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Weiter und tiefer


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 60/2019 vom 04.10.2019

Sie ärgern sich, dass Sie mit Ihren Spoons auf den Uferbereich des Gewässers festgelegt sind? Müssen Sie nicht, denn man bekommt die kleinen Blinker auch weiter hinaus und auch tiefer runter. Wie das funktioniert, verrät Simone Siegler.


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Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 60/2019

Simone Siegler erreicht mit ihren beiden Spoon-Montagen Bereiche, die anderen Ultralight-Anglern verwehrt bleiben. Deshalb darf sie sich häufig über schöne Fangergebnisse freuen.


D as Angeln mit Spoons gehört eindeutig zu meinen Lieblingsangeltechniken am Forellensee. Doch jeder kennt das Problem beim Angeln mit Ultralight- Gerät und kleinen Mini-Blinkern. Aufgrund des ...

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D as Angeln mit Spoons gehört eindeutig zu meinen Lieblingsangeltechniken am Forellensee. Doch jeder kennt das Problem beim Angeln mit Ultralight- Gerät und kleinen Mini-Blinkern. Aufgrund des geringen Ködergewichtes kann man nicht besonders weit werfen und deshalb nur einen kleinen Bereich des Gewässers beangeln. Je nach Wetterbedingungen halten sich die Fische aber schon mal in der Mitte des Gewässers und/oder in den tieferen Wasserschichten auf. In diesen Situationen muss eine Strategie her, um die Spoons auf Weite und Tiefe zu bekommen. Ich kombiniere dann einfach zwei verschiedene Methoden bzw. Montagen, und zwar eine Sbirolino- bzw. Glasmontage mit dem Spoon. So kommt man auch an Forellen, die weiter draußen im See stehen.

Die Kombination Spoon und Glaskörper (Ghost) setze ich ein, wenn ich nicht ganz so weit hinaus muss und möchte, dass der Köder relativ langsam absinkt. Mit einem Sbirolino bin ich in der Lage, den Köder weiter auszuwerfen als mit einem Glasgewicht. Und wenn ich einen schnell sinkenenden Sbiro einsetze, komme ich auch schnell in die tieferen Wasserschichten.

Um die Kombination Spoon und Glas reizvoll präsentieren zu können, verwende ich eine Ultraleicht- Rute von 2,50 m Länge und einem Wurfgewicht bis 10 Gramm. Auf der kleinen Rolle befindet sich eine 0,18 Millimeter starke Monofilschnur. Zunächst ziehe ich einen Silikonstopper auf die Hauptschnur, dann folgen das Glas und danach wieder ein Stopper. Mit Hilfe der beiden Stopper kann ich den Glaskörper auf der Hauptschnur fixieren.

Ans Ende der Hauptschnur knüpfe ich einen Fünffachwirbel. Dieser Wirbel wirkt Schnurdrall entgegen, der beim Angeln mit rotierenden Ködern auftreten kann. In welcher Entfernung zum Wirbel man den Glaskörper platzieren sollte, hängt von der Beißlaune der Fische ab. Die Faustregel lautet: Je vorsichtiger die Forellen sind, desto größer der Abstand. Der Abstand zwischen Glaskörper und Köder wird allerdings auch von der Rutenlänge bestimmt. Ist er länger als die Rute, wird es mit dem Auswerfen schwierig. Das monofile Vorfach hat einen Durchmesser von 0,14 Millimeter und ist 150 Zentimeter lang. Um den Spoon am Ende des Vorfachs schnell und einfach wechseln zu können, benutze ich einen kleinen Einhänger (Snap).

Bei der Kombination Spoon mit Sbirolino verwende ich meist sinkende Sbirolinos mit einem Gewicht von 15 bis 20 Gramm. Um diese schweren Montagen auswerfen zu können, ist eine Ultralight-Rute nicht geeignet. Daher setze ich hier eine Sbiro-Rute ein mit einer Länge von drei bis vier Metern und einem Wurfgewicht von 15 bis 40 Gramm. Der Durchmesser der Hauptschnur liegt bei 0,20 Millimeter. Der Sbiro läuft frei auf der Schnur. Eine große Gummiperle dient zum Schutz des Knotens am Fünffachwirbel.

Die Länge des 0,16er-Vorfachs (monofil) beträgt etwa zwei Meter. Auch hier montiere ich am unteren Ende des Vorfachs einen Snap, um einen schnellen und unkomplizierten Köderwechsel gewährleisten zu können.

Zwei Hilfsmittel, um den Spoon weiter auswerfen zu können und ihn auf Tiefe zu bekommen: Sbirolino (oben) und Glaskörper (rechts.), auch Ghosts genannt.


Der Glaskörper wird zwischen zwei Gummistoppern auf der Hauptschnur fixiert. Bei Bedarf kann man ihn auch nach oben oder unten schieben.


Schwimmen viele Brutfische im Gewässer, bringen Perlmutt-Spoons die räuberischen Großforellen an den Haken.


Um richtig auf Weite zu kommen, kombiniert Simone den Spoon mit einem 15 oder 20 Gramm schweren Sbirolino.


ABSTOPPEN HILFT

Beim Auswerfen der beiden Montagen muss man darauf achten, dass sich das Vorfach in der letzten Phase des Fluges streckt. So lassen sich Verhedderungen vermeiden. Das erreicht man, in dem man die Montage kurz vor dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche sanft abstoppt. Nach dem Wurf lässt man die Montage absinken und holt dann den Köder wie beim Spoonangeln üblich ein. Es macht Sinn, die Einholgeschwindigkeit zu variieren und auch mal eine Pause einzulegen. Dann sinkt die Montage wieder ab. Beim Biss verhält man sich wie beim normalen UL-Angeln: einfach weiterkurbeln und auf keinen Fall anschlagen. Hat sich der Fisch gehakt, bewege ich die Rutenspitze nach oben, um den Fisch während des Drills besser führen zu können.

Noch einige Worte zur Wahl der Köderfarbe: Die Auswahl an Designs ist mittlerweile riesig. Bei meinen Versuchen habe ich gute Erfahrungen mit kleinen Blinkern gesammelt, die eine Kombination aus Neonfarben (grün oder rot) und Schwarz boten. Befinden sich viele Brutfische im Gewässer, setze ich auf Perlmutt-Spoons (von MB Fishing). Diese Köder reflektieren aufgrund ihrer Oberfläche sehr gut das Licht und schimmern regenbogenartig (zu den Eigenschaften von Perlmutt- Blinkern mehr im nachfolgenden Artikel).

Probieren Sie bei Ihrem nächsten Angeltag am Forellensee doch einmal die Kombination Spoon/Glas oder Spoon/Sbiro. So können Sie Distanzen und Tiefen erreichen, die andere Spoonangler nicht befischen – und fangen wahrscheinlich den einen oder anderen Fisch mehr.

Für diesen Artikel angelte Simone Siegler im Angelpark zur Grafenmühle. Der große See ermöglicht ultraleichtes Spinnfischen sowohl in Ufernähe als auch auf Distanz.

Adresse und Kontakt:

Angelpark zur Grafenmühle Alter Postweg 123 46244 Bottrop Website:www.angelpark-zur-grafenmuehle.de


Fotos: Simone Siegler