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Weitwinkel-Zooms


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 11.04.2018

Tamron SP 2,8/15-30 mm und 2,8/24-70 mm G2: Mit den beiden Zoomklassikern endet das Tamron-Kapitel unserer Serie „Top-Objektive von Fremdherstellern“. Weiter geht es ab Seite 64 mit den Sigma-Art-Rechnungen: Wir starten mit dem brandneuen Sigma Art 2,8/14-24 mm.


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Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 5/2018

Tamron 2,8/15-30 mm Di SP VC USD

Gemessen an Canon SLR: Das Tamron ist ein lichtstarkes Weitwinkelzoom mit Bildstabilisator für mittlerweile nur noch 900 Euro. In der Bildmitte bei Blende 2,8 sind sowohl am Kleinbild- als auch am APS-C-Sensor die Auflösung hoch und der Kontrast gut. Allerdings fallen die Bildränder deutlich ab. Abblenden ändert ...

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Gemessen an Canon SLR: Das Tamron ist ein lichtstarkes Weitwinkelzoom mit Bildstabilisator für mittlerweile nur noch 900 Euro. In der Bildmitte bei Blende 2,8 sind sowohl am Kleinbild- als auch am APS-C-Sensor die Auflösung hoch und der Kontrast gut. Allerdings fallen die Bildränder deutlich ab. Abblenden ändert in der Bildmitte nur wenig. Die Ränder zeigen dann aber eine höhere Auflösung und mehr Kontrast. Am APS-C-Sensor passt damit alles, am KB-Sensor bleibt jedoch der Wunsch nach stärkerem Kontrast an den Rändern bestehen. Die Farbsäume bleiben zudem in den Ecken sichtbar. Zu diesen Schwächen kommt eine Verzeichnung von 3,9 Prozent.
Bei Brenweite 21 mm fallen offen Auflösung und Kontrast in der Bildmitte schlechter aus als bei 15 mm. Die Ränder zeigen zu wenig Zeichnung. Allerdings sinkt der relative Randabfall am KB-Sensor. Abblenden hebt die Messwerte an beiden Sensoren für die Bildmitte an und senkt den Randabfall, aber ohne die Resultate bei 15 mm mit Blende 5,6 zu erreichen. Auch die 30-mm-Stellung kann nur in der Bildmitte punkten und liefert abgeblendet ein ordentliches Ergebnis bei Auflösung und Kontrast. Der Randabfall bleibt aber auch nach dem Abblenden zu stark.

Tamron 2,8/15-30 mm Di SP VC USD

Gemessen an Nikon SLR: Das Tamron deckt einen großen Bildwinkel ab und bietet satte Lichtstärke. Doch wer sie nutzen will, muss offen mit sichtbaren Schwächen an den Bildrändern bei 15 mm leben. Immerhin liefert die kurze Brennweite bereits offen in der Bildmitte gute Werte, abgeblendet zeigen auch die Ränder sichtbar mehr Zeichnung. Überzeugend ist der Kontrast dann aber auch nicht, und 3,6 % Verzeichnung sind ebenfalls kritikwürdig. Bei den längeren Brennweiten sind die Ergebnisse deutlich besser. Mittig sind die Auflösung und der Kontrast etwas zu niedrig, doch Abblenden hebt alle Werte auf ein vernünftiges Niveau. Zugleich bleibt auch der Randabfall ok – und somit erhält diese Optik eine Empfehlung für den KB-Sensor.

Am APS-C-Sensor ist die Tendenz ähnlich: Bei 15 mm ist der Randabfall zwar sichtbar, doch abgeblendet stimmt die Leistung – und zwar bis in die Ecken. Bei den beiden anderen gemessenen Brennweiten sind bei offener Blende Auflösung und Kontrast bereits in der Bildmitte zu niedrig. Abblenden hebt die Auflösung in beiden Fällen über das gesamte Bildfeld auf ein gutes Niveau, mit dem Kontrast sind wir jedoch nicht zufrieden. Auch am Nikon-Sensor kann das 900 Euro teure Tamron-Zoom nicht völlig überzeugen. Doch für ein Weitwinkelzoom passt die Leistung, und deshalb erfolgt eine Empfehlung.

Tamron 2,8/24-70 mm Di SP VC USD G2

Gemessen an Canon SLR: 1250 Euro kostet Tamrons neues 24-70 mm mit Bildstabilisator. Am KB-Sensor ist die Auflösung in der Bildmitte bei 24 mm und Blende 2,8 ok, auch der Kontrast passt, doch ist die 5DS R auch für 200 Linienpaare mehr gut.
Der Randabfall ist moderat, lediglich in den äußersten Ecken fehlt die Zeichnung. Abgeblendet legen alle Werte zu, der Randabfall sinkt, und die Leistung des Tamron erreicht ein gutes Niveau über das ganze Bildfeld, nur die Verzeichnung ist deutlich zu hoch.
Bei 41 mm ist die Tendenz ähnlich, doch offen sind der Randabfall sichtbar stärker und der Kontrast mittig noch etwas niedriger. Abgeblendet erreicht die 41-mm-Messung knapp das Niveau von 24 mm. Bei 70 mm und offner Blende sind Kontrast und Auflösung deutlich zu niedrig. Mit Abblenden bekommt man den Randabfall in den Griff, aber die Ergebnisse für die Bildmitte bleiben unter den Werten für 24 mm und offene Blende.

Am APS-C-Sensor ist das Resultat nicht viel besser. Die Auflösung erreicht nie das am 24-MP-Sensor mögliche Niveau. Der Kontrast bleibt unter unseren Erwartungen – auch abgeblendet und ganz besonders bei 70 mm. Der Randabfall bei dieser Brennweite und offener Blende liegt nur darum bei 100 %, weil die Bildqulität schon in der Mitte recht schwach ist.

