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WEIHNACHTSSHOPPING IN NEW YORK


Clever reisen! - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 09.10.2018

DIE BESTEN OUTLETS UND VIELE INSIDERTIPPS FÜR DEN BIG APPLE


Artikelbild für den Artikel "WEIHNACHTSSHOPPING IN NEW YORK" aus der Ausgabe 4/2018 von Clever reisen!. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Clever reisen!, Ausgabe 4/2018

Je größer und bunter desto besser: Riesenkugeln vor der Radio City Hall


Auch wenn man noch nie in New York war. Schon beim ersten Besuch ist es ein bisschen, als würde man nach Hause kommen. Denn vieles kennt man schon aus Filmen, Fernsehserien und Nachrichtensendungen. Zum Beispiel „CSI:NY“, „Sex and the City“, „Frühstück bei Tiffany“, „West Side Story“, „Das verflixte 7. Jahr“. Es ist nicht mehr zu zählen, wie oft New York schon Drehort war.

Einem Film verdankt die Millionenmetropole auch ihren Ruf, die faszinierendste Vorweihnachtsstadt der ...

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... Welt zu sein: „Das Wunder von Manhattan“, 1947 in die Kinos gekommen. Es ist die Geschichte eines älteren Herrn, der vom Kaufhaus „Macy’s“, nach wie vor der größte Shoppingtempel der Stadt, als Weihnachtsmann angestellt wird.

Noch immer ist die „Thanksgiving-Day-Parade“ am 28. November vom Central Park zu „Macy’s“ am Harald Square in der 34. Straße der Auftakt zum Adventsspektakel und zu einer gigantischen Shoppingschlacht, in der sich Kaufhäuser, Edelboutiquen und Outlet-stores mit Sonderangeboten überbieten. Aber Vorsicht. Vieles ist nur scheinbar preiswert. Oft sind es Ladenhüter, die verramscht werden. Das gilt auch für „Macy’s“.

Die Fassade an der 34. Straße und der Eingang mit Stützfiguren sind zwar nach wie vor sehenswert, die Schaufenster-Dekoration ist einmalig schön kitschig; aber drinnen wirkt der Konsumtempel antiquiert wie bei uns ein Kaufhaus in den 50er Jahren. Klappernde Rolltreppen, düstere Treppenhäuser. Die Preise sind selbst am „Black Friday“, dem Schnäppchentag der Vorweihnachtszeit, höher als in Essen, Berlin oder Hamburg.

Im „Macy’s Sale“-Department, der versteckt liegenden Schnäppchen-Abteilung des Kaufhauses, wird zwar 60 bis 80 Prozent Rabatt versprochen. Doch das passende Angebot fand ich auch nicht nach einer Stunde suchen. Das günstigste Poloshirt kostete immer noch 29,99 Dollar und es war weder von Ralph Lauren noch von Tommy Hilfiger, der bei uns beliebtesten, in Amerika aber nicht mehr angesagten Marke.

Echte Schnäppchen im Weihnachtsshopping finde ich hingegen in den Outlet Malls und bei den Preiswert-Ketten „Century 21“, bei „Marshalls“ und „Ross Dress for Less“, die zusammen rund dreißig Filialen in der Stadt und in Vororten haben. Hier wird mit bis 70 Prozent Nachlass Designerware von Edelmarken wie Armani, Ralph Lauren oder Valentino verkauft, meistens aus Restbeständen der Vorjahres-Kollektion. Am aktuellsten in Sachen Mode und Accessoire ist „Century 21“. Die ältesten, aber auch billigsten Stücke hat „Ross Dress for Less“ mit Filialen am Broadway (Hausnummer 1372) und auf dem Merrick Boulevard (92 -26) im Stadtteil Jamaica.

Die Outlet Malls liegen etwas außerhalb von Manhattan oder Brooklyn. In den „Jersey Gardens“, in der Nähe des Neward Airports, reihen sich rund 200 Läden auf zwei Etagen. Es fahren an allen Tagen für 14 Dollar Busshuttle (www.simon.com/ mall/the-mills-at-jersey-gardens). Abfahrt ist der Bus-Bahnhof im Port Authority (im ersten Stock, Gate 223, Bus Nummer 111 und 115).

Nicht ganz so günstig wie in den „Jersey Gardens“ sind die Preise in den „Woodbury Common Premium Outlets“ mit 220 Läden (498 Red Apple Court, Central Valley). Die Fahrt im Bus vom Port Authority (42ns St./8. Avenue) ist im Explorer Pass enthalten.

Lange erwartet und immer wieder verschoben ist das neue „Empire Outlet“ auf Staten Island. Die Eröffnung war schon im Frühjahr vorgesehen. Jetzt wurde sie auf Mitte November zum Weihnachtsgeschäft verschoben. Dann soll es viele Eröffnungsangebote geben. Aber es gibt viele, die daran zweifeln. Hier sollen in rund 100 Geschäften echte Designer-Schnäppchen angeboten werden. Doch auch ohne zu shoppen ist dieser Ausflug einen halben Nachmittag wert. Die zwanzig Minuten kurze Überfahrt mit der Fähre von Downtown Manhattan ist kostenlos und ersetzt fast eine Besichtigungstour durch den Hafen. Man kommt an der Freiheitsstatue vorbei und hat eine tollen Blick plus Foto-Shooting auf die Skyline von Manhattan.

