Zusammen mit Michael Köckritz, dem Chefredakteur der besten Automobilzeitschrift der Welt, pendelte ich durch Ost-Berlin, wie immer mit zwei tollen Autos, einem Hybrid, dem Vertreter der neuen Zeit, und einem Benziner, einem großartigen Fahrzeug, das die Vergangenheit symbolisieren soll und uns doch sehr geschickt durch die überfüllten Berliner Straßen lenkte. Vom modernem Kaffeehaus im Retrostil fuhren wir zum sozialistischen Planetarium im Ernst-Thälmann-Park, einem Wahrzeichen der Zukunft aus der längst überwundenen Vergangenheit. Unter dem Plakat »Staunen mit Lichtgeschwindigkeit« überlegten wir, wie es zu dieser Situation kommen konnte.

Die alte Welt will nicht mehr, die neue kann nichts richtig. Womit haben wir das verdient? War die Menschheit in ihrem Bestreben nach Wohlstand und Fortschritt nicht human genug?

Was haben wir falsch gemacht? Wir haben den Armen geholfen, Entwicklungshilfe geleistet, zu Hause fleißig Müll getrennt. Wir investierten in Medizin und Wissenschaft, wir flogen zu den Sternen. Noch nie wurden in einer so kurzen Zeit so viele Menschen aus der Armut gerettet wie in den letzten dreißig Jahren. Allein in China wurde eine halbe Milliarde Menschen buchstäblich an den Haaren aus dem Sumpf der Armut gezogen und vom Land in die Industriestädte umgesiedelt. Und die zweite Hälfte der chinesischen Milliarde packt auch schon die Koffer. Wir haben mit genmanipuliertem Mais und Reis beinahe den Hunger auf dem Planeten besiegt, tödliche Krankheiten ausgerottet, 70 Millionen Autos produziert und einen Wohlstand erreicht, der beispiellos in der Geschichte der Menschheit ist. Die logische Folge dafür ist der Weltfrieden, immerhin leben wir fast 80 Jahre ohne großen Krieg, wann gab es schon einen so langen Frieden? Wir haben Wälder gerodet, aber auch gepflanzt, wir haben Zauberhühner gezüchtet, die vier Schenkel haben und zehn Eier pro Tag legen. Wir haben Kühe mit Bier gewaschen und im Kuhstall Mozart gespielt, angeblich wird von Mozart das Steak besonders fein marmoriert und bekommt eine würzige Note.

Gut, wir haben diese sogenannte »Natur« nicht wie ein Fertigprodukt aus Gottes Küche behandelt, sondern als unsere Werkstatt, unseren Arbeitsplatz, um aus diesem alten archaischen Planeten etwas Modernes und Innovatives zu machen. Wir hatten noch so viel vor, wir hätten Flüsse umgeleitet und Luftgleittransportsysteme im Himmel konstruiert, wir hätten die Sonne als eine endlose Energiequelle angezapft und den Süd- und Nordpol mit einem unterirdischen Gang verbunden – einfach so, damit die Eisbären mal den Pinguinen »Guten Tag« sagen können. Und die Technologie der Verbrennungsmotoren war auch noch lange nicht ausgereizt. Man könnte noch viel präzisere Motoren bauen, die sich sparsamer und effizienter drehen als jeder von einer Lithiumbatterie betriebene Elektromotor. Wir hatten große Pläne. Nur wollte der Planet unseren Ehrgeiz und unsere Kreativität nicht mehr ertragen. Wir sollen uns mäßigen, uns am besten verstecken, unsichtbar machen und nur durch die Nase atmen, um den CO 2-Ausstoß zu minimieren. Okay, machen wir. Noch weitere Vorschläge? Was sagt dazu die Politik, wie geht es weiter?

Die Politik neigt leider zu einfachen Lösungen für komplexe Probleme. Die Politik sagt: Entspannt euch, lehnt euch zurück und schaltet den Fernseher an. Wir wissen genau, was zu tun ist, wir konsultieren die besten Experten, wir bringen die Welt wieder in Ordnung. Sehr bald wird alles wieder im Lot sein, wie zu Omas Zeiten, nur besser. Ihr könnt euch auf uns verlassen, wir werden schon das Klima-Baby schaukeln, vorausgesetzt, ihr wählt uns. Wir schaffen das, irgendwie, Hauptsache wir werden Minister. Die Politik ist Vertrauenssache. Und Vertrauen gibt es nur als Vorschuss, auf Kredit. Die Kreditgeber drängen, sie wollen schnell Ergebnisse sehen, die politische Kaste geht bedeutungsschwanger ans Werk, in der Regel werden die Erwartungen der Wählerinnen und Wähler enttäuscht, unausgegorene Projekte werden realisiert, koste es, was es wolle. Eine absurde Haltung – man drängt auch nicht bei einer schwangeren Frau, sie soll bereits nach fünf Monaten ein ganzes Kind zur Welt bringen. Das aktuelle Beispiel für den Alarmismus in der Politik ist das Hochpuschen der Elektromobilität.

