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WELCHES E-BIKE PASST ZU MIR?


emotion - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 06.11.2019

Klimafreundlich und fix unterwegs: Fahrräder mit Elektromotor sind gerade in der Stadt eine echte Alternative zum Auto. Worauf wir beim Kauf achten sollten


Lifestyle

#EMOTION BETTERMOBILITY

Artikelbild für den Artikel "WELCHES E-BIKE PASST ZU MIR?" aus der Ausgabe 12/2019 von emotion. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: emotion, Ausgabe 12/2019

FOTO BRAD GREGORY/THELICENSINGPROJECT.COM

Das erste Mal ist ein Erlebnis, so oder so. Manche beschreiben es als sanften Schub von hinten, wie ein angenehmer Rückenwind. Andere irritiert vielleicht der spürbare Kick. Und oft „kann man das Glücksgefühl gleich am Gesicht ablesen“, sagt Jutta Benneke, die mit ihrer Schwester Heike den großen Rad-Markt „Bike Arena“ in Hiddenhausen bei Bielefeld führt. Dann fühlt sich das ...

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... elektrisch verstärkte Fahrrad, kurz E-Bike, an wie eine harmonische Erweiterung der eigenen Muskelkraft. „Leute kommen und brauchen einen Sattel“, erzählt Jutta Benneke, „und gehen nach einer spontanen Probefahrt mit einem E-Bike.“ Dieses Erlebnis haben sich in Deutschland allein in diesem Jahr schon mehr als eine Million Menschen verschafft. Grob gerechnet ist jedes dritte verkaufte Fahrrad ein E-Bike, bald soll es jedes Zweite sein. In großen Geschäften wie der „Bike Arena“ machen Räder mit Motor nahezu 60 Prozent vom Umsatz aus. „Es hat da in wenigen Jahren einen radikalen Wandel gegeben“, erläutert Jutta Benneke. „Von der Scheu, mit einem Opa-Rad mit Hilfsantrieb gesehen zu werden, ist nichts mehr zu spüren. Jetzt ist man stolz auf das neue E-Bike.“

Um rasch eine Begriffsverwirrung aufzuklären: Ursprünglich heißen Räder E-Bikes, die einen Knopf oder „Gasgriff“ wie beim Mofa haben, also ohne Treten beschleunigen. Solche spielen auf dem Markt keine Rolle, weil sie rechtlich Kleinkrafträder sind, ein Kennzeichen brauchen und nicht auf Radwege dürfen. Für das, was heute alle E-Bike nennen, war das Kunstwort „Pedelec“ vorgesehen: Unterstützung gibt es nur, wenn auch pedaliert wird, und bei 25 km/h ist Schluss mit der Motorleistung. Dafür werden sie rechtlich behandelt wie Fahrräder. Die Steuerung geschieht über Sensoren: je nach Trittfrequenz, Kraft (Drehmoment) und Geschwindigkeit wird ein Impuls vom Motor beigesteuert. Gelingt diese Abstimmung, stellt sich das organische, flüssige Fahrgefühl ein.

Diese Räder leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität. Sie sehen nicht mehr klobig aus wie ein medizinisches Hilfsgerät, die Akkus sind kleiner und leistungsfähiger geworden. Die Technik ist ausgereift, alle großen Hersteller und viele Manufakturen und Start-ups sind dabei. Das Risiko eines Fehlkaufs ist gering, wenn man Billigangebote vermeidet – die Räder müssen einiges aushalten, das ist unter 2000 Euro kaum seriös zu haben. Alle Spielarten der herkömmlichen Rad-Welt spiegeln sich als E-Variante: City, Urban, Touren, Trekking, Mountain, Cross und noch mehr. Wichtig ist eine grundlegende Frage: Soll es beim Fahren aufrecht-lässig zugehen (City und verwandte Kategorien) oder vorgeneigt-sportlich (alle anderen)? Wer vor allem ins Büro oder zum Einkaufen radeln will, wird eine komfortable Position und einen niedrigen Durchstieg schätzen. Wer auch oder überwiegend auf Tour gehen will, fährt mit einer sportlichen Rahmengeometrie besser. Ein wichtiger Tipp: Online-Käufe sollte nur wagen, wer sich ganz sicher ist. Alle anderen brauchen Beratung, und vor allem: Probefahrten. Ein gutes Fachgeschäft erkennt man daran, das ausgiebig zu ermöglichen.

Lässig und ganz weg vom Image der Oma-Räder

Manche Hersteller gehen dazu über, E-Bikes als Damenräder zu vermarkten. Da geht es nicht nur um optische Effekte, sondern auch um (kleinere) Rahmengrößen und passende Komponenten (Sattel, Lenker, Griffe). Auch bei Unisex-Modellen müssen diese Details individuell angepasst werden – wie sorgfältig das geschieht, ist ein weiteres Qualitätsmerkmal des Fachgeschäfts.

Zwei Varianten sind gerade im Trend: elegante, leichte City-Bikes (wie das Bzen Amsterdam, das wir verlosen); denen ist das E-Bike kaum anzusehen, weil der Akku im Unterrohr und der Motor in der Nabe versteckt ist. Zum anderen kräftige Mountain-E-Bikes, die tatsächlich als „SUVs“ vermarktet werden, aber anders als ihre panzerartigen vierrädrigen Namensvettern das „Sports Utility“ im Namen zu Recht tragen. Sie bieten einen Hybrid zwischen Gelände- und Straßentauglichkeit, komfortabel gefedert und allen Hindernissen gewachsen. Jutta Benneke findet: „Mit einem kräftigen Motor machen die richtig Spaß.“

