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WEBINARE FÜR YOUTUBE: Lehren wie die Profis


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 04.06.2020

Bauchbinde, eigenes Logo oder mehrere Kamerawinkel: Mit dem richtigen Setup wirken YouTube-Videos und Webinare absolut professionell.


Artikelbild für den Artikel "WEBINARE FÜR YOUTUBE: Lehren wie die Profis" aus der Ausgabe 7/2020 von PC Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 7/2020

Perfekte Hardware

Für eigene Webinare braucht es nicht nur Software, sondern auch qualitativ gute Hardware. Darauf sollten Sie achten:

Kamera: Leisten Sie sich eine hochwertige USB-Video-Kamera wie die Logitech StreamCam oder C920 HD 1080p, die einen automatischen Weißabgleich beherrschen und ins MP4-Dateiformat kodieren (ab zirka 100 Euro).

Licht: Nutzen Sie mehrere diffuse Lichtquellen, um ihr Gesicht ohne Schatten auszuleuchten. Ein Zweier- Set Foto-Leuchten gibt ...

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... es im Internet ab 50 Euro.

Mikrofon: Der Ton macht die Musik. Nutzen Sie ein Studio-Mikrofon oder ein Ansteck-Mikro („Lavalier“ genannt). Kabelgebundene Lavalier-Lösungen gibt es ab 30 Euro. Alternativ geht natürlich auch ein Headset mit Mikrofon vor dem Mund.

Hintergrund und Raum: Raumakustik und Hintergrund sind bei der Video-Aufnahme sehr wichtig. Mit einem Green-Screen im Rücken lassen sich einfach Hintergründe einblenden. Der Raum sollte akustisch gut abgeschirmt sein.

Wegen der Coronakrise haben viele Menschen zwangsweise das Thema Video für sich entdeckt oder müssen plötzlich Schulungsvideos, längere Aufnahmen und Ansprachen produzieren. Die wirken auf den ersten Blick eher hemdsärmelig, was aber nicht nur am Hardware-Setup (siehe Kasten links) liegen muss.
Gut gemachte Aufzeichnungen haben ein Logo rechts oben, eingeblendete Texte, die sanft erscheinen und wieder ausgefadet werden. Bei Bedarf ist der Sprecher freigestellt nur klein rechts zu sehen, während ein paar Folien einer Präsentation wichtige Zusammenhänge erklären. Richtig professionell wird es, wenn man einen zweiten Sprecher oder Interview-Partner mit einbinden kann oder zwischendurch eine Videoeinspielung durchführt. Über mehrere Kameras kann man außerdem den Blickwinkel verändern, was sehr Fernseh-like aussieht.

Durch solche kontinuierlichen Wechsel wirkt ein Webinar oder YouTube-Video wesentlich lebendiger, und die Zuschauer bleiben länger bei der Sache.

Video-Mixing-Software als YouTube-Turbo

Um solche Effekte zu erzeugen, braucht es heutzutage aber keine spezielle Video- Hardware mehr. Video-Mixing-Software ist auf aktueller Hardware (wie in unserem Beispiel-Setting mit einem Core i5 mit vier Kernen und eingebauter Intel-Grafik) in der Lage, mehrere Video-Quellen, Overlays und Soundquellen live zu einem neuen Video- Stream zu mixen, der sich aufzeichnen oder auch live zu YouTube oder Facebook streamen lässt.
Als besonderer Clou kann das Ergebnis auch wieder als virtuelle Video-Kamera in Windows zur Verfügung gestellt und bei Skype oder Zoom als Video-Quelle ausgewählt werden. Damit sind Sie in der Lage, in einem normalen Skype-Call ein Logo zu platzieren, unten Ihren Namen einzublenden und wahlweise auch einfach ein vorher ausgewähltes Video einzuspielen.
Üblicherweise kann man mit so einer Software verschiedene Szenen gestalten, zwischen denen Sie im Live-Betrieb per Tastendruck einfach umschalten. So können Sie von einer Ansicht als Sprecher mit Logo und Bauchbinde zu einer Präsentationsansicht wechseln, in der ein paar Powerpoint- Folien angezeigt werden. Über weiche Übergänge rutscht dabei ihr großes Sprecherbild nach rechts unten, was sehr professionell wirkt. Über weitere Tools können Sie auch andere Sprecher einbinden, die irgendwo auf der Welt sitzen.
Wichtig: Das läuft alles live, wird also nicht erst später durch Videoschnitt oder Postproduction hinzugefügt. Auch beim Output sind gleichzeitig mehrere Ziele möglich. So können Sie ein Webinar aufzeichnen, parallel dazu auf YouTube streamen und auch auf einen Beamer ausgeben.