Tamron 2,8/24-70 mm Di SP VC USD G2

Gemessen an Nikon SLR: Tamron hat sein lichtstarkes 24-70 mm neu aufgelegt. Mit Bildstabilisator kostet es nun 1250 Euro. Am KBSensor macht die 24-mm-Brennweite einen ordentlichen Eindruck. Der Kontrast an den Rändern und besonders in den Ecken sollte offen jedoch höher sein. Abgeblendet passt es dann. Wiederum überrascht am KB-Sensor eine sehr kräftige Verzeichnung. Bei 41 mm und offener Blende fallen alle Messwerte niedriger aus. Abblenden bringt leider nur wenig. Bei 70 mm stimmen offen schon in der Bildmitte Kontrast und Auflösung nicht. Das ist zu wenig, abgeblendet wird es jedoch deutlich besser – bei maßvollem Randabfall.
Die Tendenz am APS-C-Sensor ist ähnlich, aber das Niveau höher. Bei 24 und 41 mm messen wir keine Top-Werte, aber bereits offen gute Ergebnisse mit einem maßvollen Randabfall. Abblenden bringt in beiden Fällen keinen Vorteil. Bei 70 mm ist die offene Blende erneut kaum einsetzbar, da Auflösung und Kontrast in der Bildmitte deutlich zu niedrig sind. Doch abgeblendet passt es dann, und so vergeben wir für den APS-CSensor eine Empfehlung, wenn man auf Blende 2,8 bei 70 mm verzichtet.

Frisch aus dem Labor: Sigma 2,8/14-24 mm DG HSM (A)

Gemessen an Canon SLR: Sigma erweitert seine Art-Serie um ein lichtstarkes Weitwinkel 2,8/14-24 mm zum Preis von 1500 Euro. Am 50-MP-KB-Sensor überzeugt die kurze Brennweite bei Blende 2,8 mittig, allerdings ist der Randabfall deutlich. Abgeblendet steigen Auflösung und Kontrast auf Topwerte, der Randabfall sinkt massiv. Die 18-mm-Messung fällt tendenziell ähnlich aus auf etwas niedrigerem Niveau und auch abgeblendet mit kräftigem Randabfall. Bei 24 mm messen wir mittig bei Blende 2,8 weniger Kontrast und erneut einen kräftigen Randabfall. Abblenden bessert den Randabfall nicht, doch die Bildmitte steigt auf Bestwerte. Am APS-C-Sensor mit 24 MP kann die kürzeste Brennweite bereits offen mittig punkten, die Ränder sind ok, abgeblendet ebenfalls top. Für 14 mm ist eine derart gleichmäßige Abbildungsleistung bis in die Ecken außergewöhnlich gut. Das 18-mm-Ergebnis ist offen ähnlich, abgeblendet legen die Ränder nicht ganz so stark zu, aber das sind Klagen auf höchstem Niveau. Bei 24 mm schwächeln die Ränder erneut, woran Abblenden wieder nichts ändert. Insgesamt überzeugt das Sigma an beiden Sensoren mit einem sehr guten Ergebnis bei 14 mm, die Schwächen bei 24 mm sind für ein Weitwinkelzoom verzeihlich – zweimal empfohlen.

Frisch aus dem Labor: Fujifilm Fujinon XF 3,5-5,6/18-135 mm R LM OIS WR

Gemessen an Fujifilm spiegellos, 24 MP, APS-C: Die Fujifilm-Optik gehört mit ihren 18-135 mm zu den „langen“ Standardzooms mit mäßiger Lichtstärke 3,5-5,6. 750 Euro mit Bildstabilisator und Wetterschutz sind aber kein Schnäppchen mehr. Erneut liefert die kurze Brennweite mittig das beste Ergebnis. Offen ist die Bildmitte top, abgeblendet sinkt der Kontrast. Zugleich mildert Blende 7,1 den offen zu starken Kontrastabfall am Rand. Bei 49 mm fehlen offen wie abgeblendet mittig 200 Linienpaare für ein Topresultat. Abgeblendet sinkt der Kontrast in der Bildmitte. Allerdings bekommt Blende 9 den Randabfall in den Griff. Die längste Brennweite ist in der Bildmitte offen wie abgeblendet die schwächste. Bei 18 mm messen wir 300 Linienpaare mehr. Auch der Kontrast sollte höher sein, doch erneut verbessert Abblenden sichtbar die Abbildungsqualität im Bildfeld. In Summe arbeitet das 18-135er abgeblendet sehr gleichmäßig, ist aber nicht ganz auf der Höhe der Kamera.

Fujifilm Fujinon XF 2,8/80 mm R LM OIS WR Macro

Gemessen an Fujifilm spiegellos, 24 MP, APS-C: 1300 Euro kostet das lichtstarke Tele mit Bildstabilisator und 120 mm äquivalenter KB-Brennweite – und diesen Preis ist es auch wert. Bereits bei offener Blende überzeugt das 2,8er mit sehr guter Leistung bis in die Ecken. Abgeblendet legen Auflösung und Kontrast noch etwas zu, der Randabfall sinkt – empfohlen.

Leica DG Elmarit 2,8/200 mm Power OIS

Gemessen an Panasonic spiegellos, 20 MP, MFT: Am MFT-Sensor bietet diese Leica-Optik den Bildwinkel eines 2,8/400ers – das relativiert auch den Preis von 2700 Euro. Offen sollten Auflösung und Kontrast jedoch höher sein. Abgeblendet steigen beide Werte auf ein gutes, aber nicht auf ein Topniveau; der Randabfall wechselt von gering zu minimal.


Fotos: Hersteller, Image Engineering

Fotos: Hersteller, Image Engineering

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Fotos: Hersteller, Image Engineering

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