Viele, die mit einem E-Bike liebäugeln, haben immer noch hemmende Hintergedanken – ist das noch sportlich, bin ich nicht zu jung und zu aktiv dafür? Wie „sportlich“ das ausfällt, liegt allerdings ganz am Fahrer. Über eine App oder ein Display am Lenker lässt sich der Grad der Motorhilfe einstellen. Umfragen zeigen, dass Besitzer von EBikes öfter und länger unterwegs sind, womit sie die elektrische Unterstützung mehr als ausgleichen. Im Kern erhöht das E-Bike einfach die persönliche Reichweite und indirekt auch die Aktivität überhaupt. Akku und Anstrengung sind keine Gegensätze. „E-Bikes sind ideal, um zum Beispiel mit dem Partner Leistungsunterschiede auszugleichen“, sagt der Fitness-Experte Tim Böhme, bis 2017 selbst Mountainbike-Profi. „Es macht Spaß und motiviert, rauszufahren. Die ideale Belastung kann man trotzdem erreichen, indem man weniger Motorleistung einsetzt.“

Ein wichtiger Treiber des E-Bike-Booms sind übrigens Leasing-Modelle mit dem Rad als Dienstfahrzeug. Arbeitnehmer* innen versteuern jährlich ein halbes Prozent des Preises (beim Auto ein Prozent) als geldwerten Vorteil. Anders als beim Auto muss man die gefahrenen Kilometer zur Arbeit nicht zusätzlich versteuern. Es lohnt sich, beim Arbeitgeber nachzufragen, wie es mit einem Dienst-Fahrrad steht. So lässt sich eine vielleicht fällige Gehaltserhöhung steuerlich günstig gestalten, und womöglich spart das Unternehmen einen Parkplatz.

Wenn das Bike für den Arbeitsweg genutzt wird, erübrigt sich in der Regel auch die Diskussion über die Umwelt-Bilanz. Denn die Fahrrad-Akkus sind in der Herstellung und Entsorgung eine weit geringere Umweltbelastung als die viel größeren Auto-Akkus.

Auf der nächsten Seite stellen wir unterschiedliche E-Bikes vor – und eins davon können Sie sogar gewinnen!

VOLL IN FAHRT

GEERO CITYCLASSIC „CREAM“ Bei „Urban Bikes“, die einige Start-ups auch im Direktvertrieb anbieten, wird die Technik – also der Akku und der Motor – erfolgreich in Rohren und Naben „versteckt“. Das schafft auch dieses österreichische Modell mit neun Gängen und Retro-Touch. Von Geero, ca. 2500 €

DAS STYLISHE


STEVENS E-TRITON 45 LADY Einstiegsmodell für die schnellen (S-)Pedelecs, die der Motor bis 45 km/h mit antreibt. Die spielen auf dem Markt noch kaum eine Rolle, sind aber interessant für alle, die pendeln. Das S-Pedelec ist rechtlich ein Kleinkraftrad (also Versicherung und Führerschein nötig) und fährt sich auch so. Von Stevens, ca. 4000 €

DAS SCHNELLE


RIESE & MÜLLER PACKSTER 60 Sitzen kleine Kinder im Kasten vor dem Lenker, ist die elektrische Unterstützung natürlich hochwillkommen. Die Kategorie heißt „Cargobike“, weil die Räder für jeden Lastentransport geeignet sind. Gibt es außerdem als Dreiräder, aber auch die Zweiräder sind überraschend gut zu steuern, ca. 5000 €

DER PACK-ESEL


KETTLER TRAVELLER E GOLD Bestwertung für „Sicherheit“ der Stiftung Warentest für die „Diamant“-Variante (das ist der dreieckige „Herren“-Rahmen). Heutzutage sind bequeme „Tiefeinsteiger“ meist ebenso stabil. Von Kettler, ca. 2800 €

DAS SOLIDE


FLYER UPSTREET 5 7.10 Die Schweizer Marke Flyer hat wesentlich zum Erfolgszug der E-Bikes beigetragen. An den aktuellen Modellen sieht man, dass der raumgreifende Akku durchaus zur Ästhetik beitragen kann. Von Flyer, ca. 3200 €

DER PIONIER


MODELL AMSTERDAM VON BZEN Das belgische Startup Bzen (gesprochen englisch „Be Zen“) bezieht nahezu alle Teile aus europäischer Produktion. Das komfortable Urban Bike ist extrem leicht, aber nicht auf Kosten von Stabilität und Langlebigkeit. Auf bzenbikes.com können Sie sich das Rad individuell konfigurieren und nach Hause liefern lassen – oder erst mal eine Testfahrt buchen.

Jetzt teilnehmen am Gewinnspiel unter emotion.de/Ebike

KTM MACINA RACE 271 GLORY Der österreichische Hersteller KTM, mit einer Vorliebe für geländegängige Räder wie dieses Mountainbike, bietet mit dem Namenszusatz „Glory“ nahezu alle Modelle speziell für Frauen an. Das bezieht sich nicht etwa auf die Lackierung, sondern auf die (wenn nötig) kleineren Maße bei Rahmen und Komponenten. Von KTM, ca. 3000 €

DASFRAUEN-GERECHTE


GAZELLE ULTIMATE C8+ Der Hersteller traditioneller Holland-Räder hat für E-Bikes ein modernes Design, hält aber am gemütlichen Sitz und dem Kettenkasten fest. Dazu passt – für die Stadt völlig ausreichend – eine Nabenschaltung. Von Gazelle, ca. 3200 €

Gewinner Brand Bicycle Award 2019

DAS KLASSISCHE


FOTOS PR

HUSQVARNA GRAN CITY GC 5 Klassisches City-Rad mit aufrechter Sitzposition für entspanntes und sicheres Fahren in der Stadt. Eine Federgabel erhöht den Fahrkomfort. Von Husqvarna, ca. 3200 €

DAS ENTSPANNTE