Das passende Werkzeug: vMix

Für diesen Artikel setzen wir vMix (siehe Heft-DVD) ein. Die freie Basic-Version kann maximal vier Low-Res-Inputs gleichzeitig mixen, wovon zwei Kameras sein dürfen, und kann dauerhaft kostenlos genutzt werden. Für die größeren Versionen kann man eine Demo 60 Tage frei ausprobieren, die (fast) keine Beschränkungen bei der Anzahl der Inputs oder Auflösung hat. vMix ist bemerkenswerter Weise keine Abo-Software. Die größeren Versionen kann man – wie früher üblich – einfach kaufen und so lange nutzen, wie man möchte.

Die Oberfläche von vMix sieht nur auf den ersten Blick komplex aus. Oben rechts ist das gemixte Live-Video-Bild mit Logo und Textüberblendung zu sehen.


Über den Add-Input- Dialog kann man Videos, Kameras, Ton, Bilder und Texte als Inputs festlegen. Dabei ist die Auswahl bei den Text-Layouts besonders groß.


Installation und erster Überblick

Die Software finden Sie auf unserer Heft- DVD oder bei vMix.com. Nach der einfachen Installation starten Sie die Anwendung.
Zu Anfang sehen Sie vor allem viele große schwarze Flächen. Das liegt daran, dass noch keine Kamera und kein Sound eingebunden ist. Die Oberfläche ist, wie etwa bei Videoschnittsystemen, auf den ersten Blick verwirrend, was sich aber schnell gibt, wenn man die Bereiche kennt. Auf dieser Seite oben rechts sehen Sie ein Bild, nachdem ein paar Inputs eingerichtet sind.
Rechts oben ist das gemixte Live-Video-Bild zu sehen, wie es aktuell ausgegeben wird. Es hat oben einen grünen Balken. Links daneben die Quelle, die nach einer Überblendung zu sehen sein wird. Es ist sozusagen ein Preview auf die nächste Ansicht (erkennbar am orangen Balken). Zwischen den beiden Video-Bildern liegen Schaltflächen zur Überblendung. Klickt man sie an, wird das rechte Video-Bild durch das linke mit der gewählten Überblendung ersetzt. Darunter sieht man Bild- und Audioquellen – bei Videoquellen mit einem Live-Video-Bild. Klickt man eine dieser Quellen an, wird sie unter dem orangefarbenen Balken groß angezeigt. Die Zahlen eins bis vier stehen für Overlay-Ebenen, die man an- und ausschalten kann, um beispielweise einen Text oder ein Logo ein- und auszublenden. Rechts ist der Audio-Mixer-Bereich zu sehen, der verschiedene Audio-Quellen verwaltet und auch mixen kann. Etwas unscheinbar am unteren Bildschirmrand sind etliche Zahnrad- Symbole und Bezeichnungen wie Record, External und Stream zu sehen. Über sie kann man die Ausgabekanäle definieren sowie an- und ausschalten. Da sich mehrere Ausgabekanäle gleichzeitig aktivieren lassen, kann man gleichzeitig live streamen und aufnehmen. Über die Schalter New, Open und Save ganz links oben lassen sich alle Einstellungen sichern oder gesicherte öffnen. Einen guten Überblick über die Oberfläche gibt auch das vMix-Video auf YouTube unter youtu.be/bFPnPvWpzCM.

