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WE ARE Family


Audio Video Foto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 03.04.2019

Harman Kardon bringt eine ganze Lautsprecher-Familie mit Sprachsteuerung. Was die Citationsmit Google Assistant draufhaben und wie gut sie klingen, verrät der Test.


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Bildquelle: Audio Video Foto Bild, Ausgabe 5/2019

VIER MODELLE ZWISCHEN 200 UND 650 EURO


Wer in den 70er-Jahren als Hi-Fi-Liebhaber groß wurde, verbindet mit dem Namen „Citation“ prachtvolle Verstärker aus dem Hause Harman Kardon. Jetzt, knapp ein halbes Jahrhundert später, bekommen smarte Lautsprecher mit Google Assistant den traditionsreichen Namen. Sie hören auf die Ansage „Ok Google“, beantworten Fragen nach dem Wetter, steuern vernetzte Heimgeräte wie Thermostate und Lampen und ...

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... spielen natürlich auch Musik ab. Doch machen sie das auch gut? AUDIO VIDEO FOTO BILD hat sich die vier Modelle Citation One, 100, 300 und 500 vorgeknöpft.

Viele smarte Dienste an Bord

Für die Citation-Reihe hat Harman einen neuen Assistenten verpflichtet. Residierte im Lautsprecher Allure noch Alexa, so lauscht in den neuen Speakern der Google Assistant auf Fragen und Anweisungen. Das bringt Vorteile: Installation und Nutzung der smarten Box gelingen in wenigen Minuten und ausschließlich über die Google-Home-App. Und per Google-Suche haben die Boxen auf fast jede Frage eine Antwort, während Alexa öfter auf dem Schlauch steht. Außerdem stehen viele praktische Verknüpfungen für Dienste im Smarthome zur Verfügung. Ob Philips Hue, Ikea Trådfri, Telekom Smarthome oder Homematic IP – die Gadgets fast aller Smarthome-Hersteller lassen sich per Google Assistant dirigieren. Aber auch Supermarktketten, Autohersteller und Lieferdienste sind nur einen Sprachbefehl entfernt.

Da ist Musik drin

Aber selbst Nutzer, die mit dem ganzen Thema Smarthome nichts am Hut haben und einfach nur Musik hören wollen, profitieren von der Google-Power. Viele Musikdienste sind bereits ab Werk an Bord und warten auf Sprachbefehle: Webradio gibt’s per Tune-In-Radio, die Lieblingsmusik schafft es per Spotify, Deezer, Google Play Music & Co. auf die Boxen. Weitere Dienste, die nicht per Sprache bedienbar sind, beamen Nutzer per Handy-App und Chromecast-Technik auf die Boxen. Dazu zählen beliebte Radio-Apps wie Radio.de und Radioplayer, aber auch der Streaming-Dienst Tidal. Apple Music und Amazon Music verwenden die Chromecast-Technik leider nicht. Eine Zuspielung per Air-Play ist nicht möglich, USB oder Stereoeingänge haben die Citation-Boxen nicht. Da bleibt Smartphone-Nutzern nur der Griff zum Bluetooth-Menü. Allerdings kommt es dann vor allem beim Citation 100 bei hohen Lautstärken zu Störgeräuschen – das sollte Harman mit einem Software-Update beheben.

Die größeren Modelle Citation 300 und 500 machen mit einem Touch-Display auf der Oberseite die Lautstärkeregelung einfach. Zudem zeigt es Infos wie Alben und Titel.


Mit der Google-Home-App kann der Nutzer in wenigen Minuten festlegen, in welchem Raum welche Box steht, und Boxen-Paare anlegen. Einfacher lässt sich ein Multiroom-System kaum aufbauen. Einmal eingerichtet, macht auch die Steuerung per Sprache richtig Spaß.

Laute Bässe, muffige Höhen

Erstaunlich ähnlich ist das Klangbild der vier Boxen: Im Tiefbass-Bereich drehen sie merklich auf, sie klingen weitaus größer, als sie tatsächlich sind. Vor allem bei den kleinen Modellen Citation One und 100 wirkt der Bass sogar schon aufdringlich. Das mag manch einem gefallen, ausgewogen klingt das aber nicht. Bei den größeren 300 und 500 passt die Abstimmung besser.