Eher nur zum Bummeln und Staunen ist der Shoppingtripp auf der 5th Avenue mit dem berühmten „Tiffany“, wenige Schritte vom Trump Tower entfernt. Inzwischen haben die cleveren Marketing-Manager auch eine Art Schnäppchenecke mit Schmuck und Dingen, die man eigentlich nicht braucht, wie Champagnerquirls oder Papierschneider für unter 200 Dollar. Es gibt sogar Anhänger und Ohrringe für 48 Dollar. Doch schon das blaue Schächtelchen mit der weißen Schleife, in die Accessoires oder Mitbringsel gepackt werden, sind einen Kauf wert und mit Sicherheit die Weihnachtsüberraschung zu Hause.

Was bei Tiffanys ausgegeben wird, kann in der Nachbarschaft im Trump Tower gespart werden. Im Kellergeschoß gibt es die wohl schönste kostenlose öffentliche Toilette von New York. Der Hausherr will Steuern sparen. Denn in den USA gilt: Wer in seinem Haus eine öffentliche Toilette einrichtet, braucht an den Staat keinen Obolus zu zahlen. Dem Beispiel sollten andere Wolkenkratzer-Eigentümer folgen, denn leider gibt es viel zu wenige öffentliche Toiletten in ganz Manhattan.

Im Café vor den Toiletten gibt es köstliche Torten und das Lieblingsessen des Präsidenten, Fleischklopse nach dem Rezept seiner Mutter. Mir schmeckten die Torten am besten. Für Souvenirs in den offiziellen Boutiquen der republikanischen Partei müssen Ausländer mehr zahlen als US-Pass-Besitzer.

Vor vielen Restaurants stehen in der Vorweihnachtszeit lange Warteschlangen. Sie sind auch Zeichnen dafür: Hier schmeckt der Hamburger, das Steak oder der Putenbraten. Das Anstehen (oft eine Stunde) lohnt sich vor dem „Black Tap Midtown“ (136 W, 55th Street), wo die besten Burger New Yorks und gigantische Eisbecher serviert werden. Ich werde für rund 20 Dollar mehr als satt. Das gilt auch für das „Becco“ (355 Wst 46 Street) in der Nähe des Times Squares, italienisches Essen für 20 Dollar, so viel man vertilgen kann.

Nur wenige Schritte entfernt beginnt die Musical-Meile. Die Läden, darunter der größte „H & M“-Store der Stadt, sind trotz Weihnachts-Ausverkauf teuer. Selbst für ein Foto mit dem „nackten Indianer“ (nur der Oberkörper frei) muss gezahlt werden. Doch er ist etwas fürs Auge, genauso wie der riesige Weihnachtsbaum mit 30 000 Lichtern auf dem Rockefeller Plaza. Auf der Eisfläche nebenan drängen sich die Menschen.

Der Weihnachtsmarkt im Bryant Park macht etwas Heimweh nach zu Hause: Glühwein und Brezel schmecken in der New Yorker Vorweihnachtskälte (oft unter null Grad) und eisigem Wind fast wie auf dem Christkindl Markt in Nürnberg. Ansonsten gilt: Kreditkarte schonen und auf das zollfreie Limit achten, es liegt bei 430 Euro pro Erwachsenem, für Jugendliche unter 15 Jahren bei 150 Euro.

GUT ZU WISSEN

Flüge: Viele große Fluglinien bieten ab Deutschland Flüge nach New York an (SAS ab 423 Euro, Air Lingus ab 438 Euro, Lufthansa/United ab 442 Euro. Am günstigsten im November und Dezember ist „Eurowings“ (ab 149,99 z.B. ab Hamburg, eine Strecke).
Preisvergleiche www.discountflieger.de

Übernachten: Nur 300 Meter vom Times Square entfernt das „RIU Placa“ (4*). Eine Nacht mit Frühstück ab 121 Euro (p.P./DZ). Infos: www.riu.com. 5 Nächte pauschal mit Flug ab 1.220 Euro, Infos. www.tui.de. Preisvergleiche: www.fliegen-sparen.de und www.McHotel.de

Aufpassen: Einige nicht lizensierte Unternehmen bieten Stadttouren für angeblich wenig Geld an. Dabei wird z.B. an der Freiheitsstatue nur rund drei Minuten gestoppt. Besser der „New York–Pass“ mit Eintritt oder hohen Rabatten für viele Sehenswürdigkeiten ab ca. 109 Euro oder NYC Explorer ab ca. 78 Euro. Infos: www.getyourguide.de oder www.viatorcom.de

Reiseführer & Infos: „ New York City/Trip+“ von Margit Brinke/Peter Kränle, 17,90 Euro, Verlag Reise Know How; Baedeker New York, 22,99 Euro oder New York/ Polyglott on Tour, 12,99 Euro. Infos: www.newyork.de und www.nycgo.com


Bild: depositphotos