Input-Quellen hinzufügen

Um mit dem Programm etwas mixen zu können, muss man Input-Kanäle definieren, die dann als Kacheln im unteren linken Bereich angezeigt werden. Dazu klickt man ganz links unten auf Add Input. Die Auswahl ist groß: Neben Kameras und Play- Back-Videos kann man Einzelbilder, Bildergalerien, Powerpoint-Präsentationen, einen rechteckigen Desktop-Bereich, Texte, ein Video-Call oder eine Webseite (als Live-Bild) einbinden und miteinander kombinieren.

Als virtuelle Kamera eingebunden, kann das Live-Bild aus vMix von Tools wie Google Meet, Zoom oder WebEx eingebunden werden. Dass der Text spiegelverkehrt angezeigt wird, sieht man nur selbst, aber nicht die Gesprächspartner.


Der erste Input soll eine Kamera sein. Im Pop-up-Menü sehen Sie, welche Kameras im System verfügbar sind. Haben Sie mehrere USB-Kameras angeschlossen, enthält die Liste auch mehrere Einträge. In den weiteren Settings darunter können Sie auch eine Audio-Quelle für die Kamera auswählen. Das muss nicht das in der Kamera eingebaute Mikrofon sein; Sie können hier auch ein anderes auswählen. Mit einem Klick auf OK sehen Sie die neue Input- Quelle. Klicken Sie auf sie, damit sie im Preview links oben erscheint.
Als zweite Quelle soll ein Logo für die Einblendung rechts oben als Input erzeugt werden. Dabei ist es sinnvoll, das Logo vorher in einer Bildbearbeitung als PNG-Datei mit transparenten Bereichen zu speichern. Sie können es anschließend über Add Input und der Auswahl von Image und Browse auswählen. Viel leichter ist es aber, es einfach per Drag-and-drop ins Fenster von vMix zu ziehen. Es wird dann automatisch als Bild-Input-Kanal angelegt. Ein Doppelklick führt in die Einstellungen. Mit der Maus lässt sich die neue Position festlegen, über den Zoomregler oben die Größe. Machen Sie das Bild kleiner, und schieben Sie es in die rechte, obere Ecke. Schließen Sie das Fenster einfach, um die Änderungen zu übernehmen.
Jetzt fehlt noch die Bauchbinde; so nennt man den unteren Bereich, der farblich hinterlegt einen Text anzeigt, beispielsweise bei der Tagesschau den Name des Sprechers. Wählen Sie als Input Title/XAML. Es erscheint eine große Auswahl an verschiedenen Texteinblendungen. Wählen Sie eine für Sie passende aus. Anschließend kann man noch den Text und eine Unterzeile eingeben. Mit dem Schließen des Fensters ist der neue Kanal angelegt.

Das Live-Bild komponieren

Um jetzt das Live-Bild mit Logo und Bauchbinde zu komponieren, müssen Sie unter dem Logo lediglich auf die 1 und bei der Bauchbinde auf die 2 klicken. Die Zahlen stehen für Overlay-Ebenen, die vMix über das Live-Bild legt und anzeigt. Jetzt sollte Ihr Live-Bild mit Logo und Text zu sehen sein. Wenn Sie erneut auf die Zahlen klicken, blendet vMix die Kanäle wieder aus. Die vierte Ebene ist die höchste und erscheint über allen anderen.

