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Weg mit dem Winterblues


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 09.02.2022

GESUNDHEIT

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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 7/2022

Zahl der Woche

5Millionen der erwachsenen Deutschen etwa erkranken jedes Jahr an einer Depression.

„Ich habe nur noch geweint“

Mirja du Mont, 46 Hatte Angst vor allem

Für die Ex-Frau von Sky du Mont geriet die Welt aus den Fugen, nachdem sie nach einem Problem am Innenohr eine Schwindelstörung entwickelte. Das fehlende Gleichgewicht ängstigte die Schauspielerin so sehr, dass sich daraus eine Angst- und Panikstörung entwickelte. „Ich hatte permanent Angst vor allem und konnte kaum noch schlafen.“ Du Mont begab sich in eine Klinik. Dort zu erkennen, dass sie mit der Krankheit nicht allein ist, half ihr.

Mirja du Mont hat sie, Prinz Harry hat sie und Julia Roberts auch: depressive Phasen. Auch Stars durchleben richtig dunkle Stunden. Julia Roberts etwa war trotz ihres umwerfenden Lächelns lange Zeit gar nicht zum Lachen zumute. Selbstzweifel plagten die Hollywood-Schönheit, ...

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... ihr Selbstbewusstsein war schlecht, sie fühlte sich nicht gut genug für ihre Rollen. Mittlerweile hat sie aber gelernt, sich selbst zu akzeptieren. Ihr Tipp: „Jetzt gehe ich mit dem Leben um wie ein Kind mit Süßigkeiten. Das Leben ist kurz, deshalb lebe ich heute!“ Klingt gut! Klappt jedoch leider nicht immer.

Depressionen treffen häufig Frauen

Vor allem, wenn hinter der dunklen Stimmung eine handfeste Depression steckt. Daran erkranken in Deutschland jedes Jahr rund fünf Millionen Menschen. Frauen öfter als Männer, zehn Prozent werden jedes Jahr depressiv. „Eine Depression ist eine eigenständige Krankheit, die der Fachmann behandeln muss“, sagt Professor Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (www.deutsche-depressionshilfe.de). Laut dem Psychiater ist es ein großes Missverständnis, dass viele Menschen glauben, eine Depression sei eine Reaktion auf schwierige Lebensumstände. Zum Beispiel jetzt in der Pandemie: Da reagieren viele Menschen mit depressiven Symptomen wie Stress, Ängsten, Sorgen. Kein Wunder, wenn das Geschäft wegen Corona nicht mehr öffnen kann oder man Homeschooling und Homeoffice unter einen Hut bringen muss. „Das ist eine ganz normale und gesunde Reaktion auf schwierige Lebensumstände, aber keine Krankheit“, so Hegerl.

Wenn die Seele streikt Wie erkennt man aber eine Depression? „Das merken die Betroffenen, sie erkennen sich oft selbst nicht wieder und sagen, l

BIN ICH DEPRESSIV? DIESE SYMPTOME VERRATEN ES

Wenn uns mindestens vier der folgenden Anzeichen über Wochen plagen, sollten wir beim Arzt vorbeischauen. Dann könnte eine Depression dahinterstecken.

Das zeigt uns der Körper

Antriebsmangel, bleierne Müdigkeit, ungewohnt schnelle Erschöpfung.

Innere Unruhe, Bewegungsdrang oder auch starke Verlangsamung.

Appetitlosigkeit oder das übermäßige Bedürfnis zu essen.

Chronische Kopfoder auch Rückenschmerzen.

Schlafstörungen Ständig nicht einoder durchschlummern können.

Beschwerden, für die nach ausführlichem Doc-Check keine körperliche Ursache gefunden wurde, wie Schwindel, Verdauungsprobleme, Atemnot.

Das sagt uns die Seele

Niedergeschlagene Stimmung, Überforderung, Reizbarkeit und Aggression.

Mangelndes Interesse an Tätigkeiten, die sonst Spaß gemacht haben.

Geringes Selbstwertgefühl, vermehrte Selbstkritik und Schuldgefühle. Konzentrations-und

Entscheidungsschwierigkeiten, ein Hang zum Grübeln.

Übersteigerte Ängste oder vermehrte Angstzustände.

Gefühllosigkeit, innere Leere.

Tiefe Verzweiflung, Selbstverletzungen oder Gedanken, dass das Leben nicht lebenswert ist.

Prinz Harry, 37 Packte bei Opra h Winfrey aus

„Sich Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke“

Zusammen mit Talk-Queen Oprah Winfrey startete Prinz Harry eine Doku- Reihe über psychische Gesundheit, in der Promis über psychische Probleme sprechen. In der ersten Folge erzählte der Prinz, wie der Tod seiner Mutter Diana ihn beeinflusste, die royale Familie zu verlassen, und wie sehr ihn sein Vater Prinz Charles enttäuschte.