In Stücken mit weniger tiefen Bässen wirkt das Klangbild den jeweiligen Formaten entsprechend harmonisch und ausgewogen. Alle vier Citation-Modelle tönen jedoch mitunter etwas verschnupft und muffig – auch das ist bei den günstigeren Modellen wie dem One und dem 100 stärker ausgeprägt. Da klingt zum Beispiel ein Sonos One (mit Alexa) oder ein LG WK7 (Google Assistant) deutlich ausgewogener.

Die größeren Modelle bereiten Musikliebhabern mehr Freude. Der Citation 300 erreicht zwar nicht ganz die Audioqualität des Apple Home-Pod, ist aber eine ordentliche Alternative, wenn es der Google Assistant statt Siri sein soll. Und wer es mal so richtig krachen lassen will, kommt mit dem Citation 500 auf seine Kosten: Der bringt es auf erstaunliche 107 Dezibel. Wobei auch die kleineren Geschwister keine Leisetreter sind.

Übrigens: Die Citation-Familie ist noch größer (siehe Spalte links) und erlaubt sogar den Aufbau eines smarten 5.1-Systems fürs Heimkino.

Die Krux mit der Bedienung

Zur Steuerung der Lautstärke haben alle vier Boxen Sensortasten auf der Oberseite, der 300 und der 500 bieten zusätzlich einen Touchscreen. Und der tut den Boxen wirklich gut, denn die Sensortasten sind unsensibel und nervig in der Bedienung. Da ist die Lautstärkeleiste des Touchscreens deutlich präziser bedienbar.

Natürlich klappt die Änderung der Lautstärke auch per Sprachbefehl, etwa „Ok Google, Lautstärke auf 50 Prozent“. Das gelingt in der Regel auch bei hoher Lautstärke, erfordert aber lautes und deutliches Sprechen. Das nimmt der Sprachsteuerung ein wenig den Reiz. Viele Boxen anderer Hersteller reagieren da deutlich sensibler und auch auf Flüsterlautstärke.

[mwi]


„Die Citation-Boxen übertreiben es mit ihren Tiefbässen. Weniger wäre hier besserer Klang.“
Max Wiesmüller Redakteur


FAZIT

Mit seiner Citation-Familie will Harman Kardon für jeden Raum, jedes Budget und jeden Anspruch den passenden smarten Lautsprecher anbieten. Doch dieser ehrgeizige Plan geht allenfalls teilweise auf – die beiden teuren Modelle Citation 300 und 500 des renommierten Hi-Fi-Herstellers bieten einfach zu wenig Klangqualität und Anschlüsse fürs Geld. Die günstigeren Varianten können sich in ihren Preisklassen besser behaupten, denn sie klingen kaum schlechter als die teuren Citations. Zudem muss Harman dringend den Komfort der Spracherkennung verbessern.

CHROMECAST AN BORD

Die Touch-Steuerung der Musik gelingt bereits aus vielen Apps heraus, hier Deezer.


Dreh- und Angelpunkt zur Verwaltung und Steuerung von smarten Lautsprechern mit Google Assistant ist die App Google Home. Doch im Grunde können Sie aus so gut wie jeder Medien-App auf dem Smartphone oder Tablet heraus Inhalte auf den Boxen abspielen. Das klappt genauso, wie Sie es vielleicht vom Smart-TV oder dem Google Chromecast gewohnt sind: In Apps wie You-Tube, Spotify, Google Play Music, Tidal, Sound-Cloud, Tune-In, Deezer, Radioplayer oder Radio.de sehen Sie ein Funksymbol. Tippen Sie darauf, sehen Sie eine Liste sämtlicher verfügbarer Lautsprecher im gleichen WLAN. Wählen Sie den passenden Lautsprecher, und schon gibt er die Musik wieder.

WEITERE FAMILIEN-MITGLIEDER

Citation Sub
Aus Citation-Boxen lässt sich ein 5.1-Raumklang-Set zusammenstellen, der Citation Sub (800 Euro) sorgt dann drahtlos für noch tiefere und druckvollere Bässe.

Citation Surround
Ob mit Soundbar, Standlautsprecher oder Subwoofer – die Surround-Lautsprecher komplettieren kabellos das 5.1-System. Paarpreis: 450 Euro.

Citation Towers
Richtig premium wird’s mit den Citation Towers. Die Standlautsprecher versprechen beste Klang- und Heimkinoqualitäten sowie smarte Funktionen. Paarpreis: 2500 Euro.


Fotos: i-Stock.com