Ausgabe als virtuelle Kamera

Bevor wir jetzt als weiteren Schritt eine Powerpoint-Präsentation integrieren, sollten Sie das bisher Erreichte einmal als Aufnahme speichern und als virtuelle Kamera einbinden. Dazu aktivieren Sie unten im Fenster die Schaltfläche External. Sie wechselt auf Rot, außerdem erscheint oben über dem grünen Balken des Live-Bildes ein EXT. Jetzt gibt es im Windows-System eine neue Kamera, die die Bezeichnung vMix Video hat. Wählen Sie sie als Kamera-Quelle zum Beispiel in Google Meet aus, und Ihre Video- Konferenz-Teilnehmer sehen Sie jetzt mit Logo und Bauchbinde. Wenn Sie in vMix die Bauchbinde deaktiveren, geschieht dies live auch in Ihrer Video-Konferenz.
Neben dieser Ausgabe können Sie zusätzlich das Bild auch als MP4-Datei speichern. Ein Klick auf Record öffnet das Fenster, in dem oben per Browse die Datei auszuwählen ist, in welche die Aufnahme abgelegt werden soll.
Zu einem echten Webinar gehört natürlich auch eine gut gemachte Powerpoint-Präsentation. Wie zu erwarten, gibt es einen Input-Kanal Powerpoint, über den Sie einfach eine Präsentation auswählen und so als Input-Kanal hinzufügen. Sie erscheint dann mit der ersten Folie in der Übersicht.

Freeware vidStudio

Als kostenlose Alternative zu vMix und für die ersten Versuche bietet sich die Freeware vidStudio an (auf Heft-DVD). Das letzte Update stammt zwar aus 2016, die Software läuft aber auch unter Windows 10.

1 Funktionen

vidStudio kann als Quellen mehrere Video- Kameras, Bilder, Filme, Bereiche des Bildschirms (wo beispielsweise ein PDF angezeigt wird) und OpenGL/DirectX-Quellen einbinden. Es lassen sich bis zu zehn Szenen selbst zusammenstellen, die aus mehreren Quellen und Overlays bestehen können. Diese sind einfach per Taste umzuschalten, wobei es verschiedene Überblendungsmodi gibt.

Über den Scene-Editor lassen sich bis zu zehn wählbare Settings anlegen.


Die Ausgabe kann in eine Datei, als Netzwerk-Stream oder auch als virtuelle Kamera erfolgen. Letzteres funktioniert unter Windows 10 aber nicht zuverlässig – die Kamera tauchte jedenfalls bei Skype oder Whereby nicht mehr als Input-Videoquelle auf (wohl aber in Google Meet).

2 Besonderheiten

Die Oberfläche ist etwas altbacken, erfordert aber nicht viel Einarbeitung. Nach kurzer Zeit hat man die Funktionen verstanden. Tutorials auf der Webseite helfen beim Einstieg. Über einen Croma-Key lässt sich der Hintergrund eines Videos ausblenden und mit einem anderen Bild ersetzen.
Die Hardware-Anforderungen sind moderat, selbst auf einem Intel Core i5 mit eingebauter Intel-Grafik ließen sich mehrere Bildquellen einbinden und miteinander kombinieren. Eine Besonderheit ist das Einbinden von Spiele-Quellen (OpenGL/ DirectX): Damit lassen sich typische Spiele- Mitschnitte anfertigen, bei denen man als Spieler zu sehen ist.

Das nahezu perfekte Webinar-Setting: Über der Präsentation liegt das Live-Bild des Moderators. Die MergeÜberblendung sorgt für einen eleganten Übergang von Vollbildzur Powerpoint-Ansicht und zurück.


Um Ihr Live-Video-Bild klein in eine Ecke über die Präsentation zu legen, klicken Sie doppelt auf das Kanalbild des Powerpoint- Input-Kanals, wählen in den Einstellungen links den Punkt Multiview und im obersten der Pop-up-Felder rechts den Input-Kanal Ihrer Kamera. Es erscheint damit formatfüllend im Vorschaubereich und würde die Präsentation damit komplett überdecken. Wir müssen dieses Overlay daher verkleinern und nach rechts unten verschieben. Klicken Sie dazu links auf Position, und wählen Sie anschließend ganz oben Overlay 1 aus. Jetzt können Sie über die Zoomund Positionsregler das Live-Bild verkleinern und nach rechts unten verschieben. Schließen Sie einfach das Einstellungsfenster über das Schließen-Symbol.
Wenn Sie jetzt einfach nochmals auf den Powerpoint-Kanal klicken, sehen Sie die Präsentation mit dem Vorschaubild im Preview- Bereich links oben. Unter der Präsentation ist ein Schieberegler, mit dem Sie von Folie zu Folie navigieren können. Sie wechseln zwischen Ihrem bildschirmfüllenden Live-Kamera-Bild und der Präsentation per Merge-Schaltfläche. vMix sorgt dafür, dass das Live-Video-Bild butterweich vergrößert oder verkleinert wird, während es die Präsentation ein- und ausblendet. Diese Multi- View-Feature ist sehr mächtig, weil man jeden Input-Kanal damit aus bis zu zehn Quellen komponieren kann. Sie können also verschiedene Szenen gestalten und dann ganz einfach zwischen diesen hinund herschalten.

