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Wegweiser für die Anlageentscheidung: Übersicht zur Bilanz


AnlegerPlus - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 29.02.2020

ANLEGERSCHULUNG Mit dieser Ausgabe starten wir eine Serie, im Rahmen derer die Bestandteile einer Bilanz näher erläutert werden. Der erste Teil gibt einen kurzen Überblick über die Bilanzstruktur. In der kommenden Ausgabe AnlegerPlus behandeln wir das Thema Geschäfts- oder Firmenwert.


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Themenwünsche zur Bilanz

Gerne können Sie Ihre Fragen und Besprechungswünsche zu Bilanzposten an die Redaktion (redaktion@anlegerplus.de) schicken. Wir werden versuchen, sofern möglich, Einreichungen im Rahmen der kommenden Beiträge abzuhandeln.

Kurzfristiges Vermögen

Steht dem Unternehmen lediglich ...

Artikelbild für den Artikel "Wegweiser für die Anlageentscheidung: Übersicht zur Bilanz" aus der Ausgabe 2/2020 von AnlegerPlus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: AnlegerPlus, Ausgabe 2/2020

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... kurzfristig zur Verfügung, beispielsweise für den Verkauf oder die Verarbeitung.

Beispiele:

• Die flüssigen Mittel (Bankguthaben) sind z. B. dazu da, offene Kundenrechnungen zu begleichen
• Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Rechnungen, die Kunden noch begleichen müssen.
• Zu den Vorräten zählen bei adidas beispielsweise die Sportschuhe und Sportkleidung, die noch nicht veräußert wurden.

Bilanzsumme
Summe des Vermögens auf der Aktivseite

Langfristiges Vermögen

Steht dem Unternehmen dauerhaft für den Geschäftsbetrieb zur Verfügung.

Beispiele:

• Zu den Sachanlagen zählen z. B. Gebäude, Grundstücke und Maschinen, die für die Leistungserbringung des Unternehmens benötigt werden.
• Der beim Kauf von Tochterunternehmen bezahlte Mehrpreis wird in der Bilanz unter dem Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.
• adidas hat vor mehr als zehn Jahren die Marke Reebok gekauft, was unter den Markenrechten in der Bilanz ausgewiesen wird.

Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz ist die Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag). Das Wort „Bilanz“ kommt von dem italienischen Wort „bilancia“ und bedeutet „Waage“. Bei einer Bilanz weisen beide Seiten (Vermögen und Kapital) den gleichen Betrag (Bilanzsumme) auf.

Die Bilanz ist aufgeteilt in die Aktiv- und Passivseite. Auf der Aktivseite (Aktiva) wird das Vermögen des Unternehmens dargestellt. Sie gibt Auskunft über die Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel (z. B. Kauf von Maschinen, Immobilien). Das Kapital des Unternehmens wird auf der Passivseite der Bilanz dargestellt und informiert den Bilanzleser über die Finanzierung. Es wird in Eigen- und Fremdkapital aufgegliedert. Zum Eigenkapital zählen beispielsweise Aktien, zum Fremdkapital aufgenommene Darlehen des Unternehmens.

Aufbau der Bilanz

Das Vermögen auf der Aktivseite wird in kurz- und langfristiges Vermögen aufgeteilt. Die Schulden werden auf der Passivseite auch in kurz- und langfristige Schulden unterteilt. Das Eigenkapital ergibt sich als sog. Restgröße, indem vom Vermögen eines Unternehmens die Schulden abgezogen werden. Die Bilanzsumme der Aktivseite entspricht immer der Bilanzsumme der Passivseite. Es gilt daher die folgende Bilanzgleichung: Vermögen = Schulden + Eigenkapital.

Bilanzsumme
Summe der Schulden und des Eigenkapitals auf der Passivseite

Eigenkapital

Das Eigenkapital ergibt sich als sog. Restgröße, nach Abzug der Schulden vom Vermögen. Gewinne und die Ausgabe neuer Aktien erhöhen das Eigenkapital.

Ein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht das Eigenkapital des Unternehmens. Ein Verlust führt hingegen zu einer Verringerung.

Kurzfristige Schulden

Zahlungsverpflichtungen, die innerhalb eines Geschäftsjahres beglichen werden müssen.

Beispiele:

• Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind offene Rechnungen von Lieferanten
• Kurzfristige Verbindlichkeiten sind u. a. Steuerzahlungen, die innerhalb eines Jahres beglichen werden müssen. Ertragssteuern (Steuern auf den Gewinn) zählen hier nicht dazu, sie werden in der Bilanz separat ausgewiesen.

Langfristige Schulden

Langfristige Schulden sind Zahlungsverpflichtungen, deren Fälligkeit mehr als zwölf Monate beträgt.

Beispiele:

• Laufende Kredite mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
• Pensionen umfassen Verpflichtungen von adidas für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den Konzerntöchtern existieren unterschiedliche leistungsorientierte Pensionspläne.


Bild: Bet_Noire - istock.com