Keine Frage, wir brauchen auch Elektroautos. Doch zurzeit wird so getan, als wäre die Elektromobilität die absolute Lösung für alle Klimaprobleme. In den nächsten Jahren wird die Masse der Autofahrer auf Elektrofahrzeuge umgesetzt, die Politik übt Druck auf die Wirtschaft aus, sie soll alle anderen Projekte begraben und nur in E-Mobilität investieren.

Die Technologie ist noch nicht ausgereift, die Batterien müssen noch entsorgt werden, von den 70 Millionen Verbrennern, die durch das Land fahren, ganz zu schweigen. Und vor allem: Wo nimmt man so viel Strom her? Wenn in der Zukunft wie versprochen an jeder Straßenlaterne und in jedem Hinterhof eine Stromzapfsäule entsteht, werden die Lichter auf den Straßen und in den Wohnungen möglicherweise ausgehen, dann fahren wir im Dunkeln.

In der Dunkelheit zu fahren ist gefährlich und unsicher, auch wenn man elektrisch fährt. Aber wir tun es bereits. Wir fahren in der Dunkelheit durch die unsichere Bahn der Weltrettung. Wir müssen die Welt retten, wird uns von der politischen Klasse ständig suggeriert. Okay, wir retten die Welt. Nur welche? Welche Welt wollen wir retten? Hat nicht jeder von uns seine eigene Welt, eigene Werte und Prioritäten? Ist das Elektroauto alternativlos? Könnte man nicht mehrere Richtungen der Weltrettung ausprobieren? Ein altes Auto fahren kann auch nachhaltig sein, auf jeden Fall nachhaltiger, als sich jedes Jahr eine neue Batterie zu kaufen. Und wie wäre es mit einem neuen, besseren, saubereren, effizienteren Verbrenner? Immerhin wurde in diese Technologie so viel Zeit, Geld und menschliche Kreativität investiert wie in kaum eine andere. Die Geschichte des Verbrenners ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Es wäre unglaublich leichtsinnig, auf diese wertvollen Erfahrungswerte zu verzichten. Man muss die Stärken der alten Technologien nutzen und die Schwächen ausbessern, anstatt das Ganze zu entsorgen. Die Entsorgung wird ohnehin in der nächsten Zeit eine zentrale Rolle spielen. Das passiert immer, wenn die Menschen sich zu weit aus dem Fenster lehnen.

Müssen alle Autos, die unsere Straßen verstauen, nun entsorgt werden? Wohin damit? Nach Afrika, in die sogenannte Dritte Welt? Wird dadurch der Planet sauberer werden? Ich glaube nicht. Und was ist mit dem Wasserstoffantrieb und mit Autos, die mit Solarenergie fahren? Die Politik stellt die Wirtschaft vor eine enorme Herausforderung, die Absage an die alte Produktionsweise wird die Wirtschaft schwächen.

Ohne eine starke Wirtschaft ist aber die Weltrettung unbezahlbar, dies ist das teuerste Projekt des Jahrhunderts, wie soll die Politik das finanzieren?

Die Weltrettung wird uns heute wie eine alternativlose Achterbahn mit Elektroantrieb serviert. Als würden wir mit unseren alten Hybriden und neuen vollelektrischen Autos in einen Tunnel fahren, an dessen Ende kein Licht brennt. Wir müssen aber nicht in den Tunnel.

Was also tun? Kurz anhalten, Luft holen, Kaffee trinken. In den Himmel schauen, Sterne zählen. Ruhe bewahren, Gedanken sortieren. Wir müssen das Fahrrad nicht noch mal erfinden. Wir sollten nichts wegschmeißen und auf nichts verzichten. Wir müssen ausbauen und entwickeln. Nicht gleich die ganze Welt, sondern jeder seine eigene neu justieren. Es geht. Wir haben schon Schlimmeres überstanden. Es wird uns für jedes konkrete Problem eine gescheite Lösung einfallen.

Was also tun? Kurz anhalten, Luft holen, Kaffee trinken. In den Himmel schauen, Sterne zählen. Ruhe bewahren, Gedanken sortieren.

Der Bentley Bentayga ist nicht nur eine bekannte Größe im Angebot der britischen Marke, sondern auch ein echter Pionier. Denn als Plug-in-Hybrid wird der Crossover zum ersten Serienmodell von Bentley, das auf einen gemischten Antrieb setzt. Ach ja, gebaut wird der Power-Geländegänger übrigens in einer Fertigungslinie, die klimaneutral ist.

Wir müssen ausbauen und entwickeln. Nicht gleich die ganze Welt, sondern jeder seine eigene neu justieren. Es geht. Wir haben schon Schlimmeres überstanden.

Von wegen altes Eisen: Der Continental GT überzeugt auch in der dritten Generation. Und gehört mit seinem Monocoque in gemischter Stahl-Aluminium-Bauweise nach wie vor zum Besten in Sachen klassischem Gran Turismo. Starke Akzente setzt dabei nicht nur der überlegene Antrieb, sondern auch die »Azure Purple« genannte Lackierung.