Über die Settings und Shortcuts lassen sich einfache Tastaturkürzel vergeben.


Tastaturkürzel für Aktionen anlegen

Während eines Webinars sollte man möglichst wenig von der Technik abgelenkt sein. Wenn man während des Vortrages auf dem Bildschirm das richtige Fenster oder nach ein paar Schaltflächen suchen muss, wirkt das sehr schnell fahrig.
Es macht also Sinn, für verschiedene Szenen Tasten zu belegen. Sie wechseln nach Betätigung automatisch – wahlweise auch mit einem weichen Übergang – zwischen den gewünschten Szenen hin und her.
Der Editor für die Shortcuts befindet sich in den Einstellungen, zu erreichen über die Schaltfläche ganz oben rechts: Settings. Die Liste der Kürzel ist anfangs noch leer. Ein Klick auf Add öffnet den Dialog. Ganz oben ist unter Key/Control die Taste wie 1 oder A auszuwählen. Die Auswahl bei Function öffnet wiederum einen Dialog mit großer Auswahl. Für weiche Übergänge können Sie hier Transition/Merge wählen. Als Input suchen Sie den Input-Kanal aus, der mit dem Merge eingeblendet werden soll. Wenn Sie mehrere Szenen so mit Tasten belegen, ist ein weicher Wechsel auch im Live-Betrieb einfach möglich.

Weitere Tricks

vMix bietet aber noch viel mehr: mit Chroma- Keys und Green-Screen können Sie den Hintergrund Ihres Video-Bildes ausblenden oder auch mit vMix Call weitere Webinar- Referenten live einbinden. Wer erst einmal angefangen hat, alle Möglichkeiten auszuloten, der kommt nicht mehr so schnell von vMix los.

Webinar-Plattformen im Internet

Wer ein Webinar veranstalten will, braucht dazu eine Plattform, über die sich User einloggen, teilnehmen und auch aktiv mitmachen können.

Im Unterschied zu einer reinen Video- Konferenz mit vielen Teilnehmern kann eine Webinar-Software die Mikrofone und Videobilder der Teilnehmer einfach kontrollieren und besitzt Möglichkeiten, die Teilnehmer ad hoc über eine Umfrage zu befragen oder interaktiv eine Grafik zu entwickeln.

Zoom: Zoom kennen viele Homeoffice-Anwender bereits als Video-Konferenz- Lösung. Da es sehr stabil und einfach zu bedienen ist und über die nötigen Funktionen verfügt, ist es auch sehr gut als Webinar-Tool einsetzbar. Die kostenlose Variante ist auf 40 Minuten und 100 Teilnehmer begrenzt. Sonst kostet es 14 Euro/Monat.

GotoWebinar: GotoWebinar ist nach wie vor der Platzhirsch unter den Anbietern. Die Plattform beherrscht auch perfekt das Aufsetzen von Webinaren mit automatischen E-Mail-Listen, Erinnerungs-Mails, Aufzeichnung und Verschicken der fertigen Aufnahme. Mit GotoWebinar lassen sich leicht einfache Umfragen einbinden und komplette Auswertungen fahren. Die Oberfläche wirkt allerdings nicht mehr ganz up to date und ist auch vergleichsweise Ressourcen-hungrig. Die Software wendet sich eher an Profis, denn die Preise gehen bei 89 Euro pro Monat erst los.

Weitere Anbieter:
Wer sich tiefer mit der Materie auseinandersetzen will, sollte eventuell auch Webex Event & Trainings sowie edudip ansehen.