Renée Zellweger, 52 Pause nach Burn-out

„Ich wollte andere nicht enttäuschen, also habe ich einfach weitergemacht“

Lange fiel es dem Hollywood-Star schwer, die eigenen Grenzen zu wahren. Für die „Bridget Jones“-Filme musste Renée Zellweger zudem hungern, viel essen, hungern und wieder viel essen. Das war zu viel für sie. Als alle Filme im Kasten waren, musste sich Zellweger eine Auszeit nehmen. Diagnose: Burn-out, völlige Erschöpfung. Heute geht es ihr zum Glück wieder gut. l das fühle sich völlig anders an, als nicht gut drauf zu sein“, sagt Hegerl. Ständige innere Anspannung, so als ob man vor einer Prüfung steht, Schlafprobleme, bleierne Müdigkeit, nichts mehr fühlen, keine Freude, keine Trauer, all das sind Anzeichen einer Depression (s. Kasten vorige Seite).

Ohne Veranlagung keine Depression

Entscheidend, ob wir eine Depression entwickeln, ist dabei zu einem großen Teil die Veranlagung. „Ohne Veranlagung können Menschen viel Bitternisse erleben, bekommen aber keine Depression. Haben Sie die Veranlagung, können Sie die wunderbarste Familie und den besten Job haben und werden trotzdem krank“, so Hegerl. Dabei kann eine Veranlagung auch in der frühen Kindheit erworben werden. Durch Missbrauch oder Traumata. Leidet man an einer Depression, muss man sich professionelle Hilfe suchen und gehört in die Hände eines Facharzts. Die richtigen Ansprechpartner sind psychologische Psychotherapeuten, Psychiater oder die Hausärztin. Dann wird in der Regel mit Psychotherapie oder Antidepressiva behandelt, meistens mit gutem Erfolg.

Krisenzeiten als Chance nutzen

Stressen uns die Lebensumstände wie während der Pandemie etwa, kann ein Wochenplan helfen, die Tage zu strukturieren. „Setzen Sie sich am Sonntag hin und planen Sie Zeiten für Pflichten und Erholung“, rät Hegerl. Sport tut gut oder wir starten etwas ganz Neues, ein Hobby, oder wir kontaktieren alte Freunde, die wir im hektischen Alltag aus den Augen verloren haben. Oder wir wagen uns an das dicke Buch im Regal, das schon lange darauf wartet, gelesen zu werden. Um Stress abzubauen, können Yoga oder die progressive Muskelentspannung helfen. Hauptsache, wir bleiben aktiv! Das hebt die Laune und macht uns wieder neugierig auf alles, was der Tag für uns bereithält – vielleicht wartet ja auch eine kleine Süßigkeit auf uns. ◼

DIANA FAUST

FRÜH AUFSTEHEN GEGEN DUNKLE STIMMUNG

Früher ins Bett gehen und früher aufstehen senkt das Risiko, eine schwere Depression zu bekommen. Das haben Forscher aus Cambridge herausgefunden. Sie verlegten den Schlafmittelpunkt der Probanden vor. Der Schlafmittelpunkt ist die Halbzeit zwischen Zubettgehen und Aufstehen. Das Ergebnis: Pro Stunde reduzierte sich das Depressions- Risiko um 23 Prozent. Wer bisher immer gegen 24 Uhr ins Bett ging und sich dann um 23 Uhr schlafen legte, stärkte die Psyche. Schlummern mit Melatonin Da die innere Uhr aber genetisch bedingt ist, lässt sich der Schlafwach-Rhythmus nicht komplett verändern, eine Stunde ist aber drin. Besonders wichtig sind geregelte Zeiten, die man jeden Tag einhält. Außerdem spielt bei der Vermeidung von Depressionen nicht nur der Schlafzeitpunkt eine Rolle, sondern auch Dauer und Qualität. Gegen Einschlafprobleme kann Melatonin helfen, etwa als Spray (z. B. Cefanight, rezeptfrei, aus der Apotheke).

Manuel Cortez, 42 Herzrasen, Zittern, Blackout

„Ich hatte Angst, als verrückt zu gelten“

Den „Verliebt in Berlin“- Star packte die Angst mit 24. Vor einem Flug zu einem Dreh auf Ibiza wurde plötzlich alles unwirklich, das Herz raste, ihm brach der Schweiß aus, er zitterte. Die Trigger seiner Angst waren die Ablehnung durch seinen Vater, die Sorge, auch von anderen abgelehnt zu werden und nichts wert zu sein, fand Cortez viel später heraus. Dem Schauspieler hat Hypnose geholfen, ein Leben ohne Panikattacken und Blackouts zu führen.