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WEDGES – WAHRE SPAR-»BÜCHSEN«!


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 90/2021 vom 16.08.2021

WEDGES

Artikelbild für den Artikel "WEDGES – WAHRE SPAR-»BÜCHSEN«!" aus der Ausgabe 90/2021 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 90/2021

PGA-Pro Steffen Kefer zeigt anhand von drei Spielsituationen, dass das SAND-WEDGE ein wertvoller Helfer und »Strokesaver« sein kann.

Training \ Mit dem Sand-Wedge ums Grün

3 Klassiker

Das Sand-Wedge ist ein wichtiger Schläger in der Tasche, und wer es beherrscht, wird seinen Score deutlich verbessern können. Es ist vielseitig verwendbar und im Gegensatz zu seinem Namen deutlich versatiler einsetzbar als nur im Bunker. Ein Golfer-Sprichwort sagt: »Driving for Show, short game for dough«, was frei übersetzt bedeutet, mit dem Kurzen Spiel verdient man das Geld. Okay, das tun im Normalfall nur die Professionals, aber Sie können sich für Ihr eigenes Spiel einiges davon abschauen. Beim Golf geht es um Entscheidungen. Im Verlauf einer Rundetreffen Sie unzählige – über die Schlägerwahl, wie der Ball gespielt werden soll und ob es das Risiko wert ist. In diese Entscheidungsfindungen ...

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... sollte eine gute Portion Selbsteinschätzung einfließen, denn das Sand-Wedge kann eine Waffe sein – oder aber auch schnell zum persönlichen Waterloo ausarten. In welchen Spielsituationen ist das Sand-Wedge unabdingbar?

1

DIE SITUATION: Der Ball liegt nahe dem Grün, aber im tiefen Rough (Bild 1).

DAS PROBLEM: Ein Ball der tief im Gras sitzt, kann selten sauber getroffen werden. Beim Ballkontakt befindet sich immer eine Menge Gras zwischen Ball und Schlagfläche.

Das macht die Sache deutlich schwieriger, der Schläger muss mit genügend Power geschwungen werden, um nicht im Gras hängen zu bleiben und gleichzeitig darf der Ball nicht zu weit fliegen.

Nimmt man einen Schläger mit weniger Loft, muss man langsamer schwingen – in diesem Fall ein No-Go.

DIE LÖSUNG: Spielen Sie Ihr Sand-Wedge und geben dem Schläger durch ein leichtes Öffnen der Schlagfläche noch etwas mehr Loft (Bild 2). Öffnen Sie Ihren Stand, das bedeutet die Füße sollten links des Ziels ausgerichtet sein (Bild 3).

Schwingen Sie entlang Ihres Stands und öffnen Sie die Schlagfläche mit einem Winkeln der Handgelenke. Dies führt zu einem hilfreichen, steileren Eintreffwinkel auf den Ball und weniger Gras- Kontakt vor dem Ballkontakt. Gleichzeitig sorgen der hohe Loft und das Öffnen der Schlagfläche dafür, dass der Ball zum Ziel startet. Da Sie weiter nach links der Fahne ausgerichtet sind, generien Sie eine hohe Flugbahn, bei der Sie etwas schneller schwingen können, um nicht im Gras hängen zu bleiben (Bild 4).

2

DIE SITUATION: Der Ball liegt hinter einem Bunker und zwischen Grünanfang und der Fahne ist nur wenig Platz (Bild 5).

DAS PROBLEM: Um hier den Ball möglichst nah an die Fahne zu bekommen, ist ein sauberer Treffmoment von größter Bedeutung. Nur so lässt sich die Distanz kontrollieren, eine hohe Flugbahn erzeugen und der Ball schnell stoppen. Das ist wesentlich einfacher vom Fairway als aus einer Lage im Rough.

DIE LÖSUNG: Heißt auch hier Loft. Je höher der Winkel der Schlagfläche, desto höher können Sie den Ball spielen und desto später können Sie ihn landen lassen – was in dieser Situation höchste Priorität hat. Die Ballposition ist mittig, ebenso das Gewicht (Bild 6). Öffnen Sie aber Ihren Schläger schon etwas bevor Sie schlagen. Holen Sie sich über Ihren Probeschwung das Gefühl der offenen Schlagfläche und versuchen Sie das Schlägerblatt im Finish geöffnet zu lassen (Bild 7). Der Schwungumfang sollte in beide Richtungen in etwa gleich lang ausgeführt werden.

Steffen Kefer ist »Fully Qualified PGA Golfprofessional« und im Besitz der C-und B-Trainerlizenzen des DOSB.

Im Winter 2016/ 2017 gründete er mit Christoph Günther und Marcel Haremza die Project Golfacademy, die ihren ersten Standort im Golfclub Bad Wörishofen hat. Ein Rund-umsorglos-Paket inklusive Training, Übernachtung und Greenfee können Sie buchen auf: projectgolfacademy.com.

Danke an den GC Bad Wörishofen, der uns bei den Aufnahmen unterstützte.

3

DIE SITUATION: Der Ball liegt auf dem Fairway circa 30 Meter vor dem Grün (Bild 8).

DAS PROBLEM: Dies ist eine Standardsituation und mit verschiedenen Lösungsansätzen zu bewältigen. Aber ein Fakt ist, dass »wahre« Kontrolle nur bei einem Grüntreffer gewährleistet ist. Soll heißen, wer den Ball mit der Bump-and-Run-Variante auf das Grün chippt (zum Beispiel mit einem Pitching-Wedge oder Eisen 9), der muss den Ball vor dem Grün landen lassen und darauf hoffen, dass er nicht zu stark gebremst wird oder verspringt. Das wäre sicherlich die risikoärmere Variante, aber wer die nötigen Fähigkeiten hat und nichts dem Zufall überlässt, der sollte zum Sand-Wedge greifen (Bild 9).

DIE LÖSUNG: Das Sand-Wedge muss nicht immer hoch geschlagen werden. Wer ein Sand- Wedge flach halten kann, wird mit viel Backspin und Kontrolle belohnt. Bleiben Sie mit dem Gewicht auf dem linken Fuß und platzieren den Ball etwas mehr auf der rechten Seite (Bild 10). Dies sorgt für den nötigen Eintreffwinkel, um genügend Spin zu erzeugen. Die Handgelenke sollten, um die Kontrolle zu erhöhen, nicht übermäßig am Schlag beteiligt sein (Bild 11). Allerdings werden sich die Handegelenke aufgrund der bewegten Masse (des Schlägers) immer etwas abwinkeln. Versuchen Sie nicht dieses inaktive Abwinkeln zu unterdrücke, indem Sie den Schläger fest und verkrampft greifen, um ja die Handgelenke ruhig zu halten. Ein bisschen Bewegung ist sogar hilfreich. Der Ball wird relativ flach fliegen, aber trotzdem schnell zum Stoppen kommen (Bild 12).

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Alle drei Situationen erfordern bei der Ausführung neben der richtigen Technik auch ein hohes Maß an Gefühl. Machen Sie daher drei bis vier Probeschwünge, um das entsprechende Gefühl aufzubauen. Allerdings sollten Sie dabei nicht das Spiel unnötig verzögern und sich so den Unmut Ihrer Mitspieler zuziehen.

Nutzen Sie daher die Zeit während sich Ihre Mitspieler auf ihren Schlag vorbereiten für den einen oder anderen Probeschwung, sodass Sie zügig spielen können, wenn Sie an der Reihe sind. t