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WEDGES: KURZSPIEL WAFFEN


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 100/2020 vom 21.09.2020

Für viele Hobbygolfer sind WEDGES einfach nur die kürzesten Eisen im Bag. Stimmt, sie sind aber auch hilfreiche Waffen im Kampf um ein besseres Handicap. Wir erklären, warum, worauf Sie achten müssen - und stellen acht Modelle vor.


Artikelbild für den Artikel "WEDGES: KURZSPIEL WAFFEN" aus der Ausgabe 100/2020 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 100/2020

HILFREICH FÜRS HANDICAP: Ideal ist es, wenn die Wedges perfekt auf die restlichen Schläger im Bag des Spielers abgestimmt sind.


Die Bedeutung von Wedges wird von vielen Amateuren unterschätzt. Pros hingegen wissen um die Wichtigkeit für das eigene Spiel und benutzen perfekt auf die restlichen Schläger im Bag abgestimmte Wedges. Doch eine engere Auseinandersetzung mit den ...

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... »Scoring-Clubs« lohnt sich auch für Hobbygolfer.

Der wichtigste Punkt, den es beim Zusammenstellen dieser Schläger zu beachten gilt, ist das sogenannte Gapping, also die Abdeckung verschiedener Distanzen durch die Schlaglängenunterschiede von Schläger zu Schläger. Maßgeblicher Parameter dafür ist der Loft. Zudem ist es wichtig, dass Bounce und Grind der Wedges zum Golfer passen (s.a. Wedge-Lexikon, S. 54). Diese Komponenten entscheiden darüber, wie vielseitig ein Wedge einsetzbar ist und auch, wie fehlerverzeihend es sich verhält.

Die großen Hersteller bieten heute eine Vielzahl von Loft-Bounce-Grind- Kombinationen an. Der beste Weg, um eine individuelle Anpassung vorzunehmen und sich im Dschungel der Optionen zurechtzufinden, ist das Absolvieren eines professionellen Wedge-Fittings (siehe unten), bei dem ein guter Fitter neben dem Gapping auch den Spielstil und die Schwungtechnik beobachten wird.

Man unterscheidet gemeinhin vier Typen von Wedges: Pitching, Gap, Sand und Lob. Die Einordnung in die jeweilige Kategorie hängt ab vom Loft:
Pitching-Wedge: Loft zwischen 46° und 50°
Gap-Wedge: Loft zwischen 51° bis 53°
Sand-Wedge: Loft zwischen 54° und 57°
Lob-Wedge: Loft von 58° und mehr

WIE VIELE WEDGES BRAUCHT MAN?

Ansatzpunkt sollte der Loft des kürzesten Eisens aus dem Satz sein, das ist meistens ein Eisen 9 oder ein Pitching-Wedge. Die Lofts in modernen Eisensätzen sind in den letzten Jahren immer niedriger geworden. War früher ein klassischer Loft für ein 9er-Eisen 44 Grad, liegen die meisten Modelle heute in einem Bereich von 38 bis 42 Grad (bei einigen Game- Improvement-Modellen bisweilen sogar noch deutlich darunter).

Diese Entwicklung gilt es beim Kauf von Wedges zu berücksichtigen, denn der klassische Sand-Wedge-Loft von 56 Grad ist bestehen geblieben. Um also keine zu große Längenlücke zwischen Pitching- und Sand-Wedge entstehen zu lassen, ist es sinnvoll, diese mit einem Gap- Wedge zu schließen. Ob darüber hinaus Platz im Bag für ein Lob-Wedge ist, hängt auch davon ab, wie die Tasche bei den langen Schlägern bestückt ist (beispielsweise die Anzahl der Fairway-Hölzer und Hybrids).

Als Faustregel für das Wedge-Setup gilt übrigens ein Längenunterschied von circa zehn Metern Carry-Distanz zwischen den einzelnen Schlägern. Gängige Loft-Abstände sind sechs Grad bei Drei- Wedges- und vier Grad bei Vier-Wedges- Kombinationen.

Und dann wäre da noch die Optik. In den letzten Jahren wurde es zunehmend Mode, baugleiche Wedges mit verschiedenen Oberflächenbehandlungen zu versehen und ihnen damit unterschiedliche Looks bzw. Finishes (z.B. Brushed, Chrome, Raw, Satin) zu verpassen. Damit möchte die Schlägerindustrie vor allem individuelle Vorlieben der Spieler berücksichtigen.

Kleines Wedge-Lexikon

Bounce: Der Winkel zwischen vorderer und hinterer Kante der Sohle. Von ihm hängt ab, wie der Schlägerkopf durch den Boden geht. Der Bounce-Winkel kann zwischen 0 und 16 Grad liegen. Ist der Boden hart, sind Wedges mit weniger Bounce besser, ist er dagegen weich, empfehlen sich Modelle, deren Bounce-Winkel größer ist.

Digger: Spieler, deren Wedge in einem steilen Winkel auf den Ball trifft. Sie spielen weniger aus den Händen und haben meist einen etwas stärkeren Griff. Der Ball befindet sich bei Wedge-Schlägen in der Regel etwas näher am rechten Fuß. Für sie sind Schläger besser geeignet, deren Sohle breiter und weniger gerundet ist und die mehr Bounce haben.

Grind: Die Art, in der die Sohle geschliffen ist. Je nach Schwungtyp und Bodenverhältnissen eignen sich bestimmte Grinds besser oder weniger gut.

Grooves: Die Form dieser Rillen bestimmt maßgeblich, wie viel Backspin erzeugt wird.

Loft: Winkel der Schlagfläche. Von ihm hängen Flugbahn und Länge des Schlags ab.

Sohlenbreite: Der Abstand von der vorderen Kante der Sohle zur hinteren. Je breiter die Sohle, desto größer ist der effektive Bounce eines Wedges.

Sweeper: Spieler, die mit dem Wedge flacher an den Ball kommen und ihre Hände mehr einsetzen. Für sie eignen sich Wedges, die eine schmalere und stärker gerundete Sohle sowie weniger Bounce haben.

So läuft ein Wedge-Fitting

Die für den Fitter wichtigsten Daten sind Distanz, Abflugwinkel und Spin. Das Wedge-Fitting läuft dann in fünf Schritten ab:

1. Ermittlung der Schlagweite mit dem »alten« Pitching-Wedge. Darauf aufbauend werden die weiteren Wedges, sprich: Gap-, Sand- und gegebenenfalls Lob- Wedge, mit einer Schlagweitendifferenz von circa zehn bis 14 Metern ausgewählt.

2. Auswahl eines neuen Pitching-Wedges, mit dem die Schlagweiten des alten Pitching-Wedges erzielt werden.

3. Auswahl eines Gap-Wedges, mit dem man den Ball circa zwölf Meter kürzer schlägt.

4. Suche nach einem 56- bzw. 58-Grad-Wedge, mit dem der Ball weitere circa zwölf Meter kürzer geschlagen wird.

5. Der Grind, sprich: Sohlenschliff, wird gewählt. Dieser ist primär vom Schwungtyp abhängig. Aber auch der überwiegend bespielte Bodentyp ist zu beachten.


Fotos: Huchel (3)